Kuntz / Jüttemann | Adolf Baginsky | Buch | 978-3-95565-750-5 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 351, 100 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 155 mm

Reihe: Jüdische Miniaturen

Kuntz / Jüttemann

Adolf Baginsky

Nestor der deutschen Pädiatrie
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-95565-750-5
Verlag: Hentrich & Hentrich

Nestor der deutschen Pädiatrie

Buch, Deutsch, Band 351, 100 Seiten, Format (B × H): 115 mm x 155 mm

Reihe: Jüdische Miniaturen

ISBN: 978-3-95565-750-5
Verlag: Hentrich & Hentrich


Der aus dem schlesischen Ratibor stammende Kinderarzt Adolf Baginsky (1843–1918) gehört zu den herausragenden Vertretern seines Faches. Nach dem Medizinstudium in Berlin und Wien ließ er sich als praktischer Arzt in Seehausen bei Magdeburg, anschließend in Nordhausen nieder. 1872 kehrte er nach Berlin zurück und eröffnete ein Ambulatorium für kranke Kinder. Für seine Idee eines Kinderkrankenhauses gewann er prominente Unterstützer wie den Mediziner Rudolf Virchow. 1890 wurde er Gründungsdirektor des Kaiser- und Kaiserin-Friedrich-Kinderkrankenhauses, das er bis kurz vor seinem Tod leitete. Dem späteren Nobelpreisträger Emil von Behring half er bei der Einführung des Diphtherie-Heilserums. An der Berliner Universität unterrichtete er als außerordentlicher Professor für Kinderheilkunde – ein Lehrstuhl blieb ihm als Jude verwehrt. Als Autor von Lehrbüchern und Herausgeber von Fachzeitschriften wie dem „Archiv für Kinderheilkunde“ trug er maßgeblich zur Etablierung der Pädiatrie als medizinische Fachdisziplin bei. Er setzte sich für die Verabschiedung des Reichsimpfgesetzes ein und initiierte die ärztlichen Reihenuntersuchungen von Schulkindern sowie die Einführung des Hitzefrei an Schulen.

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Weitere Infos & Material


Kuntz, Benjamin
studierte Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld, wo er 2014 zum „Doctor of Public Health“ promoviert wurde. Seit 2011 arbeitet er am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, seit 2023 als Leiter des Museums im RKI. Von 2020 bis 2022 war er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, zuletzt als Leiter der Geschäftsstelle des „GeDenkOrt. Charité – Wissenschaft in Verantwortung“.

Jüttemann, Andreas
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter sowohl am Institut für Anatomie der Medizinischen Hochschule Brandenburg in Neuruppin als auch am Institut für Geschichte der Medizin der Technischen Universität Dresden. Zuvor hat er Psychologie und Urbanistik studiert, 2015 an der Charité Berlin promoviert und 2021 an der TU Berlin habilitiert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Psychologie-, Medizin- und Technikgeschichte.



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