Sonstiges, Deutsch, Format (B × H): 135 mm x 190 mm, Gewicht: 150 g
Fachvorträge auf der 8. Stotterkonferenz der „Interdisziplinären Vereinigung der Stottertherapeuten e.V. (ivs)“ am 13. Mai 2017 in Fulda
Sonstiges, Deutsch, Format (B × H): 135 mm x 190 mm, Gewicht: 150 g
ISBN: 978-3-921897-86-7
Verlag: Stottern & Selbsthilfe
Weitere Infos & Material
Zusammenstellung der DVDs
DVD 1
Prof. Dr. Anke Kohmäscher
Wissen was wirkt – Herausforderungen bei der Evaluation von Stottertherapien
28:39 Min.
Hartmut Zückner
Desensibilisierungsfragebogen Stottern (DST) – ein Messverfahren zur Auswirkung von Stottern und seine Optionen für therapeutisches Handeln
32:13 Min.
Kirsten Richardt und Holger Prüß
Ausgewählte Aspekte patientenorientierter Therapie und deren Evaluation
29:08 Min.
DVD 2
Veronika Neidlinger und Georg Thum
Evidenzbasierung in der Stottertherapie – Sollen Therapeuten zu Empirikern werden
30:55 Min.
Dr. Anne Hearn und Bettina Freerk
Die Lidcombe-Therapie bei jungen Kindern – was wirkt?
Lerntheoretischer Ansatz der Belohnung oder systemische Intervention?
26:21 Min.
Dr. Claudia Iven, Dr. Bernd Hansen und Alison Berquez
Palin Parent Child Interaction Therapy: Wirkfaktoren eines Frühtherapie-Konzepts
19:46 Min.
DVD 3
Tobias Haase
Was hilft und was nicht – eine Retrospektive Betroffener
23:39 Min.
Henning Wiechers
Was hilft und was nicht – eine Retrospektive Betroffener
24:27 Min.
Bonusmaterial:
Begrüßung: Michael Decher
06:24 Min.
Podiumsdiskussion mit den Referenten der Stotterkonferenz
39:06 Min.
Hinweis: Aus rechtlichen Gründen konnten einige der Fachvorträge auf den DVDs leider nicht veröffentlicht werden.
Bericht und Zusammenfassung der 8. ivs-Stotterkonferenz 2017
Wirksamkeit von Stottertherapien – Was wir tun und wie wir messen
Am Samstag, den 13.05.2017 fand im Hotel- und Kongresszentrum
Fulda die 8. Stotterkonferenz der „Interdisziplinären Vereinigung der Stottertherapeuten e.V. (ivs)“ statt.
In zehn Beiträgen aus dem In- und Ausland und mit rund 130 Teilnehmenden wurde das hoch aktuelle Thema der Wirksamkeit von Stottertherapien beleuchtet:
Besonders für die ambulante Einzeltherapie, die in Deutschland wohl am meisten verbreitete Form der Behandlung, stehen Wirksamkeitsnachweise noch fast vollständig aus. Im Spannungsfeld zwischen einer ICF-geleiteten, individuellen Vorgehensweise und der Notwendigkeit und Forderung, das eigene therapeutische Handeln kritisch zu reflektieren und die Wirksamkeit der Therapie zu belegen, stellten sich die Beiträge der Konferenz den Herausforderungen und Chancen der Wirksamkeitsmessung. Neben einführenden Vorträgen, die grundlegende Aspekte der Evaluation von Therapien sowie Potential und Grenzen der Evaluation im Praxisalltag erörterten, wurden konkrete Instrumente und mögliche Designs besprochen. Nach jedem Votragsblock bot sich die Möglichkeit, durch Fragerunden und Diskussion in fachlichen Austausch zu treten.
So brachte Veronika Schade das verbindende Thema des Clinical Reasoning in die Diskussion ein, und Dr. Patricia Sandrieser schilderte Umsetzungsmöglichkeiten der Therapieforschung im Praxisalltag. Der Vormittag wurde abgerundet mit Vorträgen von Hartmut Zückner, der ein konkretes Instrument zur Wirksamkeitsmessung der Desensibilisierung vorstellte, Holger Prüß und Kirsten Richard, die auf ausgewählte Aspekte einer patientenorientierten Therapie eingingen und Veronika Neidlinger und Georg Thum, die sich mit der Evidenzbasierung in der Stottertherapie und der Rolle des/der TherapeutIn beschäftigten. In den Vorträgen am Nachmittag stand die Situation stotternder Kinder im Fokus: Claudia Walther schilderte Herausforderungen in der Diagnostik und Behandlung von stotternden Kindern, Dr. Anne Hearn und Bettina Freerk analysierten die Wirkmechanismen des Lidcombe-Ansatzes und Dr. Claudia Iven, Dr. Bernd Hansen und Alison Berguez beschrieben die Wirkfaktoren der Palin Parent Child Interaction Therapy. Abgerundet wurde die Konferenz durch den Vortrag zweier Betroffener, der die angesprochenen fachlichen Ebenen um die ganz persönliche Perspektive bereicherte und ergänzte. In der abschließenden Podiumsdiskussion, an der alle ReferentInnen beteiligt waren, kamen die wichtigen Inhalte nochmals gebündelt zur Sprache: So kann ein Wirksamkeitsnachweis für die ambulante Einzeltherapie nur in enger Verzahnung zwischen forschenden und praktisch arbeitenden StottertherapeutInnen gelingen.
Juli 2017