Jackson / Blake / Stevens | Romana Extra Band 95 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 95, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Jackson / Blake / Stevens Romana Extra Band 95


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-4797-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 95, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7337-4797-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



IN DEN ARMEN DES FEURIGEN ITALIENERS von NANCY CALLAHAN
Auf Sebastiano Vannuccis Weingut im Herzen der Toskana lernt Caroline alles über den Geschmack von gutem Wein. Doch sein Herz will der feurige Italiener ihr nicht öffnen. Dabei sehnt Caroline sich schon bald nach seinen zärtlichen Küssen ...
LIEBESZAUBER IM PARADIES von BRENDA JACKSON
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Brenda ist eine eingefleischte Romantikerin, die vor 30 Jahren ihre Sandkastenliebe geheiratet hat und immer noch stolz den Ring trägt, den ihr Freund ihr ansteckte, als sie 15 Jahre alt war. Weil sie sehr früh begann, an die Kraft von Liebe und Romantik zu glauben, verwendet sie ihre ganze Energie darauf, Geschichten mit Happy End zu schreiben. Als Bestsellerautorin von mehr als 10 Liebesromanen wurde sie mit Preisen nur so überschüttet. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie in Jacksonville, Florida, wo sie auch geboren wurden. Ihre beiden Söhne besuchen bereits das College. Sie hat einen Universitätsabschluss in Betriebswirtschaft und arbeitet derzeit im Management für ein bedeutendes Versicherungsunternehmen. Von der Arbeit nach Hause zu kommen und sich an den Computer zu setzen, um sich Liebesgeschichten auszudenken, ist ihr persönlicher Höhepunkt des Tages. Gemeinsam mit ihrem Ehemann geht sie gern auf Reisen, immer auf der Suche nach romantischen Orten, die sie als Schauplätze in ihren Büchern verwenden kann.

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2. KAPITEL

„Maledetto“, schimpfte Sebastiano leise vor sich hin und schaltete etwas grober, als er es normalerweise tat. Das Getriebe krachte, als er den dritten Gang unsanft hineindrückte. Der Nachmittag hätte so angenehm werden können – aber die Götter schienen sich gegen ihn verschworen zu haben. Erst der verflixte Anruf von Emilia und dann auch noch eine verrückte Touristin. Eine sehr bezaubernde verrückte Touristin zwar, doch sie hatte absolut den falschen Moment erwischt. Er war gerade viel zu wütend, um freundlich sein zu können.

Wieso hielt sie ihn überhaupt erst auf und tat dann so, als wäre es ein Versehen? Mehr noch! Sie hatte ihn angesehen, als wäre er ein Monster, das sich im nächsten Augenblick auf sie stürzen könnte. Dabei hatte sie doch ihm hinterhergerufen und war zu ihm gekommen und nicht umgekehrt.

Frauen! Wann immer es in seinem Leben holperte, konnte er sicher sein, dass eine Frau ihre Hand im Spiel hatte. Er wusste genau, weshalb er nach dem Desaster mit Alessia beschlossen hatte, Single zu bleiben – das war eindeutig besser für seine Nerven und machte das Leben sehr viel einfacher. Trotzdem hatte dieses zarte blonde Wesen eben ihn durchaus gerührt, wie es so verloren und mit hängenden Schultern in der Haltebucht gestanden und ihm hinterhergesehen hatte.

War er vielleicht doch zu grob gewesen? Ob sie Hilfe brauchte? Aber dann hätte sie es ja sagen können. Und überhaupt, was machte er sich denn Gedanken um eine fremde Frau? Er hatte wahrlich genug eigene Probleme. Schließlich war er kein Ritter, der durch die Gegend ritt und hilflose Frauen aus der Not rettete. Auch nicht, wenn sie aussahen, als wären sie ein vom Himmel gefallener Engel.

Sebastiano ärgerte sich, dass er nicht nachgefragt hatte. Und er ärgerte sich darüber, dass er sich darüber ärgerte. Diese Fremde ging ihn schließlich nichts an, er hatte genug mit seinem eigenen Leben zu tun. Doch seine Gedanken blieben von all seinem Ärger vollkommen unberührt und gingen ihre eigenen Wege. Wie unglaublich hübsch sie gewesen war. Diese langen blonden Haare, die helle Haut und dieser weiche Mund. In ihren blauen Augen hatte sich der Himmel gespiegelt.

