Buch, Deutsch, Band 1954, 364 Seiten, Format (B × H): 107 mm x 175 mm, Gewicht: 216 g
Für eine politische Ökologie
Buch, Deutsch, Band 1954, 364 Seiten, Format (B × H): 107 mm x 175 mm, Gewicht: 216 g
Reihe: suhrkamp taschenbücher wissenschaft
ISBN: 978-3-518-29554-0
Verlag: Suhrkamp Verlag
Nach Bruno Latour kann es auf die Frage 'Was tun?' nur eine Antwort geben: 'Politische Ökologie!' Diese Antwort läßt allerdings in unserem alltäglichen Verständnis von Ökologie und in dem traditionellen Begriffsgefüge von polis, logos und physis keinen Stein auf dem anderen. Latour geht es nicht mehr einfach darum, die Idee der Natur in die Politik einzubringen. Vielmehr muß Ökologie als politische Philosophie der Natur begriffen werden und sich dem Risiko der Metaphysik stellen. Nur wenn sie erkennt, daß Natur keinen besonderen Bereich der Realität darstellt, sondern daß sie von bestimmten Konzeptionen der Wissenschaft abhängt, kann sie wirksam erneuert werden: als politische Epistemologie. Sie wird die Wissenschaft durch Wissenschaften ersetzen müssen und sie wird diese auf der Grundlage der vergleichenden Anthropologie neu begreifen: als Sozialisation nichtmenschlicher Wesen.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Einleitung. Politische Ökologie – Was tun?
Danksagung
**1 Wieso kann die politische Ökologie die Natur nicht bewahren?**
Als erstes: Die Höhle verlassen
Ökologische Krise oder Krise der Objektivität?
Das Ende der Natur
Die Klippe der »sozialen Repräsentationen« der Natur
Fragile Unterstützung durch die vergleichende Anthropologie
Schlußfolgerung: Nachfolger gesucht für das ZweikammerKollektiv
**Anhang zu Kapitel 1:** Die Instabilität des Naturbegriffs
**2 Das Kollektiv versammeln**
Schwierigkeiten beim Einberufen des Kollektivs
Erste Verteilung: An seinen Sprechern zu zweifeln wissen
Zweite Verteilung: Assoziationen von Menschen und nicht-menschlichen Wesen
Dritte Verteilung zwischen Menschen und nichtmenschlichen Wesen: Wirklichkeit und Widerständigkeit
Ein mehr oder weniger gut artikuliertes Kollektiv
Schluß: Rückkehr zum inneren Frieden
**3 Eine neue Gewaltenteilung**
Einige Nachteile des Tatsachen- und des Wertbegriffs
Einbeziehende und ordnende Gewalt
Die beiden widersprüchlichen Forderungen, die im Tatsachenbegriff gefangen sind
Die beiden widersprüchlichen Forderungen, die im Wertbegriff gefangen sind
Die beiden repräsentativen Gewalten des Kollektivs
Überprüfung der Einhaltung der wesentlichen Garantien
Schlußfolgerung: Eine neue Form des Außen
**4 Die Kompetenzen des Kollektivs**
Die dritte Natur und der Streit zwischen politischer Ökologie und Ökonomie
Der Beitrag der Berufsstände zur Ausrüstung der Kammern
Der Beitrag der Wissenschaften
Der Beitrag der Politiker
Der Beitrag der Ökonomen
Der Beitrag der Moralisten
Die Organisation der Baustelle
Die Arbeit der beiden Kammern
Der Empfang durch das Oberhaus
Der Empfang durch das Unterhaus
Schluß: Das gemeinsame Haus, das oikos
**5 Erkundung der gemeinsamen Welten**
Die beiden Zeitpfeile
Die Lernkurve
Die dritte Gewalt und die Frage des Staates
Die Kunst der Diplomatie
Schluß: Krieg und Frieden der Wissenschaften
Schluß:Was tun? Politische Ökologie!
Glossar
Für den eiligen Leser (kurze Zusammenfassung der Argumentation)
Anmerkungen
Bibliographie
Über den Autor




