Warum extremer Reichtum unsere Demokratie gefährdet. Wir müssen reden – über Geld, Steuergerechtigkeit, Milliardär:innen, Umverteilung und die Verteidigung unserer Demokratie
E-Book, Deutsch, 208 Seiten
ISBN: 978-3-98726-404-7
Verlag: oekom verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
Sebastian Klein ist durch den Verkauf der App Blinkist über Nacht Multimillionär geworden – und hat daraufhin 90 Prozent seines Vermögens abgegeben. Denn er ist überzeugt, dass großer Reichtum unserer Gesellschaft schadet. In seinem Buch erklärt er, warum große Vermögen in den Händen von Einzelpersonen zutiefst undemokratisch sind, den Klimawandel befeuern und soziale Ungleichheit antreiben. Damit wirft er ein Schlaglicht auf ein Thema, das die Politik gerne in einen Mantel des Schweigens hüllt: die Superreichen und ihre Rolle in dieser Gesellschaft. Warum werden ausgerechnet diese Menschen von der Erbschaftssteuer befreit? Warum wird Arbeit höher besteuert als Vermögen? Und warum können manche Menschen mit dem Privatjet zu Taylor Swift jetten, während andere in Armut leben und ihre Heizrechnung nicht bezahlen können? Kleins Analysen sind nicht nur augenöffnend, sondern auch ein leidenschaftlicher Appell für mehr soziale Gerechtigkeit, für die er konkrete Ideen liefert.
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Weitere Infos & Material
1;Frontcover;1
2;INHALT;6
3;WIE ICH LERNTE, DASS GELD TOXISCH SEIN KANN;8
3.1;Wer ist hier privilegiert?;10
3.2;Vom Dorf in die Business-Class;10
3.3;Schmerzensgeld;12
3.4;Wie schwer kann es sein, Millionär zu werden?;12
3.5;Wer liest schon Bücher?;14
3.6;Endlich keine Geldsorgen mehr;14
3.7;Kurz mal Multi-Millionär;16
3.8;Wir müssen endlich über Geld reden;18
4;WANN IST EINE GESELLSCHAFT UNGLEICH?;20
4.1;Stell dir vor, Deutschland wäre ein Dorf;22
4.2;Wann ist eine Gesellschaft ungleich?;26
5;EINE KURZE GESCHICHTE DER UNGLEICHHEIT;29
5.1;Alles begann mit einer großen Enteignung;29
5.2;Ein erster Höhepunkt der Ungleichheit;30
5.3;Kapitalismus und Kolonialismus;30
5.4;Egalitärere Gesellschaften;32
5.5;Der Beginn der neoliberalen Ära;34
5.6;Der zweite Peak des Kapitalismus und der Ungleichheit;36
6;HEUTE Extremer Reichtum gefährdet unsere Demokratie;40
6.1;UNGLEICHHEIT IST UNDEMOKRATISCH;42
6.1.1;Lobbyismus gegen Steuerprivilegien;42
6.1.2;Willkommen in der Oligarchie;44
6.1.3;Das Versprechen der Demokratie;44
6.1.4;Familienunternehmen und kleine Steuerzahler:innen;46
6.1.5;Überreiche und Politik: eine gefährliche Liaison;48
6.1.6;Ein Euro, eine Stimme;48
6.2;VERMÖGEN HAT IMMER EINE DUNKLE VERGANGENHEIT;52
6.2.1;Woher kommen die Vermögen derreichsten Deutschen?;52
6.2.2;Die Quandts und der Nationalsozialismus;52
6.2.3;Frei von jeder Reue;54
6.2.4;In guter Gesellschaft;56
6.2.5;Ausbeutung und Sklav:innenarbeit gehen weiter;58
6.2.6;Ist Geld immer schmutzig?;58
6.3;NICHT LEISTUNG MACHTREICH, SONDERN ERBE;60
6.3.1;Was ist Leistung in einer Gesellschaft?;62
6.3.2;Die Sache mit dem Risiko;64
6.3.3;Die Sache mit den Schulden;66
6.3.4;Der nicht einholbare Vorsprung;66
6.3.5;Wie wird man Milliardär:in?Indem man als Millionär:in startet;66
6.3.6;Scheitern muss man sich leisten können;68
6.3.7;Bildungsaufstieg ? ökonomischer Aufstieg;70
6.4;REICHE SIND VERANTWORTLICH FÜR DIE KLIMAKRISE;72
6.4.1;Ein globales Problem;74
6.4.2;Reiche sind die größten Klimakiller;74
6.4.3;Investor:innen, die die Welt verbrennen;78
6.4.4;Ungleichheit führt zu weniger Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen;78
6.4.5;Der Blick nach vorne;80
6.5;UNGLEICHHEIT IST SCHLECHT FÜR DIE WIRTSCHAFT;82
6.5.1;Der Wirtschaft das Fieber messen;82
6.5.2;Kapitalismus, Demokratie und Wohlstand;84
