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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 384 Seiten

Reihe: Die Schwertkämpfer-Reihe

Larson Schwert & Flamme


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-641-18259-5
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 384 Seiten

Reihe: Die Schwertkämpfer-Reihe

ISBN: 978-3-641-18259-5
Verlag: cbt
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wenn die Liebe alles von dir fordert ...

Endlich sind Alexa und König Damian offiziell ein Paar. Allerdings kontrolliert der Bösewicht Rafe immer noch Alexas Gedanken und könnte sie jederzeit dazu zwingen, Damian etwas anzutun. Zudem wird das Königreich belagert und Rylan entführt. Alexa dringt tief in feindliches Gebiet vor, um ihn zu befreien. Noch ahnt sie nicht, welche Gefahren dort auf sie lauern. Eine Armee aus schwarzen Zauberern stellt sich ihr entgegen. Und die Welt, wie Alexa sie kennt, steht kurz vor der Vernichtung. Wird sie stark genug sein, um die Liebe ihres Lebens zu schützen?

Die "Schwertkämpfer"-Reihe von Sara Larson vereint eine betörende Liebesgeschichte mit dramatischen Intrigen und leidenschaftlichen Gefühlen. Beste Unterhaltung für alle, die starke Heldinnen und romantische Fantasyabenteuer lieben!

Alle Bände der Schwertkämpfer-Reihe:
Schwert und Rose (Band 1)
Schwer und Glut (Band 2)
Schwert & Flamme (Band 3)

Seit sie denken kann, hat Sara B. Larson Geschichten geschrieben – obwohl sie heute ihren Computer benutzt, anstelle eines Meerjungfrauenheftchens. Sie lebt in Utah mit ihrem Mann und ihren drei Kindern und schreibt, wenn ihre Kinder Mittagsschlaf halten, und während der einsamen Nachtstunden, wenn die meisten Menschen schlafen. Ihr Mann behauptet, sie hätte ein Diplom in Multitasking gemacht. Gelegentlich zieht sie sich mit Weingummis in die Badewanne zurück.

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Drei

DAMIAN HIELT INNE, um einen Blick auf die Versammlung zu werfen – es waren nur die wenigen Ausgewählten, die die Wahrheit kannten, oder zumindest den größten Teil davon –, und ging dann wieder auf und ab.

Tanooris Hände klammerten sich an die Falten ihres Rocks, als sie zum König hochblickte, ebenso die von Leonora, des Mädchens, das mir sein Nachthemd gegeben und mir geholfen hatte, zu Damian zu gelangen, als Vera den Palast unter ihren Willen gezwungen hatte. Ich wusste nicht, weshalb sie hier war, aber Tanoori hatte darauf bestanden, sie mitzubringen.

Vielleicht hoffte sie, Leonora könne helfen, die Ängste der Menschen zu zerstreuen, wenn sie erfuhr, wie sehr diese dem König am Herzen lagen. Die Kunde von General Tinsos Brief, in dem er erneut den Krieg erklärte, hatte sich in Windeseile im Palast verbreitet. Die Angst von Damians Untertanen war sogar ans Ohr der Wachen gedrungen, wie mir Deron berichtete, während wir darauf warteten, dass alle sich versammelten. Er meinte, die Leute würden sich zunehmend Gedanken darüber machen, wem die wahre Loyalität des Königs gelte – was er tun würde, wenn er gegen das Volk seiner Mutter kämpfen müsste. Einige wollten auch Antworten über Veras Verbleib erhalten. Sie wollten wissen, welche Macht sie ausgeübt und was sie ihnen allen angetan hatte.

Meine Hand ruhte auf meinem Schwertknauf. Obwohl alle hier Versammelten enge Verbündete und Freunde waren, war ich immer noch nervös und fürchtete, jeden Augenblick könne eine neue Gefahr drohen – und ich wollte nicht überrumpelt werden. Rafe hatte dafür gesorgt, dass ich ihm nichts tun konnte, aber immerhin hatte ich weiterhin die Möglichkeit, Damian zu beschützen. Jedenfalls, solange Rafe nicht derjenige war, der ihm nach dem Leben trachtete.

