Herzog / Schildhauer | Intelligente Objekte | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 158 Seiten

Reihe: acatech DISKUTIERT

Herzog / Schildhauer Intelligente Objekte

Technische Gestaltung - wirtschaftliche Verwertung - Gesellschaftliche Wirkung
2009
ISBN: 978-3-642-02220-3
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Technische Gestaltung - wirtschaftliche Verwertung - Gesellschaftliche Wirkung

E-Book, Deutsch, 158 Seiten

Reihe: acatech DISKUTIERT

ISBN: 978-3-642-02220-3
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Die Digitalisierung der Welt schreitet voran: Für Wirtschaft und Alltag wurden in den vergangenen Jahren neue 'intelligente' Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie entwickelt. Über die Integration in Kleidung oder Körperimplantate rücken diese Intelligenten Objekte immer näher an den Menschen heran. Die Autoren beschreiben die technischen Entwicklungen, die den Siegeszug Intelligenter Objekte möglich machen, sie diskutieren ihr wirtschaftliches Potenzial und die gesellschaftlichen Konsequenzen, die mit ihrem Einsatz einhergehen.

Herzog / Schildhauer Intelligente Objekte jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1;Title Page;2
2;Copyright Page;3
3;Table of Contents;5
4;1 EINFÜHRUNG;8
5;2 ZUR GESTALTUNG UND TECHNIK INTELLIGENTER OBJEKTE;11
5.1;2.1 DAS MENSCH-DING VERHÄLTNIS;12
5.1.1;2.1.1 DER KLASSISCHE BEGRIFF DES OBJEKTS;12
5.1.2;2.1.2 DINGLICHES MITTEL, INSTRUMENT, WERKZEUG – DAS ZUHANDENE;13
5.1.3;2.1.3 DER APPARAT, DAS GERÄT;14
5.1.4;2.1.4 DIE ORGANISATORISCHE HÜLLE UND DER KONTEXT DER VERWENDUNG;15
5.1.5;2.1.5 EINE NEUE QUALITÄT?;17
5.2;2.2 HYBRIDE HANDLUNGSTRÄGERSCHAFT: EIN SOZIOTECHNISCHESMODELL VERTEILTEN HANDELNS;19
5.2.1;2.2.1 OBJEKTE IN AKTION UND INTERAKTION;19
5.2.1.1;OBJEKTE IN AKTION;20
5.2.1.2;AKTIVITÄTSNIVEAUS DER OBJEKTE;20
5.2.1.3;OBJEKTE IN INTERAKTION;21
5.2.1.4;OBJEKTE IN INTERAKTIVITÄT MIT MENSCHEN;22
5.2.2;2.2.2 FORMEN VERTEILTEN HANDELNS;23
5.2.2.1;VOM EINZELAKTEUR ZU VIELEN INSTANZEN DES HANDELNS;23
5.2.2.2;VON DER HOMOGENEN ZUR HETEROGENEN HANDLUNGSTRÄGERSCHAFT;26
5.2.2.3;VON DER HIERARCHISCHEN ZUR INTERAKTIVEN KOPPLUNG;27
5.2.3;2.2.3 ANFORDERUNG AN DIE GESTALTUNG HYBRIDER KONSTELLATIONEN;28
5.3;2.3 BEISPIELE INTELLIGENTER OBJEKTE;30
5.3.1;2.3.1 GESUNDHEITSWESEN;32
