Laurence | Alte Liebe, neues Glück | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2006, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Laurence Alte Liebe, neues Glück


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-2453-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2006, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2453-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie bleiben nur Freunde, so viel ist klar! Als Hochzeitsplanerin Natalie ihren Jugendschwarm Colin Russell wiedertrifft, knistert es zwischen ihnen vor erotischer Spannung. Sie sollen gemeinsam eine Hochzeit planen - und dabei würde sich Natalie so gerne den Küssen des berühmten Architekten hingeben! Aber Colin will eine Frau, die er heiraten und mit der er eine Familie gründen kann. Dazu ist Natalie nicht bereit: Sie glaubt nicht an die wahre Liebe, und ihre Freiheit ist das Wichtigste für sie. Daran können auch Colins verführerische Lippen nichts ändern. Oder doch?



Bereits im Alter von zehn Jahren begann Andrea Laurence damit, Geschichten zu schreiben - damals noch in ihrem Kinderzimmer, wo sie an einer alten Schreibmaschine saß. Sie hat immer davon geträumt, ihre Romane eines Tages in der Hand halten zu können, und sie arbeitete jahrelang hart, bis sich ihr Traum dann wirklich erfüllte. Ihre Fähigkeit, trockenen Humor und sinnliche Beschreibungen auf ganz spezielle Art und Weise gekonnt zu vermischen, macht ihre Texte zu einem besonderen Leseerlebnis, und sie selbst ist sehr froh, ihre kreativen Geschichten heute mit der Welt teilen zu dürfen! Ihre Freizeit verbringt sie außerdem gerne mit ihren Tieren, zu denen auch ein sibirischer Husky zählt.
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1. KAPITEL

Binnen eines Monats eine anständige Hochzeit zu organisieren, war so gut wie unmöglich, selbst wenn eine fähige Planerin wie Natalie Sharpe die Dinge in die Hand nahm. Manches dauerte eben: Einladungen zu drucken, Kleider zu bestellen, die Zulieferer aufeinander abzustimmen … Zum Glück übernahmen bei „From this Moment“ sie und die anderen Besitzerinnen einen Großteil der Arbeit selbst.

„Danke, dass ihr für diese letzte Hochzeit noch Zeit gefunden habt“, sagte Natalie, als sie bei ihrem Montagmorgenmeeting alle am Konferenztisch saßen. „Ich weiß, dass ihr alle viel lieber in die Feiertage starten würdet.“

„Das macht doch nichts“, sagte die Fotografin Bree Harper. „Ian und ich fahren erst in der Woche nach der Hochzeit nach Aspen.“

„Und Julian ist noch nicht aus Hollywood zurück“, setzte Gretchen McAllister hinzu. „Die Feiertage verbringen wir bei seiner Familie in Louisville. Wenn ich mit der Hochzeit beschäftigt bin, mache ich mir nicht so viele Gedanken darum.“

„Aber du kennst doch seine Familie schon, Gretchen. Warum bist du so nervös?“

„Weil ich diesmal seine Verlobte bin“, sagte Gretchen und betrachtete den Ring, den er ihr erst letzte Woche geschenkt hatte.

Natalie versuchte, nicht daran zu denken, dass all ihre Freundinnen mittlerweile Partner hatten. Gretchen und Bree waren verlobt. Amelia war verheiratet und schwanger. Früher hatten sie alle gemeinsam über ihr Singledasein jammern können, aber jetzt war Natalie die Einzige, die jeden Abend allein zu Hause war. Eigentlich war ihr das ja auch recht, und sie rechnete damit, dass es ihr Leben lang so bleiben würde. Es hatte sich nur alles so schnell geändert. Das vergangene Jahr war für die Damen von „From this Moment“ voller Veränderungen gewesen – bei fast allen hatte die Liebe wie der Blitz eingeschlagen.

Und an die Liebe glaubte Natalie nicht, obwohl sie Hochzeitsplanerin war. Sie war nur ins Geschäft eingestiegen, weil ihre Freundinnen sie darum gebeten hatten und weil es erstaunlich lukrativ war. Trotz der ernüchternden Scheidungsraten schienen die Leute nur zu gern Tausende von Dollars für eine Hochzeit zu verpulvern, um wenig später den Anwälten noch mehr Geld zu zahlen.

