Ireland | Liebe, Lachen, Herzklopfen! | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Ireland Liebe, Lachen, Herzklopfen!


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-828-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

ISBN: 978-3-86494-828-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)



Ist es unanständig, einem anderen Mann eine Nacht vor der Hochzeit die Frau zu stehlen? Das fragt sich der muskulöse Polizist Bill nur kurz. Dann gibt er alle Zurückhaltung auf und küsst die bezaubernde Tricia mit aller Leidenschaft. Und sie erwidert seine Zärtlichkeiten, als würde ihr Verlobter Manson nicht existieren. Für Bill mit den umwerfend blauen Augen hat sie schon vor 14 Jahren geschwärmt. Aber damals war sie ein schüchternes Pummelchen, das er nicht beachtete. Jetzt ist sie begehrenswert schön. Noch ist sie entschlossen, den seriösen Zahnarzt Manson zu heiraten. Wenn doch Bill bloß nicht so sinnlich wäre. So wild. Ganz Mann ...

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1. KAPITEL “Warum will eine Frau, die den Zahnarzt von Mel Gibson heiratet, ein von mir geschneidertes Brautkleid?” Sylvie Wagner betrachtete ihre langjährige Freundin Tricia Peterson mit dem geschulten Auge einer gelernten Schneiderin, während sie zwischen ihren schmalen, fuchsiarot geschminkten Lippen mehrere Stecknadeln festhielt. “Wenn ich Prinz Charming aus den Reihen der Reichen und Schönen heiraten würde, würde ich mich schleunigst auf den Weg zu Vera Wang oder Escada machen.” Tricia Peterson drehte sich in ihrem Brautkleid vor dem Spiegel. Es war das schönste Kleid, das sie jemals getragen hatte, und ausgesprochen elegant in klassisch einfacher Linie. Die eierschalenfarbene Seide war schwer und glänzend, und durch den Perlenbesatz, den Sylvie sorgfältig in das Material eingearbeitet hatte, war es einer Prinzessin würdig. Mit dem tiefen Ausschnitt und dem an ihrem gerade schmaler gewordenen Körper wie angegossen sitzenden Oberteil fühlte sie sich fast schon grazil. Das letzte Mal, als sie eine von Sylvies Kreationen getragen hatte, war sie eine dicke Möchtegern-Madonna auf der Highschool gewesen. Es hatte nicht an Sylvie gelegen, dass das Ergebnis alles andere als sehenswert ausgefallen war. Damals war Tricia das Pummelchen Pat Parker, das Dickerchen der Klasse, der Witz der Stadt gewesen. Selbst in Sylvies hübschem Kleid hatte sie einer Kreuzung aus Madonna und Miss Piggy geähnelt. Seitdem waren nach und nach immer mehr Pfunde verschwunden, so sodass sogar die überkritische Tricia sich als fast schlank einstufte. Andere, weniger dramatische Veränderungen kamen hinzu. So waren ihre Haare in einem schimmernden Rostrot getönt, dass es von Natur aus nur sehr selten gibt. Und natürlich hatte sie einen neuen Namen. Sobald sie mit achtzehn Jahren Bee Lake, Louisiana, verlassen hatte, war aus Pat Tricia geworden. Der neue Nachname stammte von ihrer ersten Heirat. Aber obwohl sie sich in dreizehn Jahren vom sprichwörtlich hässlichen Entlein in einen schönen Schwan verwandelt hatte, schrieb sie die Verwandlung heute vor allem Sylvies Kleid zu. “Ich habe immer schon gesagt, dass du diejenige sein wirst, die mein Hochzeitskleid nähen soll.” “Die Leute machen sich alle möglichen dummen Versprechungen, wenn sie auf der Highschool sind”, brummte Sylvie. “Mir ist eine Sylvie Wagner lieber als alle Vera Wangs der Welt.” Sylvie konnte ein lautes Lachen nicht mehr zurückhalten. “Ich könnte mich über dich totlachen.” Tricia konnte sich wirklich nicht erklären, wie jemand, der