Alles an ihr hatte zart, ja beinahe zerbrechlich gewirkt. Doch trotz aller Schüchternheit hatte er in ihrem Blick einen starken Willen entdeckt. Er war ziemlich sicher, dass sie oft unterschätzt wurde, weil sie so zierlich wirkte. Wie sie wohl aussah, wenn sie lachte?

Ungläubig schüttelte Sebastiano den Kopf über sich. Was machte er sich Gedanken über eine wildfremde Frau, die er nie im Leben wiedersehen würde? Sie war nicht verletzt gewesen und hatte auch sonst nicht hilflos gewirkt. Sie würde schon zurechtkommen, beruhigte er sein schlechtes Gewissen, das ihm wiederholt vorwarf, er sei reichlich unhöflich gewesen.

Sebastiano bremste ab und bog auf die Privatstraße ein, die zum Haupthaus des Weingutes führte. Der Kies knirschte unter den Rädern, als er den Pick-up schnell aber sicher die kurvige Straße bergauf steuerte und weiter vor sich hin fluchte. Er ärgerte sich mächtig über die unliebsame Trainingsunterbrechung – ausgerechnet jetzt.

Pino war von Anfang an sehr vielversprechend gewesen und mit Feuereifer bei den Übungen dabei. Wenn sie noch eine Weile trainierten, würde aus dem etwas übereifrigen Junghund einmal ein Trüffelspürhund der Spitzenklasse werden. Was natürlich nicht verwunderlich war, denn er hatte den Welpen beim besten Züchter der Toskana gekauft und der Lagotto Romagnolo brachte von Natur aus eine besondere Begabung für den Einsatz bei der Trüffelsuche mit. Dementsprechend ließen die Züchter sich die Tiere auch bezahlen.

Pino jedenfalls war jeden Cent wert, nicht nur, weil er heute sein Talent beeindruckend unter Beweis gestellt hatte, sondern auch, weil er ein Traumtier mit einem sehr freundlichen und fröhlichen Gemüt war und sich insgesamt extrem lernfreudig zeigte. Sebastiano konnte sich nicht erinnern, je einen Hund gehabt zu haben, der mit nur vier Monaten in seiner Ausbildung schon so weit gekommen war, und das nicht nur in Bezug auf die Trüffelsuche.

Pino forderte es geradezu ein, neue Tricks lernen zu dürfen. Die Grundkommandos wie Sitz, Platz oder Bleib hatte er bereits nach zwei Tagen zuverlässig beherrscht. Inzwischen dachte Sebastiano sich Spiele aus, die den Hund forderten. Er warf drei Spielzeuge gleichzeitig und nannte dann dasjenige, das Pino bringen sollte – kein Problem, für diesen schlauen Kerl.

Natürlich standen Suchspiele ganz oben auf dem Trainingsprogramm. Und nun die Überraschung heute. Pino hatte einen deutlichen Entwicklungssprung gemacht und nicht nur die von Sebastiano versteckten Übungstrüffel gefunden, sondern tatsächlich auch die ersten echten wild gewachsenen Trüffel. Ohne die Unterbrechung wäre er vermutlich im Anschluss an die Übung mit Pino in sein geheimes Trüffelrevier gefahren und hätte ihn dort das Abendessen suchen lassen. Nach allem was Pino bisher gezeigt hatte, wäre das ein üppiges Mahl geworden.

Doch all das war nur ein Teil der Wahrheit. Abgesehen von Pinos Ausbildung war Sebastiano sehr bewusst ausgerechnet heute in den Wald gegangen. Er wollte der englischen Reisegruppe aus dem Weg gehen, die sich für den Nachmittag zur Weinverkostung angemeldet hatte. Das hatte nun allerdings nicht mal ansatzweise geklappt. Er würde den Leuten nicht nur begegnen, er musste sogar die Weinprobe selbst übernehmen.

„Maledetto“, entfuhr es ihm erneut, als er an diesem Punkt seiner Überlegungen angekommen war.

Normalerweise war seine Assistentin Roberta für derartige Events zuständig – wenn auch nicht mehr lange, denn sie hatte zum Ende des Monats gekündigt. Bis dahin waren es aber noch zwei Wochen und er hatte fest vorgehabt, rechtzeitig für Ersatz zu sorgen.

