Laurence | Sinnliche Begegnung mit dem Milliardär | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2198, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Laurence Sinnliche Begegnung mit dem Milliardär


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0379-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2198, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-0379-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sinnliche Stunden zu zweit: Während alle anderen auf dem Maskenball ausgelassen feiern, gibt Lauren sich in einem stillen Hinterzimmer einem attraktiven Fremden hin, der ihr verführerisch das Rotkäppchen-Kostüm auszieht. Erst am nächsten Tag erfährt sie, dass ihr sexy Lover mit der Wolfsmaske einer der berühmt-berüchtigten Wingates ist. Lauren will ihn wiedersehen! Doch bei ihrer zweiten Begegnung ist er erschreckend kühl. Hat sie sich wirklich so in ihm getäuscht - oder ist hier ein falsches Spiel um Lust und Leidenschaft im Gang?



Bereits im Alter von zehn Jahren begann Andrea Laurence damit, Geschichten zu schreiben - damals noch in ihrem Kinderzimmer, wo sie an einer alten Schreibmaschine saß. Sie hat immer davon geträumt, ihre Romane eines Tages in der Hand halten zu können, und sie arbeitete jahrelang hart, bis sich ihr Traum dann wirklich erfüllte. Ihre Fähigkeit, trockenen Humor und sinnliche Beschreibungen auf ganz spezielle Art und Weise gekonnt zu vermischen, macht ihre Texte zu einem besonderen Leseerlebnis, und sie selbst ist sehr froh, ihre kreativen Geschichten heute mit der Welt teilen zu dürfen! Ihre Freizeit verbringt sie außerdem gerne mit ihren Tieren, zu denen auch ein sibirischer Husky zählt.
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1. KAPITEL

Es war einfach eine blöde Idee, aber niemandem außer Lauren schien das bewusst zu sein.

Jeder, den sie kannte, war begeistert, dass sie den örtlichen Radiowettbewerb gewonnen hatte und damit ein glamouröses Makeover, zwei Tickets für den Wohltätigkeitsmaskenball im Texas Cattleman’s Club und den Transport per Limousine dorthin. Doch Lauren Roberts war nicht der Mensch, der an einem Wettbewerb teilnahm, und schon gar nicht an einem, der sich „Aschenputtel-Gewinnspiel“ nannte. Wie übertrieben war das denn? Als ob sie auf der Tanzfläche ihren Märchenprinzen finden würde. Das letzte Mal, als sie den Club betreten hatte, war es kein Traum, sondern ein Albtraum gewesen.

Nein, sie hatte keine Lust, zu dieser Party zu gehen oder mit diesen Leuten abzuhängen. Doch leider war sie von ihrer wohlmeinenden Freundin und Mitarbeiterin Amy ohne ihr Wissen angemeldet worden. Und bevor sie wusste, wie ihr geschah, verbrachte sie einen normalerweise lukrativen Samstag in einem Schönheitssalon. Dabei hätte sie in einem ihrer Imbisswagen in der City stehen sollen, wo sie eigentlich immer anzutreffen war. Aber genau das war wohl Amys Motivation gewesen.

Okay, sie hatte kein Sozialleben, doch das störte sie nicht. Sie hatte zwei gut laufende Imbisswagen und legte gerade eine steile Karriere als Köchin hin, was ihr viel mehr bedeutete. Den Tag mit Gesichtsbedampfung, Maniküre und Haare färben zu verbringen, empfand Lauren als Zeit- und Geldverschwendung. Nichts davon spielte in ihrem Leben eine Rolle. Ihr dunkelbraunes Haar trug sie immer zu einem Knoten hochgebunden, in dem niemand die neuen karamellfarbenen Highlights bemerken würde. Sie bekam reichlich Gesichtsbedampfung von den Heißwasserbehältern in den Wagen, und niemand würde ihre hübschen Nägel sehen, wenn sie Servierhandschuhe trug.

Die ganze Sache war absurd, aber letztlich hatte sie eingewilligt. Denn ob es ihr gefiel oder nicht: Wenn sie hier in Royal, im Herzen von Texas, ein Restaurant für hochrangige Gäste etablieren wollte, musste sie mit Menschen wie denen, die den Cattleman’s Club besuchten, Zeit verbringen. Mit diesem Entschluss im Hinterkopf hatte sie das von ihrer persönlichen Einkäuferin für den Wettbewerb ausgewählte leuchtend rote Kleid angezogen, ihre Maske aufgesetzt und hoffte nun das Beste.

