E-Book, Deutsch, 249 Seiten, eBook
Eine ökonomische Analyse ausgewählter Performancemaße
E-Book, Deutsch, 249 Seiten, eBook
Reihe: Management, Organisation und ökonomische Analyse
ISBN: 978-3-8350-5517-9
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Dr. Manuela Hirsch promovierte bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Christian Riegler am Lehrstuhl für Integrierte Unternehmensrechung der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie ist derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Integrierte Unternehmensrechnung tätig.
Zielgruppe
Research
Weitere Infos & Material
1;Geleitwort;6
2;Vorwort;8
3;Inhaltsverzeichnis;10
4;Abbildungsverzeichnis;14
5;Tabellenverzeichnis;16
6;Abkürzungs- und Symbolverzeichnis;18
7;1 Einleitung;19
7.1;1.1 Motivation und Zielsetzung;19
7.2;1.2 Aufbau der Arbeit;21
8;2 Performancemessung in F&E;23
8.1;2.1 Der F&E-Prozess;24
8.2;2.2 Besonderheiten von F&E-Investitionen;27
8.3;2.3 Begriffsdefinitionen;30
8.4;2.4 Entwicklung der Performancemessung in F&E;31
8.5;2.5 Gestaltung von Performancemesssystemen in F&E;34
8.5.1;2.5.1 Zweck der Performancemessung;35
8.5.2;2.5.2 Allgemeine Aufgaben von Performancemesssystemen;37
8.5.3;2.5.3 Aufgaben von Performancemesssystemen im F&E-Kontext;38
8.5.4;2.5.4 Ebenen der Performancemessung;40
8.5.5;2.5.5 Gegenstand der Performancemessung;46
8.6;2.6 Ansatzpunkte zur Messung und Beurteilung der F&E-Performance;47
8.6.1;2.6.1 Ebene Input;48
8.6.2;2.6.2 Ebene Aktivitäten;48
8.6.3;2.6.3 Ebene Output;48
8.6.4;2.6.4 Ebene Leistungsverwertung;49
8.6.5;2.6.5 Ebene Outcome;49
8.7;2.7 Zusammenfassende Betrachtung;51
8.7.1;2.7.1 Gründe, die gegen eine F&E-Performancemessung sprechen;51
8.7.2;2.7.2 Gründe, die für eine F&E-Performancemessung sprechen;53
8.7.3;2.7.3. Implikationen für Gestaltungsempfehlungen;54
9;3 Performanceorientierte Anreizsysteme in F&E;57
9.1;3.1 Rahmenbedingungen der Gestaltung von Anreizsystemen;57
9.2;3.2 Basiselemente von Anreiz- und Belohnungssystemen;60
9.2.1;3.2.1 Anreiz- und Belohnungsarten;60
9.2.2;3.2.2 Bemessungsgrundlagen;63
9.2.3;3.2.3 Entlohnungsfunktion;67
9.3;3.3 Aufgaben von performanceorientierten Entlohnungssystemen;69
9.4;3.4 Verhaltenswissenschaftliche und ökonomische Analysezugänge;71
9.4.1;3.4.1 Verhaltensbeeinflussungseffekt im F&E-Kontext;72
9.4.2;3.4.2 Wettbewerbseffekt im F&E-Kontext;72
10;4 Verhaltensbeeinflussungseffekt im F&E-Kontext in der ökonomischen Analyse;74
10.1;4.1 Das Standard-Prinzipal-Agenten-Modell;74
10.2;4.2 Agency costs and innovation;76
10.2.1;4.2.1 Forschungsfragen;76
10.2.2;4.2.2 Modellaufbau und Handlungssequenz;77
10.2.3;4.2.3 Analyse und Ergebnisse;78
10.3;4.3 Opening the black box of innovation;83
10.3.1;4.3.1 Forschungsfragen;83
10.3.2;4.3.2 Modellaufbau und Handlungssequenz;83
10.3.3;4.3.3 Analyse und Ergebnisse;85
10.4;4.4 Corporate Conservatism and Relative Compensation;86
10.4.1;4.4.1 Forschungsfragen;86
10.4.2;4.4.2 Modellaufbau und Handlungssequenz;87
10.4.3;4.4.3 Analyse und Ergebnisse;88
10.5;4.5 Managerial Incentives and Product Market Competition;90
10.5.1;4.5.1 Forschungsfragen;90
10.5.2;4.5.2 Modellaufbau und Handlungssequenz;90
10.5.3;4.5.3 Analyse und Ergebnisse;90
10.6;4.6 On information sharing and incentives in R&D;92
10.6.1;4.6.1 Forschungsfragen;92
10.6.2;4.6.2 Modellaufbau und Handlungssequenz;92
