Privatphilosophien der Moderne
Buch, Deutsch, 400 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 800 g
ISBN: 978-3-85415-644-4
Verlag: Ritter Klagenfurt
Felix Philipp Ingold pra¨sentiert in seiner neuen Essaysammlung eine Galerie von Einzelportraits moderner europa¨ischer „Privatphilosophen“, fu¨r die Philosophie kein akademischer schulbildender Beruf war, sondern intensives, sezessionistisches, eigensinniges, oft auch einsames Reflektieren und Schreiben.
In aller Regel arbeitet sich die professionelle Philosophie am Denken vorga¨ngiger Philosophen ab, dessen Falsifizierung und U¨berbietung ihren „Fortschritt“ ausmachen, und so bewahrt, transportiert und kanonisiert denn auch die akademische wie die popula¨re Philosophiegeschichte vorzugsweise ganzheitliche Ideengeba¨ude, die als geschlossene Systeme gelten sollen, wa¨hrend privates Denken und private Denker in aller Regel unberu¨cksicht bleiben.
Betroffen von solcher Missachtung sind „selbstdenkende“ Dichter, Ku¨nstler, Wissenschaftler, die keiner Schul- oder Systemphilosophie verpflichtet sind, sondern philosophierend sich Gedanken machen u¨ber die Welt, u¨ber den Sinn des Lebens und u¨ber sich selbst.
Vorgestellt werden knapp zwei Dutzend bekannte wie unbekannte (oder vergessene) „Privatdenker“ des 20. Jahrhunderts – von Fritz Mauthner bis Manlio Sgalambro –, an deren Beispiel die Problem- und Formenvielfalt selbstta¨tigen Philosophierens repra¨sentativ vor Augen gefu¨hrt wird.




