Hille Providentia Dei, Reich und Kirche

Weltbild und Stimmungsprofil altgläubiger Chronisten 1517–1618
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-647-36074-4
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Weltbild und Stimmungsprofil altgläubiger Chronisten 1517–1618

E-Book, Deutsch, Band Band 081, 672 Seiten

Reihe: Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

ISBN: 978-3-647-36074-4
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Ausgehend von der Hypothese, dass der Vorsehungslaube das vormoderne, okzidentale Weltbild begründet, untersucht Martin Hille in dieser Studie die politisch-religiösen Gegenwartsperspektiven altkirchlicher Chronisten zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg. Dem zugrunde liegt ein Interpretationsverfahren, das von der Biographie der Autoren und ihrem lebensweltlichen Umfeld ausgeht. Vor diesem Hintergrund werden ihre Bewertungen der großen religiösen und politische Herausforderungen des 16. Jahrhunderts analysiert: die Reformation und ihre Nachwirkungen, die Türkengefahr und der Status von Reich und Kirche.

PD Dr. Martin Hille ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Passau.
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1;Cover;1
2;Title Page;4
3;Copyright
;5
4;Table of Contents
;6
5;Body
;10
6;Vorwort;10
7;A Einleitung;12
7.1;I Fragestellung;12
7.2;II Frühneuzeitliches Weltbild und Geschichtsschreibung im Spiegel der Forschung;23
7.3;III Zu den Quellen;31
7.4;IV Zur Gliederung;38
8;B Die Autoren: Skizzen zu Leben und Werk;42
8.1;I Die Epoche der Reformation (1517– 1555);42
8.1.1;1 Chronisten aus dem Süden des Reiches;42
8.1.2;2 Eidgenössische Geschichtsschreiber;64
8.1.3;3 Chronisten aus der Mitte des Reiches;69
8.1.4;4 Chronisten aus dem Norden und Nordwesten des Reiches;73
8.1.5;5 Kontroverstheologen;85
8.1.6;6 Kalenderautoren;97
8.2;II Vom Augsburger Religionsfrieden zum Kölner Krieg (1555– 1583);101
8.2.1;1 Chronisten aus dem Süden des Reiches;101
8.2.2;2 Eidgenössische Chronisten;111
8.2.3;3 Chronisten aus der Mitte des Reiches;117
8.2.4;4 Chronisten aus dem Nordwesten und Norden des Reiches ;121
8.2.5;5 Kontroverstheologen;132
8.2.6;6 Sonstige Autoren;149
8.3;III Vom Kölner zum Dreißigßjährigen Krieg (1583– 1618);152
8.3.1;1 Chronisten aus dem Süden des Reiches;152
8.3.2;2 Eidgenössische Geschichtsschreiber;180
8.3.3;3 Chronisten aus dem Nordwesten des Reiches;183
8.3.4;4 Kontroverstheologen und Prediger;207
8.3.5;5 Kalenderautoren;212
8.4;IV Zwischenbilanz: Zum formalen und methodischen Profil der altgläubigen Chronistik zwischen Reformation und Dreißigßjährigem Krieg;216
8.4.1;1 Die Ausweitung und Vertiefung des Referenzrahmens seit der Zäsur von Reformation und Bauernkrieg;216
8.4.2;2 Zur langfristigen Regionalisierungstendenz;219
8.4.3; 3 Zur Auflösung der kontroverstheologischen Folien im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert ;221
8.4.4;4 Verbesserungen der Methode: Das Postulat der „vera narratio“ und der sorgfältigere Umgang mit den Quellen;223
8.4.5;5 Kontexte und Hintergründe der Methodisierungstendenzen;225
8.4.6;6 Das neue Streben nach historischer Distanz;227
8.4.7;7 Impulse, Motive und Zielsetzungen frühneuzeitlicher Geschichtsprosa;228
8.4.8;8 Zum Sozialprofil der Zeitbuchschreiber und ihrer Referenzen;230
9;C Providentia Dei und Zeitgeschehen;234
9.1;I Begrifflichkeiten, Referenzebenen und Lesarten des Vorsehungsglaubens;234
9.1.1;1 „Unser fleis und thun musz sein neben der vorsehung gottes“: Zu den zeitgençssischen Termini;234
9.1.2;2 Zu den Lesarten der Providentia Dei: Eschatologische, judiziartheologische, konfidentielle, zeichenhaft-symbolische und astrologische Referenzen;237
9.2;II Reformationsgeschichte als Anamnese: Eschatologische und kirchengeschichtliche Diskurse;252
