Knight | Luminis-das Schwert des Lichts | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 70 Seiten

Knight Luminis-das Schwert des Lichts

21. Der Ruf des Sperlings
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7481-4119-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

21. Der Ruf des Sperlings

E-Book, Deutsch, 70 Seiten

ISBN: 978-3-7481-4119-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Einst war Lukas Schmidt nur ein ganz normaler Polizist in der Stadt München. Doch dann, in einem speziellen Fall geriet er in Berührung mit dem Paranormalen, dem abgrundtief Bösen. Seitdem kämpft er als Ritter des Lichts im Auftrag des Guten, gegen die Mächte der Finsternis, der Hölle und all ihren Dämonen. Es ist sein Schicksal... Aufgrund Schuldgefühlen und Depressionen wegen dem tragischen Tod seiner Verlobten nimmt Privatdetektiv Lukas Schmidt die Einladung zu einem Heimatabend von einer alten Freundin an. Diesen jedoch sprengt ein abstoßender aber auch höchst ominöser Vorfall völlig aus dem Rahmen. Schließlich ruft es ihn als Ritter des Lichts erneut in die Schlacht und ein haarsträubendes Abenteuer beginnt...

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Luminis-das Schwert des Lichts


Der Ruf des Sperlings

Schliersee ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Schliersee liegt am Nordostufer des gleichnamigen Sees und ist ein bekannter Urlaubsort in den bayerischen Alpen. Vom Ort Schliersee bietet sich ein malerischer Blick auf die Kulisse der Berge Aiplspitz, Jägerkamp, Brecherspitz und Bodenscheid, die zum Mangfallgebirge gehören.

Der Markt Schliersee hat 19 amtlich benannte Gemeindeteile: Den Hauptort Schliersee, Pfarrdorf Neuhaus, Kirchdörfer Fischhausen und Spitzingsee, die Dörfer Abwinkl, Attenberg, Breitenbach und Josefsthal, die Orte Westenhofen, Weiler und Valepp. Als auch die Einöden Grünboden, Kalkgraben, Krainsberg, Kreit, Oberleiten, Pürstling, Riß und Schwaig.

Im Markt Schliersee befand sich der Gasthof mit dem passenden Namen Schonzeit.

Passend, wie treffend der Name Schonzeit, weil sich genau an der Stelle, wo die Wirtsstube sich befindet, schon Ende des 19. Jahrhunderts die Jäger des anliegenden Mangfallgebirges sowohl zur Mittagszeit, als auch zum fröhlichen Beisammensein nach Feierabend getroffen haben.

Er konnte deshalb auf eine etwa 100-jährige Tradition zurückblicken und erfreute sich nach wie vor an guten Umsatzzahlen und hohen Umschlägen, so dass Josef Riedlmaier, Wirt und Eigentümer des Wirtshauses und seine Ehefrau Martha, ein zufriedenes Leben führen konnten und außerdem noch ein hohes Ansehen und Hochachtung unter den anderen Einwohnern genossen.

„Marta“, sagte ihr Ehemann mit Sorgenfalten auf der Stirn, „heute auf den Tag verteilt warns wieder bloß acht Geste. Wenn ich in die Kasse schau, packt mich das kalte Grausen...“

„Ja ich weiß, was du meinst, Beppo“, ein jeder im Ort nannte Josef Riedlmaier nur Beppo, „seitdem dass die neue Umgehungsstraß baut haben, kommen halt nimmer so viel Leut in unsern Ort.“

„Es is einfach a Kreuz! Und Schuld hat nur wieder unser Bürgermeister der Hund, der hinterfotzige. Aber wart, den pack...“

„Na jetzt reg dich halt nicht gleich so auf, Beppo. Sonst kriegst wieder Herzrasen“, unterbrach die Schonzeit-Wirtin ihren Mann.

