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E-Book

E-Book, Deutsch, 292 Seiten

Krone Hausboot Smalltalk

Plaudereien über Wasserwege, Kanäle und Hausbootfahren
3. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7519-4605-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Plaudereien über Wasserwege, Kanäle und Hausbootfahren

E-Book, Deutsch, 292 Seiten

ISBN: 978-3-7519-4605-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt, im Urlaub mit einem Hausboot entspannt über Kanäle, Flüsse und Seen zu schippern? Lesen Sie "Hausboot Smalltalk" und Sie werden auf jeden Fall den unwiderstehlichen Drang verspüren, ans nächste Gewässer zu laufen, ins nächste Boot zu steigen und "Leinen los!" zu rufen. Die aktuelle Ausgabe von 2020 wurde komplett überarbeitet und erweitert. Das Buch von Torsten Krone ist randvoll mit wertvollen Tipps, nützlichen Informationen, historischen Daten und unterhaltsamen Anekdoten rund um das Thema Hausbootfahren. Von der ersten Planung bis zur Rückgabe des Bootes am Ende des Urlaubs nimmt der Autor seine Leser an die Hand und vergisst dabei kein Detail. Ausführliche Exkurse zur Geschichte des Reisens, der Schifffahrt, des Bootsbaus, des Kanal- und Schleusenbaus, zu den Besonderheiten der betreffenden Urlaubsländer machen die Lektüre zu einer ebenso beschaulichen wie erbaulichen Lesereise. Mit "Hausboot Smalltalk" an Bord fühlen Sie sich als Skipper so sicher wie als Kapitän in der eigenen Badewanne. Und selbst als wasserscheue Landratte können Sie Ihre Gesprächspartner in geselliger Runde mit nautischem und geschichtlichem Spezialwissen verblüffen.

Torsten Krone, geboren 1964 in Sachsen Anhalt und heute in Sachsen zu Hause, ist ein begeisterter Hausbootfahrer. Seit 2005 ist er mit der Familie und Freunden immer wieder auf den Binnengewässern Europas unterwegs. In der Praxis zeigt sich, dass jede Fahrt ein neues Abenteuer ist und die Fahrpraxis nicht vor kleinen Malheuren bewahrt. Diese sind manchmal technischer, häufig menschlicher Art. Vor einigen Jahren begann er, die Erlebnisse und Erfahrungen bei den Touren aufzuschreiben und hat inzwischen mehrere Bücher zu verschiedenen Hausbootrevieren veröffentlicht. Dabei legt er in seinen Reisebeschreibungen Wert auf den Bezug zur regionalen Kulturgeschichte. Seine Bücher sind aber nicht nur auf das Hausbootfahren beschränkt, sondern setzen sich in tagebuchartigen Berichten auch mit den menschlichen und gesellschaftlichen Fragen des Lebens auseinander.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Reisende, Schiffe und und heute Hausboote – damals

Ein Ausflug in die Geschichte des Reisens


Vor mehreren zehntausend Jahren waren die Jäger und Sammler die Reisenden in der Frühzeit der Menschheit. Auf der Suche nach Nahrung und neuen Jagdgründen zogen sie durch das Land. Als die Menschen dann zunehmend sesshaft wurden, waren es die frühen Händler, die auf uralten Handelswegen Salz, Feuersteine oder Bernstein durch Europa transportierten. Güter und Geräte wurden ausgetauscht, fremde Schätze erobert. Die Erfindung des Rades um 4000 v. Chr. war eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit. Als eines der ältesten »Reiseberichte« gilt das 5000 Jahre alte Gilgameschepos, das von den Reisen des Königs Gilgamesch von Uruk erzählt, der fremde Länder durchstreifte, um Antworten auf die Fragen nach Leben und Tod zu finden. Fiktion und Wirklichkeit, Sage und Geschichte waren in den Berichten vermischt. Der Mensch stand mit seiner Suche nach Erkenntnissen bei den Reisen im Mittelpunkt. So auch bei den Irrfahrten des Odysseus, die von den Abenteuern des Königs Odysseus von Ithaka erzählen.

Ein früher Reisebericht über eine Seefahrt erzählt von der 2.000 km langen Fahrt der ägyptischen Pharaonin Hatschepsut nach dem sagenhaften Lande Punt an der afrikanischen Küste, die sie 1482–1481 v. Chr. unternahm. Der Bericht befindet sich an einem Felsentempel in der Nähe von Theben, war also weniger als Reisehandbuch geeignet. Herodot von Halikarnassos hinterließ in seinen neun »Historien« eine erste Gesamtdarstellung zur damals bekannten Welt, die auf seinen eigenen Reiseerfahrungen vermischt mit Sagen und Mythen sowie älteren Quellen beruht.

