Hooper | Blutfesseln | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 380 Seiten

Reihe: Noah Bishop & HAVEN

Hooper Blutfesseln

Thriller: Die Blood-Trilogie: Noah Bishop & HAVEN 3 | Mystery-Action
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98690-178-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Thriller: Die Blood-Trilogie: Noah Bishop & HAVEN 3 | Mystery-Action

E-Book, Deutsch, Band 3, 380 Seiten

Reihe: Noah Bishop & HAVEN

ISBN: 978-3-98690-178-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Denn jede Jagd muss tödlich enden: Der abgründige Mystery-Thriller »Blutfesseln« der New-York-Times-Bestsellerautorin Kay Hooper als eBook bei dotbooks. Wenn dein Mörder dir näher ist, als du denkst ... Ein Killer zieht seine blutige Spur durch drei amerikanische Bundesstaaten - ist er zu größenwahnsinnig, um sie zu verwischen, oder will er so seinen größten Feind in eine Falle locken? Agent Noah Bishop vom FBI muss alles auf eine Karte setzen, auch wenn dies bedeutet, eine junge Frau in tödliche Gefahr zu bringen: Hollis Templeton besitzt übersinnliche Kräfte, die sich mit ungeheurer Geschwindigkeit entwickeln. Aber werden diese ihr helfen, selbst die bösartigsten Angriffe ihres übermächtigen Gegners zu überleben - oder läuft Hollis Gefahr, von innen heraus zu verbrennen? »Ein packendes Abenteuer und Höhepunkt der Serie!« Fresh Fiction Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Blutfesseln« von New-York-Times-Bestsellerautorin Kay Hooper ist der abschließende Band ihrer actiongeladenen Blood-Trilogie. Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag.

Kay Hooper, geboren 1958 in Kalifornien, wuchs in North Carolina auf und studierte später Literaturgeschichte. Noch während sie an der Universität war, begann sie zu schreiben. Nach ersten Erfolgen als Autorin von Liebesromanen entdeckte sie das Spannungsgenre für sich und eroberte unter anderem mit ihren paranormalen Thrillern über die geheime FBI-Einheit des Agenten Noah Bishop immer wieder die Bestsellerliste der New York Times. Neben dem Schreiben engagiert sich Kay Hooper für den Tierschutz. Mehr Informationen über die Autorin finden sich auf ihrer Website: www.kayhooper.com Bei dotbooks veröffentlichte Kay Hooper die Blood-Trilogie mit den Einzelbänden »Blutträume«, »Blutsünden« und »Blutfesseln«.
Hooper Blutfesseln jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Heute, 8. April, Tennessee

Obwohl die Muskeln in seinen Beinen brannten, lief Case Edgerton, voll auf seine Atmung konzentriert, den schmalen Pfad entlang.

Die letzte Meile war immer die härteste, vor allem bei seinem wöchentlichen Geländelauf. Auf der Bahn oder im nahe gelegenen Park war es einfacher. So wie hier, auf unebenem und unübersichtlichem Terrain zu trainieren, erforderte echte Konzentration.

Deshalb gefiel es ihm so.

Er sprang über einen morschen Baumstamm und musste sich gleich danach unter einem tief hängenden Ast wegducken. Anschließend ging es nur noch abwärts, was nicht so einfach war, wie es klang, da der Pfad sich in halsbrecherischen Serpentinen über diese letzte Meile hinabschlängelte. Gutes Training für das bevorstehende Rennen. Er wollte es unbedingt gewinnen, wie schon so viele im Laufe seines Abschlussjahres.

Und dann gab es da Kayla Vassey, die ein Faible für Läufer hatte, sehr flexibel war und ihn gerne belohnen würde. Vielleicht den ganzen Sommer lang. Hinterher würde sie sich nicht an ihn klammern. Sie würde viel zu sehr damit beschäftigt sein, die Läufer des nächsten Jahres zu taxieren, um für mehr als ein Abschiedswinken Zeit zu finden, wenn er im Herbst aufs College ging.

Unverbindlicher Sex. Genau wie er es mochte.

Beinahe wäre Case über eine vom Frühlingsregen frei gespülte Wurzel gestolpert und fluchte über seine Unachtsamkeit.

Konzentrier dich, du Idiot. Willst du das Rennen verlieren?

Das wollte er wirklich nicht.

Seine Beine brannten inzwischen wie Feuer, und seine Lunge fühlte sich an, als läge sie offen, doch er schonte sich nicht, legte sogar etwas an Tempo zu, als er um die letzte tückische Haarnadelkurve bog.

Wieder stolperte er, und diesmal ging er zu Boden.