Trotz meines eigenen inneren Aufruhrs achtete ich darauf, meine Miene unter Kontrolle zu halten, den Schmerz und die Schuldgefühle zu verbergen, die tief in mir tobten und mir durch und durch gingen. Ich musste Damian die Wahrheit sagen, und zwar bald. Wir mussten auch so bald wie möglich mit Eljin reden. Allein. Ich wollte Antworten über Blevon – über Sì Miào Chán Wù, den Tempel in Blevon, und Rén Zh?sas, die drei mächtigen Zauberer, die dort lebten. Eljin hatte erwähnt, dass er sie um Hilfe bitten werde, wenn es mit Vera und Damian einen schlechten Verlauf nahm. Rafes Worte im Dschungel kamen mir wieder in den Sinn und ließen mich nicht in Ruhe. Er hatte behauptet, dass die Dansii die Geheimnisse kennen würden, die Blevon unter keinen Umständen preisgeben wollte. Er hatte erwähnt, dass die Dansii weitaus mehr Macht besäßen als die Blevoneser.

Die Zeit für Geheimnisse war vorbei. Eljin musste das einsehen. Dafür würde ich sorgen.

Und da war noch das Problem mit dem Mann in den Verliesen. Ich hatte niemandem berichtet, was er gesagt und mir angetan hatte – der Mann, der sich selbst Manu de Reich os Deos nannte.

Und natürlich Rylan. Ich musste ihn zurückholen, musste ihm hinterhergehen, ob es Damian gefiel oder nicht, denn es war meine Schuld, dass er von den Dansii verletzt und gefangen genommen worden war.

Ich hatte das Gefühl, dass wir in alle möglichen Richtungen gedrängt wurden, ohne zu wissen, woher die eigentliche Drohung kam – oder was der Zweck der Angriffe war. Wir mussten einen Plan aufstellen und etwas tun.

Als ich hochblickte, beobachtete mich Damian. Unsere Blicke trafen sich. Einen Augenblick lang lüftete er die Maske, die er aufgesetzt hatte, und ich bemerkte die Angst hinter seiner beherrschten Miene. Aber der Augenblick war schnell vorbei und er wandte den Blick ab.

Es erschien mir so unwirklich, dass ich erst heute Morgen aus dem Dschungel gekommen war und er von der Stadtmauer aus verzweifelt Ausschau nach mir gehalten hatte. Nachdem Jax mitten in der Nacht im Palast aufgetaucht war, krank und lediglich in Begleitung von einem von Rafes Männern, fürchtete er das Schlimmste. Es kam mir vor wie ein Traum, dass Jax wirklich zurück war und Lisbet ihn von dem Dschungelfieber, das ihn geschüttelt hatte, heilen konnte.

Die Tür neben Damian öffnete sich, und Lisbet kam herein, Jax an der Hand. Sie hatte seinen Körper geheilt, aber ihre Macht reichte nicht aus, um auch den emotionalen Schaden zu beheben, den seine Entführung verursacht hatte. Jax klammerte sich an Lisbet, als sie auf Tanoori und Lenora zugingen. Seit er in seinem Gemach aufgewacht war, geheilt von der Tortur des Vortags, war er ihr nicht mehr von der Seite gewichen. Als ich sah, wie sich Damians Halbbruder an Lisbet festklammerte, überkam mich tiefe Traurigkeit. Die Unschuld eines weiteren Kindes war durch das Wüten des Kriegs zerstört worden. Zum Glück war er nicht mit dem Tod konfrontiert worden, aber er war nahe davor gewesen. Lisbet hatte den Arm um ihn gelegt, das Gesicht Damian zugewandt. Sie wartete, wie alle anderen. Der leere Platz neben ihr war unübersehbar, da Eljin immer noch ans Bett gefesselt war und auf seine Genesung wartete.

»Ich denke, wir sollten beginnen«, sagte Damian schließlich.

Ich spürte mehr, als dass ich es sah, wie Deron neben mir erstarrte und sich gegen das wappnete, was kommen mochte. Auch ich blickte zu Damian hin, fragte mich, was er wohl sagen würde. Er hatte mir nichts von einem Treffen erzählt. General Ferraun stand neben Lisbet und Jax, die Schultern steif unter den goldenen Epauletten seiner Uniform, die seinen Rang anzeigten. Die Wachposten standen zu beiden Seiten des Königs, in der üblichen Position, auch wenn dies keine offizielle Veranstaltung war. Tanoori und Lenora standen rechts von mir, aneinandergeklammert.