Alle hatten ihr geraten, sich zu amüsieren. Spaß zu haben. Ohne sich zu sorgen, ob einem der Wagen die Vorräte ausgingen oder ob ihr Koch Javier die Abendeinnahmen einzahlen würde. Amy hatte alles im Griff, doch loszulassen fiel ihr schwer. Es würde etwas Alkohol erfordern, aber sie konnte es schaffen. Und tief in ihrem Inneren wusste Lauren auch, dass sie es musste.

Das hier war nicht mehr die Highschool. Sie konnte auf diese Party gehen und Spaß haben. Mit der Maske, die sie trug, konnte sie sogar vorgeben, jemand anderes zu sein. Es würde ohnehin niemand die unscheinbare, arbeitswütige Köchin Lauren Roberts in diesem Club erwarten. Aber die mysteriöse Frau in Rot, die konnte sie sein … und einen tollen Abend erleben.

Jetzt musste sie es nur noch aus der verdammten Limousine schaffen.

Der Fahrer hatte schon eine ganze Weile geduldig darauf gewartet, dass Lauren ausstieg. Wahrscheinlich bildete sich hinter ihnen gerade ein Verkehrsstau.

„Ma’am?“, fragte er schließlich besorgt.

„Äh, ja, tut mir leid.“ Lauren griff nach ihrem perlenbestickten Abendtäschchen und zwang sich auszusteigen. Auf den Stufen vor dem Eingang zögerte sie erneut. Alles sah so anders als damals vor elf Jahren aus. Und obwohl das Gebäude und sie sich äußerlich verändert hatten, kamen dieselben Gefühle in ihr hoch: Aufregung, gefolgt von Beklemmung und einem Hauch Furcht.

Sie drehte sich um und hielt nach ihrer Limo Ausschau, doch die befand sich schon wieder auf der Straße. Das nächste Auto war vorgefahren und spuckte gerade eine Gruppe aus, die sie verschlucken würde, wenn sie sich nicht vorwärts bewegte und ihren Ängsten ins Gesicht sah.

Entschlossen raffte Lauren den Saum ihres aufreizenden roten Kleides und stieg die Treppe hinauf. Neben der Tür stand ein Tisch, an dem die Tickets eingesammelt wurden.

„Tickets, Ma’am?“ Der Mann am Tisch trug einen Smoking und eine Guy-Fawkes-Maske.

„Mein Name sollte auf der Liste stehen“, erwiderte sie. „Lauren Roberts?“

Er überprüfte die Papiere vor sich. „Sie haben Tickets für zwei Personen. Erwarten Sie noch einen Gast?“

„Nein, ich bin allein hier.“ Ihr Sozialleben ging so gegen null, dass sie einfach keine Begleitung gefunden hatte. Natürlich hätte sie Amy mitnehmen können, aber dann würde sie sich den ganzen Abend nur an ihre beste Freundin hängen. Lauren seufzte. Wenn sie das meiste aus den folgenden Stunden herausholen wollte, musste sie ihre Komfortzone verlassen und mit Fremden reden.

„Umso besser für die alleinstehenden Herren heute Abend“, sagte Guy Fawkes.

Lauren konnte wegen seiner Maske nicht erkennen, ob er scherzte, doch er klang absolut aufrichtig. Das Makeover musste Wunder bewirkt haben. Normalerweise wurde sie von den meisten Männern der Stadt überhaupt nicht wahrgenommen. Konnten Highlights und ein glamouröses Kleid solch einen Unterschied ausmachen?

„Ich sehe Sie dann später drinnen, Miss Roberts.“

Lauren wünschte sich, die Maske würde ihr ganzes Gesicht bedecken, damit er nicht sah, wie ihr unter dem Make-up die Schamesröte ins Gesicht stieg. „Vielen Dank“, stammelte sie und eilte an ihm vorbei in den Club, da ihr keine passende Antwort einfiel.

Als sie entrat, wurde sie von einer Geräuschkulisse aus Musik, Gelächter und Stimmengewirr empfangen. Sie ging den Flur entlang, vorbei an den Büros und einer Kita, die es vor elf Jahren noch nicht gegeben hatte, und blieb abrupt vor dem Hauptraum stehen.

