E-Book, Deutsch, 220 Seiten
Kaufmann Anleitung zur Impotenz
2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7557-0357-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Potenzprobleme erschaffen, erhalten, verhindern - Ratgeber
E-Book, Deutsch, 220 Seiten
ISBN: 978-3-7557-0357-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Potenz vieler Männer wankt. Es funktioniert nicht mehr, oder nicht mehr so gut und es wird schlimmer. Sie verstehen nicht, was passiert und mutmaßen ein körperliches Problem. Typisch: Onanie ist kein Problem, aber vor der Frau läuft es mau. Die Männer haben sich in die Impotenz hineingefühlt und hineingedacht. Unbewusst und unbemerkt leitet der Mann einen Abwärtstrend ein, bis schließlich wirklich nichts mehr geht. Er macht einen Fehler! Ironisch und bissig und von Mann zu Mann wird hier dargelegt, wie das geschieht. Der Ansatz des Buches ist: Kennt man den Weg hin, findet man zurück. Seid gewarnt: Hier wird nicht geschont, hier wird klar gesprochen. Die Wahrheit tut weh. Leistungsdruck im Bett, falsche Frau, Potenzmittel, Pornos, Masochismus und vieles mehr werden hier beleuchtet. Es sind Zündfunken, kleine Katastrophen, Kaskaden falscher Gedanken, die sich zur Krise summieren. Ein Blick hinein in die krude Gedankenwelt der Impotenten wird hier geboten - auch für die Frauen interessant, denn betroffen sind sie ja auch. Ein pragmatisches, verständliches, aber hartes Buch, genährt aus den Erfahrungen des Autors als jahrelang Betroffener und der Allgegenwart des Problems in Fetisch- und Swingerwelt. Das Thema ist fies, denn Impotenz packt den Mann an seiner empfindlichsten Stelle: seinem Selbstwert Zweite überarbeitete Auflage
Paul Kaufmann ist ausgebildeter Naturwissenschaftler, Jahrgang 1970, und lebt polyamor. Seit über zehn Jahren ist er aktiver Teil der heterosexuellen Fetischszene und beschäftigt sich mit dem Wesen der Sexualität, mit Beziehungsformen und dem Werbungsverhalten von Mann und Frau. Seine Romane und Erzählungen spielen in Kap Kishon, einer fiktionalen Landschaft, in der es mehr gesellschaftlichen Spielraum für Sexualität gibt als in unser leider nüchtern-sexualfeindlichen Wirklichkeit. In allen Erzählungen, Romanen und Essays spielt Sexualität eine große Rolle, wird uneingeschränkt gezeigt, beschrieben und ausgelebt. Es ist keine Pornographie, nur sehr selten monogam voreingestellt, und in allen Erzählungen wird die Psychologie sexuellen Lebens und Handelns mindestens eingewoben
Autoren/Hrsg.
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Ein wenig Theorie
Zunächst ein wenig Theorie, muss sein, tut mir leid, denn Impotenz ist ein Tabuthema und wie das bei Tabuthemen so ist, ranken sich Mythen und Legenden darum. Alle tappen im Dunkeln, wissen so ungefähr, aber nicht genau. Bei diesem Thema ist das „ungefähr“ schädlich, denn zufällig kommt es ganz genau auf Stelle und Komma an. Ich komme aus der Praxis, komprimiere Theoretisches und passe ein wenig an, damit es geschmeidig und für dieses Büchlein passend klingt. Wenn du dich mit Impotenz herumschlägst, hast du eh schon alles Wichtige gegoogelt, ganz oft sogar. Die Definitionen kennst du, nur was wirklich wichtig ist, wie man impotent wird, das steht nirgendwo geschrieben, außer hier. Impotenz ist nicht ...
