Kinsale | Die Liebe des Dukes - oder: Triumph des Herzens | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 704 Seiten

Kinsale Die Liebe des Dukes - oder: Triumph des Herzens

Roman
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96655-673-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 704 Seiten

ISBN: 978-3-96655-673-6
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Er ist ein Frauenheld - wird ihre Liebe ihn bekehren? Der historische Liebesroman »Die Liebe des Dukes« von Laura Kinsale als eBook bei dotbooks. England zur Regency-Zeit. Niemals würde sie sich in so einen Mann verlieben! Die junge Maddy Timms hat für den stadtbekannten Schürzenjäger Christian Langland, den Duke von Jervaulx, nur Verachtung übrig. Die Nachricht von seinem angeblichen Tod erschüttert sie dennoch - und wandelt sich schon bald in große Verwunderung, als sie dem Totgeglaubten im nahegelegenen Sanatorium begegnet. Er scheint sein Gedächtnis verloren zu haben und wirkt wie ausgewechselt. Maddy spürt, dass sie ihm helfen muss. Durch ihre liebevolle Zuwendung kommt der Duke bald wieder zu Kräften und ein zartes Band erwächst zwischen den beiden, dass sich alsbald in flammende Leidenschaft verwandelt ... Aber kann Maddy sich auf den Treueschwur eines Herzensbrechers wie Christian wirklich verlassen? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Romantik-Roman »Die Liebe des Dukes« von Laura Kinsale. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Nach ihrem Masterabschluss an der University of Texas war Laura Kinsale als Geologin tätig, bis sie begann, Romane zu schreiben. Ihre Bücher standen mehrfach auf der Auswahlliste für den besten amerikanischen Liebesroman des Jahres und stürmten immer wieder die Bestsellerlisten der New York Times. Die Autorin lebt mit ihrem Mann David abwechselnd in Santa Fé/New Mexico und Texas. Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihre historischen Liebesromane »Eine eigensinnige Lady« (auch in einem Sammelband enthalten), »Die Liebe des Dukes«, »In den Fängen des Piraten«, die zusammen in einem Sammelband erschienen sind, und die beiden Romane »Victorian Hearts - Der Kuss des Marquess« und »Victorian Hearts - Ein Gentleman zum Verlieben«, die auch im Sammelband »Ashford - Wie küsst man einen Lord?« enthalten sind.
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Prolog


Er hatte eine Vorliebe für radikale Politik und eine Schwäche für heiße Schokolade. Vor fünf Jahren war die ehrenwerte Miss Lacy-Grey auf der Stelle in Ohnmacht gefallen, nur weil er sie zum Tanz aufgefordert hatte – ein Vorfall, den seine Freunde noch heute bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ad nauseam, bis zum Erbrechen, zum Besten gaben. Meistens hieß es dann auch noch, ein von ihm vorgebrachter Heiratsantrag würde das gute Fräulein fürs Leben zeichnen und ein frivoles Angebot sie gar auf der Stelle töten.

Da Christian jedoch soeben das Haupt in die köstliche Kuhle oberhalb ihrer entzückenden Kehrseite gebettet hatte und schamlos das Stückchen nackter Haut zwischen Strumpf und Straps befingerte, durfte er wohl davon ausgehen, dass seine Freunde mit ihren Prognosen ein wenig daneben gelegen hatten. Nein, das Fräulein erschien ihm überaus lebendig. Ihre anmutig gekreuzten Fußknöchel wippten leicht auf und ab.

Er umfasste sanft eine Pobacke, drückte einen Schmatz auf das darüber liegende Grübchen und stützte sich auf den Ellbogen. »Wann kommt Sutherland wieder nach Hause?«

»In zwei Wochen. Frühestens.« Die ehemalige Miss Lacy-Grey rollte sich lächelnd auf den Rücken und zeigte ihm ihre voller gewordenen Brüste und den sanft gerundeten Bauch. Sie waren jetzt schon seit fast drei Monaten ein Paar. Christian ließ die Augen müßig über diese subtilen Veränderungen schweifen und bedachte sie mit einem langen Blick, sagte aber nichts.

»Ich wünschte, er würde nie mehr heimkommen«, seufzte sie und streckte sich. »Es ist so schön mit dir.«

»Besser als Schokolade«, meinte er.

»Wirklich?«

Apropos Schokolade. Suchend schaute er sich um. Da stand er ja, der große Topf, und harrte der Dinge. Der Wasserkessel dampfte leise vor sich hin. »Du entschuldigst mich.« Er stemmte sich aus dem Bett.

