Karlin, Alma M.
Alma M. Karlin, geboren 1889 in Cilli (Celje)?/?Österreich-Ungarn, heute Slowenien, wurde als Kind für missgebildet erklärt, weil sie linksseitig leicht gelähmt war und mit einem Wasserkopf zur Welt kam. Sie studierte Sprachen in Graz, Paris und London. Dort verlobte sie sich mit einem chinesischen Offizier. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs ging sie wieder ins Ausland und lebte einige Zeit in Norwegen und Schweden. Ohne finanziellen Rückhalt absolvierte sie von 1919 bis 1928 eine Weltreise (USA, Panama, Neuseeland, Australien, Fidschi- und Salomoninseln, Neuguinea, Borneo, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Burma, Thailand, Singapur, Indien, Pakistan, China und Japan).
Während ihrer Reisen veröffentlichte Alma Karlin Beiträge in deutschen, japanischen und chinesischen Zeitschriften sowie in der Cillier Zeitung. Nach der Rückkehr in ihre Geburtsstadt veröffentlichte sie Gedichte und Romane. 1941 wurden ihre Bücher von den Nationalsozialisten verboten. Zwischen den Weltkriegen war Alma Karlin die meistgelesene deutschsprachige Reiseschriftstellerin. Sie verstarb im Alter von nur 60 Jahren verarmt an Brustkrebs.
Ponting, Herbert G.
Herbert George Ponting (1870-1935) war ein britischer Fotograf, der vor allem als Expeditionsfotograf und Kameramann auf Robert F. Scotts »Terra-Nova«-Expedition ins Ross-Meer und zum Südpol (1910-1913) bekannt wurde. Von ihm stammen einige der bekanntesten Fotos aus der Anfangszeit der modernen Antarktisforschung. Ebenfalls von großer Bedeutung sind seine dokumentarischen Aufnahmen des Russisch-Japanischen Krieges. Er bereiste neben Japan auch China, Indien, Korea, Indonesien und die Mandschurei. 1910 veröffentlichte Ponting sein umfangreiches Werk »Im Lotus-Land Japan«, das sich mit der Geschichte, Religion, Kunst sowie den Gebräuchen des Landes auseinandersetzt. Ergänzt wird es durch acht farbige und 96 monochrome Fotografien. Die hier verwendeten Abbildungen sind daraus entnommen.