In Natalies Augen hatten die meisten Paare nicht die geringste Chance. Sie konnte ihnen nur zu einer Hochzeit verhelfen, die sie nie vergessen würden. Sie tat immer ihr Bestes, um den perfekten Tag für ihre Kunden zu organisieren. Von da an ging es ja ohnehin nur noch bergab.

„Ich habe die digitalen Einladungen morgen fertig. Hast du die Liste mit den E-Mail-Adressen, damit ich sie verschicken kann?“, fragte Gretchen.

Aus ihren Gedanken gerissen, warf Natalie einen Blick auf ihr Tablet. „Ja, hier ist sie.“ Normalerweise kamen E-Mail-Einladungen für eine stilvolle Hochzeit nicht infrage, aber diesmal blieb einfach keine Zeit, um in Ruhe Karten zu gestalten, zu drucken, per Post zu verschicken und die Antwortschreiben zu sammeln.

„Und das Motto der Hochzeit ist ‚Winterzauber‘?“, vergewisserte Amelia sich.

„Das hat Lily zumindest gesagt. Sie hatte allerdings nur ziemlich vage Vorstellungen, wie wir das praktisch umsetzen sollen. Ich habe mit den beiden heute Nachmittag einen Termin, danach wird sicher alles konkreter. Bree, du machst die Verlobungsfotos am Freitagmorgen, oder?“

„Ja“, sagte Bree. „Sie wollen die Aufnahmen in der Motorradwerkstatt des Bräutigams in der Innenstadt machen.“

Natalie kannte Lily schon lange, aber es hatte selbst sie überrascht, für wen ihre Freundin sich entschieden hatte. Frankie war ein Hipster mit Tätowierungen, Holzfällerhemd und buschigem Bart, der eher wie eine Mischung aus Biker und Naturbursche aussah als wie ein erfolgreicher Geschäftsmann. Ihn hätte Natalie für ihre beste Freundin bestimmt nicht ausgesucht, und sie war sich ziemlich sicher, dass auch Colin eine andere Wahl für Lily getroffen hätte.

Trotzdem wirkte Frankie wie ein netter Kerl, und sogar Natalie konnte dies unter seinem auffälligen Äußeren erkennen. Zwischen Frankie und Lily bestand offenbar eine tiefe Verbindung. Natalie hätte nicht gesagt, dass die beiden sich liebten, weil sie nicht an die Liebe glaubte, aber sie waren eindeutig ein Paar. Der biologische Drang zur Arterhaltung schlug bei ihnen mit voller Wucht zu, und die beiden hatten schon auf der Verlobungsparty kaum voneinander lassen können.

„Wenn das für heute Morgen alles ist, gehe ich jetzt wieder an die Arbeit“, sagte Bree.

Natalie überprüfte ihre Checkliste. „Ja, das ist alles.“

Bree und Amelia standen auf und verließen im Gänsemarsch den Konferenzraum, doch Gretchen blieb am Tisch stehen. Sie musterte Natalie neugierig. „Du wirkst abgelenkt. Unentspannter als sonst. Was ist los mit dir?“

Wie nett von ihr, darauf hinzuweisen! Natalie wusste, dass sie um diese Zeit im Jahr nicht unbedingt liebenswürdig war, aber daran mussten ihre Freundinnen sie doch nicht auch noch erinnern. „Es ist nichts.“

Gretchen verschränkte die Arme vor der Brust und bedachte Natalie mit einem Blick, der ihr verriet, dass sie stehen bleiben würde, bis Natalie die Katze aus dem Sack ließ.

„Weihnachten naht.“ Das sagte doch alles.

„Das hört sich ja so düster an wie bei ‚Game of Thrones‘! Natürlich naht Weihnachten. Es ist bald Dezember, und die Feiertage kommen doch wirklich nicht unerwartet.“

Natalie legte ihr Tablet hin. Die Feiertage waren für sie jedes Jahr eine Herausforderung. Normalerweise verreiste sie, um allem aus dem Weg zu gehen, aber wegen der späten Hochzeit hatte sie dazu diesmal keine Zeit. Zu Hause zu bleiben hieß, dass sie ein Einsiedlerleben würde führen müssen. Sie hatte absolut keine Lust, mit ihren Eltern und deren Ehepartnern zu feiern. Das letzte Mal hatte sie versehentlich den neuesten Mann ihrer Mutter mit dem Namen seines Vorgängers angeredet, und von da an war es ein sehr peinlicher Abend gewesen.

