Buch, Deutsch, Band 34, 241 Seiten
Reihe: POETICA
Prolegomena zum Literaturbegriff bei Miguel de Unamuno
Buch, Deutsch, Band 34, 241 Seiten
Reihe: POETICA
ISBN: 978-3-86064-839-1
Verlag: Kovac
Die Arbeit zeichnet die Spannung zwischen beiden Polen historisch und systematisch nach, um sie an Unamos Literaturbegriff deutlich machen zu können. Sodann zeigt sich, dass Unamos Texte nicht nach der einen oder anderen Seite hin defizitär sind, sondern bewusst eine Ästhetik der dialektischen Vermittlung entwerfen.
Unamo beruft sich auf die im 18. Jahrhundert vollzogene Autonomie der Literatur. Die Freiheit der Fiktion bezieht jedoch ihre Grundlage aus ihrer Funktionalisierbarkeit. Eine solche Literatur ist essayistisch- integrativ und nicht jeweils defizitär. Die Studie belegt diesen Literaturbegriff an verschiedenen nicht-fiktionalen Texten und an einem fiktionalen Text Unamos, dem bekannten experimentellen Roman Niebla. Zuletzt zeigt sich, dass selbst die Trennung von Fiktion und Realität in einer Ästhetik als Dialektik nicht haltbar ist.