5.3.1.1;KÜNSTLICHE KÖRPERORGANE;32
5.3.1.1.1;BEISPIEL;33
5.3.1.2;PERSÖNLICHER ERNÄHRUNGSBERATER;34
5.3.1.2.1;BEISPIEL;35
5.3.1.3;HEALTH ENVIRONMENT;36
5.3.1.3.1;BEISPIEL;38
5.3.1.4;NOTFALLRETTUNG;39
5.3.1.4.1;BEISPIEL;40
5.3.2;2.3.2 WOHNEN UND LEBEN;42
5.3.2.1;VERNETZTE SPIELE;42
5.3.2.1.1;BEISPIEL;43
5.3.2.2;E-TICKETING;44
5.3.2.2.1;BEISPIEL;45
5.3.2.3;ZUKUNFTSHAUS;46
5.3.2.3.1;BEISPIEL;47
5.3.2.4;PERSONENIDENTIFIZIERUNG;48
5.3.2.4.1;BEISPIEL;49
5.3.2.5;INFORMATION ENVIRONMENT;50
5.3.2.5.1;BEISPIEL;51
5.3.3;2.3.3 WARTUNG UND LOGISTIK;52
5.3.3.1;LOGISTIKNETZE;52
5.3.3.1.1;BEISPIEL;53
5.3.3.2;MOBILE ASSISTENZSYSTEME;54
5.3.3.2.1;BEISPIEL;55
5.4;2.4 GESTALTUNGSAUFGABEN FÜR INTELLIGENTE OBJEKTE;57
5.4.1;2.4.1 PRÄSENZ VON INFORMATION;57
5.4.2;2.4.2 ERFASSUNG VON KONTEXT;58
5.4.3;2.4.3 AUTOMATISIERTE FUNKTIONEN;59
5.4.4;2.4.4 GEORDNETER ZUGANG;60
5.4.5;2.4.5 ERWEITERUNG DES HANDLUNGSREPERTOIRES;61
5.4.5.1;BEISPIELSZENARIO AMBIENT HYBRARY;63
5.4.6;2.4.6 ZUR EINBINDUNG DER INTELLIGENTEN OBJEKTE;66
5.5;2.5 WESENTLICHE TECHNOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN UND TRENDS;68
5.5.1;2.5.1 HARDWARE-TECHNOLOGIEN FÜR INTELLIGENTE OBJEKTE;69
5.5.1.1;GENERELLE TRENDS;69
5.5.1.1.1;Miniaturisierung und erhöhte Rechenleistung durch hoch integrierte Schaltkreise;69
5.5.1.1.2;Drahtlose Kommunikation;70
5.5.1.2;CHARAKTERISIERUNG RELEVANTER TECHNOLOGIEN;71
5.5.1.2.1;RFID;71
5.5.1.2.2;Sensornetze;73
5.5.1.2.3;Eingebettete Systeme;74
5.5.1.2.4;Wearable Computing;76
5.5.1.2.5;Organische Elektronik;77
5.5.2;2.5.2 SOFTWARE-TECHNOLOGIEN FÜR INTELLIGENTE OBJEKTE;78
5.5.2.1;DIENSTORIENTIERTE ARCHITEKTUREN;78
5.5.2.2;WEB SERVICES FÜR INTELLIGENTE OBJEKTE;80
5.5.3;2.5.3 TECHNISCHE HERAUSFORDERUNGEN;81
5.5.3.1;ENERGIEVERSORGUNG;81
5.5.3.2;LEBENSZYKLUS-MANAGEMENT INTELLIGENTER OBJEKTE;82
5.5.3.3;IDENTIFIZIERUNG;83
5.5.3.4;VERBESSERTE UND UMFASSENDE KONTEXTERFASSUNG UND -NUTZUNG;83
5.5.3.5;INTERAKTIONSSCHNITTSTELLEN;85
5.5.3.6;DATENVERARBEITUNG BEI EXTREM HOHEM DATENVOLUMEN;86
6;3 ZUR WIRTSCHAFTLICHEN VERWERTUNG UND VERANTWORTUNGSVOLLEN VERWENDUNG INTELLIGENTER OBJEKTE;89
6.1;3.1 EINE WIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE DER INTELLIGENTEN OBJEKTE UND SYSTEME;90
6.1.1;3.1.1 GESCHÄFTSMODELLE FÜR INTELLIGENTE OBJEKTE UND SYSTEME;91
6.1.1.1;DAS KONZEPT DES GESCHÄFTMODELLS;91
