Lamb | Eine Liebe voller Zärtlichkeit | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Lamb Eine Liebe voller Zärtlichkeit


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-5720-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-5720-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wunderschön, aber unnahbar ist die berühmte Schauspielerin Clarissa Barry. Welches dunkle Geheimnis quält sie? Der bekannte Autor Morris Janson begehrt sie so sehr, dass er mit seinen zärtlichen Küssen ihre Sehnsucht nach Liebe wecken möchte. Doch noch vertraut sie sich ihm nicht an ...



Die britische Autorin Charlotte Lamb begeisterte zahlreiche Fans, ihr richtiger Name war Sheila Holland. Ebenfalls veröffentlichte sie Romane unter den Pseudonymen Sheila Coates, Sheila Lancaster, Victoria Woolf, Laura Hardy sowie unter ihrem richtigen Namen. Insgesamt schrieb sie über 160 Romane, und zwar hauptsächlich Romances, romantische Thriller sowie historische Romane. Weltweit wurden über 200 Millionen Bücher von Charlotte Lamb verkauft. Nachdem Charlotte Lamb mit 16 Jahren die Klosterschule verließ, begann sie bei der Bank of England zu arbeiten. Ihre Mittagspausen verbrachte sie in der großen Bibliothek der Bank, sie las alles und bildete sich weiter. Als sie bei der BBC als Sekretärin arbeitete, lernte sie ihren späteren Mann Richard Holland kennen, er war politischer Berichterstatter. Durch ihren Mann kam sie zum Schreiben. Da sie gern Liebesromane las, schlug er ihr zu Beginn der 1970er Jahre vor, doch selbst einen Liebesroman zu schreiben. Umgeben von drei lebhaften Kindern schrieb Charlotte Lamb ihren ersten kurzen Roman innerhalb von drei Tagen. Obwohl sie bald fünf Kinder hatte, verfasste sie weitere Manuskripte, im Jahr 1973 schließlich konnte sie ihren Liebesroman an den Verlag Mills & Boon verkaufen.

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1. KAPITEL

Clarissa tanzte mit einem hochaufgeschossenen jungen Mann in einem auffallend orangefarbenen Pulli. Er hielt sie viel zu fest an sich gedrückt und war schon derart angetrunken, dass sie kaum verstand, was er ihr ins Ohr zu flüstern versuchte. Als die Musik endlich aufhörte und ihr draufgängerischer Tänzer sie losließ, wurde Clarissa von der Menge der Gäste weitergeschoben. Es war ihr ganz recht so. Aber wo war Leonie geblieben?

Jetzt hatte sie auch noch ihre Freundin aus den Augen verloren. Der Raum war so überfüllt und so knapp beleuchtet, dass es schwierig werden würde, sie wieder zu finden. Aus größerer Distanz war jedenfalls nichts zu erkennen.

Entschlossen drängte sich Clarissa durch die Menschen. Sie musste sich eine Stelle suchen, von der aus sie den ganzen Raum überblicken und nach Leonies rotem Haar Ausschau halten konnte. Es war doch wohl nicht möglich, dass sie die Party schon verlassen hatte?

Der Gedanke bedrückte Clarissa. Sie kannte hier keinen einzigen Menschen, außer eben der Freundin, die sie mitgenommen hatte. Da stand sie nun, betrachtete die Gesichter der Leute, die sich an ihr vorbeischlängelten, und fühlte sich ziemlich verlassen.

Clarissa hatte noch nie eine solche Party miterlebt. Gerade frisch aus der Provinz in die Stadt gekommen, achtzehn Jahre jung, die grünen Augen groß und unschuldig, waren ihre Erwartungen heute Abend groß gewesen. Doch nun fand sie alles ziemlich öde und langweilig.

Leonie hatte sie in diese fremde Umgebung gebracht. Untergehen oder schwimmen hätte man es nennen können, und Clarissa hatte mutig den Versuch unternommen, zu schwimmen, so gut es ging. Doch nun war ihre Energie verbraucht.

Das lichtblaue Seidenkleid, das sie trug, gehörte ihr nicht. Leonie hatte ihr Bühnenkostüm aus der Theatergarderobe geschmuggelt. Das war natürlich verboten, doch Leonie hatte nur unbekümmert mit den Schultern gezuckt, als Clarissa protestieren wollte.

