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E-Book, Deutsch, 240 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 220 mm, Gewicht: 392 g
Laurie Das Haus David - Andachten
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-95933-435-8
Verlag: Grace today Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
30 Tage mit dem Mann nach Gottes Herzen
E-Book, Deutsch, 240 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 220 mm, Gewicht: 392 g
ISBN: 978-3-95933-435-8
Verlag: Grace today Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der renommierte Evangelist Greg Laurie ist Gründer und leitender Pastor der Harvest Christian Fellowship, Moderator der täglichen Radiosendung »A New Beginning« und Autor von über siebzig Büchern. Laurie ist die autobiografische Hauptfigur des Films »Jesus Revolution«, zudem ist er als beratender Produzent der Prime-Video-Original-Serie »House of David« tätig. Er lebt mit seiner Frau in Südkalifornien.
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TAG 2
HIRTE UND BESCHÜTZER
Selbst wenn ich durch das finsterste Tal gehe, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stecken und dein Stab
geben mir Schutz und Trost.
Psalm23,4 NLT
Von den Psalmen23 und 91 inspiriert
Gott ist unser Hirte, und wir sind seine Schafe.
Das ist übrigens nicht wirklich ein Kompliment. Ich weiß, dass Schafe niedliche kleine Wesen sind, aber ehrlich gesagt gehören sie zu den dümmsten Tieren auf diesem Planeten. Hätte der Herr gesagt: »Ihr seid meine Delfine«, wäre das vielleicht noch ziemlich cool gewesen. Delfine sind sehr intelligent. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Delfine tatsächlich einschätzen können, was um sie herum geschieht, und imstande sind, passende Lösungen zu finden. Forscher sagen, dass sie auch zu komplexen Emotionen fähig sind.2
Er hätte sogar sagen können: »Ihr seid meine Hunde.« Auch das wäre ganz okay gewesen. Die meisten Menschen lieben Hunde. Schließlich können Hunde sehr intelligent und mutig sein und sind großartige Begleiter.
Oder Katzen– auch die sind intelligenter als Schafe. Sie verfügen über gute Überlebensfähigkeiten. Katzen haben einen unglaublichen Orientierungssinn, der es ihnen ermöglicht, Navigationshilfen wie Sternbilder, Sonnenstand und sogar das Magnetfeld der Erde zu nutzen.3 Es gibt Fälle, bei denen Katzen aus Entfernungen von fast 130Kilometern den Weg nach Hause gefunden haben.
Viel Glück dabei, das mit Schafen zu versuchen. Die finden nicht einmal den Weg zur nächsten Wasserstelle. (Weißt du noch, was in Psalm23,2 [SLT] steht? »Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.«)
Du kennst doch den Spruch, dass Katzen neun Leben haben, richtig? Nicht so Schafe. Schafe können sich nicht mal verteidigen. Sie können weder zubeißen noch können sie wirklich ausdauernd rennen. Sie sind im Grunde genommen wandelnde Lammkeulen. Sie könnten genauso gut eine leckere Soße bei sich tragen und rufen: »Hey, hast du Hunger? Töte mich. Dann schmecke ich noch besser.«
Ein Schreiber hat es so ausgedrückt:
Schafe sind dumm und orientierungslos. Obendrein sind sie wehrlos. Auf sich allein gestellt, können Schafe nicht lange überleben. Fast jedes andere domestizierte Tier kann wieder ausgewildert werden und hat eine Chance zu überleben. Abernicht Schafe. Wenn man ein Schaf in der Wildnis aussetzt, hat man der Natur lediglich einen Snack serviert.4
In der Bibel steht: »Wir alle gingen in die Irre wie Schafe. Jeder ging seinen eigenen Weg« (Jes53,6). Ich habe mal gelesen, dass in der Türkei ein einzelnes Schaf seelenruhig über den Rand einer Klippe hinaus gewandert ist. Das ist nicht gerade die klügste Entscheidung, aber einem Schaf sieht das ähnlich. Das Tier ist einfach ohne besonderen Grund über den Klippenrand getrottet und in den Tod gestürzt. Aber das Verrückteste daran ist: Mindestens fünfzehnhundert andere Schafe sind ihm gefolgt. Sie sind alle die Klippe hinuntergestürzt.5
Das klingt wirklich dumm– aber vielleicht auch ein bisschen vertraut? Sind wir noch nie unter Gruppenzwang gewesen? Tun wir nicht manchmal Dinge, die wir normalerweise nicht täten, und das nur, weil andere sie tun und sagen, wir sollten mitmachen?
Schafe sind auf Hilfe angewiesen, und zwar auf eine Menge Hilfe. Und das sind wir auch. Wir brauchen Gottes Hilfe und Schutz. Wir brauchen die Schritt-für-Schritt-Weisheit seines Wortes. Wir brauchen die ruhige, leitende Stimme des Heiligen Geistes. Und ohne diese Dinge? Nun, sieh dich doch einmal um. Schau dir die Abendnachrichten an.
Wir Menschen haben die Orientierung verloren.
Doch wir als solche, die ihm nachfolgen, sind seine Schafe und gehören somit zu ihm. Und nebenbei bemerkt, er liebt es tatsächlich, für uns zu sorgen. Er liebt es, unser Hirte zu sein. Jesus sagte: »Hab also keine Angst, kleine Herde. Denn es macht eurem Vater große Freude, euch das Reich Gottes zu schenken« (Lk12,32).
Schafe sind vollkommen von ihrem Hirten abhängig, genauso wie du und ich völlig von unserem Guten Hirten abhängig sind.
Auch David war ein guter Hirte.
