Keyes | Planet der Affen - Revolution: Feuersturm | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 360 Seiten

Reihe: Planet der Affen

Keyes Planet der Affen - Revolution: Feuersturm

Die offizielle Vorgeschichte des Films
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-86425-458-1
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die offizielle Vorgeschichte des Films

E-Book, Deutsch, 360 Seiten

Reihe: Planet der Affen

ISBN: 978-3-86425-458-1
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der offizielle Prequelroman zum brandneuen Film 'Planet der Affen: Revolution' schließt die Lücke zwischen den Ereignissen von 'Planet der Affen: Prevolution' und denen der lang erwarteten Fortsetzung. Caesar und sein Gefolge entkamen den Klauen der Menschen und kämpften sich ihren Weg über die Golden Gate Bridge, um im Redwood-Nationalpark - auch bekannt als Muir-Wald - Zuflucht zu suchen und Frieden und Ruhe zu finden. Dort begannen sie, sich eine neues Zuhause aufzubauen, weit weg von der Spezies, die sie so schrecklich misshandelte ... Jetzt hat die Menschheit Schlimmeres zu befürchten als einen Vergeltungsschlag durch die Affen. Die 'Affen-Grippe' breitet sich rasend schnell an der ganzen Westküste der USA aus. In San Francisco fallen ihr in kürzester Zeit Abertausende zum Opfer. Die Epidemie ist nicht mehr aufzuhalten ... Der Untergang der Menschheit und ein Wettkampf gegen die Zeit hat begonnen. Rettung bieten nur die Affen, angeführt von Caesar, die sich bald einer heimtückischen Jagd durch die Menschen gegenübersehen ... Doch aus Gejagten können auch Jäger werden!

Greg Keyes Der US-amerikanische Fantasy- und Science-Fiction-Autor Greg Keyes wurde am 11. April 1963 in Meridian, Mississippi, geboren. An der Mississippi State University und der University of Georgia studierte er Anthropologie. Danach widmete er sich hauptberuflich dem Schreiben, darunter auch zahlreiche Tie-in-Romane, etwa zum 'Star Wars'-Universum oder aktuell zur 'Planeten der Affen'-Saga. Sein Roman A Newton's Cannon wurde mit dem französischen Grand Prix de l'Imaginaire als bester internationaler Roman ausgezeichnet, für The Blood Knight erhielt er den Locus Award. Heute lebt Keyes in Savannah, Georgia.

