Kay / Maxwell / Ferrarella | Bianca Extra Band 75 | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 75, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

Kay / Maxwell / Ferrarella Bianca Extra Band 75


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-3676-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 75, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

ISBN: 978-3-7337-3676-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



ZURÜCK ZU DIR, ZURÜCK ZUM GLÜCK? von MARIE FERRARELLA
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Patricia Kay hat bis heute über 45 Romane geschrieben, von denen mehrere auf der renommierten Bestsellerliste von USA Today gelandet sind. Ihre Karriere als Autorin begann, als sie 1990 ihr erstes Manuskript verkaufte. Inzwischen haben ihre Bücher eine Gesamtauflage von vier Millionen Exemplaren in 18 verschiedenen Ländern erreicht! Patricia ist die älteste von vier Schwestern und stammt aus dem amerikanischen Bundesstaat Ohio. Sie ist viel gereist und hat unter anderem in New York State, Kalifornien und Schweden gelebt, bevor sie und ihr Mann sich endgültig in Texas niederließen. Sie haben drei erwachsende Kinder und drei Enkelkinder. Ihre größten Hobbys sind Lesen und der Besuch von Musicals, vorzugsweise direkt am Broadway in New York.
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1. KAPITEL

Unschlüssig trat Daniel von einem Fuß auf den anderen, während er vor der geschlossenen Haustür wartete.

Es war die Tür seines Bruders.

Daniel hatte absolut keine Ahnung, was ihn erwartete.

Einen ganzen Monat intensiver Seelenforschung hatte er gebraucht, um endlich den Mut aufzubringen, diesen gigantischen Schritt zu wagen. Um Colorado zu verlassen und den langen Weg nach Rust Creek Falls in Montana zurückzulegen.

Zurück in seine Heimatstadt und zu seinen Wurzeln.

Zurück an den Ort, an dem vor zwölf Jahren alles in die Binsen gegangen war.

Paradoxerweise zogen ihn ein- und dieselben Dinge nach Rust Creek Falls zurück, die ihn überhaupt erst veranlasst hatten, sich so lange fernzuhalten.

Bereits drei Mal hatte er eine Hand gehoben, um an die Tür zu klopfen. Jedes Mal hatte ihn der Mut verlassen und er die Hand wieder sinken lassen.

Komm schon. Du bist nicht den ganzen Weg hergekommen, um im letzten Moment zu kneifen. Das bist nicht du. Oder vielleicht auch doch. Warum sonst hatte er es seit über einer Dekade vermieden, sich mit irgendeinem seiner Geschwister in Verbindung zu setzen?

Die ersten zwei Jahre seines selbstgewählten Exils hatte er mit seinen älteren Brüdern Luke und Bailey verbracht. Dann waren die beiden ihrer eigenen Wege gegangen.

Mittlerweile war Daniel es leid, allein zu sein. Niemanden zu haben, mit dem er seine Erinnerungen aus der Kindheit teilen konnte. Keine Familie zu haben.

Er hatte sich eingeredet, seinen Frieden mit der Situation geschlossen zu haben. Schließlich wusste er nicht einmal, wo seine Brüder und Schwestern überhaupt steckten.

Doch Jamies Stimme in der Fernsehsendung zu hören, hatte alles verändert.

Plötzlich hatte Daniel das Gefühl, wieder dazuzugehören. Nun wusste er, dass zumindest einer seiner Angehörigen noch immer in Rust Creek Falls lebte. Er musste nur auf ihn zugehen und die brüderliche Beziehung auffrischen, um wieder eine Familie zu haben.

Das war ihm ursprünglich recht einfach erschienen, doch nun war er sich nicht mehr so sicher.

Finde wenigstens heraus, ob er mit dir reden will. Er holte tief Luft und hob erneut die Hand. Diesmal klopfte er tatsächlich an.

Sein Herz pochte, während er wartete.

Es war später Nachmittag, schon beinahe Abend. Was, wenn keiner zu Hause ist? Was, wenn Jamie die Tür aufmacht und mich zum Teufel jagt? Was, wenn …?