6.5.3;Der Mythos von Ungleichheit als Wirtschaftsmotor;86
6.5.4;Ungleichheit macht eine Wirtschaft weniger dynamisch;86
6.5.5;Ungleichheit erschwert Transformation doppelt;88
6.5.6;Potenziale bleiben ungenutzt;88
6.5.7;Und was hat es nun mit den Investitionen auf sich?;90
6.5.8;Wie viel Ungleichheit tut gut?;90
6.6;UNGLEICHHEIT MACHT POLITIKVERDROSSEN UND SPALTET;92
6.6.1;Demokratielabor Ostdeutschland;94
6.6.2;Politische Teilhabe als Privileg;94
6.6.3;Man bleibt unter sich;96
6.6.4;Ungleichheit führt zu geringerer Wahlbeteiligung;96
6.6.5;Abstiegsängste, fehlende Wirksamkeitserfahrungund die AfD;98
6.6.6;Die Mitte und Empathie stärken;100
6.7;VERMÖGEN SCHÜTZT VOR STRAFE;104
6.7.1;Reiche und ihre Anwält:innen;104
6.7.2;Wer nicht zahlen kann, fährt ein;106
6.7.3;Gleicher Schaden – ungleiche Strafe;108
6.7.4;Reiche ändern Gesetze zu ihren Gunsten;108
6.7.5;Die besonderen Bonbons des Erbrechts;110
6.7.6;Steuerhinterziehung und Steuervermeidung kosten den Staat Milliarden;112
6.8;PHILANTHROPIE IST UNDEMOKRATISCH;114
6.8.1;Philanthropie – unsere Rettung?;116
6.8.2;Die Spendenbereitschaft nimmt nachoben hin ab, nicht zu;116
6.8.3;Philanthropie als Stützpfeiler der Ungleichheit;118
6.8.4;Wann ist man ein »Menschenfreund«?;120
6.8.5;In einer demokratischen Gesellschaft ist Philanthropie nicht nötig;120
6.9;UNGLEICHE GESELLSCHAFTEN SIND SCHLECHTERE GESELLSCHAFTEN;122
6.9.1;Ungleiche Gesellschaften sind gefährlicher;124
6.9.2;Ungleiche Gesellschaften sind unzufriedener;124
6.9.3;Reichtum produziert Armut;126
6.9.4;Armut ist ungesund;126
6.9.5;Trickle through statt trickle down;128
7;MORGEN Reichtum in Wohlstand für alle verwandeln;130
7.1;EINE NEUE »LEISTUNGSGESELLSCHAFT«;132
7.1.1;Leistungsträger:innen in systemrelevanten Berufen;132
7.1.2;Ein bisschen reich;134
7.1.3;Extraktive und regenerative Berufe;134
7.1.4;Wie viel Gehalt darf’s sein?;134
7.1.5;Emissionen besteuern und Arbeitsmarkt korrigieren;136
7.1.6;Lexikon ehrlicher Verhältnisse;136
7.2;MAXIMALE TRANSPARENZ;140
7.2.1;Transparenz, Transparenz, Transparenz;142
7.2.2;Das Transparenzgefälle abbauen;144
7.2.3;Auch die Politik hat ein Transparenzproblem;144
7.2.4;Neue Narrative und starke Medien;146
7.2.5;Bildung und neue Role Models;146
7.3;EIN STEUERSYSTEM, DAS DER GESELLSCHAFT DIENT;148
7.3.1;Steuern, Steuern, Steuern!;148
7.3.2;Warum werden Reiche so gering besteuert?;150
7.3.3;Gerechte Erbschaft- und Schenkungsteuer;150
7.3.4;Gerechte Besteuerung von Millionen- und Milliardenvermögen (Vermögensteuer);154
7.3.5;Gerechte Kapitalertragsteuer und Einkommensteuer;154
7.3.6;Konsum- und Luxussteuern;156
7.3.7;Eine Übergewinnsteuer fu?r die größten und profitabelsten Konzerne;158
7.3.8;Ein Grunderbe als Baustein;158
7.3.9;Ein Bürger:innengeld, das den Namen verdient;158
7.3.10;Investieren in Infrastruktur und Bildung;160
7.4;CHANCENGERECHTIGKEIT;164
7.4.1;Echte Märkte sehen anders aus;164
7.4.2;Gründungen scheitern an Bürokratie;166
7.4.3;Zebras brauchen Kapital;166
7.4.4;Neue Role Models, neues Bild von Unternehmer:innen;168
7.5;NEUE EIGENTUMSFORMEN UND EINE GEMEINWOHLORIENTIERTE MARKTWIRTSCHAFT;170
7.5.1;Vierzig Jahre neoliberale Politik;172
7.5.2;Nicht jedes Gut darf zur Ware werden;174
7.5.3;Neue und alte Eigentumsformen;176
7.5.4;Gemeinwohlorientierung macht keine Milliardär:innen;178
7.5.5;Geheime Meinungsmacher:innen;180
7.6;REGENERATIVES KAPITAL;182
7.6.1;Der Rendite-Imperativ: ein Grundübel unserer Zeit;184
7.6.2;Regeneratives Wirtschaften braucht regeneratives Kapital;186
7.6.3;Wir brauchen einen Kapitalmarkt 2.0;188
7.7;EIN OPTIMISTISCHER AUSBLICK;190
7.8;Anmerkungen;194
7.9;Empfohlene Lektüre;202
7.10;Dank;204
7.11;Backend;208