9.2.1;1 „Auff Luthers Verantwortung“: Die Reformation als Quelle aller Übel;252
9.2.2;2 „Vom letsten und grossen Abfall“: Zur heilsgeschichtlich-eschatologischen Dimension der Reformation;256
9.2.3;3 „Der heer wurt einmal das platt umbewenden wie er mit Arrio, Pelagio, Nestorio…gethan“: Die Reformation in der Kirchengeschichte;282
9.3;III Providentia Dei und Türkengefahr : Kontroverstheologische, publizistische und chronikalische Perspektiven;288
9.3.1;1 Die Schlacht von Mohács (1526) und die erste Türkenbelagerung Wiens (1529) als Zäsuren;288
9.3.2;2 Türkendiskurs und Providentia Dei im Spiegel von Predigt und Pamphleten – Argumente und Tendenzen;295
9.3.3;3 „Darumb hat uns got Itzund unsern erbfeind den Turcken zu ainer Gaisel geschickt“: Providentialismus und Türkengefahr in der Chronistik;306
9.4;IV Zur providentiellen Qualität der „gemeinen“ Teuerungen um 1529/35 und 1569/74 in der Chronistik;324
9.4.1;1 „Die teurung, so wol die siben pharonischen jar heten genent mügen werden“: Zur historischen Brisanz der beiden Krisen;324
9.4.2; 2 Die Hungerjahre 1529/1534 und 1569/74 im providentiellen Kontext ;330
9.4.3;3 Die Subsistenzkrisen nach 1580 im Licht der Providentia Dei;337
9.5;V Zur astrologischen Lesart der Providentia Dei am Beispiel der Unheilsprognosen auf 1524 und 1588;341
9.5.1;1 Zu Ursprung und Rezeption der Sintflutprophetie auf 1524;341
9.5.2;2 „Aber da almechtig, ain erschaffner Deß gestirns, hat warlich ain sundtfluß anzaigt“: Historisch-theologische Vertiefungen der 1524er-Konjunktion in der Chronistik;353
9.5.3;3 Zum chronikalischen Echo auf die 1588er-Prognose;357
9.6;VI Zeichen und Wunder: Typen, Kontexte und Deutungen in den Zeitbüchern;361
9.6.1;1 Der fr hneuzeitliche Wunderkanon in seinen historischen und medialen Kontexten;361
9.6.2;2 Wunderkonjunkturen im s kularen L ngsschnitt;385
9.7;VII Zwischenbilanz;390
10;D Lagebeurteilungen: Kaiser, Reich und Kirche;400
10.1;I Zum normativ-religiösen Politikverständnis der Frühen Neuzeit;400
10.1.1;1 Der Grundwert der „concordia“ im Rahmen des Normenkatalogs von Recht, Stand und Herkommen;400
10.1.2;2 Die normative Kategorie der „Verändrong“;407
10.2;II Referenzhorizonte: Christenheit, Europa, Kaiser und Reich;412
10.2.1;1 Christenheit;412
10.2.2;2 Europa;414
10.2.3;3 Kaiser und Reich;417
10.2.4;4 Reichstage;430
10.3;III Zum Imperii Romani status: Lagebeurteilungen im säkularen Längsschnitt;442
10.3.1;1 Die neue Furcht vor dem Reichsverfall nach dem Bauernkrieg;442
10.3.2;2 Zur Vertiefung der Krisenerfahrungen seit dem Regensburger Reichstag von 1541;455
10.3.3;3 Vorsichtige Hoffnungsperspektiven nach dem Schmalkaldischen Krieg;462
10.3.4;4 Die Peripetie der Fürstenrevolte oder der Absturz in die „Christianitas afflicta“;464
10.3.5;5 Lageeinschätzungen zwischen Augsburger Religionsfrieden und Kölner Krieg;472
10.3.6; 6 Zum Imperii Romani status zwischen Kölner Krieg und Dreißigjährigem Krieg ;483
10.4;IV Altkirchliches Selbstverständnis und Ecclesiae status: Diskurse und Diagnosen;497
10.4.1;1 Zur Signatur altgläubiger Orientierungen zwischen Regalismus, Kurialismus und Reformhoffnungen;497
10.4.2;2 Zur inneren und äußeren Verfassung der Kirche: Ansätze und Perspektiven;511
10.5;V Resümee;524
11;E Resultate;534
12;F Abkürzungen, Quellen und Literatur;548
12.1;I Abk rzungen;548
12.2;II Quellen;549
12.2.1;1 Handschriftliche Quellen;549
12.2.2;2 Gedruckte Quellen;552
12.2.3;3 Literatur;579
13;Orts- und Personenregister ;656
14;Back Cover
;674


Hille, Martin
Geb. 1964 in Peiting Oberbayern; Studium an der Universität München, dort Promotion 1994; Habilitation an der Universität Passau 2008, dort Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte.



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