Kanoko | Mutter und Sohn | Buch | 978-3-7175-2596-7 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 79, 350 Seiten, Format (B × H): 90 mm x 150 mm, Gewicht: 289 g

Reihe: Manesse Bibliothek

Kanoko

Mutter und Sohn

Übersetzt und mit einem Nachwort von Eduard Klopfenstein
Deutsche Erstausgabe
ISBN: 978-3-7175-2596-7
Verlag: Manesse Verlag

Übersetzt und mit einem Nachwort von Eduard Klopfenstein

Buch, Deutsch, Band 79, 350 Seiten, Format (B × H): 90 mm x 150 mm, Gewicht: 289 g

Reihe: Manesse Bibliothek

ISBN: 978-3-7175-2596-7
Verlag: Manesse Verlag


Erstmals auf Deutsch: eine japanische Klassikerin des 20. Jahrhunderts

Unter allen zwischenmenschlichen Verbindungen ist die zwischen Mutter und Sohn eine der innigsten. Okamoto Kanoko, hierzulande noch unbekannte Mitbegründerin der weiblichen Moderne Japans, lotet in ihrem autobiografisch inspirierten Roman die Höhen und Tiefen innigster seelischer Verbundenheit aus. Eine berührend intime Erzählung über gemeinsam bewunderte Kastanienblüten, über faszinierende Ost-West-Passagen, über die Kraft bedingungsloser Liebe und die schwere Kunst des Loslassens. Eine renommierte Tanka-Dichterin, die mit ihrem Mann nach Tokyo zurückkehrt und das hochbegabte Einzelkind zum Studium der westlichen Malerei in Paris zurücklässt – es ist kein normales Mutter-Sohn-Verhältnis, das hier seziert wird. Und doch kann es stellvertretend für viele ähnliche Familienkonstellationen gelesen werden, in denen tiefe Seelenverwandtschaft mit leichter, ja allzu leichter Irritierbarkeit einhergeht. Okamoto Kanoko versteht es in atmosphärisch dichter Weise, diese Sensibilität in der Phase der Trennung anschaulich zu machen. Sie schildert die Empfindungen einer Mutter, die sich ihres größten Schatzes beraubt sieht, die «Wonnen des wehmütigen Grübelns über die Situation ihres Sohnes» und die Erkenntnis, auf Jahre hin – vielleicht auf immer – ohne ihn weiterleben zu müssen.
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Kanoko, Okamoto
Okamoto Kanoko (1889–1939) kam als älteste Tochter von neun Geschwistern in Takatsu, Präfektur Kanagawa, zur Welt und bekam früh Privatunterricht. Unter dem Einfluss ihres Bruders Yukinosuke und Tanizaki Jun’ichiros reifte sie zur Dichterin heran. 1910 heiratete sie Okamoto Ippei, 1911 schloss sie sich der feministischen Gruppierung um die Zeitschrift «Seito» an, und 1912 erschien die Tanka-Sammlung «Karoki netami» («Leise Eifersucht»), 1918 gefolgt von «Ai no nayami» («Liebesnot»). Daneben schrieb sie Prosa, Dramen und Essays. Mit «Tsuru wa yamiki» («Der Kranich wurde krank», 1936), einer Erzählung über die letzten Lebensjahre von Akutagawa Ryunosuke, gelang ihr 1936 der Durchbruch. Ihr eigentliches Debüt als moderne Klassikerin ist jedoch das vorliegende Werk «Boshi jojo».



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