Jetzt wird es wichtig: Was ist Impotenz? Impotenz bedeutet nicht, dass der Schwanz nicht steht oder nie steht! Es bedeutet NICHT, dass keine Erektion möglich ist! NICHT! – Verstanden? Verneinung! Viele impotente Männer bekommen eine Erektion und sogar sehr viel davon. Dieser Mythos, dieses Missverständnis muss jetzt weggeräumt werden. Wenn man das nicht verstanden hat, braucht man nicht weiterlesen. Viele denken, Impotenz bedeute das Ende des Spiels, nichts gehe mehr. Das stimmt nicht! Besonders für die emotional Impotenten ist die große Qual, dass es manchmal geht und manchmal nicht. Es ist wie verhext und sie verstehen es nicht oder nur kaum. Auch in dieses Chaos bringt der Ratgeber Ordnung hinein. Es gibt nämlich sehr wohl ein System, wann die Erektion funktioniert und wann nicht, man muss nur die Ursachen verstehen. Das „manchmal ja“ und „manchmal nicht“ ist zermürbend und kann größere Belastung werden als der Totalausfall. Es ist nämlich so: Du kannst jeden Tag drei Stunden einen steinharten Schwanz haben und trotzdem impotent sein. Diese Fälle gibt es wirklich und selten ist das nicht. Impotent ist, wer in der überwiegenden Zahl der Fälle eine nur unzureichende Erektion aufbauen kann, um eine Frau hinreichend zu penetrieren.2 Das ist Impotenz! Und das ist schwammig. Das ist ein weicher, formbarer Satz, der sich auslegen und weit interpretieren lässt und genau das ist das Problem. Impotent ist auch eine Interpretation, aber eben nur auch. Ich tauche jetzt einmal emotional in Situationen, damit ihr ein Gefühl für die Problematik bekommt. Hier lesen ja Leute mit, die nie Erektionen bekommen können, Frauen zum Beispiel. Also hier: Impotent ist : Die Frau liegt dampfend vor dir und du willst und du machst und du tust an ihr, aber es ist wie verhext, dein Schwanz wird nicht hart und du kennst das genau, das kennst du sehr gut. Da scheint es ein Gesetz zu geben: Je geiler, desto schwieriger wird es. Purer Stress das Ganze hier und der Schwanz will noch immer nicht. – Das ist Impotenz. Vielleicht ist es nur eine Episode, vielleicht ist es nur eine Phase, aber das ist Impotenz! Da ist alles drin: Es ist die überwiegende Zahl, denn es passiert dauernd, es ist unzureichend, denn er will, kann aber nicht und Penetration ist sowieso nicht. Impotent ist: Du steckst drin in ihrund es ist geil und jetzt geht es los und da nähert es sich wieder, dieses Gefühl. Es ist wie ein Schatten. Es sträuben sich die Nackenhaare, während du fickst, denn da kommt es heran und du kennst es so gut, so vertraut, ein innerer Angstgegner und dann ist es da: Etwas zieht sich in dir zusammen und er erschlafft. Jetzt wo es am schönsten ist, wird er weich. Du machst noch, verzweifelst und schiebst und intensivierst in ihr, aber er hat die Macht und erschlafft. Es ist Impotenz, denn es ist nicht hinreichend, nicht ausreichend, du oder er oder sie können das Spiel nicht zu Ende spielen. Impotent ist: Was für ein Abend! Das wird ein Fest mit ihr und es geht Richtung Matratze und dann liegt ihr da und tot. Alles ist tot. Die ganze Lust und die ganze Freude sind wie weggeblasen auf einen Schlag. Da ist noch eine Ahnung, eine Erinnerung: Ich wollte Sex mit ihr, und zwar dringend in ihr. Lust scheint ganz weit entfernt. Kein Denken an Erektion. Noch nie war dein Schwanz so schlaff wie jetzt. Stimmt gar nicht, denn es ist öfters so, es fühlt sich nur so an. Es ist ein „schon wieder“, es ist schon wieder so schlaff und funktioniert nicht, bestimmt. Wiederholung. Du fühlst es schon. Jetzt musst du dir etwas einfallen lassen. Es gibt da ein paar Tricks und irgendwann, irgendwie – der Abend ist lang - gelingt, was gelingen soll mit Mühe und Not. Kleines Detail am Rande: Für die Frau kann das ein geiler Abend, weil langes Spiel sein. Sie denkt, er spielt sehr divers und auf Länge und Zeit, dabei war er im puren Stress. Das ist Impotenz. Es ist ein wenig verdeckt, aber es ist Impotenz. Impotent ist: Neidvoll und beschämt schaust du auf die Frauen und du