„Ach, hör schon auf. Probier lieber, ob es dir passt. Niemand wird etwas merken. Wenn das Kleid morgen wieder in der Garderobe hängt, ist alles in Ordnung“, lachte sie. „du kannst schließlich nicht in schäbigen Jeans auf eine Silvesterparty gehen, oder?“

Als Clarissa sich dann im Spiegel betrachtete, war sie begeistert gewesen, was das Kleid aus ihr machte – und konnte nicht mehr widerstehen.

„Es steht dir fantastisch“, rief Leonie stürmisch. „Viel besser als mir.“

Leonie hatte Clarissa sozusagen unter ihre Fittiche genommen, Clarissas romantische, unschuldige Art amüsierte sie.

„Wir werden dich schon großbekommen“, versicherte Leonie. „Denk immer daran, dass wir im Jahre 1980 leben und dass du kein Schulmädchen mehr bist.“

Aufgewachsen war Clarissa in einer ruhigen kleinen Stadt, wo nach sieben Uhr abends absolut nichts mehr los war. London war für sie immer noch berauschend und wie eine Offenbarung. Natürlich wollte sie nicht als Provinzlerin gelten, über die man lachte. Deshalb hatte sie beeindruckt den guten Ratschlägen und klugen Hinweisen gelauscht, die Leonie ihr gab.

Die beiden angehenden Künstlerinnen wohnten im gleichen Haus, einer uralten Mietskaserne, deren Wohnungen in Einzimmerappartements umgebaut worden waren. Clarissa hatte Glück gehabt, eine solche Wohnung zu finden. Die Miete war erträglich, gerade so, wie sie es sich leisten konnte. Es war sauber und gemütlich.

Das Geld, das Clarissas Eltern ihr schicken konnten, reichte gerade zum Notwendigsten. Bei diesem Leben hatte sie bereits einige Pfund abgenommen. Sie hatte gelernt, Mahlzeiten zu übergehen, sich nur von Brot und gebackenen Bohnen zu ernähren. In diesem ersten Jahr auf der Schauspielschule fand Clarissa das Leben ungemein aufregend, wenn auch manchmal ein wenig schwierig.

Leonie war Sängerin. Sie gehörte zum Bühnenchor eines kleinen Vorstadttheaters. Alle Mitwirkenden des Stückes, in dem Leonie auftrat, waren von einem der Stars zu dieser Silvesterparty eingeladen. Clarissa wusste noch nicht einmal, wer der Gastgeber war.

In diese lärmende, lachende Gesellschaft war sie hineingetaucht wie in eine andere Welt. Hier und da hatte Leonie ihr am Anfang ein paar Namen genannt. Clarissa hatte freundlich gelächelt, war weitergezogen worden und hatte die Namen wieder vergessen.

Sie hatte schon mehr getrunken, als jemals vorher in ihrem Leben. Ihre früheren Bekannten hatten sie zwar ab und zu schon mal zu einem Sherry überredet, doch heute waren ihr von den verschiedensten Leuten volle Gläser gereicht worden – und ohne nachzudenken hatte Clarissa sie geleert.

Ein wenig merkwürdig fühlte sie sich schon, nicht betrunken vielleicht, doch so, als ob sie schwebte. Wie immer hatte sie natürlich wenig gegessen, und nun taten die verschiedenen Drinks ihre Wirkung.

Nirgends ein Schimmer von Leonies rotem Haar. Mit den anderen wurde Clarissa in einen weiteren Raum geschoben. Ob sie einfach fortgehen sollte? Doch was sollte sie um diese Zeit allein in ihrem Appartement? Und ein Taxi würde sie wohl auch kaum bekommen. Also würde sie noch bleiben.

„Hallo, Charleston-Girl.“

Die dunkle Stimme hinter ihr schreckte Clarissa aus ihren Gedanken. Sie wandte sich halb um, die Seidenfransen des kurzen Kleides wirbelten um ihre Knie.

„Warum tanzt du nicht? Dieses Kleid ist doch zum Tanzen gemacht. Also, wollen wir?“

Der hoch gewachsene Mann legte seinen Arm um ihre Hüften und lächelte sie mit blitzenden Zähnen an.

Etwas verhalten lachte Clarissa zurück. Genau so, wie Leonie es ihr gezeigt hatte. Zuerst sah sie den Fremden mit großen Augen an, dann schlug sie sie nieder. Nicht gleich zeigen, dass sie beeindruckt war.

