E-Book, Deutsch, Band 22, 369 Seiten, eBook
Reihe: Stadt, Raum und Gesellschaft
Kaufmann Soziologie der Landschaft
2005
ISBN: 978-3-322-86893-0
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
E-Book, Deutsch, Band 22, 369 Seiten, eBook
Reihe: Stadt, Raum und Gesellschaft
ISBN: 978-3-322-86893-0
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Das alte Thema der Mensch-Erde Beziehung ist unter ökologischen Vorzeichen als problematisches Verhältnis von Gesellschaft und Naturraum virulent geworden. Landschaft wird als Konzept fruchtbar gemacht, das ermöglicht, die vielfältigen Dimensionen gesellschaftlicher Naturraumbezüge in einer integralen Perspektive zu erfassen. Eine kulturtheoretische Ausarbeitung des Begriffs versichert sich kritisch seiner Herkunft und überführt ihn in ein Konzept, das gegenwärtiger raum-, wissenschafts-, medien- und techniktheoretischer Reflexion angemessen ist. Was eine Soziologie der Landschaft empirisch zu leisten vermag, wird in einer Studie zur Genese des American Grid Systems verdeutlicht. In diesem materialisieren sich wesentliche Merkmale moderner Landschaftsverhältnisse.
Dr. Stefan Kaufmann ist Privatdozent am Institut für Soziologie der Universität Freiburg und Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Universität Basel.
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
I. Ein soziologisches Landschaftskonzept — Theoriegeleitete Betrachtung.- 1. Warum Landschaft?.- a) Der Umbruch räumlicher Ordnung: die Rekonfiguration von space und place.- b) Globalisierung: die Rekonfiguration politisch-institutioneller Raumordnung.- c) Zur Reformulierung soziologischer Raumtheorie.- d) Soziologie der Landschaft.- 2. Landschaft als lebensweltliche, ästhetische und naturräumliche Ganzheit.- a) Zur Etymologie und Semantik von Landschaft.- b) Ästhetische Landschaft als kulturell gestiftete Einheit von Natur und Kultur.- c) Geographisch-naturalistische Erklärungen der Einheit von Mensch und Natur.- 3. Zur Kritik holistischer Landschaftskonzepte.- a) Geographische Holismen: ihre Kritik und ökologische Tradierung.- b) Zur Kritik geographischer Determinismen.- c) Zur Kritik metaphysischer Landschaftsästhetik.- 4. Die Historisierung und Artifizierung von Natur und Landschaft.- a) Stufen artifizieller Umwelt und die menschliche Geschichte der Natur.- b) Landschaftsgeschichte als Umweltgeschichte.- c) Leitlinien eines kultursoziologischen Landschaftskonzepts.- 5. Interferenzen ästhetischer und wissenschaftlicher Landschaftskonstitution.- a) Eine nachmetaphysische Naturästhetik.- b) Interferenzen I: Die Spur der Macht in der Landschaftsästhetik.- c) Interferenzen II: Die Spur der ästhetischen Natur in der Wissenschaft.- 6. Landschaften als Netzwerke gesellschaftlicher Naturbeziehungen.- II. Landschaftsordnung der Moderne — Das American Grid System.- 1. Die verwaltungstechnische Rationalität des grid systems.- a) Das Problem.- b) Die Geometrisierung der Staaten.- c) Die Geometrisierung privater Grundstücke und lokaler Verwaltungseinheiten.- 2. Die technisch-mediale Strukturierung der Landschaft.- a) Die kartographische Repräsentation.- b) Verfahren der Kartenproduktion.- c) Die Bestimmungen des grid: Universelle Orientierungen.- d) Die Praxis der Vermessungen: Das Raumgreifen universeller Einschreibungen.- 3. Ästhetische Perzeption.- a) Amerika als Meer und als Wildnis.- b) Die Ästhetik des Erhabenen I: Der Horizont.- c) Ästhetik des Erhabenen II: universale Sprache und Wertschätzung der Natur.- 4. Philosophische und wissenschaftliche Naturkodierung.- a) Physikotheologie: Die oeconomia naturae und die Kette der Wesen.- b) Naturgeschichte.- c) Klassifizieren: Zur Methode naturgeschichtlicher Praktiken.- 5. Politisch-ökonomische Landschaftsformung.- a) Grid und Demokratie.- b) Demokratie und Kleinbesitz: die naturrechtliche Legitimation.- c) Milieutheoretische Bedingungen der Demokratie.- d) Anthropologische Fundamente der Demokratie.- e) Naturrecht und Naturproduktion: moralisch-ökonomische Theoreme.- f) Landpolitik und Familienfarmen.- 6. Das amerikanische Raumbild.- a) Die Ideallandschaft und ihre Gegenbilder.- b) Der Westen: offener Raum.- Schluss: Landschaftspolitik im Zeichen rationaler Ordnung und ökologischer Nachhaltigkeit.- Literatur.




