Koch | Dorf – Kirche – Krieg | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 704 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm

Koch Dorf – Kirche – Krieg

Das Kirchspiel Remsfeld im Ersten Weltkrieg
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96317-856-6
Verlag: Büchner-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Das Kirchspiel Remsfeld im Ersten Weltkrieg

E-Book, Deutsch, 704 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm

ISBN: 978-3-96317-856-6
Verlag: Büchner-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



?Dorf - Kirche - Krieg? behandelt einen bisher wissenschaftlich wenig bearbeiteten Themenzusammenhang. Angeregt durch das Schicksal seiner Großväter, ging der Autor in seiner nordhessischen Heimat auf die Suche nach Zeugnissen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Unerwartet zahlreiche Exponate, darunter hunderte Bilder und Feldpostbriefe sowie ergänzende Archivfunde, erlaubten eine umfangreiche Ausstellung und die hiermit erstmals gedruckt vorliegende historische Untersuchung. Wir erhalten einen außergewöhnlichen Einblick in die sozialen und ökonomischen Verhältnisse von sechs Dörfern und ihrer Umgebung in der damaligen Zeit. Eine noch agrarisch geprägte Jugend wird mit einem industrialisierten, die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft sprengenden totalen Krieg konfrontiert. Junge und zunehmend ältere Männer leiden und sterben an den Fronten, in Gedanken sind sie jedoch an der »Heimatfront« bei ihren Lieben. Der Autor stellt seine Funde in einen historischen Kontext und zeigt in großer Materialfülle, wie sich der von Deutschland mitverschuldete »Große Krieg« im Leben der »kleinen Leute« niederschlug. Besonders richtet sich der Fokus auf Kirche und Pfarrer als moralische Autoritäten im Dorf und deren Agieren im Spannungsfeld zwischen Kriegsrhetorik und Seelsorge. Systematisch geht der Autor den Spuren nach, die dieser Krieg bis heute vor Ort hinterlassen hat und erfasst erstmalig Informationen zu sämtlichen Kriegsteilnehmenden einer kleinräumigen Region. Viele Einzelgeschichten werden in ihren historischen Zusammenhang gestellt und bieten einen Bezugspunkt für weitere Regionalstudien.