Er versuchte über die Schulter abzurollen, um möglichst wenig abzubekommen, doch die Strecke war so uneben, dass er stattdessen mit einem Stöhnen auf den harten Boden krachte. Ihm blieb die Luft weg, und ein stechender Schmerz ließ ihn befürchten, er hätte sich etwas verstaucht oder gerissen.

Eine Weile hielt er sich vorsichtig und keuchend die Schulter, bevor er in der Lage war, sich aufzusetzen. Und erst da sah er, was ihn zu Fall gebracht hatte.

Ein Arm.

Ungläubig starrte er auf die Hand, die einem Mann zu gehören schien: eine überraschend saubere und intakte Hand, deren lange Finger ganz entspannt wirkten. Sein Blick wanderte einen gleichfalls unversehrten Unterarm hinauf und dann …

Und dann begann Case Edgerton zu kreischen wie ein kleines Mädchen.

»Sie sehen ja selbst, wieso ich Sie angefordert habe.« Sheriff Desmond Duncan klang nervös. »Wir befinden uns hier zwar am Rande von Serenade, doch es fällt noch in meinen Zuständigkeitsbereich. Und ich schäme mich nicht, zuzugeben, dass das Sheriffdepartment von Pageant County noch nie mit so etwas zu tun hatte.« Er machte eine Pause, dann bekräftigte er: »Niemals.«

»Das überrascht mich nicht«, erwiderte sie etwas geistesabwesend.

Ausbildung und Erfahrung rieten Des Duncan, den Mund zu halten, damit sie sich auf den Tatort konzentrieren konnte, aber seine Neugier war stärker. Da er noch nie mit dem FBI zu tun gehabt hatte, wusste er nicht, was auf ihn zukommen würde, und wäre möglicherweise über jede Art von Agent überrascht gewesen. Über diese Frau war er es auf jeden Fall.

Erstens war sie zum Niederknien schön, hatte den Körper eines Pin-up-Girls und die Augen eines exotischen Engels. Und zweitens besaß sie die strahlendsten blauen Augen, die er je gesehen hatte. Trotzdem wirkte sie erstaunlich gelassen und war sich der Wirkung nicht bewusst, die sie auf jeden Mann in ihrer Umgebung hatte. Sie trug ausgeblichene Jeans, einen weiten Pullover und praktische, abgetragene Stiefel. Das lange schwarze Haar war im Nacken zu einem Pferdeschwanz gebunden. Kein Make-up, soweit er erkennen konnte.

Bis auf ein Schlammbad hatte sie anscheinend alles unternommen, um ihr gutes Aussehen zu verschleiern, trotzdem musste Des sich bemühen, ein Stottern zu unterdrücken, wenn er mit ihr sprach. Er konnte sich nicht mal erinnern, ob sie ihm ihre Dienstmarke gezeigt hatte.

Dabei war er an die sechzig, Himmel noch mal.

Aus Angst, die falsche Frage zu stellen oder eine Frage falsch zu formulieren, sagte er zögernd: »Ich bin froh darüber, das hier in erfahrenere Hände zu legen, glauben Sie mir. Zuerst habe ich natürlich das State Bureau of Investigation angerufen, aber … Tja, nachdem die sich meine Geschichte angehört hatten, rieten sie mir, Ihr Büro anzurufen. Explizit Ihres, nicht einfach das FBI. Ehrlich gesagt, ich war etwas überrascht, dass sie meinten, ich solle Ihre Leute anrufen. Doch es klang wie eine gute Idee, also hab ich’s getan. Hatte nicht erwartet, dass gleich so viele Bundesagenten kommen würden, und ganz bestimmt nicht so schnell. Ist nicht ganz fünf Stunden her, dass ich um Unterstützung gebeten habe.«

»Wir waren in der Gegend«, erwiderte sie. »Ziemlich nahe. Gleich hinter den Bergen, in North Carolina.«

»Ein anderer Fall?«

»Ein noch nicht abgeschlossener. Läuft uns aber nicht davon. Daher passte es gut, uns den hier anzusehen.«

Duncan nickte, obwohl sie ihn nicht ansah. Sie kniete ein Stück von der Leiche entfernt ? oder dem, was von ihr übrig war ?, den Blick unverwandt darauf gerichtet.

Er überlegte, was sie da wohl sah. Denn es hieß, die Agenten der Special Crimes Unit des FBI sähen einiges mehr als die meisten Polizisten, auch wenn sich das Was und Wie schwer in Worte fassen ließ.