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PROLOG
Roger Mason war gerade dabei einzuschlafen, als ihn etwas aufschreckte. Er wusste nicht genau, was es war, aber es musste ein Geräusch gewesen sein. Er sah sich langsam nach der Ursache um. Nebel wallte durch die riesigen Mammutbäume und in diesem Moment war ihm, als befände er sich nicht nur ein paar Meilen von San Francisco entfernt, sondern in einer längst vergangenen Zeit, als sich dieser Wald noch vom heutigen Santa Cruz bis hoch nach Südoregon erstreckt hatte. Außer seinem Lager war an diesem Ort kein Hinweis auf menschliche Einflüsse zu entdecken. Roger war am Stamm eines der uralten Titanen zusammengesunken, der seinem Zelt gegenüberstand. Er hatte seine Augen nur ein paar Minuten geschlossen, so schien es ihm jedenfalls. Was hatte er gehört? Er versuchte, vollkommen stillzusitzen, und lauschte angestrengt. Aber was es auch gewesen sein mochte, es wiederholte sich nicht. Vielleicht war es doch nur Teil eines aufkommenden Traums gewesen, nichts weiter als eine Halluzination. »Nichts«, seufzte er. Wie immer. Vielleicht war es Zeit, nach Hause zu gehen. Er war nun schon etwas über eine Woche hier, allein, ohne Telefon oder irgendeine andere Verbindung zum Rest der Welt. Eigentlich liebte er diese Ausflüge. Der besondere Kitzel, die Ranger zu überlisten, wenn man zelten wollte, wo es verboten war. Die Einsamkeit. Die Möglichkeit, dass sich seine Träume endlich, nach all diesen Jahren, erfüllen könnten. Aber nun dämmerte ihm allmählich, dass es nicht nur Zeit war, nach Hause zu gehen, sondern auch dort zu bleiben. Seit fast dreißig Jahren ging er in den Muir Woods zwischen den größten Bäumen der Erde zelten. Er suchte nach Hinweisen auf die Kreatur, die die Eingeborenen Sasquatch und andere Bigfoot nannten. In den ersten paar Jahrzehnten war er sehr oft sicher gewesen, dass er eine der im Verborgenen lebenden affenartigen Kreaturen gerade eben verpasst hatte – nur um Haaresbreite. Dass sich bereits ein weiterer Ausflug voll auszahlen würde. Er kannte die Argumente der Skeptiker – dass es nicht nur ein oder zwei der Wesen geben konnte. Damit eine Spezies überleben konnte, brauchte es eine Zuchtpopulation, die mindestens in die Hunderte ging. Und eine solche Zahl von riesigen Kreaturen könnte unmöglich so lange unentdeckt bleiben. Aber die Berggorillas hatten es doch auch geschafft, bis zum zwanzigsten Jahrhundert von niemandem gesehen zu werden, oder? Und es gab andere ähnliche Beispiele. Bigfoot war höchstwahrscheinlich ein Abkömmling des Gigantopithecus, einem urzeitlichen Vorfahren des Orang-Utans, der in Asien zwar ausgestorben war, aber die Landbrücke zum amerikanischen Kontinent überquert hatte. Orang-Utans waren Einzelgänger, lebten nie in großen Gruppen. Man konnte durch einen Dschungel gehen, in dem eine ganze Zuchtpopulation lebte, ohne auch nur einen Hinweis auf die Tiere zu finden. Es war anzunehmen, dass der Gigantopithecus ähnliche Gewohnheiten hatte und ebenfalls nahezu unsichtbar bleiben konnte. So hatte er es sich zumindest vorgestellt. In letzter Zeit waren ihm Zweifel gekommen. Es schien, als hätte er einen Großteil seines Lebens verschwendet, ohne etwas vorweisen zu können. Mit einem Seufzer stand er auf und überlegte, wo er mit dem Abbrechen seines Lagers beginnen sollte. In diesem Moment fiel ihm auf, dass im ganzen Wald nichts zu hören war. Gar nichts. Kein Vogelgesang, keine keckernden Eichhörnchen. Es war so still wie in einer Kirche am Montag. Roger spürte, wie sich ihm die Nackenhaare sträubten. Dann, in der vollkommenen Stille, hörte er es wieder, das Geräusch, von dem er angenommen hatte, er hätte es nur geträumt – etwas zwischen einem Heulen und einem Grunzen. Es war ein ansteigender Ton, der sich wiederholte. Es klang fast – aber nicht ganz – menschlich. »Heilige Scheiße«, flüsterte er, weil er das Geräusch kannte, oder zumindest ein Ähnliches. Er hatte Nachforschungen angestellt, sich vorbereitet, um alle Anzeichen erkennen zu können. Was er gerade gehört hatte, klang sehr nach dem langen Ruf eines Orang-Utans. Oder eines Bigfoot. »Das ist er«, sagte er leise. »Das ist er wirklich.