Buch, Deutsch, Band 4, 116 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 147 g
Reihe: Horror + Schauer
Buch, Deutsch, Band 4, 116 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 147 g
Reihe: Horror + Schauer
ISBN: 978-3-565-22017-5
Verlag: epubli
Zwischen den Grenzen von wachem Verstand und tiefem Wahnsinn entfaltet sich das verstörende Schicksal des Studenten Nathanael. Seit seiner Kindheit verfolgt ihn das Trauma des Sandmanns – jener Schreckensgestalt, die Kindern die Augen stiehlt. Als er dem zwielichtigen Wetterglashändler Coppola begegnet, bricht das verdrängte Grauen mit voller Gewalt wieder hervor. Ist es der Dämon seiner Vergangenheit, oder verliert Nathanael schlicht den Verstand? Seine Besessenheit von der geheimnisvollen, beinahe künstlich wirkenden Olimpia entfremdet ihn zunehmend von seiner Verlobten Clara und der Realität selbst.
Doch der Schrecken lauert nicht nur in den eigenen Sinnen, sondern auch hinter den starren Fassaden der Zivilisation. In „Das öde Haus“ wird ein leerstehendes Gebäude inmitten des pulsierenden Lebens zum Schauplatz einer obsessiven Beobachtung. Was als neugieriger Blick durch ein Fernglas beginnt, führt tief hinein in ein Labyrinth aus optischen Täuschungen und einem dunklen Geheimnis, das niemals hätte ans Licht kommen dürfen. Die Grenzen zwischen Beobachter und Beobachtetem verschwimmen, bis die Realität selbst zu zerbrechen droht.
Noch tiefer in die Abgründe menschlicher Bosheit führt die Geschichte von „Ignaz Denner“. In dieser düsteren Chronik eines Familienfluchs und dämonischer Manipulation begegnen wir dem Grauen in seiner reinsten Form. Zwischen einsamen Jägerhäusern und finsteren Wäldern entfaltet sich ein Netz aus Verbrechen und unheimlicher Abhängigkeit, in dem der Mensch nur ein Spielball dunkler Mächte zu sein scheint.
E.T.A. Hoffmann, der Meister der schwarzen Romantik, webt ein meisterhaftes Netz aus mechanischen Puppen, unheimlichen Doppelgängern, verfluchten Häusern und dämonischen Jägern. Dieses literarische Kabinettstück lässt den Leser schwindlig zurück und stellt die fundamentale Frage: Können wir unseren eigenen Sinnen – und unseren Mitmenschen – jemals trauen?




