Laurens | Nur mit deinen Küssen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 544 Seiten

Reihe: Cynster

Laurens Nur mit deinen Küssen

Roman
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-641-02907-4
Verlag: Blanvalet
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 7, 544 Seiten

Reihe: Cynster

ISBN: 978-3-641-02907-4
Verlag: Blanvalet
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Witzig, romantisch und prickelnd erotisch!

Gyles Rawlings, der Earl of Chillingworth, will durch eine arrangierte Vermählung den Fesseln der Liebe entfliehen. Doch als er vor dem Altar den Schleier seiner Braut lüftet, sieht er sich der leidenschaftlichsten Frau gegenüber, der er jemals begegnet ist. Gyles ist verwirrt, denn nun sehnt er sich nach nichts anderem mehr, als das Herz seiner eigenen Ehefrau zu erobern ...

Stephanie Laurens ist eine Meisterin im Schreiben historischer Liebesromane!

Die gesamte Cynster-Reihe auf einen Blick

Band 1: In den Armen des Eroberers

Band 2: Der Liebesschwur

Band 3: Gezähmt von sanfter Hand

Band 4: In den Fesseln der Liebe

Band 5: Ein unmoralischer Handel

Band 6: Nur in deinen Armen

Band 7: Nur mit deinen Küssen

Band 8: Küsse im Mondschein

Band 9: Küsse im Morgenlicht

Band 10: Verführt zur Liebe

Band 11: Was dein Herz dir sagt

Band 12: Hauch der Verführung

Band 13: Eine Nacht wie Samt und Seide

Band 14: Sturm der Verführung

Band 15: Stolz und Verführung

Stephanie Laurens begann mit dem Schreiben, um etwas Farbe in ihren wissenschaftlichen Alltag zu bringen. Ihre Bücher wurden bald so beliebt, dass sie ihr Hobby zum Beruf machte. Stephanie Laurens gehört zu den meistgelesenen und populärsten Liebesromanautorinnen der Welt und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in einem Vorort von Melbourne, Australien.

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Autoren/Hrsg.