Für weitere Spekulationen oder Wankelmut blieb keine Gelegenheit. Denn die Tür öffnete sich. Eine ältere, erwachsene Version des Jungen, den Daniel vor zwölf Jahren zurückgelassen hatte, stand im Eingang.

Für einen Moment behielt Jamie Stockton eine ausdruckslose Miene bei, als stünde er einem Fremden gegenüber. Dann huschte eine Vielzahl von Emotionen in rascher Abfolge über sein Gesicht. Schließlich fragte er mit rauer Stimme: „Danny?“

Daniels Lippen verzogen sich zu einem flüchtigen nervösen Lächeln. „Ja, ich bin’s“, bestätigte er mit verlegener Stimme. Er räusperte sich. „Ich hätte vorher anrufen sollen, aber ich wusste ja nicht, wie du reagieren würdest. Ich wollte nicht riskieren, dass du mich …“

Unverhofft schloss Jamie ihn in die Arme und drückte ihn herzlich an sich. „O mein Gott! Danny! Bist du’s wirklich?“ Er hielt ihn fest, als fürchtete er, sein großer Bruder könnte sich andernfalls in Luft auflösen.

Nach einer Weile musste Daniel schließlich sagen: „Ich fürchte, du zerquetschst mir die Rippen.“

„Oh! Entschuldige.“ Jamie ließ die Arme sinken und trat einen Schritt zurück. Ungläubigkeit sprach aus seinen Augen, während er Daniel von Kopf bis Fuß musterte. „Es ist nur, dass ich dachte, ich würde dich nie wieder sehen. Komm rein.“ Er zog ihn ins Haus und schloss die Tür. „Ist alles okay? Bist du zu Besuch hier? Oder bleibst du?“ Er holte tief Luft. „Entschuldige. Ich will dich nicht so mit Fragen überschütten. Aber da sind so viele Dinge, die ich wissen will. Es tut verdammt gut, dich zu sehen.“ Erneut musterte er Daniel. „Du bist dünn geworden.“

„Ich war doch nie dick.“

„Stimmt. Aber ich habe dein Gesicht noch nie so schmal gesehen. Verdammt, es ist großartig, dass du hier bist. Eine Zeit lang dachte ich … Egal, was ich dachte. Du lebst und du bist hier und das ist alles, was zählt.“ Er blinzelte sich Tränen aus den Augen und deutete zu dem Ledersofa in seinem Wohnzimmer. „Setz dich. Mach’s dir bequem.“

Erleichtert nahm Daniel Platz. „Das ist ein überraschender Empfang. Ich hatte befürchtet, dass du sauer auf mich bist.“

„Weil du damals weggegangen bist?“

„Ja.“

„Das war ich auch“, gestand Jamie. „Eine ganze Weile war ich sogar stinksauer. Sauer und verbittert, dass du, Luke und Bailey euch abgesetzt und uns zurückgelassen habt. Aber irgendwann ist mir klar geworden, dass es nicht eure Schuld war. Nach dem Tod von Mom und Dad haben Grandma und Grandpa es euch dreien nicht gerade leicht gemacht, hierzubleiben.“

Erinnerungen an seine Großeltern bestürmten Daniel. Noch immer, nach all der Zeit, tat es weh, jene schwere Periode im Geist erneut zu durchleben.

„Ich habe erst viel später herausgefunden, dass sie sich geweigert haben, außer Bella und mir noch jemanden von uns aufzunehmen. Dass sie deshalb die anderen Mädchen zur Adoption freigegeben und von euch Jungs verlangt haben, für euch selbst zu sorgen, weil ihr über achtzehn wart. Sie haben euch ja praktisch befohlen, die Stadt zu verlassen. Also hattet ihr keine andere Wahl.“

Daniel erinnerte sich deutlich an jenen Tag, der bereits zwölf Jahre zurücklag.

