Buch, Deutsch, Band 345, 100 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 155 mm
Reihe: Jüdische Miniaturen
Ärztin - Plastische Chirurgin - Frauen-Netzwerkerin
Buch, Deutsch, Band 345, 100 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 155 mm
Reihe: Jüdische Miniaturen
ISBN: 978-3-95565-749-9
Verlag: Hentrich & Hentrich
Die aus Breslau stammende Ärztin Edith Peritz (1897–1985) war eine Pionierin der plastischen Chirurgie in Deutschland. Nach dem an der Universität ihrer Heimatstadt absolvierten Medizinstudium kam sie 1922 nach Berlin. Hier war sie zunächst als Assistenzärztin am Städtischen Rudolf-Virchow-Krankenhaus tätig. In Paris ließ sie sich von der bekannten ästhetischen Chirurgin Suzanne Noël weiterbilden. Zurück in Berlin eröffnete sie eine eigene Praxis und wurde Mitglied in der Berliner und der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Sie engagierte sich im Bund Deutscher Ärztinnen, der Vorläuferorganisation des heutigen Deutschen Ärztinnenbundes. 1930 gründete sie auf Anregung von Suzanne Noël den ersten deutschen Soroptimist-Club - ein Netzwerk berufstätiger Frauen. Zu dessen Mitgliedern zählten u. a. die Schauspielerin Tilla Durieux, die Fotografin Lotte Jacobi und die Schriftstellerin Gabriele Tergit. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Edith Peritz 1936 in die USA. In New York baute sie sich eine neue Existenz auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Fachkolleginnen gelang es ihr, im Exil wieder als Ärztin zu arbeiten. Sie blieb lange beruflich aktiv und stand weiterhin mit ehemaligen Weggefährtinnen in Kontakt.




