James | Rendezvous in der Karibik | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

James Rendezvous in der Karibik


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-1416-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-1416-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein raffinierter Plan! Der griechische Milliardär Xander Anaketos fliegt mit Clare in die Karibik. Unter tausend Sternen will er sie verführen und ihr seine Luxuswelt zu Füßen legen. Dabei reichen Clare drei kleine Worte: Ich liebe dich ...



Julia James lebt in England. Als Teenager las sie die Bücher von Mills & Boon und kam zum ersten Mal in Berührung mit Georgette Heyer und Daphne du Maurier. Seitdem ist sie ihnen verfallen. Sie liebt die englische Countryside mit ihren Cottages und altehrwürdigen Schlössern aus den unterschiedlichsten historischen Perioden (jede mit ihrem eigenen Glanz und ihrer eigenen Faszination). Und ebenso wie die englische schätzt James ihre europäische Herkunft. Ihre Lieblingslandschaft ist die Mittelmeerregion - 'die Wiege der europäischen Zivilisation'. Es macht ihr immer wieder Freude, dort antike Städte zu erkunden, archäologische Denkmäler zu besuchen und durch wunderschöne Landschaften zu wandern. Wenn sie gerade nicht schreibt, verbringt sie sehr viel Zeit mit ihrer Familie, stickt gerne oder wühlt in ihrem Garten. Sie bezeichnet sich selbst als 'hoffnungslosen Koch' und backt mit Vorliebe sehr klebrige Kuchen, die sie ('unglücklicherweise') auch noch gern isst. Über ihren Beruf als Liebesromanautorin sagt Julia James: 'Romantische Romane zu schreiben, macht Spaß, ist genussvoll und bestätigt die wichtigste Wahrheit des Lebens, dass die Liebe es erst lebenswert macht. Sie macht uns Menschen aus und ist das größte Geschenk von allen!'

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2. KAPITEL

Clare hatte ihn seit damals nicht mehr wiedergesehen. Wie angewurzelt stand sie jetzt vor ihm und starrte ihn an. Er saß in einem der tiefen Ledersessel, eine Hand gebieterisch erhoben, um sie zu sich zu rufen.

Es war Xander.

Nach vier Jahren saß er leibhaftig vor ihr.

Sie sah, wie sich sein Ausdruck langsam änderte und er sie erkannte.

„Clare?“

Zweifelnd sprach er ihren Namen aus. Das hörte sie auch über diese Entfernung hinweg. Als er ruckartig aufstand und auf sie zukam, drehte sie sich um und lief davon.

Blindlings rannte sie auf die Bar zu und stieß die danebenliegende Tür auf. Dahinter lagen die Personalumkleideräume. Sie stürzte hinein und weiter auf die Damentoilette. Als sie die Tür hinter sich zuschlug, schob sie den Riegel mit bebenden Fingern vor. Clare ließ den Toilettendeckel hinunter und brach auf dem Sitz zusammen.

Sie zitterte am ganzen Körper. Der Schock über die Begegnung saß tief. Wieso war Xander hier? Ihm gefielen keine unpersönlichen, anonymen Hotels. Das wusste sie. Deshalb hatte sie es riskiert, den Job hier anzunehmen. Hätte sie geahnt, dass er in diesem Hotel verkehrt, hätte sie hier nie angefangen zu arbeiten!

Aber das war jetzt alles egal. Er hatte sie gesehen, und schlagartig war die Vergangenheit wieder präsent.

Ich muss hier raus!

Das überwältigende Bedürfnis davonzulaufen, überkam sie. Sie musste hier weg, nach Hause …

Mit Gewalt zwang sie sich, das Zittern zu kontrollieren. Mechanisch stand sie auf und ging in den Umkleideraum. Sie verlor keine Zeit damit, sich umzuziehen. Lediglich die hochhackigen Pumps zog sie aus und schlüpfte in ihre verschlissenen Slipper, weil sie in ihnen schneller laufen konnte.

Das erinnerte sie an jene längst vergangene Nacht.

Damals, als sie das St. John verlassen hatte und alleine und ziellos durch die Straßen geirrt war. Als sie nur eine tiefe Leere in sich spürte. Sie wusste nicht, wie lange sie wie in Trance umhergelaufen war. Hin und wieder war sie mit anderen Menschen zusammengestoßen. Dennoch ging sie weiter, hielt einem Roboter gleich nur an Kreuzungen. Wenn die Straße frei war, stürzte sie hinüber. Sie lief und lief.