Als dieser junge Mann sich freiwillig bereit erklärte, im Elah-Tal gegen Goliat zu kämpfen, nannte er die Gründe, warum er glaubte, diesen monströsen Riesen besiegen zu können. Er erklärte König Saul:
»Ich hüte die Schafe meines Vaters… Wenn ein Löwe oder ein Bär kommt, um ein Lamm aus der Herde zu rauben, dannverfolge ich ihn, schlage auf ihn ein und reiße ihm das Lamm aus dem Maul. Wenn das Raubtier mich dann angreift, packe ich es an der Mähne und schlage es tot. Das habe ich schon mit Löwen und Bären gemacht, und so wird es auch diesem unbeschnittenen Philister ergehen, denn er hat das Heer des lebendigen Gottes verhöhnt!« —1.Samuel17,34–36
Ganz schön hartgesotten. Er klingt wie ein Ninja, der draußen in der Wildnis seine Tiere verteidigt. (Wie viele Löwen hast du in letzter Zeit an der Mähne gepackt?)
Dieser Sohn Isais konnte wirklich gut mit einer Keule umgehen, aber er war auch ziemlich geschickt mit einer Steinschleuder.
Leute, die solche Sachen ausrechnen, sagen, dass jemand, der gut mit einer Schleuder umgehen kann, den Stein auf 160 bis 240Stundenkilometer beschleunigen kann. Wie eine Lenkrakete. In der Bibel steht, dass der Stein, den David auf Goliat schleuderte, in der Stirn des Riesen stecken blieb. Er prallte nicht ab oder flog als Querschläger von seinem harten Schädel weg, sondern drang wie eine Musketenkugel ein. Der riesige Philister sah ihn nicht einmal kommen. In einem Moment lachte und spottete er noch über den vorlauten Hirten, der ihm entgegengerannt kam, und im nächsten Moment gingen ihm auch schon die Lichter aus.
Seit dem 7.Oktober 2023, als zwölfhundert unschuldige israelische Zivilisten und andere Personen von der Hamas, einer vom Iran unterstützten Terrororganisation, sinnlos abgeschlachtet wurden, werden fortwährende Angriffe auf den jüdischen Staat geführt und zahlreiche Raketen auf ihn abgefeuert.
Aber auch Israels Verteidigung ist stark. Eines ihrer Verteidigungssysteme trägt den Namen »Iron Dome«, doch es gibt ein weiteres Raketenabwehrsystem, das zum Schutz des Landes eingesetzt wird, und dieses heißt »Davids Schleuder«.
Das finde ich sehr bewegend. Nach mehr als dreitausend Jahren erinnert sich das Volk Israel noch immer an seinen größten König als den Verteidiger und Beschützer seines Volkes. Und das Gleiche lässt sich auch von unserem großen Hirten und König sagen. Der Herr ist dein Beschützer.
In Psalm91 unterstreicht der Psalmist diese wunderbare Wahrheit:
Auch ich sage zum HERRN:
»Du schenkst mir Zuflucht wie eine sichere Burg!
Mein Gott, dir gehört mein ganzes Vertrauen!«
Er bewahrt dich vor versteckten Gefahren
und hält jede tödliche Krankheit von dir fern.
Wie ein Vogel seine Flügel über die Jungen ausbreitet,
so wird er auch dich stets behüten und dir nahe sein.
Seine Treue umgibt dich wie ein starker Schild.
Du brauchst keine Angst zu haben vor den Gefahren der Nacht
oder den heimtückischen Angriffen bei Tag.
Selbst wenn die Pest im Dunkeln zuschlägt
und am hellen Tag das Fieber wütet,
musst du dich doch nicht fürchten.
—Psalm91,2–6 HFA
Ich finde es wunderbar, dass sowohl Tag als auch Nacht abgedeckt sind.
Wenn ich morgens meine Augen öffne, ist der Herr mein Beschützer. Ich kann mein Leben in seine Hände legen. Wenn ich abends den Kopf aufs Kissen lege, ist der Herr mein Verteidiger und mein Schutzschild. Was auch immer du gerade durchlebst, denk daran: Der allmächtige Schöpfer des Universums ist dein Hirte.
Bedeutet das, dass mir niemals etwas Unerfreuliches widerfahren wird? Keineswegs. Selbst Stephanus, einer der mustergültigsten Diener des Herrn, starb durch Steinigung vor den Toren der Stadt (siehe Apg7). Das war kein angenehmer Tod. Aber ich glaube nicht, dass dieser junge Mann diesen Moment gegen irgendetwas eingetauscht hätte. Als er starb, »blickte [er] unverwandt zum Himmel hinauf, wo er die Herrlichkeit Gottes sah, und er sah Jesus auf dem Ehrenplatz zur Rechten Gottes stehen. Er sagte zu ihnen: ›Schaut doch, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn auf dem Ehrenplatz zur Rechten Gottes stehen!‹« (Verse55–56). Welch ein Einzug! Sein Hirte sagte: »Komm mit mir nach Hause, Stephanus. Niemand wird dir jemals wieder etwas antun.«
David kämpfte sozusagen Mann gegen Mann mit Bären und Löwen, um seine Herde zu verteidigen. Er war nur ein Junge mit einer Keule, einer Schleuder und einem mutigen Herzen. Und wie viele Angriffe des Feindes– mit seiner auf Zerstörung ausgerichteten Armee– hat unser Hirte wohl schon für uns abgewehrt? Allein in den letzten 24Stunden? Wie oft hat er uns vor den feurigen Pfeilen beschützt, die aus der Dunkelheit auf uns abgeschossen wurden, und wie oft vor den Raubtieren, die in der Nacht umherstreifen?
Die Antworten auf diese Fragen werden wir erst erfahren, wenn wir sicher bei ihm auf der anderen Seite angekommen sind. Aber bis dahin gibt uns der Apostel Paulus diese Gewissheit: »Der Herr ist treu; er wird...