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1
LONDON, AUGUST 1820
»Guten Morgen, Mylord. Ihr Onkel ist soeben eingetroffen. Er wartet in der Bibliothek auf Sie.«
Gyles Frederick Rawlings, der fünfte Graf Chillingworth, war gerade dabei, sich seines Mantels zu entledigen, als er innehielt, die Schultern zuckte und den schweren Mantel in die ausgestreckten Hände seines Butlers fallen ließ. »Ah ja?«
»Ich habe gehört, dass Lord Walpole bald nach Schloss Lambourn zurückfahren wird. Er lässt fragen, ob Sie irgendwelche Nachrichten für die Gräfin Dowager haben.«
»Mit anderen Worten«, brummte Gyles und rückte seine Manschetten zurecht, »ist er auf die neuesten Klatschgeschichten erpicht und wird sich davor hüten, sie Mama und meiner Tante vorzuenthalten.«
»Wie Sie meinen, Mylord. Außerdem wollte Ihnen Mr. Waring einen Besuch abstatten. Er ging davon aus, dass Sie am Abend zurück sein würden, und hinterließ eine Nachricht, dass er sich bereithalten und Eure Lordschaft aufsuchen werde, wann immer es Ihnen genehm ist.«
»Danke, Irving.« Gyles schlenderte in die Eingangshalle. Hinter ihm schloss ein Lakai leise die Tür. Gyles blieb in der Mitte der Halle mit dem grün-weiß gefliesten Boden stehen und drehte sich nach Irving um, der in seiner schwarzen Livree geduldig dort stand und wartete. »Lassen Sie Waring kommen.« Gyles ging durch die Halle. »Schicken Sie ihm die Kutsche und einen Lakaien. Es ist bereits spät.«
»Umgehend, Mylord.«
Ein anderer höflicher Lakai öffnete die Tür zur Bibliothek. Gyles ging hinein und die Tür schloss sich hinter ihm.
Sein Onkel, Horace Walpole, saß in einem Sessel, die Beine weit von sich gestreckt, in einer Hand ein halb volles Glas Weinbrand. Er öffnete zuerst ein Auge, dann beide und setzte sich aufrecht hin. »Da bist du ja, mein Junge. Ich habe mich schon gefragt, ob ich ohne irgendwelche Neuigkeiten zurückfahren muss, und überlegt, was ich mir alles ausdenken könnte, ohne ertappt zu werden.«
Gyles ging auf den Karaffenständer zu. »Ich glaube, du kannst dir deine Lügen sparen. Waring wird bald hier sein.«
»Der Mann, der sich um deine Angelegenheiten kümmert?«
Gyles nickte. Mit einem Glas in der Hand ließ er sich in seinen Lieblingssessel sinken und genoss das wohlige Gefühl weichen Leders. »Er ist gerade dabei, etwas für mich herauszufinden.«
»Oh? Und worum handelt es sich dabei?«
»Um die Frage, wer meine Frau werden soll.«
Horace starrte ihn an, dann setzte er sich aufrecht hin. »Zum Teufel! Es ist dir wirklich ernst.«
»Die Ehe ist kein Thema, worüber ich zu scherzen beliebe.«
»Das freut mich zu hören.« Horace nahm einen großen Schluck von seinem Weinbrand. »Henni sagte bereits, dass du dich mit Heiratsabsichten trägst, aber ich hätte wirklich nicht geglaubt, du würdest sie in die Tat umsetzen – hm, jedenfalls jetzt noch nicht.«
Gyles versuchte, sein bitteres Lächeln zu verbergen. Horace war sein Vormund, seitdem sein Vater gestorben war. Gyles war sieben Jahre alt gewesen, als er starb, und es war Horace gewesen, der ihn von klein auf begleitet hatte. Es gelang ihm jedoch immer wieder, Horace zu überraschen. Seine Tante Henrietta jedoch, von allen kurz Henni genannt, schien seine Meinung zu wichtigen Fragen genau zu kennen, obwohl er sich in London aufhielt und sie auf seinem Landsitz in Berkshire weilte. Er war seiner Mutter, die ebenfalls auf Schloss Lambourn wohnte, schon lange dankbar dafür, dass sie ihre Gedanken und Gefühle für sich behielt. »Ich kann die Ehe ja nicht einfach so umgehen.«
»Da hast du Recht«, pflichtete ihm Horace bei. »Keinem von uns würde es gefallen, wenn Osbert der nächste Graf würde. Auf keinen Fall Osbert.«
»Das sagt mir Großtante Millicent auch ständig.« Gyles deutete auf den großen Schreibtisch am anderen Ende des Zimmers. »Dort liegt ein weiteres Schreiben, in dem von mir verlangt wird, dass ich meiner Familie gegenüber meine Pflicht erfüllen, ein angemessenes junges Ding auswählen und sie so schnell wie möglich heiraten soll. Jede Woche bekomme ich einen solchen Brief.«
Horace verzog das Gesicht.
»Und jedes Mal, wenn Osbert mir über den Weg läuft, schaut er mich an, als wäre ich seine einzige Rettung.«
»Nun, das bist du ja auch. Wenn du nicht heiratest und einen Erben zeugst, muss er es tun. Und der Gedanke, dass Osbert in den Grafenstand erhoben wird, ist einfach zu deprimierend.« Horace trank sein Glas leer. »Dennoch hätte ich nicht vermutet, dass du dich von der alten Millicent und Osbert dazu drängen lässt zu heiraten, nur um ihnen zu gefallen.«