Damit, dass Roberta sich krank melden könnte, hatte er nicht gerechnet, genauso wenig wie er mit ihrer Kündigung gerechnet hatte. Natürlich hatte er sofort nachgehakt, als sie ihm das Schreiben überreichte. Er hatte herausfinden wollen, was für ein Problem es gab, und ihr versichert, dass sie gemeinsam für alles eine Lösung finden würden. Er mochte seine Assistentin und wollte sie nur ungern verlieren, denn sie machte einen guten Job und war auch als Mensch sehr angenehm, immer gut gelaunt und hilfsbereit.

Sie hatte nie einen Ton gesagt, dass ihr irgendetwas nicht behagte, gerade deshalb versuchte er, die Gründe für ihren Stimmungswechsel herauszufinden. Doch Roberta hatte all seine Versuche abgeblockt. Sie wollte nicht mit ihm sprechen. Sie hatte gekündigt und basta. Und jetzt war sie sogar noch früher weg, als er es erwartet hatte. Nach ihrer Mittagspause war sie nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt und hatte stattdessen bei seiner Haushälterin angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie krank sei – darüber hatte Emilia ihn gerade am Telefon informiert. Nun hatte er die lästigen Touristen am Hals.

„Was soll ich tun?“, hatte Emilia, die Haushälterin, gefragt. „Die Reisegruppe steht demnächst vor der Tür. Ich kann den Leuten einen Kuchen servieren oder ihnen eine Suppe kochen, vom Weinverkauf verstehe ich nichts, das weißt du, Sebastiano. Also schwing dich in deinen Wagen und komm nach Hause! Subito!

Selbstverständlich hatte er genau das getan. Was auch sonst? Und das nicht nur, weil Emilia es verlangt hatte, sondern weil sein Pflichtbewusstsein ihm gar keine andere Wahl ließ. Das Wohlergehen des gesamten Betriebes und der Menschen, die für ihn und seine Familie arbeiteten, lagen in seiner Hand.

Seit dem Tod seines Vaters vor zwei Jahren war er der Chef des Weingutes, und er erfüllte diese Aufgabe sehr gewissenhaft, denn er war von jeher mit Leib und Seele Winzer. Das war sein Leben und seine Berufung. Er war von klein an darauf vorbereitet worden, diesen Posten samt der großen Verantwortung zu übernehmen, und für ihn hatte es nie einen Zweifel an diesem Weg gegeben. Wieso auch?

Er war stolz auf das Erbe. Generationen vor ihm hatten den Boden mit ihrem Schweiß getränkt und darum gekämpft, das Weingut zu dem zu machen, was es heute war – sie spielten ganz oben an der Spitze mit. Außerdem liebte er die Toskana. Hier hatte er seine Wurzeln. Hier war er glücklich.

Er mochte die Landschaft, vor allem natürlich die Weinberge. Der Lauf der Jahreszeiten, die Weinlese und der Zauber, wenn der Saft der Früchte sich in einen besonders erlesenen Tropfen verwandelte – all das war sein Leben. Es faszinierte ihn, wenn in alten Fässern, die er sorgfältig ausgewählt hatte, ein Wein zu einem noch vollmundigeren Körper fand. Für ihn war das jedes Mal wieder ein Wunder und ein unglaubliches Geschenk.

Natürlich gehörten auch Weinverkostungen zu seinem Arbeitsbereich. Verkostungen mit Kollegen oder einer Handvoll guter Kunden mit entsprechendem Weinverstand, die einen hervorragenden Wein zu schätzen wussten, waren ihm immer willkommen. Er konnte stundenlang über Aromen fachsimpeln und sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Das Gespräch mit Weinkennern war eine Bereicherung für ihn und brachte ihm zusätzliche Inspiration. Doch die Betreuung von Reisegruppen widerstrebte ihm aus tiefstem Herzen. Das waren fast immer Menschen, denen der tief gehende Weinverstand fehlte. Urlauber, die unterhalten werden wollten und für die der Besuch eines Weingutes zum Reiseangebot gehörte – ebenso wie eine Pastamanufaktur besucht wurde, damit man am Ende des Urlaubs sagen konnte, man hatte etwas erlebt.

Man könnte diesen Leuten sogar einen Massenwein aus dem Supermarkt vorsetzen und etwas von...



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