„Haben wir uns mal irgendwo getroffen?“

Der Fremde lachte. „Wir treffen uns jetzt!“

Clarissa hörte seinen amerikanischen Akzent.

„Sind Sie Amerikaner?“

„Ja“, lachte er wieder. „Und du bist Engländerin, Baby, ich sehe es. Eine frische englische Rose!“

Wohlgefällig betrachtete er ihre schlanke, wohlproportionierte Figur in dem lichtblauen, metallisch schimmernden Kleid. Es war ärmellos und tief ausgeschnitten. Man brauchte sich das Drunter kaum vorzustellen, man sah es. Und es gefiel ihm.

Leonies Musical war in den Zwanzigerjahren angesiedelt, das Kostüm wirkte dennoch modern und passte zu Clarissas unbewusst erotischer Ausstrahlung. Irgendwie hatte sie sogar ihre Bewegungen dem Kostüm angepasst.

Sie hatte volles, honigblondes Haar, das ihr in weichen Wellen über die Schultern fiel. Die ganz einfache Frisur passte zu ihrem schmalen, sehr unschuldig wirkenden Gesicht.

Clarissa sah seine Bewunderung und wurde ein wenig verlegen.

„Ich habe noch nie einen Amerikaner kennengelernt.“

„Das ist eine Bildungslücke“, spottete er mit glitzernden Augen, „die du sofort schließen musst.“

„Mit Ihnen?“

Clarissas grüne Augen glommen unter den dunklen Wimpern. Er blickte sie amüsiert an.

„Natürlich mit mir, Charleston-Girl!“

Dann legte er beide Arme um sie und begann mit ihr zu tanzen. Er zog sie dicht an sich heran. Sie spürte jede Bewegung seines Körpers.

Er war ein großer, schlanker Mann mit breiten Schultern. Der Abendanzug, den er trug, sah teuer und maßgeschneidert aus. Das bedeutete, konstatierte Clarissa, dass er weit über ihrer Einkommensklasse und auch über der der meisten hier Anwesenden liegen musste.

„Sie sind sehr elegant angezogen“, sagte Clarissa offen. „Sind Sie bei einer anderen Party gewesen? Dies hier ist ein Künstlerfest.“

„Nein, ich bin noch nirgendwo gewesen“, lachte er und blickte sie verführerisch an.

Clarissa lachte zurück. Sie war auf eine angenehme Weise angeregt. So ein Mann war ihr noch nie begegnet. Ihr Herz begann schneller zu schlagen. Er war nicht nur außerhalb ihrer Einkommensklasse, er gehörte auch zu einer Altersgruppe, die weit über der ihren lag. Bei diesem schummerigen Licht konnte man es zwar nicht so genau erkennen, doch sie schätzte ihn auf etwa dreißig oder ein wenig darüber.

Er wirkte intelligent, selbstsicher und dennoch ganz natürlich, im Gegensatz zu ihrer eigenen etwas gekünstelten Art, die ihrer Unsicherheit und Unerfahrenheit entsprang.

Kleine Zweifel und eine gewisse Zurückhaltung löschte er durch sein charmantes Lächeln aus. Von diesem Lächeln war Clarissa fasziniert. Seine grauen Augen blickten gleichermaßen spöttisch und einladend, um seine Mundwinkel lag meist ein amüsiertes Lächeln.

Er ist unheimlich sexy, dachte Clarissa und überlegte, was sie Leonie alles erzählen würde, während sie ihn beim Tanzen anstrahlte. Es wird Spaß machen, Leonie beweisen zu können, wie viel sie schon gelernt hatte. Kein Mann auf dieser Party war so attraktiv wie dieser hier.

„Du tanzt fabelhaft, Charleston-Girl, genau, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagte ihr Partner leise an ihrem Ohr. Sie spürte seine Lippen leicht über ihr Ohrläppchen streifen. Sie erschauerte ein wenig.

Leise lachte er in sich hinein. Diese Reaktion ihres Körpers auf seine Berührung schien ihn zu freuen.

Die Musik endete, doch er ließ sie nicht gleich los. Irgendjemand reichte Gläser, gefüllt mit Champagner, herum. Wer immer die Party gab, er musste Geld haben, stellte Clarissa bei sich fest und trank begeistert. Die Luftbläschen prickelten ihr in der Nase, und sie musste niesen. Lachend reichte ihr der Fremde ein neues Glas Sekt, das er von einem Tablett geangelt hatte. Clarissa nahm es.

„Ich...



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