Kaiser | Nostalgie ist eine charmante Lügnerin | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 315 Seiten

Kaiser Nostalgie ist eine charmante Lügnerin

Das einzige Buch über Liebeskummer, das du benötigst
3. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7598-6625-7
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Das einzige Buch über Liebeskummer, das du benötigst

E-Book, Deutsch, 315 Seiten

ISBN: 978-3-7598-6625-7
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Liebeskummer überleben, ohne dabei den Verstand zu verlieren Nostalgie ist eine charmante Lügnerin - und sie ist nicht die einzige, die dein Herz in die Mangel nimmt, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Dieses Buch ist dein humorvoller Begleiter durch die Höhen und Tiefen des Liebeskummers. Mit einem scharfen Blick, viel Selbstironie und einer Prise Wahnsinn enthüllt es, warum sich die Vergangenheit rosiger anfühlt, als sie wirklich war, und wie du es trotzdem schaffst, den Schmerz hinter dir zu lassen. Ob du gerade mitten im Herzschmerz steckst oder einfach nur wissen willst, warum Trennungen so verdammt wehtun - hier erfährst du alles, was du über Liebeskummer wissen musst, um ihn zu überstehen und dabei nicht den Verstand zu verlieren.

Tanja Kaiser, Jahrgang 1982, ist eine Autorin aus der Nähe von Koblenz. Ihr Markenzeichen: Echte Liebesgeschichten abseits des Glamours. Tanja erzählt von den ungeschminkten, alltäglichen Momenten des Lebens, die oft im Verborgenen bleiben. Ihre Romane bieten eine frische Perspektive auf Liebe und Beziehungen, fernab der Klischees von Reichtum und Perfektion. Für Tanja, die lange ihren Traum vom Schreiben hinter dem Alltag zurückstellte, ist das Schreiben eine späte, aber umso leidenschaftlichere Berufung. Sie will Geschichten erzählen, die sich echt anfühlen, die ihre Leser:innen bewegen und in denen sich jeder ein Stück weit wiederfinden kann. In ihren Büchern geht es um die Schönheit des Imperfekten, um Liebe in ihrer rohen und wahren Form.
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2. Was ist eigentlich Liebeskummer?

Liebeskummer – wer hat sich diesen verdammten Wahnsinn eigentlich ausgedacht? Diese fiese, össelige Mistkröte, die uns alle irgendwann mal heimsucht.

Welcher Scherzkeks in der Evolution dachte wohl, dass es eine grandiose Idee wäre, uns bei einer Trennung durch die emotionale Hölle zu schicken? Ein Gefühl, das sich irgendwo zwischen einem richtig miesen Kater und einer Lebensmittelvergiftung ansiedelt, und im Grunde für absolut gar nichts gut zu sein scheint. Wahrscheinlich würden wir alle gerne mal herausfinden, welche Kackbratze auf die Idee kam, dass Liebeskummer eine gute Sache sei. Aber so viel ist sicher: Wenn es um Herzschmerz geht, fühlt es sich an, als ob die Welt kurzzeitig aus den Fugen gerät – und das mit einer Intensität, die uns glauben lässt, wir hätten uns einen heftigen Sonnenbrand auf der Seele eingefangen.

Stellen wir uns das Ganze mal so vor: Du bist frisch verliebt. Dein Herz macht einen kleinen Freudentanz, jedes Mal, wenn dein Handy vibriert, und du könntest stundenlang über die witzigen Eigenheiten deines neuen Partners schwärmen, als hättest du gerade den Nobelpreis in der Kategorie „Verliebtheit“ gewonnen. Dein Gehirn schüttet bei jedem Gedanken an deinen Schatz eine bunte Mischung aus Dopamin, Oxytocin und Serotonin aus – das ist im Grunde der chemische Dreier, der dafür sorgt, dass du dich fühlst, als würdest du nonstop auf einer Zuckerwatte-Wolke schweben.

In diesem Zustand könnte es draußen Froschregen geben und du würdest nur denken: „Ach, wie süß, die kleinen Quakies!“ Das sind die gleichen Hormone, die dafür sorgen, dass du plötzlich Dinge über deinen Schatz großartig findest, die du bei anderen Menschen als eindeutig schrullig oder sogar störend abtun würdest.

Nehmen wir mal ein Beispiel: Dein neuer Schwarm hat die nervige Angewohnheit, in der Nase zu bohren, wenn er nachdenkt. Aber anstatt das eklig zu finden, denkst du dir: „Wie süß, er ist so vertieft in seine Gedanken, dass er gar nicht merkt, was er da macht!“ Dein Gehirn ist jetzt nämlich in einem Modus, in dem es nicht nur rosarot sieht, sondern auch rosarot denkt.