Alles erinnerte sie an das letzte Mal, als sie hier gewesen war. Schummerige Beleuchtung, laute Musik, ein Meer von Menschen auf der Tanzfläche und in den Ecken. Nur waren das keine Teenager, sondern Erwachsene. Reiche Erwachsene. Solche, die in ihr Restaurant investieren oder zumindest eines Tages ihre Gäste werden könnten. Sie würden ihr keine fiesen Streiche spielen oder sie auslachen. Sie wollten sich hier nur amüsieren und Geld für wohltätige Zwecke spenden. Also musste sie einfach dasselbe tun.

Der letzte Gedanke trieb sie weiter.

„Darf ich Ihnen Ihre Jacke abnehmen“, fragte die junge Frau an der Garderobe.

Lauren schlüpfte aus ihrer Lederjacke und reichte sie ihr. Sie passte nicht wirklich zu dem roten, mit Perlen bestickten Kleid, aber der Oktober war unerwartet kühl für Texas. Lauren gefiel das. Der Herbst war ihre liebste Jahreszeit. Dann konnte sie mit neuen, saisonalen Aromen experimentieren, Kürbisfelder erkunden und an Halloween Süßigkeiten verteilen. Außerdem musste sie in ihren Wagen nicht mehr jeden Tag vor Hitze fast sterben. Sie wollte endlich ein richtiges Restaurant, und wenn nur wegen der Klimaanlage. Zwar hatte sie einen Generator, der die Geräte im Wagen betrieb, aber nicht für Kühlung sorgte. Bei dem ganzen heißen Essen konnte sie der Hitze im Sommer einfach nicht entkommen. Manchmal hätte sie ihren Kopf am liebsten in den Kühlschrank gesteckt.

Sie nahm die Garderobenmarke und steckte sie in ihre Handtasche. Als sie den Raum überblickte, bemerkte sie die große Bar in der Mitte. Die wäre ihr erster Anlaufpunkt. Ein Drink würde ihren Händen etwas zu tun geben und sie lockerer machen.

Nervös richtete Lauren ihre Mardi-Gras-Maske, atmete tief ein und ging zur Bar. Sie bestellte einen Dirty Martini mit extra Oliven und begab sich in eine dunkle Ecke, von der aus sie die Leute beobachten konnte, bis sie sich sicherer fühlte.

Sie hatte noch nie eine der Wohltätigkeitsveranstaltungen im Club besucht. Solche Partys waren für reiche Rancher-Familien, die damit ihre Steuerlast senken konnten. Eine Imbisswagen-Köchin hatte normalerweise weder die Zeit noch die Kraft oder das Geld für so etwas. Schon ihr Drink hatte quasi ein Vermögen gekostet. Eine offene Bar hatte wohl nicht mehr ins Budget gepasst.

Den meisten anderen Leuten schien das egal zu sein. Viele von ihnen hatten ihre Drinks an der Bar auf ihr Mitgliedskonto setzen lassen. Der Raum war fast zum Bersten mit Gästen in festlicher Garderobe gefüllt. Die Männer trugen Smokings und schwarze Stetsons, die Frauen glitzernde Ballkleider und verzierte Masken. Alle hatten einen Cocktail in der Hand und ein Lächeln im Gesicht … soweit man das unter ihren Masken sehen konnte.

Masken waren an diesem Abend Pflicht. Bei manchen Gästen bedeckten sie nur die Augenpartie, sodass man immer noch wusste, mit wem man sprach. Lauren erkannte einige von ihnen. Andere hatten sich für eine komplette Gesichtsbedeckung entschieden, wie der Mann am Einlass. Sie selbst trug weder das eine noch das andere, sondern eine schwarze Metallmaske mit verzierten Ausschnitten, die ihr halbes Gesicht bedeckte. Das Modell bot ihr ein wenig Anonymität und behinderte sie nicht beim Essen oder Trinken. Und, wie Amy, die unverbesserliche Optimistin, anmerkte, sie musste das Teil auch zum Küssen nicht abnehmen.

Als ob ein neues Kleid und eine Maske reichen würden, um Lauren in die Arme eines dunkelhaarigen anonymen Fremden fallen zu lassen.

In diesem Moment erregte eine Bewegung ihre Aufmerksamkeit. Aus den Augenwinkeln erspähte sie einen großen Adonis, der auf ihre Ecke zusteuerte. Er trug einen wunderschön maßgeschneiderten Smoking und eine schiefergraue Wolfsmaske, die den platinfarbenen Glanz seines kurzen blonden Haars betonte. Von seinem Gesicht waren nur das...



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