Keppler-Tasaki / Liptay | Grauzonen | Buch | 978-3-86916-076-4 | sack.de

Buch, Deutsch, 352 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

Keppler-Tasaki / Liptay

Grauzonen

Positionen zwischen Literatur und Film. 1910–1960

Buch, Deutsch, 352 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

ISBN: 978-3-86916-076-4
Verlag: edition text+kritik


Der Band widmet sich den Beziehungen zwischen Literatur und Film in den ersten Jahrzehnten ihres Mit- und Gegeneinanders, einer Zeit produktiver Reibung, bei der es darum ging, sich voneinander abzugrenzen, aber auch voneinander zu lernen. Diesen Beziehungen soll dort nachgespürt werden, wo sie sich besonders prägnant entwickelt haben: angefangen bei den ersten zögerlichen und heftigen Reaktionen bis zur virtuosen und subtilen Beherrschung verschiedener Spielarten der Intermedialität. Dabei erschöpft sich das Verhältnis von Literatur und Film längst nicht in Fragen medialer Differenz oder Konvergenz. Viel häufiger verweisen die Bewegungen wechselseitiger Ausgrenzung und Einschließung auf einen gemeinsamen zeitgeschichtlichen Horizont von Vertretern der Literatur und des Films, in dem die historische und soziale Verfasstheit ihres Denken und Schaffens zum Ausdruck kommt. Stand die Kinodebatte zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts noch unter dem Stern eines Wettstreits der Künste, gelten die hier versammelten Beiträge dem interdisziplinären Dialog zwischen Literatur- und Filmwissenschaft über Werke von Musil, Kafka, Brecht, Balázs, Murnau, Lang und anderen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Topografie der Medien – ungeachtet der Versuche "territorialer" Grenzabsteckungen – über hybride Zwischenräume verfügt. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden diese Zonen jenseits des scharf konturierten Schwarz und Weiß medialer Distinktionen ausgelotet: die Grauzonen zwischen Literatur und Film.
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Weitere Infos & Material


Liptay, Fabienne
Fabienne Liptay, geb. 1974; Studium der Filmwissenschaft, Anglistik und Theaterwissenschaft an der Universität Mainz. 2002 Promotion im Fach Filmwissenschaft mit einer Studie zum Märchenfilm. 2002-2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Filmwissenschaft an der Universität Mainz. Seit 2007 Juniorprofessorin für Filmgeschichte an der LMU München.

Keppler-Tasaki, Stefan
Stefan Keppler-Tasaki, seit 2012 Associate Professor an der University of Tokyo, Faculty of Letters - Graduate School for Humanities and Sociology, Germanistisches Seminar. Davor Juniorprofessor für Neuere deutsche Literatur an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der FU Berlin. Promotion über die Verfassung des Subjekts in Goethes Romanen und Erzählungen. Forschungsprojekte und Veröffentlichungen zur Goethezeit, zur Klassischen Moderne, zu Beziehungen zwischen Literatur und Film.


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