Kirsch | Emigration als Herausforderung | Buch | 978-3-941743-07-6 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 312 Seiten, PB, Format (B × H): 140 mm x 220 mm, Gewicht: 451 g

Kirsch

Emigration als Herausforderung

Eine Studie zu Einbindungs- und Ablösungsprozessen von aus dem nationalsozialistischen Deutschland emigrierten Kindern und Jugendlichen
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-941743-07-6
Verlag: Humanities Online

Eine Studie zu Einbindungs- und Ablösungsprozessen von aus dem nationalsozialistischen Deutschland emigrierten Kindern und Jugendlichen

Buch, Deutsch, 312 Seiten, PB, Format (B × H): 140 mm x 220 mm, Gewicht: 451 g

ISBN: 978-3-941743-07-6
Verlag: Humanities Online


Die rekonstruktive Studie 'Emigration als Herausforderung' versteht sich als Beitrag zur historischen Biographie- und Sozialisationsforschung. Historisch thematisch ist die Rekonstruktion von Entwicklungsmöglichkeiten und -verläufen von Menschen, die Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus im Kindesalter verlassen mussten. In heuristischer Absicht wird einerseits angeknüpft an das soziologisch-strukturtheoretische Modell Ulrich Oevermanns von Sozialisation als Prozess der Krisenbewältigung, andererseits an Robert Kegans entwicklungspsychologisches Konzept der Entwicklung des Selbst in einbindenden Kulturen. Dabei wird vor allem der Frage nachgegangen, welche Zusammenhänge herstellbar sind zwischen entwicklungsmäßig ›vorprogrammierten‹ Krisen der Bindung und Ablösung im Sozialisationsprozess und dem Ereignis ›Emigration‹ als fallübergreifend vorliegender Besonderheit im Sinne eines potentiell traumatischen Krisenereignisses. Das zentrale Interesse besteht in der objektiv-hermeneutischen Rekonstruktion unterschiedlicher biographisch wirksamer Habitus der Krisenbewältigung. Hier zeigen sich erstens von Fall zu Fall verschiedene Perspektiven auf die Erfahrung der Emigration, zweitens jeweils spezifische Haltungen im Umgang mit Entscheidungskrisen der Lebensgestaltung. Die Ergebnisse verweisen zum einen auf den großen Einfluss familialer Sozialisation auf die Entwicklung, zeigen zum anderen aber auch die Bedeutsamkeit kultureller Einbindungsmöglichkeiten über die Lebensspanne auf.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Dr. Sandra Kirsch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Erziehungswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit den Arbeitsschwerpunkten Biographieforschung, (historische) Migrations- und Sozialisationsforschung und Methoden rekonstruktiver Sozialforschung.



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