»Abscheulicher Mann.«

Mit einer anmutigen Verbeugung und einem frechen Zwinkern wandte er sich von ihr ab, ergriff den Kessel und goss heißes Wasser in die kalte Milch, genau halb und halb, fügte dann die Schokoladenspäne hinzu und setzte den Quirl an. Der Teppich unter seinen nackten Füßen fühlte sich seidig kühl an. Er rieb den schlanken Griff des Quirls energisch zwischen den Handflächen – eigentlich hätte das über dem offenen Feuer getan werden müssen, aber die Bedingungen nachts, im Schlafzimmer eines anderen, waren nun mal nicht die besten – und goss das schäumende Gebräu in eine Tasse.

»Wie du es fertig bringst, das Zeug ohne einen Hauch von Zucker zu trinken, übersteigt mein Begriffsvermögen«, verkündete sie.

»Aber der Zucker, das bist doch du, meine Süße«, erwiderte er prompt. Nackt neben dem Bett stehend nahm er einen kleinen Schluck. »Was sonst?«

Sie versuchte ein entzückendes Schnütchen zu ziehen, konnte dann aber nicht anders, als abermals zu lächeln. Genüsslich seufzend streckte sie sich auf eine ausgesprochen provozierende Art und strich mit einem bestrumpften Fuß über das Bettlaken. »Oh ja, ich wünschte wirklich, Sutherland käme nie wieder.«

»Nun, so wie die Dinge liegen, solltest du zusehen, dass du dich so schnell wie möglich von ihm begatten lässt, meine Süße.«

Sie starrte zu ihren Händen hinauf, dann ließ sie sie sinken. Ihr Mund verzog sich diesmal zu einem verlockenden Schnütchen. »Ihm ist das doch vollkommen egal.«

»Also, das glaube ich dir aufs Wort«, meinte Christian trocken.

Sie spreizte die Hände auf ihrem schwellenden Leib und warf ihm einen Seitenblick zu.

Er stellte seine Schokolade ab, beugte sich über sie, küsste ihre Brüste, vergrub die Hände in ihrem Haar und küsste ihren Hals. »Und – war es das wert?«, murmelte er ihr ins Ohr.

Sie schlang die Arme um seine Schultern und drückte ihn ganz fest. Ihr weiches Fleisch entfachte seine Lust. Er vergrub die Nase in ihrer Haut, und während sie sich an ihn klammerte, als wolle sie ihn nie wieder loslassen, ergriff er beherzt die Gelegenheit, ihren guten Ruf ein weiteres Mal zu beflecken. Ihr schien es zu gefallen. Ihm, weiß Gott, sowieso.

Ein einzelne Kerze flackerte am Fuß der Treppe und beschien den linken Arm und den Faltenwurf einer Marmorstatue der Ceres, die mit übertrieben sentimentaler Miene auf eine Weizengarbe hinabblickte. Christians Schritte waren zwar diskret, aber keineswegs verstohlen, hatte er sich doch schon vor Wochen mit dem Butler arrangiert, indem er beim Hinausgehen jedes Mal drei goldene Jungs, einen hübschen kleinen Stapel, neben der Kerze zurückließ. Schon tastete er in seiner Jackentasche nach den Münzen, als ihn ein schlurfendes Geräusch im Foyer innehalten ließ, die Hand am Geländer.

»Eydie?« Eine Männerstimme schwebte leicht hallend aus der Eingangsdiele zu ihm herauf.

Teufel aber auch.

Christian verharrte vollkommen reglos. Lesley Sutherland kam, sich den Mantel aufknöpfend, unter der Treppe hervor. »Eydie?«, wiederholte er und strich sich über die roten Koteletten, als er nach oben sah.

Unten im Foyer tickte eine Standuhr. Christian war sie bisher noch nie aufgefallen, doch nun schien seine Zeit mit jedem dröhnenden Ticken abzulaufen. Eins … zwei … drei … vier …

Es passierte bei vier. Das leichte Lächeln auf Sutherlands Gesicht erlosch. Seine Lippen öffneten sich. Christian erwartete nicht, dass ein Ton herauskam, und es kam auch keiner: Nur Stille und Sutherlands Gesicht, das von Sekunde zu Sekunde weißer wurde, bis er den Mund jäh zuklappte und sein Gesicht, abgesehen von den Linien um Nase und Mund, die Farbe einer reifen Tomate annahm.