»Gott behüte! Aber wenn du es unbedingt wissen willst, und ich bin sicher, dass Henni es ganz bestimmt wissen will, ich beabsichtige, nur deshalb zu heiraten, weil ich es so will. Schließlich bin ich schon fünfunddreißig. Das Unvermeidliche weiterhin zu ignorieren, wird eine spätere Umstellung nur noch komplizierter machen – ich bin in meinen Gewohnheiten sowieso schon so festgefahren.« Gyles erhob sich und streckte die Hand aus.
Horace verzog das Gesicht und reichte ihm sein Glas. »Die Ehe ist ein teuflisches Geschäft – das kannst du mir glauben. Bist du sicher, dass all diese Cynster, die gerade erst geheiratet haben, dich nicht auch angesteckt haben, dich in das Abenteuer Ehe zu stürzen?«
»Genau dort war ich heute – in Somersham beim Familientreffen, wo sämtliche neuen Ehefrauen und Kinder vorgeführt wurden. Hätte ich einen Beweis für die Glaubwürdigkeit deiner These benötigt – der heutige Tag hätte ihn erbracht.«
Gyles füllte ihre Gläser und verdrängte das ungute Gefühl, das die neuesten teuflischen Machenschaften seines alten Freundes Devil Cynster in ihm auslösten. »Devil und die anderen haben mich zum Ehrenmitglied des Cynster-Clans gemacht.« Er wandte sich vom Karaffenständer ab und reichte Horace sein Glas, dann setzte er sich wieder. »Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass ich, obwohl wir vielleicht viele Gemeinsamkeiten haben, keinesfalls ein Cynster bin und auch nie einer sein werde.«
Er würde auf keinen Fall aus Liebe heiraten. Dieses Schicksal würde ihm erspart bleiben. Das hatte er Devil immer wieder versichert.
Jedes männliche Mitglied des Cynster-Clans schien früher oder später zu kapitulieren: Sie verzichteten auf Karrieren legendären Ausmaßes zugunsten von Frauen, die ihnen Liebe und Geborgenheit schenkten. Sie waren zu sechst und allgemein unter dem Namen Bar Cynster bekannt, und jetzt waren alle verheiratet und hatten ihr Leben ausschließlich auf ihre Ehefrauen und den Familienzuwachs ausgerichtet. Wenn Gyles einen Funken Neid verspürte, so ließ er sich nichts anmerken. Der Preis, den die anderen gezahlt hatten, war ihm zu hoch.
Horace schnaubte. »Liebesheiraten sind die Stärke der Cynsters und heutzutage wohl äußerst modern, aber glaub mir, eine arrangierte Ehe ist auch nicht zu verachten.«
»Das denke ich auch. Im Frühsommer habe ich Waring damit beauftragt, alle in Frage kommenden Kandidatinnen zu überprüfen, um festzustellen, welche von ihnen, falls überhaupt, Grundbesitz hat, der zum materiellen Nutzen der Grafschaft beitragen würde.«
»Grundbesitz?«
»Wenn man nicht aus Liebe heiratet, kann man genauso gut aus anderen Gründen heiraten.« Und er wollte einen Grund für seine Wahl, damit sich die Lady, für die er sich endgültig entscheiden würde, keine falschen Vorstellungen davon machen würde, warum er ausgerechnet sie erwählt hatte. »Meine Auflagen lauteten: Die künftige Gräfin soll wohlerzogen und sanftmütig sein und einigermaßen passable Umgangsformen, ausgezeichnetes Benehmen und sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit haben.« Kurzum, eine Lady, die ihm zur Seite stehen und keinen negativen Einfluss auf sein Leben haben würde; sozusagen eine wohlerzogene Marionette, die ihm Kinder gebären und seine Art zu leben nicht allzu sehr beeinträchtigen würde.
Gyles nahm einen kleinen Schluck Brandy. »Zufällig habe ich Waring auch darum gebeten in Erfahrung zu bringen, wer der gegenwärtige Eigentümer des Gatting-Besitzes ist.«
Horace nickte verstehend. Der Gatting-Besitz gehörte damals zum Lambourn-Anwesen. Ohne ihn war das Hauptanwesen wie ein Kuchen, aus dem ein Stück herausgeschnitten war. Der Rückkauf des Gatting-Besitzes war der Lebenstraum von Gyles’ Vater und seines Großvaters gewesen.
»Bei der Suche nach dem Eigentümer fand Waring heraus, dass die Grundeigentumsurkunde auf einen entfernten Verwandten der Rawlings übergegangen war und nach dessen Ableben seiner Tochter übertragen wurde, die...


Laurens, Stephanie
Stephanie Laurens begann mit dem Schreiben, um etwas Farbe in ihren wissenschaftlichen Alltag zu bringen. Ihre Bücher wurden bald so beliebt, dass sie ihr Hobby zum Beruf machte. Stephanie Laurens gehört zu den meistgelesenen und populärsten Liebesromanautorinnen der Welt und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in einem Vorort von Melbourne, Australien.



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