Einen bis dahin unbekannten Qualitätssprung machte das Reisen im Römischen Reich. Bequemlichkeit, Schnelligkeit und Sicherheit erreichten ein Niveau, das in Europa erst wieder im 19. Jahrhundert erlangt wurde. Annähernd 300.000 km Straßen erster und zweiter Ordnung durchzogen das Reich. Es entwickelten sich erstmals »Touristenreisen« zu den berühmten Stätten der griechischen Antike oder zu den Thermen der Heilbäder. Die Postkutschen legten am Tag 90 bis 150 km zurück. Cäsar schaffte die 1.300 km von Rom bis an die Rhóne in 8 Tagen, was 162 km pro Tag entsprach. Segelschiffe brachten es auf 200 bis 250 km pro Tag.

Mit dem Niedergang des Römischen Reiches verfielen viele Straßen, unbefestigte Wege machten das Reisen im Mittelalter beschwerlich, langsam und unsicher. Die Pilgerreisen ab dem 11. Jahrhundert vor allem nach Jerusalem, Santiago de Compostela und Rom wurden zu einer neuen Motivation, die Strapazen einer Reise in Kauf zu nehmen. Statt der holprigen Wege gewannen die Flüsse als Transportwege an Bedeutung. Eine der bedeutsamsten Reisebeschreibungen des Mittelalters sind die Aufzeichnungen des Venezianers Marco Polos, der im 13. Jahrhundert große Teile Chinas erkundete.

1492 ist ein Seefahrerdatum: Christoph Kolumbus erreichte die karibischen Inseln. Damit löste er eine Welle von Handels-, Forscher-, Eroberungs- und Entdeckerreisen aus. Was für den einen Kontinent der Beginn des Aufschwungs war, läutete für die Kulturen des neu entdeckten Kontinents den Untergang ein. Dessen sollte sich jeder Hausbootkapitän bewusst sein und den Menschen sowie der regionalen Kultur im Urlaubsrevier mit Achtung, Respekt und Toleranz begegnen. Übrigens war die Santa Maria, mit der Kolumbus nach Amerika segelte, nur 23 m lang, knapp 8 m breit und hatte fast 40 Mann Besatzung. Im Vergleich müsste Ihre Crew auf dem Hausboot etwa 20 Personen umfassen.

Der Beginn der Renaissance im ausgehenden 15. Jahrhundert brachte einen gewaltigen Aufschwung in Handel, Produktion und Wissenschaft. Die Erfindungen von Kompass, Quadrant und Astrolabium waren wesentlich für die Navigation der Schiffe. Mit den neuen Erkenntnissen wagte sich Fernáo de Magalhäes (Ferdinand Magellan) auf die Weltmeere und vollbrachte 1522 die erste Weltumsegelung, die eine Verbindung von Europa und Asien bis Japan herstellte. Dass die Erde irgendwie rund sein musste, wussten bereits die alten Seefahrer. Schließlich sah man auf dem Wasser zuerst die Segelspitzen, dann alle Segel und zuletzt den Rumpf des entfernten Schiffes.

Nachdem sich das Weltbild durch diese Fernreisen neu geformt und geordnet hatte, schickte sich die junge adelige Gesellschaft selbst an, auf Reisen zu gehen. Die Kavalierstour oder »Grand Tour« kam im 17. Jahrhundert in Mode und wer etwas auf sich hielt, der reiste quer durch Europa. Dabei spielten die englischen Standesherren eine Vorreiterrolle. Ausgestattet mit Fürstenratgebern und speziellen Reisebüchern waren die zukünftigen Herrscher häufig über zwei bis drei Jahre in den kulturellen und glamourösen Metropolen der Fürsten- und Königshöfe unterwegs, um sich Anregungen für die eigene Machtentfaltung zu holen.

Bereits seit dem 16. Jahrhundert besann man sich auf die heilende Kraft verschiedener Quellen, die schon die Römer zu schätzen wussten. Die Bäderreise ließ berühmte Badeorte entstehen und aufblühen. Im 18. Jahrhundert verbesserten sich die Möglichkeiten des Reisens erheblich durch die Einrichtung von Poststationen, an denen man Pferde und Wagen wechseln konnte, um dadurch gleichmäßig und zügig unterwegs zu sein. Die verschiedensten Reisewagen machten die Fahrt etwas bequemer, obwohl es weiterhin eher eine Strapaze war, statt Vergnügen zu bereiten.