Helmut Koch wurde 1949 auf einem Bauernhof geboren, hat Landwirtschaft gelernt, studiert und lange praktiziert. Über den Zweiten Bildungsweg legte er das Staatsexamen in Biologie und Gesellschaftslehre an der Gesamthochschule Kassel ab mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte und einer Arbeit über die Weimarer Republik sowie den Aufstieg des Nationalsozialismus. Nach Forschungen zur Geschichte der Industrialisierung in Nordhessen war er bis zu seinem Ruhestand als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der kirchlichen Erwachsenenbildung auf dem Lande tätig. Neben der Dorf- und Regionalgeschichte war die Dorf- und Regionalentwicklung auf hessischer und europäischer Ebene ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Daraus resultierten eine Reihe von Modellprojekten und Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts ist ein roter Faden in seinem Leben. Historische Forschung ist für ihn, auch wenn sie sehr spezielle Fragen stellt, interdisziplinär und beschränkt sich nicht auf diejenigen, die Geschichte - in einem engeren Sinne - »machen«. Sein besonderes Interesse gilt daher dem Wechselverhältnis zwischen allgemeiner Geschichte und Politik und den konkreten Lebensverhältnissen von Menschen - besonders auf dem Lande - und nicht zuletzt deren Möglichkeiten, selbst Geschichte zu machen.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Zu diesem Buch
Vorwort
Einleitung
Das Deutsche Reich vor dem Krieg
Gesellschaft und Politik
Struktur- und Lebensverhältnisse im Kirchspiel Remsfeld
1913 – Das letzte Friedensjahr
Das Deutsche Reich im Krieg
1914 – das zweigeteilte Jahr und der Kriegsbeginn
Von Bismarck über die Bündnispolitik zum Beginn des Ersten Weltkrieg
Der Kriegsverlauf bis zum Jahreswechsel 1914/15
Die ersten Kriegsmonate in Feldpostbriefen einheimischer Soldaten
Der moderne Krieg als umfassendes Ereignis und tiefgreifender Schock
Der neue Krieg als industrieller Krieg
Der Grabenkrieg
Der Maschinenkrieg
Der industrialisierte Krieg als Schock
Die Ausstellung »Das Kirchspiel Remsfeld im Ersten Weltkrieg«
Eröffnung und Beginn der Ausstellung am 11. November 2018
Grußworte
Zu den Themen der Ausstellung
Staat – Kaiser – Kirche
Geist der Zeit – »Lerne leiden, ohne zu klagen« (Friedrich III.)
Staat – Kirche – Krieg
Militarismus und Nationalismus schüren den Krieg
Dorfgesellschaft, Pfarrer und Krieg
Das Kirchspiel und seine Pfarrer 1914–1918
Die Pfarrer und ihre Kriegszeitung Heimatgrüße aus dem Homberger Kreis
Auszüge aus den Heimatgrüßen
Dorf-Leben im Krieg
Besondere Ereignisse im Kirchspiel
Krieg ist sehr teuer – Kriegsfinanzierung
Glocken und Orgelpfeifen – beschlagnahmt für den Krieg
Feldpost aus dem Kirchspiel
Begriffsklärung und Forschung zum Thema
Zum Bestand aus dem Kirchspiel
Fazit
Zur Geschichte der Soldaten des Kirchspiels
Anzahl der Einwohner und Kriegsteilnehmer des Kirchspiels
Zu den Einzelschicksalen aus den Dörfern des Kirchspiels
Aus der Familie des Verfassers
Aus Reddingshausen
Aus Relbehausen
Aus Remsfeld
Aus Schellbach
Aus Völkershain
Aus Welferode
»Verluste« – vermisst, verwundet, gefangen, gefallen
Verwundung und Lazarett
Vermisste aus dem Kirchspiel
Gefangene – aus aller Welt
In Gefangenschaft bei den Siegermächten
Ende und Folgen des Krieges
Kriegsende
Heimkehr
Nachholbedarf bei Familiengründungen
Kinder und Schule
Erinnern und Gedenken – mit Lücken
Epilog
Der persönliche Hintergrund
Lernen aus der Geschichte?
Nachlese: Reaktionen auf die Ausstellung
Nachwort von Prof. Dr. Rainer Hering
Quellen
Zitierte Literatur
Archive
Weblinks und digitalisierte Quellen – Auswahl
Digitale Datenbanken zum Ersten Weltkrieg – Auswahl
Verzeichnis der Tabellen
Kriegsteilnehmer aus dem Kirchspiel Remsfeld
Vorbemerkung und Hinweise
Kriegsteilnehmer aus Reddingshausen 1914–1918
Kriegsteilnehmer aus Relbehausen 1914–1918
Lehrer Kehl in Heimatgrüße
Lehrer Hollstein in Heimatgrüße
Kriegsteilnehmer Remsfeld 1914–1918
Kriegsteilnehmer Schellbach 1914–1918
Kriegsteilnehmer aus Völkershain 1914–1918
Kriegsteilnehmer aus Welferode 1914–1918
Danksagung
Endnoten


Koch, Helmut
Helmut Koch wurde 1949 auf einem Bauernhof geboren, hat Landwirtschaft gelernt, studiert und lange praktiziert. Über den Zweiten Bildungsweg legte er das Staatsexamen in Biologie und Gesellschaftslehre an der Gesamthochschule Kassel ab mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte und einer Arbeit über die Weimarer Republik sowie den Aufstieg des Nationalsozialismus. Nach Forschungen zur Geschichte der Industrialisierung in Nordhessen war er bis zu seinem Ruhestand als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der kirchlichen Erwachsenenbildung auf dem Lande tätig. Neben der Dorf- und Regionalgeschichte war die Dorf- und Regionalentwicklung auf hessischer und europäischer Ebene ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Daraus resultierten eine Reihe von Modellprojekten und Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts ist ein roter Faden in seinem Leben. Historische Forschung ist für ihn, auch wenn sie sehr spezielle Fragen stellt, interdisziplinär und beschränkt sich nicht auf diejenigen, die Geschichte – in einem engeren Sinne – »machen«. Sein besonderes Interesse gilt daher dem Wechselverhältnis zwischen allgemeiner Geschichte und Politik und den konkreten Lebensverhältnissen von Menschen – besonders auf dem Lande – und nicht zuletzt deren Möglichkeiten, selbst Geschichte zu machen.



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