E-Book, Deutsch, 1141 Seiten
Jordan Regency Love
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96655-784-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Drei Romane in einem eBook: »Die Küsse des Lords«, »Die Sehnsucht der Lady« und »Die Versuchung des Marquis«
E-Book, Deutsch, 1141 Seiten
ISBN: 978-3-96655-784-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Nicole Jordan wurde 1954 in Oklahoma geboren und verlor ihr Herz restlos an Liebesromane, als ihre Mutter ihr zum ersten Mal aus »Stolz und Vorurteil« vorlas. Nicole Jordan eroberte mit ihren historischen Liebesromanen wiederholt die »New York Times«-Bestsellerliste und wurde mehrmals für den begehrten RITA Award nominiert. Heute lebt Nicole Jordan in Utah. Nicole Jordan veröffentlichte bei dotbooks ihre historischen Liebesromane »Die Leidenschaft des Ritters«, »In den Fesseln des Piraten« und »Die Gefangene des Wüstenprinzen«. Außerdem erscheinen in der »Regency Love«-Reihe: »Die Küsse des Lords« »Die Sehnsucht der Lady« »Die Versuchung des Marquis« Und in der »Rocky Mountains«-Reihe: »Wild Rebels - Gefangen« »Wild Rebels - Entführt« »Wild Rebels - Ausgeliefert«
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Prolog
London, März 1810
Die Fesseln um seine Handgelenke zogen sich schmerzhaft zusammen und erhöhten seine Wollust. Damien Sinclair, ein williger Gefangener, war ihrer Willkür wehrlos ausgeliefert.
Er sah sich im goldgerahmten Spiegel an der Zimmerdecke: sein nackter, muskulöser Körper ausgestreckt auf schneeweißen Laken, die Arme mit roten Seidenbändern an die Bettpfosten gefesselt, seine Erektion prall aus dem krausen Schamhaar gereckt.
Sein Folterknecht, die schöne Elise Swann, stand über ihm, nur mit einem hauchdünnen Seidennegligé bekleidet. Dazu trug sie ein Smaragdarmband, das er ihr als Präsent vor dem lüsternen Spiel der Verführung überreicht hatte. Die grünen Edelsteine an ihrem Handgelenk glitzerten im flackernden Tanz der Kerzenflamme, ihre mit Rouge geschminkten Brustspitzen drängten sich aufreizend gegen den durchsichtigen Stoff.
Londons berühmteste Schauspielerin, wegen ihrer hellblonden Haarpracht Silberschwan genannt, gab eine ihrer besten Vorstellungen, da sie sich um die Position einer Maitresse bewarb. Der bezaubernde Schwan wollte den vornehmen Lord dazu bewegen, ihren aufwändigen Lebensstil zu finanzieren.
»Da ich dir völlig ausgeliefert bin«, raunte Damien scherzhaft, »wirst du mich wohl deine Macht spüren lassen, wie?«
»Wie Recht Sie haben, Mylord. Ich genieße es, Sie meiner Gnade ausgeliefert zu wissen«, antwortete sie in ihrer tiefen, melodischen Stimme, mit der sie ihr Theaterpublikum faszinierte.
»Ich harre der Köstlichkeiten, die du mir bietest.«
Sie nahm eine Reitgerte vom Nachttisch und strich das Ende der geflochtenen Lederschnur liebkosend über sein Brusthaar. Damien zog verwundert die Brauen hoch und fragte sich, ob die Schauspielerin irrigerweise annahm, sie müsse zu abartigen Methoden greifen, um einen Lebemann wie ihn zu erregen.
Er genoss die Freuden des Lebens in vollen Zügen, was ihm einen skandalumwitterten Ruf eingebracht hatte, war auch erotischen Experimenten nicht abgeneigt, hatte aber noch nicht den Punkt erreicht, um sich mit Perversionen Befriedigung zu verschaffen. Im Grunde war sein sexueller Appetit leicht zufrieden zu stellen, zumal von einer schönen Frau.
Und der Silberschwan war eine sehr schöne Frau, offenbar auch scharfsinnig, da sie bei seinem fragenden Blick zögerte.
