Kohl | Ferne Enden | Buch | 978-3-8353-9192-5 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 598 Seiten, Format (B × H): 163 mm x 235 mm, Gewicht: 1096 g

Kohl

Ferne Enden

Tiefenzeit in Literatur und Wissenschaft vom Russischen Imperium bis zur Sowjetunion
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8353-9192-5
Verlag: Konstanz University Press

Tiefenzeit in Literatur und Wissenschaft vom Russischen Imperium bis zur Sowjetunion

Buch, Deutsch, 598 Seiten, Format (B × H): 163 mm x 235 mm, Gewicht: 1096 g

ISBN: 978-3-8353-9192-5
Verlag: Konstanz University Press


Ferne Enden vermisst das Spannungsfeld von Wissenschaftsgeschichte und Literatur in Russland von etwa 1870 bis 1930. Das Buch rekonstruiert die unermesslichen Zeiträume der Geologie ebenso wie die Imaginationen eines menschenleeren Planeten in ferner Zukunft.

Man schätzt die russische Literatur fu¨r die Schilderungen eines gewaltigen geographischen Raums. Weniger bekannt ist hingegen ihre Beschäftigung mit der ungeheuren Länge der Zeit. Literatur wie Wissenschaft im Russischen Imperium und in der Sowjetunion verorteten die sogenannte Tiefenzeit nicht nur in den Diskursen von Geologie und Paläontologie, sondern auch in der Anthropologie und Thermodynamik, in denen der Mensch seine fernen Anfänge und Enden erkennt.

Philipp Kohls Buch zeigt, auf welche Weise Literatur und Wissenschaft sich der Fiktion bedienen, um abstrakte naturgeschichtliche Zeiträume zu veranschaulichen. Es geht den radikal politischen Imaginationen des Menschheitsalters unter dem Eindruck Darwins nach und zeigt anhand einer Neulektüre klassischer Werke von Goncarov, Dostoevskij und Cechov, wie sich das 19. Jahrhundert das Erkalten der Erde in ferner Zukunft ausmalt. Phantastik, Abenteuerliteratur und Populärwissenschaft führen tief ins Innere der Erde und ihrer Vergangenheit. Anhand der sowjetischen Gattung des Produktionsromans um 1930 demonstriert Ferne Enden schließlich, wie die Literatur des sozialistischen Aufbaus die Erdgeschichte umschreibt – und ihr »Geooptimismus« (Gor’kij) jenes vom Menschen geprägte Zeitalter vorbereitet, das heute Anthropozän genannt wird.

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Weitere Infos & Material


Kohl, Philipp
Philipp Kohl ist seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl fu¨r Slavische Literaturwissenschaft der LMU München. Von 2022 bis 2024 war er Feodor Lynen-Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am Slavischen Seminar der Universität Zürich.



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