Auch das Reisen mit dem Schiff war langsam und gefährlich. Von Frankreich um das Kap der Guten Hoffnung bis China benötigte man fast zwei Jahre. Nach Peru und zurück dauerte die Reise drei bis vier Jahre, wobei jeder zehnte Reisende Amerika überhaupt nicht erreichte. Auf den Flüssen drohten den Passagieren Stromschnellen, Strudel und Sandbänke, da sich wasserbauliche Maßnahmen noch am Anfang der Entwicklung befanden.

Im fortschrittlichen England wurde Mitte des 18. Jahrhunderts in Brighton auf Anregung des Arztes Dr. Richard Russell das erste Seebad der Welt eröffnet. Ab 1777 wurde im Rhein gebadet und im Herbst 1793 gab es das erste deutsche Seebad in Heiligendamm. 1799 folgten die Seebäder in Norderney, Travemünde, Putbus, Lauterbach, danach Warnemünde und 1819 Heringsdorf.

Bereits früher beschäftigte man sich mit der Reiseplanung und schuf entsprechende Hilfsmittel. Im Römischen Reich waren die Wegekarten auf hohem Niveau. Diese konnte man sich an Reiseauskunftsstellen der Staatspost zusammenstellen lassen. Die teilweise mehrere Meter langen Rollen konnten auf die Reise mitgenommen werden und gaben Auskunft über Straßen, Ortsnamen und Entfernungen.

Vereinzelt ab dem 14. Jahrhundert, vor allem aber ab der Mitte des 16. Jahrhunderts gab es gedruckte Wegeverzeichnisse, sogenannte Itinerarien. Ein sehr frühes Exemplar ist das Brügger Itinerar von ca. 1380, das vor allem Pilgern den Weg zu Wallfahrtsorten von Brügge in fast alle Staaten und Pilgerziele Europas weisen sollte. Ein weiteres Beispiel ist ein Kaufmannsitinerar aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Es ist ein 238 cm langer und 6,1 cm breiter Pergamentstreifen mit Kalender- und Entfernungsangaben, der in eine Messingrolle gewickelt und so bequem in der Tasche mitgenommen werden konnte. Ergänzt wurden diese Wegeverzeichnisse durch Wallfahrtsbücher mit ausführlicheren Beschreibungen zu Heiligtümern, Herbergen und Zöllen.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Reisehandbücher des Koblenzer Buchhändlers Karl Baedeker berühmt, da sie eine bis dahin unbekannte Genauigkeit und Aktualität hatten. Der erste Baedeker »Rheinreise von Mainz bis Cöln« erschien 1839. Neu in der Gestaltung war auch die Einführung eines Sternesystems zur Hervorhebung besonders interessanter Informationen.

Das Reisen änderte sich gravierend mit dem Aufkommen der Eisenbahn. 1825 ging die erste Strecke von Stockton nach Darlington in Betrieb. Nur wenige Jahre später folgten Eisenbahnverbindungen in den USA, in Frankreich, Belgien, Deutschland, Österreich und Russland. Bis 1839 kamen auch die Niederlande und Italien dazu. Damit wurde das Reisen vielfach schneller, billiger und war für mehr Schichten der Bevölkerung realisierbar. Gleichzeitig wurde die Eisenbahn der größte Konkurrent für den Schiffsverkehr auf den Binnengewässern und führte zum Bankrott vieler Dampfschifffahrts- und Kanalgesellschaften.

Der Tischler und Wanderprediger Thomas Cook organisierte 1841 Gruppen- und Gesellschaftsreisen mit der Eisenbahn. Cook bot als erster Pauschalreisen mit allen Organisations- und Nebenkosten an, die ersten Reisebüros entstanden. Mit immer neuen Reiseangeboten per Bahn machte er das Reisen der breiten Bevölkerung zugänglich. Die Londoner Firma Thomas Cook & Son hatte bald Filialen auf der ganzen Welt. Das Wort »Tourismus« tauchte erstmals um 1800 im englischen Sprachgebrauch auf und bürgerte sich auch in Deutschland ein. Mit Stendhals »Memoires d’un tourist« wurde auch das Wort »Tourist« gebräuchlich. Die letzten 150 Jahre leiteten eine neue Qualität des Reisens ein. Angefangen von der Eisenbahn über Luftschiff und Flugzeug bis zum Hochgeschwindigkeitszug stehen...



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