10.6.3;4.6.3 Analyse und Ergebnisse;94
10.7;4.7 Gestaltung von Anreizsystemen zur Steuerung von Innovationsprozessen;95
10.7.1;4.7.1 Forschungsfragen;95
10.7.2;4.7.2 Modellaufbau und Handlungssequenz;96
10.7.3;4.7.3 Analyse und Ergebnisse;98
10.8;4.8 Optimale Zeitallokation auf Routineaufgaben und Erfindungen;100
10.8.1;4.8.1 Forschungsfragen;100
10.8.2;4.8.2 Modellaufbau und Handlungssequenz;101
10.8.3;4.8.3 Analyse und Ergebnisse;102
10.9;4.9 Zusammenfassung;103
11;5 Wettbewerbseffekt im F&E-Kontext in der ökonomischen Analyse - Grundmodell;106
11.1;5.1 Preiswettbewerb - Grundmodell;106
11.2;5.2 Forschung und Entwicklung im Preiswettbewerb;112
11.2.1;5.2.1 Stufe 2 - Absatzpreisentscheidung;115
11.2.2;5.2.2 Stufe 1 - F&E-Investitionsentscheidung;116
11.2.3;5.2.3 Interpreation der Ergebnisse;118
11.3;5.3 Zusammenfassung;119
12;6 Wettbewerbseffekt im F&E-Kontext in der ökonomischen Analyse - Strategische Delegation;121
12.1;6.1 Literaturüberblick;121
12.2;6.2 Modelldesign und Annahmen;129
12.3;6.3 Teilspiel NN;135
12.4;6.4 Gewinn und Umsatz;136
12.4.1;6.4.1 Teilspiel DD;136
12.4.2;6.4.2 Teilspiele DN;142
12.4.3;6.4.3 Teilspiel ND;146
12.4.4;6.4.4 Stufe 1 - Lösung des Gesamtspiels;147
12.4.5;6.4.5 Zusammenfassung Performanc ;162
12.5;6.5 Gewinn und Absatzmenge;162
12.5.1;6.5.1 Teilspiel DD;163
12.5.2;6.5.2 Teilspiel DN;167
12.5.3;6.5.3 Teilspiel ND;171
12.5.4;6.5.4 Stufe 1 - Lösung des Gesamtspiels;171
12.5.5;6.5.5 Zusammenfassung Performancemaß "Gewinn und Absatzmenge";181
12.6;6.6 Gewinn und Kostenreduktion;182
12.6.1;6.6.1 Teilspiel DD;183
12.6.2;6.6.2 Teilspiel DN;187
12.6.3;6.6.3 Teilspiel ND;190
12.6.4;6.6.4 Stufe 1 - Lösung des Gesamtspiels;191
12.6.5;6.6.5 Zusammenfassung Performancemaß "Gewinn und Kostenreduktion";201
12.7;6.7 Residualgewinn;202
12.7.1;6.7.1 Teilspiel DD;203
12.7.2;6.7.2 Teilspiel DN;207
12.7.3;6.7.3 Teilspiel ND;211
12.7.4;6.7.4 Stufe 1 - Lösung des Gesamtspiels;212
12.7.5;6.7.5 Zusammenfassung Performancemaß "Residualgewinn";222
12.8;6.8 Vorteilhaftigkeit der Delegation;224
12.8.1;6.8.1 Niedriger Wettbewerb;224
12.8.2;6.8.2 Mittlerer Wettbewerb;225
12.8.3;6.8.3 Hoher Wettbewerb;225
12.9;6.9 Zusammenfassung;225
13;7 Wettbewerbseffekt im F&E-Kontext in der ökonomischen Analyse - Strategische Delegation, F& E und Spillover- Effekte;227
13.1;7.1 Modelldesign und Annahmen;227
13.2;7.2 F&E-Grundmodell mit Spillover-Effekt ohne Delegation;231
13.3;7.3 Strategische Delegation der F&E- und Absatzpreisentscheidung;232
13.3.1;7.3.1 Gewinn und Absatzmenge;232
13.3.2;7.3.2 Gewinn und Kostenreduktion;232
13.3.3;7.3.3 Residualgewinn;232
13.4;7.4 Gewinnvergleiche;233
13.4.1;7.4.1 Niedriger Wettbewerb;234
13.4.2;7.4.2 Mittlerer Wettbewerb;239
13.4.3;7.4.3 Hoher Wettbewerb;243
13.5;7.5 Zusammenfassung;248
14;8 Resümee;250
14.1;8.1 Anreizsysteme für F&E-Mitarbeiter;250
14.2;8.2 Anreizsysteme für Manager mit F&E-Verantwortung;251
15;Literaturverzeichnis;257
Performancemessung in F&E.- Performanceorientierte Anreizsysteme in F&E.- Verhaltensbeeinflussungseffekt im F&E-Kontext in der ökonomischen Analyse.- Wettbewerbseffekt im F&E-Kontext in der ökonomischen Analyse - Grundmodell.- Wettbewerbseffekt im F& E-Kontext in der ökonomischen Analyse -Strategische Delegation.- Wettbewerbseffekt im F&E-Kontext in der ökonomischen Analyse - Strategische Delegation, F&E und Spillover-Effekte.- Resümee.