weißt, er wird nicht stehen, weil er nie steht, denn die Blutgefäße sind defekt und halten das Blut nicht zurück für keine Erektion niemals nie mehr. Impotent ist auch: AACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG DIE DETAILS: Neidvoll und beschämt schaust du auf die Frauen und du meinst, er wird nicht stehen und du erinnerst viele Beweise überall, denn er stand nicht, und weil du das meinst, wird Prophezeiung Realität und somit steht er niemals wieder nie mehr, meinst du. Ich will euch nicht langweilen, Beispiele kommen weiter unten genug. Ich will, dass ihr einen Eindruck bekommt, dass Impotenz vielfältig ist und vielfältige Gesichter hat und haben kann, sogar beim gleichen Mann. ABER IMPOTENZ IST NICHT: „Nach dem dritten Mal dauert es ewig, bis es geht.“ „Als ich jünger war, stand der ohne Ende, aber jetzt muss ich Pausen machen ...“ „Bei Erika bekomme ich keinen hoch.“ „Hey, jetzt steht die Alte schon mit tropfender Muschi an der Bar und hält für mich hin und da steht der nicht! Ich kriege die Krise und das trotz Kokain!“ „Ich kann nur, wenn sie Nylons trägt.“ Das ist etwas Anderes. Das ist keine Impotenz, das ist eine falsche Vorstellung wie Erektion funktioniert. Obwohl ... obwohl die Grenzen fließend sind. Später davon. Was passiert, wenn es geht
Die Erektion! Was für ein Wunderding! Von außen sieht es simpel aus, er richtet sich halt auf und wird größer und ganz fest. So what? So ein Wunder scheint das nicht zu sein. Was so einfach aussieht – stehender Schwanz -, ist technisch extrem kompliziert. Keine Details jetzt hier, das können andere besser erklären. Nur ein paar wichtige Daten für die Frauen und die Männer, die im Biologieunterricht geschlafen haben: Bei der Erektion sind Hormone, Nerven und Enzyme im Spiel. Das ist komplex und das Gehirn spielt eine tragende Rolle, auch wenn manche Frau das nicht glauben mag. Wichtig für das Verständnis ist, dass in den Schwellkörpern des männlichen Genitals Blut gestaut wird oder werden soll, wenn es so weit ist. Dieser Blutstau versteift an passenden Stellen, und richtet den Schwanz auf. Schwellkörper heißen die schwellenden Teile passenderweise. Und jetzt kommt der entscheidende Part: Das Blut wird gestaut, wenn sich bestimmte Blutgefäße eentspannen. Entspannen! Nicht anspannen! Ganz, ganz wichtig! Man kann da nicht drücken innerlich und dann wird das schon. So geht das nicht! Das Gegenteil ist gefragt und damit sind wir im Zentrum des Problems. Jeder kennt das Beispiel: Denke nicht an einen rosa Elefanten und dann denkst du an einen rosa Elefanten. Das geht nicht anders, ist immanent. Was bei rosa Elefanten noch lustig ist, ist es in diesem Fall nicht. Du kannst dich ja mal zur Entspannung zwingen, und zwar pronto und sofort. Na los mach mal, viel Spaß dabei, das geht nämlich nicht. Die männliche Erektion entzieht sich vollständig und gänzlich dem eigenen Willen. Nur damit das ein für alle Mal geklärt ist: Mit Wollen geht es nicht. Jahrtausendelang hat man sich damit beschäftigt. Wahrscheinlich war die Frage, „Wie bekomme ich ihn zum Stehen“ eines der Topthemen an den Lagerfeuern im Neolithikum, denn sie hatten Millionen Abende nicht viel zu tun. Es war stockdunkel fünfzig Prozent des Tages im Schnitt. Fazit der generationsübergreifenden Lagerfeuer-Expertise: Du kannst mit Wollen deinen Schwanz nicht aufstellen. Wohl aber gibt es Strategien, die Erektion zu verlängern, zu begünstigen oder den Boden zu bereiten. Besonders die Ideen des Fernen Ostens – namentlich Indien – Tantra – haben da einige Pfeile im Köcher, aber, willentlich geht es nicht. Erektion ist keine Frage des Wollens. Und auch nicht der Lust. Auch die Lust steuert nicht eins zu eins die Erektion. Jeder Mann weiß das, aber hier noch einmal für die Zaungäste aller Erektion, die Frauen: Mit Lust und Schwanz verhält es sich in etwa, wie mit Herrchen und seinem Hund. Die sind verbunden, halten über eine Leine Kontakt, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie immer...




