Hirsch | Schuldgefühl | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 141 Seiten

Reihe: Analyse der Psyche und Psychotherapie

Hirsch Schuldgefühl


3. Auflage 2024
ISBN: 978-3-8379-7712-7
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 141 Seiten

Reihe: Analyse der Psyche und Psychotherapie

ISBN: 978-3-8379-7712-7
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
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Während Schuldempfinden in der Regel hilfreich ist, um das soziale Miteinander zu regulieren und Reife zu ermöglichen, erschweren pathologische Schuldgefühle das Leben und den eigenen Entwicklungsprozess. Die Gründe für irrationale Schuldgefühle liegen in der Kindheit und lassen sich auf negative Erfahrungen zurückführen wie physische oder sexuelle Gewalt, emotionalen Missbrauch, nicht betrauerte Verluste oder eine unerwünschte Existenz. Solche Erlebnisse werden verinnerlicht und erzeugen traumatische Introjekte, die Beziehungs- und Identitätsstörungen zur Folge haben und Schuldgefühle verursachen.

Mathias Hirsch zeigt, wie wichtig es ist, in der Psychotherapie sorgfältig zwischen realer Schuld und irrationalen Schuldgefühlen zu unterscheiden und dem Phänomen der negativen therapeutischen Reaktion sowie besonderen Gegenübertragungsreaktionen sensibel zu begegnen. Er nimmt eine psychoanalytisch fundierte Systematisierung des Schuldgefühls vor und differenziert zwischen Basis-, Vitalitäts-, Trennungs- und traumatischem Schuldgefühl.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Einleitung

Was ist Schuldgefühl?

Das Über-Ich

Das Über-Ich bei Freud

Frühes Über-Ich

Schuldgefühlabwehr
Verbrechen aus Schuldgefühl

Introjektion und Identifikation
Fremdkörper im Selbst
Sándor Ferenczi als Begründer

einer psychoanalytischen Traumatologie
Zwei Arten der Identifikation mit dem Aggressor

Formen des Schuldgefühls
Basisschuldgefühl
Abtreibungsversuche
Das Kind macht die Mutter krank
Schuldgefühle unehelicher Kinder

Das weggegebene Kind
Die Dynamik der Rollenumkehr

Das »falsche« Geschlecht
Ersatzkinder

Das Bedürfnis, vital und getrennt zu leben
Natürlich gibt es den Ödipuskomplex noch
Sexualität bedeutet Vitalität

Erfolg bedeutet Übertreffen
Unterdrückte Geschwisterrivalität
Die Eltern sind ständig krank
Überlebenden-Schuldgefühl
Trennung bedeutet Schuld

Sexualität bedeutet Trennung
Erfolg bedeutet Trennung

Opfer jeder Gewaltform haben Schuldgefühle
Familiäre Traumata

Schuldgefühle nach Todesfällen und anderen Verlusten
Traumatisierung durch politische Gewalt

Transgenerationale Weitergabe traumatischer Gewalt
Reale Schuld in der Vorgeneration

Therapeutische Aspekte
Unschuldsvermutung

Negative Übertragung
Negative therapeutische Reaktion

Gegenübertragung und Schuldgefühl
Differenzierung von Schuld und Schuldgefühl

Literatur


Hirsch, Mathias
Mathias Hirsch ist Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, affiliiertes Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und Gruppenanalytiker. Er übt Supervisions- und Seminartätigkeiten in Berlin und Moskau aus. Seine Forschungsschwerpunkte sind sexueller Missbrauch in der Familie, psychoanalytische Traumatologie, Psychoanalyse des Körpers, Psychoanalyse und Kultur sowie Psychoanalyse und Film.

(Stand: Jan. 2020)



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