Natalie lehnte sich auf ihrem Bürostuhl zurück und seufzte. „Es macht mir einfach mehr als sonst zu schaffen.“ Sie wusste auch nicht, warum, aber es war so. Vielleicht war alles doppelt schmerzlich, weil dieses Jahr all ihre Freundinnen glücklich verliebt waren.

„Verreist du oder bleibst du hier?“, fragte Gretchen.

„Ich bleibe zu Hause. Eigentlich wollte ich nach Buenos Aires, aber dafür reicht die Zeit nicht. Wir haben Lilys Last-Minute-Hochzeit auf den Samstag vor Weihnachten gelegt, also habe ich viel zu tun und kann mich erst danach um den üblichen Papierkram zum Jahresende kümmern.“

„Du willst doch nicht durcharbeiten, während wir geschlossen haben, oder?“ Gretchen stemmte die Hände in die Hüften. „Du musst nicht unbedingt feiern, aber, verdammt, du brauchst auch mal deine Freizeit, Natalie! Du arbeitest manchmal sieben Tage die Woche.“

Natalie winkte ab. Die Arbeit machte ihr nichts aus. Sie hatte keine Familie, zu der sie jeden Abend zurückkehrte – keinen Mann und kein Kind, denen sie hätte hinterherräumen müssen. „Ich habe keine so langen Arbeitstage wie du oder Amelia. Ich bin nie bis Mitternacht hier.“

„Du machst aber trotzdem Überstunden. Du brauchst einen Tapetenwechsel. Vielleicht kannst du auf eine Insel in der Südsee fliegen und dir eine Affäre mit einem verführerischen Fremden gönnen?“

Natalie schnaubte geringschätzig. „Tut mir leid, ein Mann ist nicht die Lösung meiner Probleme. Das würde es nur noch schlimmer machen.“

„Ich sage ja nicht, dass du dich verlieben und den Typen heiraten sollst, nur, dass du ihn in deiner Hotelsuite festhalten musst, bis der letzte Neujahrsböller explodiert ist. Was können ein, zwei Nächte heißer Sex schon schaden?“

Natalie schaute Gretchen an und erkannte, was ihr wirklich zu schaffen machte: Es tat ihr immer noch weh, dass Colin sie auf der Verlobungsparty abgewiesen hatte. Bisher hatte sie niemandem davon erzählt, aber Gretchen würde ja doch keine Ruhe geben. „Sehr viel, wenn der Typ, dem man sich an den Hals wirft, der Bruder der besten Freundin ist und einem einen Korb gibt.“

Gretchen riss den Mund auf und ließ sich wieder auf ihren Stuhl sinken. „Was? Wann ist das denn passiert?“

Natalie nahm einen großen Schluck Chai Latte, bevor sie antwortete: „Ich habe auf Lilys Verlobungsparty zu viel Chardonnay getrunken und ihren großen Bruder angebaggert, den ich schon sexy finde, seit ich denken kann. Er hat abgelehnt. Ich bin wirklich nicht in der Stimmung für eine heiße Affäre.“

„So ein Mist“, bemerkte Gretchen.

„So kann man das auch ausdrücken.“

„Aber wenigstens musst du ihn bis zur Hochzeit nicht mehr sehen, oder? Und dann hast du so viel um die Ohren, dass du völlig abgelenkt bist.“

„Genau. Und ich achte darauf, dass ich an dem Tag besonders gut aussehe, damit er merkt, was er sich hat entgehen lassen.“

„Gut so! Ich verschicke dann mal die Einladungen.“

Natalie nickte und sah Gretchen nach, als sie das Zimmer verließ. Sie nahm ihr Tablet und ihren Chai und folgte Gretchen aus dem Konferenzraum, um in ihr eigenes Büro zu gehen. Nachdem sie es sich an ihrem Schreibtisch bequem gemacht hatte, erstellte sie für das Treffen am Nachmittag einen neuen Ordner und beschriftete ihn mit ‚Hochzeit Russell-Watson‘. Wenn sie beschäftigt war, würde sie das von Weihnachten ablenken – und von Colin.

Colin bog auf den Parkplatz der Hochzeitsagentur ein. Sein Blick blieb sofort an den tristen Büschen hängen. Gut, es...



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