Sechs … sieben … acht …

Christian schossen mehrere Bemerkungen durch den Kopf, alle scherzhaft und alle zielten auf ihn selbst ab, einmal abgesehen von dem Klassiker: So früh schon zu Hause?

Er behielt sie alle für sich. Sutherland schien sich immer noch nicht von dem Schock erholt zu haben. Ein unangenehmes Kribbeln in der behandschuhten rechten Hand wies Christian darauf hin, dass er das Geländer viel zu fest umkrallte. Er ließ los, aber das heftige Prickeln hörte nicht auf, im Gegenteil, es wurde schlimmer und er hatte auf einmal ein ganz seltsames Gefühl, als bewegte sich die Treppe unter ihm, obwohl er sich nicht vom Fleck gerührt hatte.

Er öffnete die rechte Hand und schloss sie wieder.

Diese Bewegung schien Sutherland aus der Erstarrung zu reißen. Er starrte Christians Hand an. »Jervaulx«, sagte er mit geradezu absurd sanfter Stimme. »Dafür bringe ich Sie um.«

Er brachte nicht einmal die richtige Aussprache zustande, der aufgeblasene Kleiderständer. In der unheimlichen, knisternden Stille des Moments drehten sich Christians Gedanken absurderweise um die korrekte Aussprache seines Namens: Scherwoh – Scherwoh – Scherwoh …

Er sagte nichts, spreizte nur abermals die Finger und ballte sie zur Faust, was ihm eigenartig schwierig vorkam. Sein Arm fühlte sich seltsam schwer, irgendwie tot an, und in seinen Fingern kribbelte es höllisch.

»Ihre Sekundanten«, herrschte ihn Sutherland an, nun schon merklich aggressiver. »Nennen Sie mir die Namen Ihrer Sekundanten.«

»Durham. Und Colonel Fane.« Es war unvermeidlich. Aber es überraschte ihn, dass es sich so seltsam anfühlte.

Die Uhr tickte weitere zehn Sekunden lang, während sie einander anstarrten.

»Dreckiger Lump! Raus hier, verlassen Sie sofort mein Haus!«

Der Ausruf brach halb erstickt hervor. Sutherland war mittlerweile dunkelrot angelaufen und Christian befürchtete schon, er könnte jeden Moment einen Schlaganfall bekommen und umkippen.

»Schon gut«, sagte Christian ruhig. Mit bemüht abgemessenen, ja langsamen Bewegungen schritt er die Treppe hinunter und an dem anderen vorbei. Sutherland mochte ja den Wunsch haben, ihn zu töten, was sein gutes Recht war, aber Christian hatte keine Lust, sich vorwerfen zu müssen, er wäre der Grund dafür, dass der Mann in seiner eigenen Diele tot umgekippt war.

Davon abgesehen brauchte er dringend frische Luft. Er fühlte sich, als wäre er betrunken. Seine rechte Hand, mit der er den Türknauf ergriff und die Tür aufzog, fühlte sich noch immer taub und ungeschickt an. Mit der Linken zog er die Tür hinter sich zu und stolperte prompt gegen das Eisengeländer der Eingangsstufen.

Der Vollmond stand am Himmel und beschien einen Fleck Nebel unten auf dem Trottoir: Ein zarter, blauer Schleier, der sich langsam hob und über die schwarze Häuserreihe legte. Christian klammerte sich ans Geländer und starrte den Hügel hinab. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Ihm war übel und schwindlig und … irgendwie seltsam. Der wilde Gedanke, er könne vergiftet worden sein, schoss ihm durch den Kopf.

Eydie? Die Schokolade. Würde Eydie ihn vergiften? Aber wieso, zum Teufel noch mal?

Sein Herz begann heftig zu hämmern; er schluckte, versuchte sich zu beruhigen, zu überlegen.

Ein paar Augenblicke später ließ er das Geländer los. Die kühle Luft war belebend. Er sog sie in tiefen Zügen ein und fühlte sich schon wieder mehr wie er selbst. Etwas Dunkles lag am Fuß der Stufen und er spähte es mit zusammengekniffenen Augen an. Da merkte er, dass es sein eigener Zylinder war.

Er ging die Stufen hinunter und daran vorbei und dachte noch einmal, dass es sein Zylinder war. Die Kutsche wartete zwei Straßen weiter auf ihn. Er starrte unsicher auf den Hut und ging dann weiter. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, warum Eydie ihn vergiften sollte. Der Gedanke bekümmerte ihn. Aber er fühlte sich schon besser, jetzt, beim Gehen. Die Dinge normalisierten sich. Als er seinen Brougham erreichte, stieg der...



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