„Äh...ja. Aber is ja wahr. Aber wenn uns jetzt nicht bald mal was einfällt, dann gute Nacht, Martha.“

„Mir bräuchten halt mal so was wie einen Heimatabend. Vielleicht sollt mer mal die Rosemarie frag...“

„Was“, rief Beppo ungläubig, „die Rosemarie, das Roserl? Du meinst tatsächlich unser Roserl? Geh, der is doch noch nie was eing'fallen...der is höchstens mal was draufg'fallen. Ja und zwar ...“

„Geh...“

„Ja genau, Martha. Da hast du bestimmt wiedermal nicht g'scheit aufpasst, wies noch klein war und dann sind ihr halt mal a paar Dachziegel aufs Hirn...“

„Aach...des darfst jetzt auch nicht sagen“, sagte Martha und ließ ihren Mann allein in der leeren Gaststube zurück.

Am nächsten Morgen, bereits um Viertel nach sechs sprang Josef Riedelmaier, wie elektrisiert, aus seinem Bett und rannte voller Enthusiasmus runter in die Essküche wo seine Frau schon dabei war, das Frühstück vorzubereiten.

„Martha, ich habs“, rief er wie von Begeisterung entzündet.

„Was hast dus wieder im Kreuz“, fragte ihn seine Frau verdutzt, der das alles in dieser Herrgottsfrühe noch etwas zu viel war, „soll ich dir eine Wärmflasche...“

„Ach Schmarren“, meinte ihr Mann und winkte ab, „eine Idee hab ich.“

„Bei dir is aber heut a no a bissl rußig, da oben“, und deutete sich gegen die Stirn, „a Idee hab i g'habt...“

„Du“, lachte Martha, „seit wann hast denn du Ideen?“

„also gell, da tust du mir jetzt Unrecht. Ich hatte schon immer die allerbesten Einfälle. Schließlich wär ich letztes Mal auch fast Bürgermeister...“

„Ja genau, aber halt nur fast“, unterbrach ihn seine Frau abwiegelnd und einem Hauch Zynismus.

„Da kannst leicht spötteln, aber du weist genau, dass wenn nicht dieser Scheibliger, dieser hinterfotzige Lump...“

„Ja is ja schon gut“, musste Martha ihren Mann wiederum besänftigen, denn dessen Gesichtsfarbe neigte sich jetzt doch sehr ins Rötliche, Zudem bildete sich auf der Stirn ihres Gatten immer mehr eine pochende Zornesader.

„Du weißt ja, Beppo, was der Doktor gesagt hat. Außerdem seids du und der Scheiblimger schon seit der Grundschule befreundet und so was wirft man nicht so einfach weg, wegen einem solchen Krampf.“

„Ähm ja“, antwortete der Schonzeit-Wirt etwas betreten und kratze sich dann seitlich am Kopf.

„Aber jetzt sag endlich, was für eine Idee is dir denn gekommen!“

„Also gut, Martha, dann pass auf“ begann Beppo und rieb sich voll Vorfreude die Hände, „wir veranstalten in ein paar Tagen einen Heimatabend, zum Gedenken an den Wildschütz Jennerwein...“

„An wen“, fragte ihn seine Frau verdattert.

„Was den kennst du nicht“, fragte ihr Mann mit maßlos übertriebener Fassungslosigkeit. Beruhigte sich aber dann doch relativ schnell wieder und sagte dann ruhig: „Hör zu, dann erklär ichs dir...“

Und tatsächlich, Josef Riedlmaier und seine Frau Martha begannen schon eine Stunde später mit der Planung des Heimatabends, der ihrem Geschäft den wieder ankurbelnden Impuls geben sollte. Zuerst legte man den Termin des Events auf den 20. November, also in fünf Tagen, fest. Als nächstes wurden Handzettel, Informationsblätter oder Flyer am Computer designed und ausgedruckt, die dann ihre Tochter Rosemarie im ganzen Ort verteilte. Es sollte auch für diesen Heimatabend extra eine Waidmanns gerechte Speisekarte geben. Letztendlich wurden dafür folgende Gerichte ausgewählt:

Reh in Balsamico dazu Semmelknödel, Schmorbraten vom Wildschein mit Kartoffeln und Blaukraut, Kaninchen in Weißweinsauce mit Kartoffelknödel und natürlich das klassische Jägerschnitzel mit Pommes Frites. Dank Martha Riedlmaier wurden auch die Vegetarier nicht vergessen. Für sie würde es ein Schwammerlragout mit Semmelknödel geben.

