Hoffmann | Vor Junggesellen wird gewarnt | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Hoffmann Vor Junggesellen wird gewarnt


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-7498-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-7498-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Garrett McCabe ist Junggeselle. Und das aus Überzeugung. Nie hätte der erfolgreiche Journalist erwartet, dass ausgerechnet Emily, die Herausgeberin einer Hausfrauenzeitschrift, in ihm ein so wildes Verlangen auslöst! Nicht nur nach Sex. Etwa auch nach Liebe?



Seit Kate Hoffmann im Jahr 1979 ihre erste historische Romance von Kathleen Woodiwiss las - und zwar in einer langen Nacht von der ersten bis zur letzten Seite - ist sie diesem Genre verfallen. Am nächsten Morgen ging sie zu ihrer Buchhandlung, kaufte ein Dutzend Liebesromane von verschiedenen Autorinnen und schmökerte sie begeistert durch. Zehn Jahre später entschloss sie sich, selbst eine Romance zu schreiben. Kate hatte als Lehrerin, Verkäuferin, Werbekauffrau und in ehrenamtlichen Jobs gearbeitet - aber so richtig glücklich war sie in diesen Jobs nicht. Drei Jahre versuchte sie sich an einem historischen Liebesroman, bis sie zu dem Schluss kam, dass sie dafür nicht die Richtige sei. In dem folgenden halben Jahr verfasste sie eine zeitgenössische Romance, und das gelang ihr auf Anhieb so gut, dass das Manuskript von dem Verlag Harlequin gekauft wurde. Im Jahr 1993 erfüllte sich dann ihr großer Traum: Sie wurde hauptberuflich Romance-Autorin. Kein Wecker, der sie morgens aus dem Schlaf reißt, keine seriösen Kostüme mehr - stattdessen allerdings lange und harte Stunden am Computer. Zurzeit arbeitet sie an ihrem 25. Liebesroman. Sie schreibt für verschiedene Reihen, ist jedoch dem zeitgenössischen Genre treu geblieben. Kate teilt ihr gemütliches kleines Haus mit ihren beiden Katzen Tansing und Tibriz. Sie leben in einem malerischen Dorf im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin.
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1. KAPITEL

„Welche Farbe bevorzugt sie bei ihren Dessous?“, fragte Garrett McCabe, während er die Auslage des Miederwarengeschäfts musterte. Dann bemerkte er den schockierten Gesichtsausdruck seines Freundes, Josh Banks. Der Dritte im Bunde bei diesem Stadtbummel, Tru Hallihan, warf Garrett einen missbilligenden Blick zu, bevor er sich wieder dem Schaufenster zuwandte.

Josh vergewisserte sich, dass keiner der Passanten, die an diesem Samstagmorgen das Beverly-Einkaufscenter bevölkerten, Garretts indiskrete Frage gehört hatte, und erwiderte ruhig: „Ich glaube, das geht nur meine Frau und mich etwas an.“

„Wie du willst. Allerdings habe ich eine unschlagbare Theorie entwickelt, was Damenunterwäsche angeht“, fuhr Garrett fort.

„Lass hören“, forderte Tru ihn auf.

„Wie ihr euch sicher erinnert, war dieses Thema bereits Gegenstand meiner Zeitungskolumne. Die Farbe ihrer Dessous verrät viel über die Persönlichkeit einer Frau. Nehmen wir den Typ rote Wäsche: Sie wagt viel, ist aber für meinen Geschmack zu dominant. Frauen, die weiße Dessous tragen, leiden oft unter sexuellen Defiziten und sind eher praktisch veranlagt. Lasst bloß die Finger von Frauen, die Blümchenunterwäsche tragen. Sie haben den Kopf voll romantischer Flausen. Dann gibt es noch die, die Schwarz tragen. Sie …“

„Taryn trägt Schwarz“, mischte Josh sich ein.

Garrett lächelte. „Glückskind. Unverklemmt und abenteuerlustig. Also, geh rein und kauf Taryn etwas nettes Schwarzes. Zum Beispiel das dort drüben.“ Er deutete auf ein schwarzes Spitzenbustier.

Josh blinzelte hinter seiner konservativen Metallbrille und rückte seine Krawatte zurecht. „Du meinst, ich soll da reingehen und das da kaufen? Ich weiß nicht einmal, wie man so was nennt.“

„Ein Bustier“, half Garrett ihm. „Ich dachte, du brauchst ein Geschenk für euer Jubiläum?“

„Es sieht reichlich unbequem aus“, meinte Josh, nachdem er das Objekt eingehend begutachtet hatte. „Seid ihr beide wirklich jemals mit einer Frau zusammengewesen, die so etwas getragen hat?“

Tru schob die Hände in die Taschen seiner Lederjacke. „Leider nicht“, seufzte er.