2 Performancemessung in F&,E (S. 5)
Die Notwendigkeit von F&,E zum Aufbau und Erhalt unternehmerischer Erfolgspotentiale steht außer Streit. Die Messung des konkreten Wertbeitrags, den die F&,EAktivitäten zur Unternehmenszielerreichung liefern, stellt die Unternehmen jedoch vor eine große Herausforderung. Sie wird als eine der schwierigsten Aufgaben in der unternehmerischen Erfolgsmessung bezeichnet. Der Begriff F&,E umfasst verschiedenste Aktivitäten, beginnend mit der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis hin zur konkreten Produkt- und Prozessentwicklung. In der vorliegenden Arbeit wird diese umfassende Begriffsdefinition grundsätzlich beibehalten. Wenn jedoch Ausführungen nur einen Teilaspekt des F&,E-Begriffs betreffen, wird darauf explizit hingewiesen.
Die Rolle von Forschung und Entwicklung im und für das Unternehmen hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. War der F&,E-Bereich früher ein isolierter Teil, der einen großteils linear ablaufenden Innovationsprozess mehr oder weniger unabhängig vom restlichen Unternehmen durchgeführt hat, so wurde er in den letzten Jahren zu einem integralen, wichtigen Bestandteil des Unternehmens, der mit den Leistungsverwertungssystemen, als internen Kunden der F&,E-Leistung, eng verwoben ist.
Zunächst sollen in diesem einführenden Kapitel anhand eines Prozessmodells die F&,E-Aktivitäten und ihre Verknüpfung mit den anderen Bereichen im Unternehmen dargestellt werden. Daran anschließend wird näher auf die Besonderheiten von F&,EInvestitionen im Unterschied zu herkömmlichen Investitionen z.B. in Sachanlagevermögen eingegangen. Um ein grundlegendes Verständnis über Performancemessung im F&,E-Bereich zu erhalten, folgt nach einigen Begriffsdefinitionen ein kurzer Überblick über die Entwicklung dieses Themas in der Literatur.
Anschließend wird auf die Gestaltung von Performancemesssystemen in F&,E und deren Aufgaben eingegangen. Da nicht jedes Unternehmen zentral durch einen Entscheidungsträger gesteuert wird, sondern vielmehr eine Tendenz zur Dezentralisierung erkennbar ist, folgt weiters eine Darstellung möglicher hierarchischer Ebenen der Performancemessung in Zusammenhang mit F&,E. Dabei wird auch die organisatorische Einbettung der F&,E-Aktivitäten im Unternehmen behandelt.
Nachfolgend werden verschiedene Messbereiche dargestellt und konkrete Ansätze zur Messung und Beurteilung der F&,E-Performance aus dem zu Beginn vorgestellten Prozessmodell abgeleitet. Den Abschluss dieses Kapitels bilden eine Gegenüberstellung von Gründen, die für bzw. gegen eine Performancemessung in F&,E sprechen sowie daraus abgeleitete Implikationen für Gestaltungsempfehlungen für F&,E-Performancemesssysteme.
2.1 Der F&,E-Prozess
Für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben Brown/Svenson (1988) anhand eines Prozessmodells deren Verflechtung mit den Leistungsverwertungssystemen des Unternehmens dargestellt, und dabei verschiedene Ebenen aufgezeigt, die zur F&,E-Performancemessung herangezogen werden können. Dieses lineare Modell wird in Abbildung 1 dargestellt.
Auch Brockhoff (2002) weist auf die Wichtigkeit des Schnittstellenmanagements hin, um ,eine "kommentarlose Weiterreichung von Aufgaben ,an nachgelagerte organisatorische Einheiten" zu vermeiden. Derartige Koordinationsaufgaben werden in der Literatur üblicherweise dem Controlling übertragen.
Die einzelnen Elemente dieses Prozessmodells werden nachfolgend erläutert:
1. Die F&,E-Inputs umfassen Human-, Sach- und Finanzressourcen, die für F&,EAktivitäten eingesetzt werden, also z.B. Arbeitsleistung gemessen in Personenjahren, Kosten für den Erwerb und Betrieb von Laborausstattungen, aber auch zugewiesene Budgetmittel zur Finanzierung der Aktivitäten. Daneben zählen hier noch immaterielle Werte zum Input, z.B. Fachwissen, Ideen oder allgemein Informationen.