Und was ist mit den roten Flaggen, die möglicherweise schon auf der ganzen Strecke wie Warnschilder bei einer Geisterbahnfahrt aufleuchten? Die bleiben für dich unsichtbar – als wären sie mit einem magischen Tarnumhang umhüllt. Schließlich hat dieser hormonelle Cocktail, der da durch deine Adern rauscht, nicht nur die Power, dich völlig zu blenden, sondern macht dich auch taub für die Zweifel deiner besten Freundin und, seien wir ehrlich, auch irgendwie ein bisschen blöd.

Aber hey, du merkst es nicht und findest das auch noch total super. Alles ist rosarot, die Vögel zwitschern lauter, und sogar der nervige Nachbar, der sonst jeden Sonntagmorgen um sieben die Bohrmaschine anschmeißt, wirkt plötzlich irgendwie sympathisch.

Aber dann passiert es: Die Beziehung geht in die Brüche. Plötzlich ist Schluss mit den Happy-Hormonen, die dir bis eben noch das Leben wie ein Sommerfestival vorkommen ließen. Dein Gehirn, das vorher noch so großzügig Dopamin verteilt hat, stellt die Produktion abrupt ein. Und damit du auch wirklich merkst, dass jetzt eine andere Zeit angebrochen ist, wird Cortisol, das Stresshormon, auf Hochtouren produziert. Dein Körper reagiert, als stünde eine lebensbedrohliche Situation bevor – dabei ist „nur“ dein Herz gebrochen.

Und warum tut das alles so weh? Weil unser Gehirn und Körper Liebeskummer tatsächlich mit körperlichem Schmerz verwechseln. Studien zeigen, dass dieselben Hirnregionen, die auf eine echte Verletzung reagieren, auch beim emotionalen Schmerz durch Liebeskummer aktiv werden. Dein Gehirn behandelt die Trennung also, als hättest du dir den Fuß gebrochen, nur dass der Schmerz sich direkt in deinem Herzen abspielt. Deshalb fühlt es sich an, als hätte dir jemand in den Magen geboxt, obwohl niemand physisch zugeschlagen hat. Dein Herz pocht dumpf und schmerzt, als hätte es eine Prellung erlitten, dein Appetit macht sich aus dem Staub, und dein Schlafrhythmus verwandelt sich in ein unkontrollierbares Chaos.

Es ist fast, als hätte dein Körper die Betriebsanleitung verloren. Vielleicht hast du jetzt das Gefühl, dass alles sinnlos ist – das Aufstehen, das Essen, das Atmen. Ja, Liebeskummer kann tatsächlich so heftig zuschlagen, dass du dich fragst, warum dein Körper gerade so ein Drama daraus macht. Aber das liegt daran, dass dein Gehirn einfach nicht zwischen emotionalem und körperlichem Schmerz unterscheiden kann. Und so fällst du in ein Loch, aus dem du dich erst wieder herausgraben musst.

Nun könnte man sich fragen, warum unser Körper das tut. Wozu ist das gut? Man könnte meinen, dass die Evolution das mit Absicht eingefädelt hat, um uns eine Lektion zu erteilen. „Du hast dich verliebt? Das hast du jetzt davon!“

Aber nein, so einfach ist es nicht. Liebeskummer hat eine tiefere Bedeutung, und ja, er erfüllt sogar einen Zweck.

Der Schmerz des Liebeskummers zwingt uns, uns mit dem Verlust auseinanderzusetzen. In früheren Zeiten, als wir noch in Höhlen lebten und Beziehungsprobleme nicht einfach durch einen schnellen Swipe nach links gelöst werden konnten, war eine stabile Bindung überlebenswichtig. Dein Partner war nicht nur dein Herzblatt, sondern auch derjenige, der sicherstellte, dass der Säbelzahntiger dich nicht zum Mittagessen verspeist. Die Evolution hat also dafür gesorgt, dass wir Bindungen ernst nehmen. Und wenn diese Bindungen zerbrechen, aktiviert unser Körper einen inneren Alarm, um sicherzustellen, dass wir die Bedeutung dieses Verlustes begreifen.