„Ich auch nicht“, gab Josh zu.

Beide wandten sich erwartungsvoll an Garrett. Er wählte seine Worte sorgsam, denn immerhin hatte er einen Ruf zu wahren. Garrett McCabe war Autor der beliebten Zeitungskolumne „Boys’ Night Out“, die zweimal wöchentlich erschien und Männern – insbesondere Junggesellen – sagte, was Trend war und was nicht. Er galt als überzeugtester Junggeselle von Los Angeles. Allerdings klafften auch hier Wunsch und Wirklichkeit ein klein wenig mehr auseinander, als Garrett bereit war, öffentlich zuzugeben.

Er war mittlerweile der einzige Unverheiratete der drei Freunde. Der ehemalige Privatdetektiv Tru Hallihan hatte vor drei Monaten die Therapeutin Caroline Leighton geheiratet. Und Josh, Steuerberater von Beruf, war vor ein paar Wochen in Las Vegas durch die Malerin Taryn Wilde vom Junggesellen zum Ehemann avanciert.

Bis vor Kurzem noch hatten Tru, Josh und Garrett jeder für sich allein im berühmt-berüchtigten Apartmenthaus „Bachelor Arms“ gewohnt. Jetzt lebte Tru mit Caroline zusammen in deren Haus oben in Laurel Canyon, und Taryn war bei Josh eingezogen. Man sah sich ab und zu beim Mittagessen und traf sich immerhin noch regelmäßig an den Dienstagen im Flynn’s zum Pokern.

Garrett bedauerte die Heirat seiner beiden Freunde. Sicher, Caroline und Taryn waren wunderbare Frauen, aber er war davon überzeugt gewesen, dass er, Josh und Tru bis in alle Ewigkeit Junggesellen bleiben würden. Offensichtlich bin ich der einzige, der an die echte Berufung zum Junggesellendasein glaubt, dachte Garrett. Ich will frei sein – und wenn ich mit einer Frau zusammen bin, dann nur zu meinen Bedingungen.

Garrett warf einen letzten Blick auf das Bustier. „Ehrlich gesagt, habe ich leider noch keine Frau mit solch exklusivem Geschmack kennengelernt. Aber man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.“

Nicht, dass Garrett jemals schlechte Erfahrungen mit der Ehe gemacht hätte. Seine Eltern, seine Großeltern, seine sieben Geschwister waren sämtlich glücklich verheiratet. Eine Tradition, der sich mittlerweile kein Mitglied der Familie mehr entziehen konnte. Auch Garrett nicht. Dass er mit fünfunddreißig Jahren immer noch unverheiratet war, gab in der Familie Anlass zu einigen Spekulationen.

Allmählich wurden seine Ferienaufenthalte zu Hause in Boston durch unzählige bohrende Fragen der Familie und arrangierte Treffen mit heiratsfähigen Frauen zur Qual. Er bemühte sich schon lange nicht mehr, seine Handlungsweise zu rechtfertigen, und nahm an, dass seine Weigerung, zu heiraten, auch dem Wunsch entsprang, seiner Familie zu trotzen.

„Kauf das Ding, Josh“, sagte er nun zu seinem Freund. „Du wirst es nicht bereuen.“

„Ich dachte eigentlich an etwas … etwas Traditionelleres“, wandte Josh ein. „Es muss doch Dinge geben, die man sich üblicherweise zu Jubiläen schenkt. Silber zum Beispiel bedeutet fünfundzwanzig Jahre, Gold fünfzig Jahre. Und zwei Wochen?“

„Für zwei Wochen gibt es sexy Unterwäsche“, erklärte Garrett. „Nach zwei Monaten schenkt der aufmerksame Ehemann schwarzes Leder.“

Josh sah Tru fragend an, doch der schüttelte den Kopf. „Lass uns woanders unser Glück versuchen“, meinte Josh schließlich. „Ich habe das Gefühl, dass dieses Jubiläum Taryn wichtig ist, und ich habe keine Lust, gleich zu Beginn meiner Ehe einen Fehler zu machen.“

„Na gut“, lenkte Garrett ein. „Aber sieh zu, dass es nicht mehr so lange dauert. Ich muss noch vor fünf Uhr meine Kolumne fertigschreiben, und ich habe bisher nicht einmal eine Idee, worum es diesmal gehen soll. Wieso versuchen wir es nicht mal in der Buchhandlung oben im achten Stock? Kochbücher machen sich immer gut als Geschenk.“

Joshs Miene hellte sich auf. „Ein Kochbuch? Das könnte es sein, denn Taryn möchte unbedingt kochen lernen.“ Er warf dem schwarzen Bustier noch einen sehnsüchtigen Blick zu und ging dann zur Rolltreppe hinüber.