»Wie ich sehe«, stellte sie staunend fest, »ist eine Spezialbehandlung nicht nötig, um Sie in Stimmung zu bringen. Beachtlich, diese stolze Größe.«
Er schenkte ihr ein entwaffnendes Lächeln. »Macht er dir etwa Angst?«
Ihre grell geschminkten Lippen weiteten sich lasziv. »Ganz im Gegenteil, Mylord.«
Er wies mit einem Kopfnicken auf die Peitsche in ihrer Hand. »Ich halte Schmerz für ein überbewertetes Aphrodisiakum und hoffe, du zeigst mehr Phantasie in deinen Verführungskünsten.«
»Ich bemühe mich.«
Sie ließ die Peitsche auf den Teppich fallen und legte einen Finger an ihre vollen Lippen. »Hmm«, meinte sie sinnend. »Ein Mann, dessen Ruf als Liebhaber legendär ist ... Ein Teufelskerl, dem nachgesagt wird, er bringe Frauen vor Glück zum Weinen ... Was kann ich einem solchen Frauenhelden noch bieten?«
Langsam löste sie den Verschluss ihres Armbands, legte die Glieder des Smaragdschmucks um seine zuckende Erektion und ließ den Verschluss zuschnappen.
Damien spürte die prickelnde Kühle der Edelsteine an seinem erhitzten Fleisch. Ein sinnlicher Schauer durchrieselte ihn.
»Ist Ihnen das einfallsreich genug, mein verruchter Lord der Sünde?«
Er lachte leise, tief und gurrend. »Ich vertraue mich deinem kundigen Spiel an.«
»Schätzen Sie Kühnheit an einer Bettgefährtin?«
»Kühnheit hat gewisse Qualitäten.«
»Dann werde ich Ihnen zeigen, wie kühn ich sein kann.«
Sie strich mit kundigen Fingerspitzen über die glühende Kuppel seines Schaftes, legte die Hand um sein Geschlecht, streichelte langsam die fleischige Hülle, spürte das nochmalige Anschwellen der Nerven. Ihre Finger bewegten sich, als spielten sie auf einem Saiteninstrument.
»Einen so prachtvollen Hengst«, gurrte sie kehlig und beugte sich über ihn, »bekomme ich nicht alle Tage zwischen die Finger.«
Lustvoll stöhnend schloss Damien die Augen und überließ sich dem flinken Liebesspiel des Schwans. Mit Lippen, Zunge und Zähnen verwöhnte sie ihn, neckte und liebkoste ihn mit ihrer Liebesfolter, bis ihm die Sinne zu schwinden drohten und er nahe daran war, sich zu ergießen.
»Du ... stellst meine Ausdauer auf eine harte Probe, Schätzchen«, raunte er.
»Ist das nicht Ihr Wunsch, Mylord?« Sie lächelte wollüstig.
»Ja, aber du sollst mich begleiten. Es wäre unverzeihlich selbstsüchtig, diese Wonnen alleine auszukosten. Setz dich auf mich.«
Sie trat einen Schritt zurück. »Und wenn ich mich weigere, was dann?«, fragte sie keck herausfordernd.
»Dann eben mit Gewalt.« Mit einer geschickten Drehung schlang Damien ein angewinkeltes Bein um ihre prallen Schenkel und zog die überraschte Liebesdienerin zu sich herab.
»Oh ... Nun ja, wenn Sie darauf bestehen.« Mit sichtlichem Vergnügen schmiegte Elise ihre üppigen Formen an seine sehnige Nacktheit, ihre prallen Brüste strichen über sein Gesicht.
Sein Mund schloss sich durch den hauchdünnen Stoff um ihre steife Brustknospe, sie zog den Atem scharf ein. Nun steigerte er ihre Erregung, saugte an ihren Brüsten, benagte sie mit zarten Bissen.
Sie spreizte die Schenkel und rieb ihren Körper in animalischer Sinnlichkeit an ihm. Damien stöhnte leise, als die vergessenen Smaragde ihn pieksten. »Das Armband, mein Schatz. Falls du nicht die Absicht hast, mich zu entmannen, wäre ich dir dankbar, wenn du den Schmuck entfernst«, keuchte er.
Sie richtete sich auf, nestelte an der störenden Lustfessel und warf den Schmuck achtlos zu Boden. Dann blickte sie ihn aus leidenschaftlich funkelnden Augen an. »Mylord ... bitte ...«
»Bitte was?« Er lächelte spöttisch. »Ich bin dein wehrloser Gefangener.«
Sie hob sich wieder über ihn, brachte sich über seiner prallen Erregung in Position. Er spürte die Feuchtigkeit in ihrem rötlichblonden Vlies.