Nach einer ganzen Weile verlangsamte sich ihr Schritt. Da sie merkte, wie ihr die Kraft ausging, sah sie sich mit leerem Blick um. In diesem Stadtteil gab es viele viktorianische Reihenhäuser, die zu kleinen Hotels umgebaut worden waren.

In einem von ihnen verbrachte sie die Nacht. Allein und hilflos. Ihr fehlte die Kraft, sich zu entkleiden; tränenblind lag sie auf dem Bett, den Blick gedankenverloren an die Decke gerichtet. Langsam kam sie wieder zu Bewusstsein, doch die Schmerzen waren kaum auszuhalten. Schmerzen des Schocks, der Fassungslosigkeit. Und auch der Scham.

Sie schämte sich, dass sie so unglaublich dumm gewesen war.

Ich dachte, er beginnt etwas für mich zu empfinden! Ich dachte, dass ich ihm etwas bedeute, dass ich mehr für ihn bin als eine Geliebte …

Ihre Hand glitt zu ihrem Bauch. Was soll ich jetzt nur tun?

Schlagartig wurde ihr die verzweifelte Situation bewusst. Ihr war klar, dass sie die einzig richtige Entscheidung getroffen hatte. Auch wenn ihr dabei das Herz brach.

Ich hätte nicht anders handeln können. Unmöglich. Es hatte nur diesen einen Ausweg gegeben.

Jede Emotion verschwand aus ihren Augen. Was machte es schon, dass es Xander Anaketos noch gab? Überhaupt nichts! Schließlich bedeutete er ihr nichts und sie ihm offensichtlich auch nicht.

Hatte ihm nie etwas bedeutet …

Ruckartig kam sie in die Gegenwart zurück und bemühte sich, das alles wieder zu verdrängen.

Denk nicht daran. Denk überhaupt nicht. Nimm einfach deine Tasche und geh. Es ist egal, wenn du diesen Job verlierst. Es gibt noch andere. Wichtig ist jetzt nur eins: Dass du Xander Anaketos niemals wiedersehen musst.

Entschlossen verließ sie die Umkleidekabine.

Und lief direkt in ihn hinein.

Es war, als würde ihr die Luft wegbleiben. „Lass mich vorbei“, forderte Clare Xander kurz angebunden auf.

Er bewegte sich keinen Zentimeter. Mit seiner großen, kräftigen Statur versperrte er den schmalen Durchgang.

Er sagte etwas auf Griechisch, das sie nicht verstand. Aber es klang sehr wütend. „Was in aller Welt hast du dir eigentlich gedacht?“, fuhr er sie an. „Einfach aus dem St. John zu verschwinden und mich sitzen zu lassen?“

Ungläubig sah sie ihn an. Die ganze Situation kam ihr unwirklich und noch schlimmer vor als der Schockzustand, in dem sie sich befand, seit sie Xander Anaketos wiedergesehen hatte.

„Weißt du eigentlich, was ich deinetwegen durchmachen musste?“ Unerbittlich setzte er seine Tirade fort, seine dunklen Augen sprühten nur so vor Zorn.

Zu ihrem Schock gesellte sich Übelkeit. Mit weitem, verständnislosem Blick sah sie ihn an, direkt in seine wütend funkelnden Augen.

„Ich dachte, du wärst überfahren worden, tot oder verletzt. Oder mit einem anderen Mann durchgebrannt. Ich habe mir vorgestellt …“

„Du hast was gedacht?“, erkundigte sie sich heftig. Wovon redete er da nur?

„Was hast du denn gedacht, was ich denke? Nein, gib dir keine Mühe, darauf zu antworten! Ich habe zwar eine Weile gebraucht, aber schließlich habe ich verstanden, dass du das mit Absicht gemacht hast. Damit ich dir folge!“

Kaum zu fassen, was sie da hörte! Mit unterdrückter Wut entgegnete sie: „Hast du mich wirklich für so dumm gehalten? Dass ich glaube, du würdest jemandem folgen, den du gerade durch ein neues Modell ersetzt und mit einem Diamantcollier bezahlt hast?“

Sein Gesichtsausdruck wurde noch härter. „Ich habe mir Sorgen um dich gemacht“, versetzte er bissig.

Bitter lachte sie auf. „Lass mich vorbei“, wiederholte sie.