Das Beverly-Center war die Krönung der Einkaufszentren von Los Angeles. Polierter rötlichgrauer Marmor wechselte sich ab mit Glas und Stahl, melodiöse Hintergrundmusik erfüllte die lichtdurchfluteten, klimatisierten Etagen, der aromatische Duft von exotischen Gerichten lockte Passanten in die edlen Restaurants. Hier konnte man im Überfluss alles kaufen, ob man es nun brauchte oder nicht.

Garrett hasste Einkaufszentren fast noch mehr als Zahnarztpraxen. Was finden Frauen bloß an 170 Läden auf acht Etagen?, fragte er sich. Vielleicht ist es genetisch bedingt. Männer haben X- und Y-Chromosomen, Frauen dagegen X und E, wobei E für Einkaufszentrum steht, dachte er sarkastisch. Eine seiner Kolumnen hatte dieses E bereits zum Thema gehabt.

Als sie den achten Stock erreichten, bemerkte Garrett eine lange Schlange von Leuten, die ihren Anfang offensichtlich in der Buchhandlung nahm. „Vielleicht solltest du dich lieber für Parfum entscheiden, Josh. Im Buchladen scheint zu viel los zu sein.“ Garrett reckte sich, um das Transparent über der Tür der Buchhandlung lesen zu können. „Irgendeine Autorin namens Emily Taylor signiert ihr neuestes Buch.“

„Emily Taylor!“, rief Tru. „Caroline besitzt alle Bücher von ihr. Sie liest sie abends im Bett.“

„Wie schmeichelhaft für dich“, neckte ihn Garrett.

„Hat sie etwas mit ‚At Home‘ zu tun?“, erkundigte sich Josh.

„Genau. Das Magazin für ein schönes Zuhause“, bestätigte Tru. „Emily Taylor At Home“.

„Wer ist Emily Taylor?“, wollte Garrett wissen.

„Eine Hausfrau, nehme ich an“, erwiderte Tru. „Von Berufs wegen.“

„Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt“, sagte Garrett. „Kann ich sie mieten, damit sie sich um mein Apartment kümmert? Und um meine Wäsche, um die Vorräte …“

Josh schüttelte den Kopf. „Taryn sagt, Emily Taylor habe die Sorge für ein schönes Zuhause zur Kunst erhoben. Taryn versucht, sie in der Küche zu kopieren, aber ich glaube, es ist besser, wenn sie bei dem bleibt, was sie am besten macht: Popcorn in der Mikrowelle und Orangensaft.“

„Du hast es gut“, mischte sich Tru ein. „Caroline versucht, Emily Taylors Gartentipps umzusetzen. Das bedeutet, ich muss ebenfalls gärtnern. Die letzten vier Wochen haben wir damit verbracht, mehrjährige Stauden zu besorgen. Außerdem habe ich mindestens eine Tonne Gartenerde vom Auto in den Garten geschafft und letzten Sonntag das Baseballspiel der Lakers verpasst, weil ich herausfinden sollte, welchen pH-Wert unsere Erde hat. Caroline hat angekündigt, dass wir einen englischen Vorgarten haben werden, der dem von Emily Taylor bis auf das letzte Blättchen gleicht.“

„Taryn hat versucht, aus einer Tischdecke einen Duschvorhang zu machen“, berichtete Josh. „Als ich ihr Geld für einen richtigen Duschvorhang geben wollte, hat sie mir erklärt, dass es darum gar nicht gehe. Dann fing sie an zu weinen und warf mir vor, ich würde ihre Bemühungen nicht ernst nehmen, und sie sei als Hausfrau eine Versagerin. Danach musste ich einen Artischockenauflauf essen“, fügte er hinzu und schauderte.

„Ich glaube, ich höre nicht recht“, wetterte Garrett. „Ihr lasst also zu, dass diese Emily Taylor euer Leben regiert?“

„So schlimm ist es nun auch wieder nicht“, wehrte Josh ab. „Jedenfalls bis jetzt noch nicht. Taryn meint nur, sie benötige etwas Unterstützung, um eine gute Ehefrau zu werden....



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