»Ihr alle seid Menschen, denen ich vertraue – oder Menschen, die das Vertrauen jener genießen, die mein Vertrauen haben.« Er warf einen Blick auf Lenora, die neben Tanoori stand. »Wir werden belagert, und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als mein Königreich – mein Volk – vor weiterem Leid zu bewahren. Ich mag zwar der König von Antion sein, aber ich gebe zu, dass ich Probleme habe zu entscheiden, was das Beste ist. Deshalb seid ihr hier. Um mir und General Ferraun dabei zu helfen, eine Entscheidung zu treffen. Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen eure Hilfe.«

Ich hatte so viel Lebenszeit darauf verwendet, Damian zu beschützen, doch seit ich mich in ihn verliebt hatte, galt dieser Wunsch nicht nur für seine körperliche Sicherheit. Bei seinem Anblick wurde das Verlangen in mir, ihn vor Leid zu bewahren, so übermächtig, dass ich mich zwingen musste, ruhig zu bleiben, statt zu ihm zu gehen und seine Hand zu nehmen. Er stand aufrecht da, sein Gesicht so ruhig und selbstsicher wie immer, auch wenn seine Worte das Gegenteil ausdrückten. Sogar als er eingestand, dass er Hilfe benötige, gelang es ihm noch, Macht und Sicherheit auszustrahlen, die seine Untertanen beruhigen würden. Aber ich kannte ihn gut genug, um zu wissen, wie die Wahrheit aussah.

»Sire, ich bitte darum, sprechen zu dürfen.« Tanoori hob die Hand, und Damian nickte und bedeutete ihr mit einer Geste, fortzufahren. »Ihr habt mir die Obhut über die anderen Frauen und Babys vom … vom … übertragen.«

»Ja«, unterbrach Damian Tanoori, als ihr die Worte fehlten, um das Bruthaus zu bezeichnen, zu dem sein Vater sie verurteilt hatte – und das nur aufgrund des Verbrechens, Waise zu sein. »Und du hast deine Aufgabe bemerkenswert gut erfüllt.«

»Danke.« Tanoori neigte den Kopf. »Aber einige der Frauen – ich eingeschlossen – wollen mit ihrem Leben mehr anfangen.«

»Das war zu erwarten, aber ich sehe keinen Zusammenhang mit der derzeitigen Situation«, erwiderte Damian.

»Majestät, wir wollen kämpfen«, stieß Lenora hervor und stellte sich neben Tanoori, die Schultern gestrafft und das Kinn vorgereckt. »Wir wollen lernen, uns selbst zu verteidigen, und Euch helfen, die Feinde zu bekämpfen, die Antion bedrohen.«

Damian runzelte die Stirn, und ich hörte, wie ein paar Wachen um uns herum fassungslos miteinander flüsterten.

»Unmöglich«, donnerte General Ferraun, bevor Damian etwas sagen konnte. »Ich habe keine Zeit, meine Männer anzuweisen, Frauen darin zu unterrichten, wie man mit einem Schwert umgeht. Sie sollten Uniformen ausbessern, Verbände vorbereiten und all das tun, was getan werden muss, um die Männer zu unterstützen, die in diesem Krieg kämpfen werden.«

»Wollt Ihr damit sagen, dass Frauen nicht kämpfen lernen können?«, wandte sich Lenora an den General, sichtlich gekränkt von seinem herablassenden Ton. »Was ist mit Alexa? Ist sie nicht ein Beispiel dafür, wozu eine Frau imstande ist?«

»Es gibt eine Menge Frauen, die hierbleiben und genau die Dinge tun wollen, die Ihr vorschlagt«, fügte Tanoori jetzt etwas beschwichtigender hinzu. »Aber einige von uns wollen mehr machen. Wir wollen uns nie wieder hilflos fühlen oder unfähig, uns selbst zu beschützen.«

»Selbst wenn ich davon überzeugt wäre, dass ihr Mädchen das Kämpfen lernen könnt, hätte ich nicht genug Männer und die Zeit, um euch auszubilden.« Das Gesicht des Generals lief vor Zorn hochrot an. »Das ist kein Spiel – wir haben es mit einem Krieg zu tun!«

»Glaubt Ihr, wir wissen das nicht?«, schrie Lenora zurück.

»Schluss jetzt.« Damians Stimme übertönte sie.

Sofort verstummten alle und blickten den König an. Er atmete tief durch und verkniff die Lippen zu einem Strich, während er überlegte. »Tanoori, wie viele Frauen wollen das?«, fragte er schließlich.

Als...


Larson, Sara B.
Seit sie denken kann, hat Sara B. Larson Geschichten geschrieben – obwohl sie heute ihren Computer benutzt, anstelle eines Meerjungfrauenheftchens. Sie lebt in Utah mit ihrem Mann und ihren drei Kindern und schreibt, wenn ihre Kinder Mittagsschlaf halten, und während der einsamen Nachtstunden, wenn die meisten Menschen schlafen. Ihr Mann behauptet, sie hätte ein Diplom in Multitasking gemacht. Gelegentlich zieht sie sich mit Weingummis in die Badewanne zurück.



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