« Er schlich auf Zehenspitzen zu seinem Aufnahmegerät hinüber und schaltete es ein. Einen sehr langen Augenblick glaubte er, dass sich der Ruf nicht wiederholen würde. Aber zu seinem Entzücken tat er es – näher und lauter als zuvor. Er schlich sich zwischen den Bäumen hindurch, indem er so behutsam wie möglich auftrat, und erreichte den Rand einer Lichtung. Dort griff er vorsichtig nach seiner Videokamera, hob sie ans Auge und versuchte, sie still zu halten. Aus seinen vorherigen Erfahrungen wusste er, dass er wahrscheinlich nur diese eine Chance hatte. Diese Wesen erschraken so schnell. Der Augenblick schien sich ewig auszudehnen, ähnlich wie die Tage vor Weihnachten, als er ein Kind gewesen war. Dann sah er, wie das Unterholz erzitterte. Am Rand der kleinen Lichtung bewegte sich etwas. Er wusste plötzlich, wie es sich anfühlte, wiedergeboren zu werden oder eine Offenbarung zu haben – wie es war, wenn sich ein Lebenstraum erfüllte. Es ging aufrecht, zeigte aber keinen menschlichen Gang und war vollkommen mit dunklem Fell bedeckt. Es gab keinen Zweifel, was er da vor sich sah, obwohl die Perspektive ihn kleiner wirken ließ, als er ihn sich all die Jahre vorgestellt hatte, wenn er diesen Moment herbeigesehnt hatte. Roger vergaß beinahe, die Kamera einzuschalten, während der Sasquatch seine einsame Wanderung fortsetzte. Er zoomte so nahe es ging heran und versuchte, aus sicherer Entfernung so viele Details wie möglich zu erfassen, damit der Film nicht als Fälschung abgetan werden konnte – wie etliche andere in der Vergangenheit. Seiner würde der ultimative, der berühmteste Bigfootfilm aller Zeiten werden, dessen Echtheit niemand anzweifeln konnte. Als er von seinem Okular aufsah, war er erstaunt, dass hinter dem Wesen noch eine weitere Kreatur auftauchte. »Ein Pärchen …«, murmelte er gepresst. Er hatte unglaubliches Glück. Nur ganz selten hatte man mehr als einen Bigfoot gesehen und noch nie hatte es einen visuellen Beweis gegeben. Aber dann kam noch einer. Und noch einer. Fünf, zwanzig … »Oh mein Gott«, keuchte er, während er weiterfilmte. »Das ist unglaublich.« Plötzlich hielt der Anführer an und wandte seinen Kopf langsam Roger zu. In diesem Augenblick konnte er durch seinen Sucher einzig und allein die Augen des Wesens sehen – grün gefleckt, durchdringend und intelligent. Der Bigfoot sah Roger. Und ganz plötzlich fühlte Roger sich gar nicht mehr sicher. Knack! Hinter ihm zerbrach ein Zweig. Er wirbelte herum. Das Gesicht, das seinen ganzen Sucher ausfüllte, war wild und unmenschlich. Es hatte ein milchiges, blindes Auge, das andere starrte wütend. Sein Ausdruck zeigte reine Bösartigkeit, die Roger traf wie ein physischer Schlag. Er war starr vor Schreck, konnte nicht sprechen oder sich bewegen. Er war nicht einmal fähig, die Augen zu schließen, um dieses furchtbare Gesicht auszublenden. Dann öffnete es sein Maul und kreischte ihn an. Roger erinnerte sich nicht, dass er die Kamera fallen gelassen, geschrien oder das Weite gesucht hatte. Als er sehr viel später wieder einen klaren Gedanken fassen konnte, hatte er die Kamera nicht mehr bei sich, konnte nur noch keuchen und sein Hals war rau wie ein Reibeisen. Er sah sich um, konnte aber nichts erkennen außer den riesigen Stämmen der Redwoods und dem Nebel, der langsam einen Schleier über sie warf. Dann rannte er weiter. Mit ausgesprochen boshafter Befriedigung sah Koba zu, wie der Mensch floh. Er mochte Menschen nicht. Er hatte zu sehr unter ihrer Hand gelitten, oder unter den Werkzeugen, die sie in dieser Hand hielten. Er hoffte, dieser Mensch hier wäre der Letzte, den er je sehen musste. Aber er bezweifelte es. Nachdem er sich überzeugt hatte, dass der Mann fort war, drehte er sich um. Er blickte zwischen den riesigen Bäumen hindurch zu Caesar, der ihn von der Lichtung aus beobachtete. Einen Moment lang befürchtete er, dass seine Handlungsweise Caesar nicht gefallen haben könnte. Wie als er Will angegriffen hatte, der ihnen in den Wald gefolgt war. Aber dann nickte der Anführer der Affen zustimmend und Koba merkte, dass ihn eine Welle seltener Befriedigung überkam. Caesar akzeptierte seine Tat, also akzeptierte Caesar auch ihn. Koba ließ sich auf alle viere fallen und rannte auf seinen Anführer zu, aber eine Geste ließ ihn innehalten. Nahrung, signalisierte...


Greg Keyes

Der US-amerikanische Fantasy- und Science-Fiction-Autor Greg Keyes wurde am 11. April 1963 in Meridian, Mississippi, geboren. An der Mississippi State University und der University of Georgia studierte er Anthropologie. Danach widmete er sich hauptberuflich dem Schreiben, darunter auch zahlreiche Tie-in-Romane, etwa zum "Star Wars"-Universum oder aktuell zur "Planeten der Affen"-Saga. Sein Roman A Newton's Cannon wurde mit dem französischen Grand Prix de l'Imaginaire als bester internationaler Roman ausgezeichnet, für The Blood Knight erhielt er den Locus Award. Heute lebt Keyes in Savannah, Georgia.



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