ein so elegantes und romantisches Kleid entworfen hatte, derart ungerührt und zynisch sein konnte. Sie hatte die Wahrheit gesagt. Sie und Sylvie mochten sich in den Jahren, seitdem Tricia von ihrer kleinen Heimatstadt nach Baton Rouge gegangen war, nicht so oft gesehen haben. Aber sie hatte sich niemals wirklich von ihrer besten Freundin, die ihr während der gesamten Schulzeit treu zur Seite gestanden hatte, entfernt. Der Himmel wusste, dass sie auch nachdem sie Bee Lake verlassen hatte, eine Freundin brauchte. Mit Anfang zwanzig hatte Tricia eine katastrophale Ehe hinter sich und war von Job zu Job gewechselt. Schließlich hatte sie ihren Geschäftssinn entdeckt und eine Buchhandlung mit Café eröffnet, was glücklicherweise voll im Trend lag. Ein kleiner finanzieller Erfolg und Sylvies Unterstützung hatten ihr schließlich die innere Kraft gegeben, sich eines Nachmittags in eine Diätgruppe zu schleichen und sich zwei Jahre lang wie ein schlecht gefüttertes Nagetier zu ernähren. Um den Kauf des ersten Kleides in Größe 38 in ihrem Leben zu feiern, leistete sie sich dann einen sonnigen Urlaub in Cancún, wo sie ihr neues, aber immer noch angekratztes Selbstbewusstsein pflegte. Eingehüllt in ein Strandtuch, zog sie schon nach zehn Minuten den Blick von Manson Toler, Prominentenzahnarzt von Beverly Hills, auf sich. Manson lächelte sie in Hollywoodmanier an und sagte ihr, dass sie den attraktivsten Anblick bot, den er bisher in Mexiko gehabt hatte. Und noch bevor sie daran denken konnte, dass sie früher ein dickes Mädchen gewesen war, war Tricia in eine stürmische Romanze geschlittert. Jetzt war sie mit einem wunderbaren Mann verlobt. Sie erlebte eine triumphale Rückkehr, um eine große Hochzeit in der Stadt zu feiern, in der sie seit ihrer Zeit im Kindergarten zur Verliererin gestempelt worden war. Ein Traum würde wahr werden. Und danach würde sie in Beverly Hills ganz neu anfangen. Das Leben schien nahezu perfekt zu sein. Das dumpfe Geräusch von Schritten aus Sylvies Wohnzimmer brachte Tricia zurück auf die Erde. Kurze Zeit später lehnte ihr zwölfjähriger Sohn am Türrahmen. Er trug wieder einmal seine geliebten Rollerblades, die seine im Verhältnis zum übrigen Körper zu großen Füße noch klobiger wirken ließen. Er musterte Tricia mit offensichtlichem Schaudern von Kopf bis Fuß. “Willst du das wirklich zur Hochzeit anziehen?” Tricia brachte die Frage nicht aus der Fassung, denn ihr Sohn befand sich in einer Phase, in der ihm alles peinlich war, was sie anzog oder sagte. “Tom, hatte ich dir nicht gesagt, dass du die Rollerblades hier nicht anschnallen sollst?” “Ich habe nichts beschädigt.” “Tom …” Tricia warf ihm einen strengen Blick zu, um zu zeigen, dass sie es ernst meinte. Aber ihr Sohn rollte lediglich mit den Augen. Er war mit zu weiten Jeans und einem zu großen Baseballhemd im typischen Stil der Jugendlichen gekleidet. Sein kurzes braunes Haar stand büschelweise ab, als wäre er gerade aus dem Bett gekommen. Er sah immer so aus. Obwohl es Tricia in den Fingern juckte, sein Haar mit etwas Wasser in Ordnung zu bringen, wusste sie, dass sie um ihr Leben laufen müsste, wenn sie nur die geringsten Anstalten in diese Richtung unternahm. “Kann ich die Rollerblades anbehalten, wenn ich nach draußen gehe?”, fragte er. “Natürlich, aber …” Noch bevor sie ihm verbieten konnte, über den Linoleumboden zu skaten, hatte er ihn schon überquert und flog förmlich zur Küchentür hinaus. Tricia bezweifelte, dass Tom jemals gelaufen war, bevor sie in einem Moment mütterlicher Schwäche