Als sie hinter sich eine Bewegung bemerkte, drehte sie sich um. Tony, der Barmann, betrachtete sie besorgt.

„Ist alles in Ordnung, Clare? Wieso haben Sie Ihren Mantel an?“

„Tony, es tut mir leid“, antwortete sie hastig. „Ich werde nach Hause gehen. Ich kann hier nicht arbeiten, es tut mir leid. Gleich morgen früh rufe ich in der Personalabteilung an und kläre alles Weitere.“

Missbilligend glitt sein Blick von ihr zu der großen, eindrucksvollen Figur des Mannes, der offenbar Gast des Hotels war.

„Gibt es ein Problem? Soll ich den Geschäftsführer holen?“ Diese Frage war sowohl an Clare als auch an Xander Anaketos gerichtet.

Noch bevor sie antworten konnte, übernahm Xander das Zepter. So wie er es gewohnt war.

„Kein Problem.“ Sein Ton war knapp und schneidend. „Ich werde Miss Williams nach Hause bringen.“ Er machte einen Schritt zurück und gab den Weg frei. Einen Moment lang zögerte sie, ging dann aber entschlossen an ihm vorbei. Sie wollte vor Tony keine Szene machen. Sie würde jetzt das Hotel verlassen und nach Hause gehen. Ausnahmsweise wollte sie sich ein Taxi leisten, weil sie ihren Beinen nicht traute.

Da sie Xanders Atem in ihrem Nacken spürte, schien ihr der Weg zum Mitarbeitereingang ungewöhnlich weit. Sie bewegte sich mechanisch. Es fiel ihr schwer zu glauben, wie unerbittlich einen die Vergangenheit einholen konnte. Ihr war klar, dass sie die Konsequenzen daraus nicht verkraften würde …

Sie öffnete die Tür, trat hinaus auf den Mitarbeiterparkplatz und atmete zitternd die kalte Luft tief ein.

Ihr Ellbogen wurde mit stählernem Griff umklammert. „Hier entlang.“

Sie fuhr zu ihm herum und versuchte heftig, sich loszureißen. „Lass mich los!“

„Ich sagte, hier entlang“, wiederholte Xander unbeeindruckt.

„Willst du, dass ich schreie?“, forderte sie ihn heraus.

„Ich will, dass du mitkommst.“ Mühsam beherrschte er sich. „Du hast viel zu erklären. Mir gefallen die Spielchen nicht, die du gespielt hast …“

Das war einfach zu viel für Clare. „Spielchen?“ Giftig funkelte sie ihn an. Die vergangenen vier Jahre hatten ihn kaum verändert. Sie sah sich mit einer Vergangenheit konfrontiert, die sie beinahe zerstört hätte. Früher hatte ihr Herz jedes Mal höhergeschlagen, wenn sie ihn erblickte. Bei jeder Berührung, bei jedem Kuss war sie zum Leben erwacht …

Das wurde ihr plötzlich schmerzlich klar. Doch was hatte es ihr gebracht?

Gar nichts. Die letzten vier Jahre hatten ihr das deutlich gemacht, denn so lange hatte sie gebraucht, um darüber hinwegzukommen. Sie hatte sich verändert.

„Spielchen?“, wiederholte sie nun. Ihre Stimme war flach, der Blick völlig emotionslos. „Wie kannst du es wagen, mir das zu sagen? Wie konntest du nur denken, dass ich ein kindisches Spielchen treibe? Du musst doch erleichtert gewesen sein, dass ich so reagiert habe!“

Hart fragte sie ihn: „Glaubst du nicht, dass ich dich damals gut kannte? Dass ich wusste, dass dir Szenen zuwider sind? Vor allem von Frauen, mit denen du Schluss gemacht hast! Ich war schließlich dabei, als Aimee Decord betrunken auf dich zukam … Erinnerst du dich? Damals in Cannes? Ich habe gesehen, wie skrupellos du dich ihr gegenüber verhalten hast.“

Sie schüttelte den Kopf. „Als ich dann an der Reihe war, wusste ich, was zu tun war.“ In ihrer Stimme schwang Bitterkeit mit, die sie selbst heute nicht verbergen konnte. „Du solltest mir dankbar sein“, fuhr sie fort. „Ich muss die einfachste Ex-Geliebte gewesen sein, die du je gehabt hast.“

Abrupt ließ er sie los und...



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