„Aber damals wusste ich das nicht. Ich wusste nur, dass meine Eltern tot waren und meine großen Brüder mich im Stich gelassen hatten, als ich sie am meisten gebraucht hätte.“ Jamie schüttelte den Kopf, wie um die schmerzlichen Erinnerungen abzuschütteln. „Ich war sehr lange echt sauer auf dich.“

„Aber jetzt bist du es nicht mehr?“

„Nein.“

Erleichterung überwältigte Daniel. „Was hat dich veranlasst, deine Meinung zu ändern?“

Jamie lachte. „Ganz einfach. Mir ist klar geworden, dass das Leben zu kurz ist, um ständig Zorn und Bitterkeit mit sich rumzuschleppen. Außerdem haben die Drillinge mein Leben verändert. Es geht nichts über die Verantwortung für drei winzige hilflose Wesen, um sich selbst nicht mehr so wichtig zu nehmen. Seit ich aufgehört habe, sauer zu sein, bin ich offen für die guten Dinge im Leben. Wie die Liebe.“ Er grinste. „Und so kam es, dass ich mich in Fallon O’Reilly verliebt habe. Seitdem hat sich meine ganze Welt zum Guten gewendet, und ich könnte nicht glücklicher …“ Verlegen unterbrach er sich. „Ach, verdammt, tut mir leid, dass ich so viel rede.“

„Schon gut. Ich finde es großartig. Ich habe deine Stimme so lange nicht gehört. Sprich ruhig weiter.“

„Nein. Erzähl du mir zuerst, was dich dazu gebracht hat, plötzlich vor meiner Tür aufzutauchen – nach zwölf langen Jahren.“ Neue Sorgen beschlichen Jamie. „Ist etwas passiert? Du stirbst doch nicht, oder?“

„Nein, ich sterbe nicht“, versicherte Daniel, „und passiert ist eigentlich nur, dass ich in meinem Cottage …“

„Du hast ein Cottage?“

„Ja. Aber das ist eine lange Geschichte.“

Jamie hungerte nach Informationen über seine Geschwister – abgesehen von Bella, die noch in Rust Creek Falls lebte, und Dana, die er kürzlich aufgespürt hatte. „Sprich weiter. Ich bin ganz Ohr.“

„Ich erzähle dir davon, nachdem ich deine erste Frage beantwortet habe.“

„Entschuldige. Ich wollte dich nicht unterbrechen.“

„Also, ich habe mich nach einem ganz besonders harten Arbeitstag in mein Cottage zurückgezogen und mir als Gesellschaft den Fernseher eingeschaltet, und da …“

„Du lebst allein?“

Allein. Von Mal zu Mal, wenn er dieses Wort hörte, vergrößerte sich das Gefühl der Leere in seinem Innern. „Stimmt.“

„Du hast nie geheiratet?“

Wie hätte ich heiraten können? Sein Herz war bereits vergeben – auch wenn die Frau, der es gehörte, keine Verwendung dafür hatte. „Nein.“

„Sorry. Ich wollte nicht indiskret sein. Sprich weiter. Du bist nach Hause gekommen und hast den Fernseher eingeschaltet. Was dann?“

„Dann habe ich diese Stimme gehört, die voller Stolz und Liebe von Drillingen gesprochen hat.“

„Moment mal! Du hast mich im Fernsehen gehört? Du hast die Sendung gesehen, die Travis Dalton aufgenommen hat? ‚The Great Roundup‘?“

Daniel schmunzelte. „Ja.“

„Aber das ist schon über einen Monat her.“

„Ich weiß.“

„Du bist schon so lange in Rust Creek Falls?“

„Nein. Ich bin gerade erst angekommen. Du bist mein erster Stopp.“

„Das verstehe ich nicht. Warum hast du so lange gebraucht, um herzukommen?“

„Es hat einen Monat gedauert, den Mut aufzubringen, dich aufzusuchen. Ich wusste ja nicht, ob du mich überhaupt reinlassen oder ob du mich zum Teufel jagen und mir die Tür vor der Nase zuschlagen würdest.“

Jamie starrte ihn ungläubig an. „Du hattest Angst, dass ich dich abweisen könnte?“

„So ähnlich, ja.“

„Du hattest Angst vor deinem kleinen Bruder?“

„Ja. Weil Luke, Bailey und ich deiner Meinung nach dich und...



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