»Ja, mein Schatz, reite mich.«
Sie stülpte sich über seine Erektion und stöhnte vor Wonne. Damien sank in die Kissen zurück und überließ sich der Wollust, die ihm ihr heißer, feuchter Schoß bereitete. Er hob die Hüften und stieß sich tiefer in ihre zuckende Enge.
Ein zweites Mal stieß er seine Hüften kraftvoll nach oben, bis sie begriff und ihn zu reiten begann in einem sich langsam steigernden Rhythmus. Damien passte sich ihren Bewegungen an, widmete sich ihrer Lust, bis die heißblütige Frau in Ekstase geriet. Fiebernd kreiste sie die Hüften und rieb sich entfesselt an ihm. Mit kehligen Lauten fand sie Erlösung in einem zuckenden Orgasmus.
Und als sie schluchzend über ihm zusammenbrach, zögerte Damien den Moment hinaus, wartete, bis ihre pulsierenden Zuckungen verebbten und überließ sich dann erst dem dunklen Sog seiner Ekstase. Er bäumte sich unter ihr auf und ergoss sich lustvoll stöhnend in ihren Tiefen.
Als er wieder zur Besinnung kam, lag Elise erschöpft auf ihm. Er spürte ihren Atem auf seiner schweißnassen Haut, die Seidenfesseln schnitten schmerzhaft in seine Handgelenke.
»Schätzchen, befreist du mich?«
Mit schwachen Fingern löste sie die Knoten und fiel in wohliger Trägheit in die Kissen zurück.
»Man sagt Ihnen nach«, flüsterte sie verwundert, »ein wahrer Meister der Liebeskünste zu sein. Unvergleichlich lüstern und sündig‹, hat eine Dame Sie einmal genannt. Die Gerüchte sind nicht übertrieben. Dennoch habe ich einen so aufmerksamen Liebhaber nicht erwartet.«
Sein Lob ließ nicht auf sich warten und schmeichelte ihrem Ego. »Dein Ruf wird dir auch nicht wirklich gerecht, Elise. Du verkörperst alles, wovon ein Mann im Bett träumt.«
»Meine Liebesdienste haben Sie zufrieden gestellt, Mylord?«
Sexuell befriedigt, ohne wirklich beglückt zu sein – was in letzter Zeit immer häufiger vorkam – wich Damien einer direkten Antwort mit einem satten Brummen aus, was als Zustimmung gelten konnte. An ihrer Vorstellung war im Grunde nichts auszusetzen, es lag wohl an ihm, dass sich keine echte Zufriedenheit einstellen wollte.
Der üppige Silberschwan war eine vorbildliche Bettgefährtin. Für ihre Liebeskünste im Boudoir ebenso berühmt wie für ihre Schauspielkünste auf der Bühne, vermochte sie auch seine Leidenschaft anzustacheln. Ganz London fand sie faszinierend, einige Herren hatten sich sogar wegen ihr duelliert. Wenn sie es nicht schaffte, die Rastlosigkeit, die seit einiger Zeit in ihm brodelte, zu beruhigen, dann erwartete er vermutlich zu viel.
Damien öffnete die Augen. Ihr Blick ruhte abschätzend auf ihm. Vermutlich rechnete sie sich bereits aus, welche Zuwendungen sie sich von ihm erhoffte – Haus, Kutsche, Dienerschaft, Schmuck.
»Ich nehme an«, begann sie zögernd, »Sie haben im Augenblick kein Interesse an einer Mätresse.«
»Es wäre ein Wunder, wenn Sie nicht davon gehört hätten«, entgegnete er trocken und spielte auf den Skandal an, den das Ende seiner letzten Liaison nach sich gezogen hatte.
»Man sprach tagelang von nichts anderem.«
»Vermutlich Übertreibungen, wie üblich.«
»Mag sein. Der berüchtigte Baron Sinclair bietet den Klatschsüchtigen dieser Stadt reichlich Gesprächsstoff. Aber ein Körnchen Wahrheit muss wohl daran sein.«
»Was klatscht man denn?«
»Lady Varley drohte, sich in die Themse zu stürzen, als Sie ihr den Laufpass gaben. Und Sie sollen ihr angeboten haben, sie persönlich zum Hafen zu begleiten.«
Damien zog...