Dieser Alarm zeigt sich in Form von Liebeskummer. Er zwingt uns, über die Beziehung nachzudenken, sie zu verarbeiten und schließlich weiterzumachen. Denn am Ende des Tages geht es darum, zu lernen und zu wachsen – auch wenn es weh tut. Liebeskummer ist wie ein emotionales Detox-Programm: Er spült die Altlasten aus unserem System und bereitet uns darauf vor, irgendwann wieder neu anzufangen, diesmal hoffentlich klüger und besser vorbereitet.

Aber warum fühlt sich Liebeskummer so extrem an, wenn wir ihn doch eigentlich überleben sollten? Nun, das liegt daran, dass unser Gehirn manchmal ein wenig dramatisch ist. Es erinnert sich an all die schönen Momente, blendet die schlechten aus und versetzt uns in einen Zustand, der dem Entzug von einer Sucht ähnelt. Tatsächlich zeigen Studien, dass Liebeskummer ähnliche Symptome wie ein Drogenentzug verursacht. Das ist kein Zufall: Wenn wir verliebt sind, werden im Gehirn ähnliche Belohnungszentren aktiviert wie bei einer Drogensucht. Und wenn diese Liebe abrupt endet, fordert unser Gehirn weiterhin seine „Dosis“, die es nun nicht mehr bekommt. Das Ergebnis? Ein emotionaler Entzug, der dich durch alle Höhen und Tiefen der Liebeskummerhölle jagt.

Jetzt kommt der witzige Teil: Stell dir vor, dein Gehirn ist wie ein kleines Kind im Süßwarenladen. Es hat sich so sehr an die täglichen Schokoladenriegel gewöhnt, dass es jetzt, wo die Schokolade plötzlich ausverkauft ist, einen gewaltigen Wutanfall bekommt – und das mitten in der Kassenschlange, während alle zusehen. Dein Körper, der bisher in einer Wolke aus Zuckerwatte geschwebt hat, gerät in einen Zustand des totalen Chaos. Der Zuckerentzug trifft dich mit voller Wucht, und anstatt dich auf den Tag zu freuen, möchtest du dich einfach nur mit einer Tüte Chips und einem Berg Taschentücher auf die Couch verkriechen.

Dein Gehirn sendet dir nun klare Signale: „Wo ist mein täglicher Schokoriegel? Wo ist das High, das ich von dieser süßen Liebe bekommen habe?“ Die Heißhungerattacken auf die verlorene Liebe schlagen voll durch, als würdest du nach einem Marathon vor einem leeren Kühlschrank stehen – verzweifelt suchend nach etwas, das diesen immensen Hunger stillen kann. Doch anstelle von Essen, sehnst du dich nach den guten alten Zeiten, in denen alles so einfach und schön war.

Das Ergebnis? Du fühlst dich wie ein wandelnder Zombie, der sich durch die Überreste seines Herzschmerzes schleppt. Deine Laune ist im Keller, und selbst die kleinsten Dinge bringen dich aus der Fassung – sei es eine kitschige Liebesszene im Fernsehen oder der Anblick eines glücklichen Paares auf der Straße. Alles erinnert dich an das, was du verloren hast, und der Wunsch, dich unter der Bettdecke zu verstecken und die Welt für eine Weile auszuschalten, wird immer stärker.

Der „Entzug“ von dieser emotionalen Droge lässt dich verwirrt, traurig und irgendwie leer zurück. Dein Gehirn will das, was es nicht mehr haben kann, und reagiert mit Trotz und Verzweiflung, so wie das kleine Kind, das seine Lieblingssüßigkeit nicht bekommt. Es ist diese Mischung aus Verlangen, Enttäuschung und Frust, die dich in einen emotionalen Ausnahmezustand versetzt und dich so sehr mitnimmt, dass du dich fragst, ob du jemals wieder normal fühlen wirst.

Und was genau führt zu diesen fast körperlichen Schmerzen? Neben dem chemischen Chaos in deinem Gehirn spielt auch das autonome Nervensystem eine Rolle. Wenn du Liebeskummer hast, wird dein Körper in den „Kampf-oder-Flucht“-Modus versetzt. Dein Herz schlägt schneller, deine Muskeln spannen sich an, und dein Körper bereitet sich auf eine Bedrohung vor, die eigentlich gar nicht existiert. Doch anstatt gegen einen Angreifer zu kämpfen, kämpfst du gegen deine eigenen Gefühle. Das Ergebnis? Ein Körper, der völlig überreizt ist und sich anfühlt, als ob er jeden Moment zusammenbrechen könnte.

Zusätzlich kann Liebeskummer auch das Immunsystem schwächen, was bedeutet,...



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