Was Duncan sah, war eindeutig genug, wenn auch unglaublich grotesk, sodass er sich zwingen musste, wieder hinzusehen. Die Leiche lag neben dem öffentlichen Wander-und Crosslaufpfad, den die Leichtathletikmannschaft der Highschool und ein paar waghalsigere unter den Bürgern der Stadt benutzten. Eine verteufelt schwierige Strecke, wenn man schnell ging, von rennen ganz zu schweigen, was sie zu einem hervorragenden Übungsgelände machte, vorausgesetzt, man wusste, was man tat. Und zu einem möglicherweise tödlichen, wenn man das nicht wusste.

Das ganze Jahr über kam es hier zu zahlreichen Verstauchungen, Zerrungen und Knochenbrüchen, vor allem nach Regengüssen. Duncan brauchte allerdings kein Gerichtsmediziner oder Arzt zu sein, um zu erkennen, dass das hier nicht von einem Sturz beim Gehen oder Laufen verursacht worden war. Keinesfalls.

Das dichte Unterholz in diesem Teil des Waldes hatte es dem Mörder leicht gemacht, den größten Teil der Leiche zu verbergen. Mühsam hatten Duncans Deputys Stunden zuvor Büsche und Ranken entfernen müssen, um die Überreste freizulegen.

Das Gute daran war, dass es sich hier offensichtlich um einen Abladeplatz und nicht um den Tatort des Mordes handelte. Duncan mochte zwar nicht viel Erfahrung im Umgang mit grausigen Morden haben, doch ihm war ziemlich klar, dass die FBI-Agenten wenig begeistert gewesen wären, wenn man ihre Beweise angerührt hätte.

Beweise. Er fragte sich, ob es überhaupt nennenswerte Spuren gab. Seine eigenen Leute hatten kaum etwas gefunden. Fingerabdrücke wurden zwar schon durch das Identifizierungsprogramm geschickt, und falls sich auf diese Weise kein Name herausfinden ließ, wäre der nächste Schritt, wie Duncan annahm, ein Gebissabdruck.

Denn viel mehr gab es nicht, womit man den armen Kerl hätte identifizieren können.

Der linke Arm lag über den Weg gestreckt und war seltsam unversehrt, hatte nicht mal einen Kratzer. Insofern seltsam, als vom Ellbogen aufwärts die Verletzungen … extrem waren. Gewebe und Muskeln waren fast vollständig von den Knochen gelöst, nur hie und da hingen noch blutige Sehnenfetzen daran. Die meisten, wenn nicht alle inneren Organe waren verschwunden, die Augen ebenfalls, und die Kopfhaut war vom Schädel abgerissen worden.

Abgerissen. Himmel wie war das möglich? Wie konnte so etwas passieren?

»Schon eine Idee, wie das passiert sein könnte?«, fragte Duncan.

»Keine vernünftige jedenfalls«, erwiderte sie sachlich.

»Also bin ich nicht der Einzige, der an Unmögliches denkt, an Albtraumhaftes?« Er hörte die Erleichterung in seiner Stimme.

Sie wandte den Kopf und sah ihn an, stemmte sich hoch und trat von der Leiche weg. »Wir haben schon vor Langem gelernt, Worte wie unmöglich nicht leichtfertig zu verwenden.«

»Und Albtraum

»Auch das. ›Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, Horatio ...‹« Special Agent Miranda Bishop zuckte die Schultern. »Die SCU wurde gegründet, um sich mit diesem Mehr zu befassen. Wir haben schon eine Menge davon gesehen.«

»Das ist mir zu Ohren gekommen, Agent Bishop.«

Sie lächelte, und er spürte erneut eine vollkommen unprofessionelle und zutiefst männliche Reaktion auf wahrhaft atemberaubende Schönheit.

»Miranda, bitte. Um Missverständnisse zu vermeiden.«

»Ach? Wie das?«

»Weil«, ließ sich eine neue Stimme vernehmen, »Sie uns immer wieder mal von Bishop reden hören werden, womit wir jedoch Noah Bishop meinen, den Chef der Special Crimes Unit.«

»Meinen Ehemann«, erläuterte Miranda Bishop. »Alle nennen ihn Bishop. Daher nennen Sie mich bitte Miranda.« Sie wartete sein Nicken ab und richtete den Blick ihrer strahlend blauen Augen auf den anderen Agenten. »Irgendwas, Quentin?«

»Nichts Auffälliges.« Special Agent Quentin Hayes schüttelte den Kopf und zupfte stirnrunzelnd einen kleinen Zweig aus seinem etwas struppigen blonden Haar. »Allerdings habe ich selten ein Gebiet mit so dichtem Unterholz durchsucht, also könnte mir durchaus etwas entgangen...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.