                                                                                                                                            -

Szenenwechsel – München, um genau zu sein, wir befinden uns jetzt im Wohnzimmer des Ersten Kriminalhauptkommissar Benjamin, genannt Ben, Scharf. Nach einem fast zehnstündigen Arbeitstag saß der Kommissar erschöpft und ausgelaugt zusammen mit seiner Frau Melanie auf der bequemen Couchgarnitur vor dem Fernseher, machte sich eine Flasche Bier auf und wollte sich gerade wieder entspannt zurücklehnen.

„Lass ins doch heute mal den Tatort anschauen, Ben.“

Nein, wirklich nicht“, antwortete Ben müde. Der Hauptkommissar wirkte Saft und Kraftlos, in gewisser Weise ausgepumpt.

„Ach komm, wieso denn nicht“, fragte Melanie weiter, der offenbar die Müdigkeit ihres Mannes in diesem Moment entging.

„Weißt du, Melanie“, begann Ben gähnend, dessen Augen nur noch Schlitze waren, „ich hab jetzt zehn Stunden Mord, Totschlag, dazu inkompetente, uneinsichtige Kollegen hinter mir. Ich brauch diesen Humbug jetzt nicht auch noch in der Glotze.“

Das sah Melanie dann doch ein und nickte verständnisvoll und dann herrschte erst einmal, für Ben, eine angenehme Ruhe und Stille im Wohnzimmer. Das Licht im Zimmer war gedimmt, der Fernseher nicht allzu laut eingestellt und Bens Feierabendbier kühl. Alles war ruhig und gemütlich und der erschöpfte Ben war dabei einzunicken, als sich seine Frau Melanie erneut meldete.

„Sag mal, hast du schon mal wieder was von Lukas gehört?“

„Nein warum“, entgegnete Ben gähnend und kratzte sich dabei am Hinterkopf.

„Na ja, seine Detektei ist seit etwa vier Wochen geschlossen. Ihn selbst hört und sieht man gar nicht mehr. Eigentlich ungewöhnlich für ihn, denn sogar als seine erste Frau ermordet wurde hat er...“

„Ich weiß schon, was du meinst, Schatz. Aber ich glaub, du machst dir da unnötig Sorgen. Der Kleine wird sich schon wieder fangen“, versuchte Ben seine Frau zu beschwichtigen und nuckelte an seiner Bierflasche. Räkelte sich dann und suchte schon wieder nach seiner bequemen Haltung auf dem Recamiere.

„Weißt du, Benchen, vielleicht sollte mal jem...“

„Ja is ja gut“, seufzte der gutmütige, etwas korpulente Hauptkommissar, „dann schau ich halt morgen, da hab ich schon eher Schluss, mal bei ihm vorbei.“

Seine Frau Melanie nickte zufrieden. Das registrierte Ben aber nur noch in den äußeren Augenwinkeln,denn er drehte sich bereits wieder zur Seite weg und murmelte leicht knirschend: Aah Benchen. Da verbiegen sich ja alle Dachrinnen - darf doch wohl nicht wahr sein...“

Gestern Abend hatte der Erste Hauptkommissar Ben Scharf seine besorgte Frau Melanie einfach nur ruhigstellen wollen, hatte versucht zu bagatellisieren. Aber nichtsdestotrotz hatte er ihr versprochen, nach Feierabend bei seinem besten Freund Lukas Schmidt vorbeizufahren, um da mal nach dem Rechten zu sehen. Und da Ben ein Mann war, der sein Wort zu halten pflegte, stand er um zirka 17 Uhr vor meiner Wohnungstür.

Obwohl mein Freund auf die meisten gar nicht wirkte, wie ein Ehrenmann, denn mit seinen pechschwarzen, dichten, etwas struppigen Haaren und dem dazugehörigen Vollbart, dachte man oftmals eher an einen 1,90-Meter Türsteher aus einer schmierigen Kaschemme, als an einen Kommissar.

Ben zögerte kurz, doch dann klingelte er - keine Reaktion. Nach einiger Zeit läutete Ben erneut und hielt dabei den Klingelknopf etwas länger gedrückt – wieder keinerlei Reaktion. Schließlich läutete Ben noch ein drittes Mal, diesmal...



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