nachgegeben und ihm zum letzten Geburtstag Inlineskates gekauft hatte. Sie drehte sich entschuldigend zu ihrer Freundin um. “Es tut mir leid, Sylvie. Er missbilligt die Hochzeit, nicht das Kleid.” Eingehend betrachtete sie Toms Spuren quer durch die Küche. “Ich hoffe, er hat dir nicht den Boden zerkratzt.” Sylvie lachte. “Nein, hat er nicht. Und ich mache mir deshalb auch nicht so viele Sorgen wie du. Kids in diesem Alter sind immer widerspenstig. Und was das ständige Skaten betrifft, ist Tom genauso wie Casey.” “Bills Tochter?” Der Hinweis auf Sylvies Bruder machte Tricia hellhörig. Bill Wagner war während der gesamten Schulzeit ihr großer Schwarm gewesen. Wovon er natürlich nichts gewusst hatte. Während sie als Zielscheibe des Spotts gedient hatte – der einzigen Sportart, an der sie beteiligt gewesen war – hatte er als Kapitän der Footballmannschaft geglänzt. Er war der begehrteste Junge auf der Schule gewesen. Obwohl Tricia ihn seit zwölf Jahren nicht einmal mehr flüchtig gesehen hatte, redete Sylvie die ganze Zeit über ihn. Und so wusste Tricia, dass seine Tochter in Toms Alter war. “Sie sind beide in einer feindseligen Phase.” Sylvie holte tief Luft. “Du solltest Bill wirklich mal anrufen, solange du in der Stadt bist!” Tricias Herz schnürte sich vor Furcht zusammen. In ihrer Vorstellung war Bill immer noch der strahlende Footballheld, dem alle Mädchen nachliefen. “Das kann ich nicht.” Tricia wusste, dass Sylvie immer die abwegige Idee gehegt hatte, dass ihre beste Freundin und ihr Bruder das perfekte Paar wären. Als Sylvie leichthin fragte: “Warum nicht?”, suchte Tricia äußerlich unbeteiligt nach einer Antwort, die die Unsicherheit nicht zum Vorschein bringen würde, die auch jetzt noch hinter ihrem neuen, verschönerten Aussehen lauerte. Bei ihren Diättreffen hatte Tricia erfahren, dass einige Frauen durch den Wunsch beflügelt wurden, mit Glanz und Gloria in ihre Heimatstädte zurückzukehren und ihre Reize vor den Männern auszuspielen, die sie ehemals vor den Kopf gestoßen hatten. In der Theorie klang das großartig. Aber tief drinnen fürchtete sich Tricia davor, dass durch einen einzigen flüchtigen Blick von Bill ihre Fettzellen wachsen, ihre Poren verstopfen und ihre Haare wie die ihres Sohnes abstehen würden. “Weil ich heiraten werde.” “Soll das heißen, dass du nie mehr mit anderen Männern reden wirst?” Tricia bedachte ihre Freundin mit einem mahnenden Blick. “Du kannst aufhören, mir deinen Bruder zu verkaufen, Sylvie. Ich bin praktisch eine verheiratete Frau.” Sylvie entfuhr ein Seufzer. “In Ordnung. Ich schätze, ich kann dir nicht vorwerfen, dass du den Zahnarzt der Stars einem Kleinstadtpolizisten vorziehst.” “Manson Toler ist erfolgreich und wohlhabend, aber das allein ist es nicht, was ihn für mich anziehend macht. Er ist ein wunderbar höflicher und anständiger Mensch.” Seit ihrem ersten Dinner bei Kerzenschein in Cancún gab ihr Manson das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Und sie ging davon aus, dass es ein zusätzlicher Pluspunkt war, von einem Mann hingerissen zu sein, der nicht ahnte, dass das einzige Date in ihrer Schulzeit mit ihrem gockelhaften Cousin Mort stattgefunden hatte. “Höflichkeit und Anständigkeit sind nicht gerade die wichtigsten Charaktereigenschaften eines feurigen Liebhabers”, wandte Sylvie bedächtig ein. “Aber selbst wenn, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendjemand einen Traummann hat, der Manson heißt. Besonders in Kalifornien.” Tricia zog...



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