6.1.1.2;GESCHÄFTSMODELLE FÜR INTELLIGENTE OBJEKTE UND SYSTEME;93
6.1.1.3;RAHMENBEDINGUNGEN DES NUTZENMODELLS;93
6.1.1.4;OPTIMIERUNG DER INNERBETRIEBLICHEN UND UNTERNEHMENSÜBERGREIFENDEN WERTSCHÖPFUNG UND LEISTUNGSERSTELLUNG;93
6.1.1.5;KRITISCHE ERFOLGSFAKTOREN;94
6.1.1.6;KOORDINATION UND ABWICKLUNG DES LEISTUNGSTRANSFERS ZWISCHEN ANBIETER UND NACHFRAGERN;94
6.1.1.7;KRITISCHE ERFOLGSFAKTOREN;95
6.1.1.8;BEREITSTELLUNG VON INFORMATIONSPRODUKTEN UND -DIENSTLEISTUNGEN DURCH INTELLIGENTE OBJEKTE;96
6.1.1.9;KRITISCHE ERFOLGSFAKTOREN;97
6.1.1.10;RAHMENBEDINGUNGEN DES WERTSCHÖPFUNGSMODELLS;98
6.1.1.11;ELEMENTE DES ERLÖSMODELLS;100
6.1.2;3.1.2 GESTALTUNGSPARAMETER EINES GESCHÄFTSMODELLS IM BEREICH AMBIENT ASSISTED LIVING (AAL);101
6.1.2.1;NUTZENMODELL;102
6.1.2.2;WERTSCHÖPFUNGSMODELL;103
6.1.2.3;ERLÖSMODELL;104
6.2;3.2 ETHISCHE ÜBERLEGUNGEN – BEDINGUNGSERHALTUNG VERANTWORTLICHEN HANDELNS;106
6.2.1;3.2.1 VORÜBERLEGUNGEN;106
6.2.2;3.2.2 VERANTWORTLICHES HANDELN;108
6.2.3;3.2.3 BEDINGUNGSERHALTUNG;112
7;4 ZUR GESELLSCHAFTLICHEN INTEGRATION INTELLIGENTER OBJEKTE;114
7.1;4.1 GESELLSCHAFTLICHE RELEVANZ;115
7.1.1;4.1.1 BEDÜRFNIS UND BEDARF;115
7.1.2;4.1.2 PRIVATSPHÄRE;117
7.1.3;4.1.3 GRENZEN;118
7.1.4;4.1.4 GEFÜHLTE UND WAHRSCHEINLICHE SICHERHEIT VERSUS ZUVERLÄSSIGKEIT;119
7.1.5;4.1.5 DAS ALTERN DER SYSTEME;121
7.2;4.2 SELBSTBESTIMMUNG UND SICHERHEITSBEDÜRFNIS AM BEISPIEL RFID;123
7.2.1;4.2.1 RFID UND DAS RECHT AUF SELBSTBESTIMMUNG IM UMGANG MIT PERSÖNLICHENDATEN;123
7.2.2;4.2.2 DIE LERNFÄHIGKEIT VERNETZTER RFID-TECHNIK UND PERSÖNLICHES SICHERHEITSBEDÜRFNIS;124
7.2.3;4.2.3 ÖFFENTLICHER RAUM UND DIE ALLGEGENWÄRTIGE ERFASSUNG DURCH RFIDS;125
7.2.4;4.2.4 WIE MAN KONFLIKTE VERMEIDEN KÖNNTE;126
8;LITERATUR;129
9;AUTORENVERZEICHNIS;141
9.1;acatech – DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN;146
9.2;acatech DISKUTIERT;146


"4.2 SELBSTBESTIMMUNG UND SICHERHEITSBEDÜRFNIS AM BEISPIEL RFID (S. 133-134)

KLAUS KORNWACHS/WOLFGANG COY

4.2.1 RFID UND DAS RECHT AUF SELBSTBESTIMMUNG IM UMGANG MIT PERSÖNLICHEN DATEN

Datenschutz bedeutet den Schutz der Bürger vor fahrlässigem oder bösartigem Umgang mit ihren persönlichen Daten. In der amerikanischen Rechtsprechung geht der Begriff meist auf den lesenswerten Aufsatz “The Right to Privacy”113 von Samuel D. Warren und Louis D, Brandeis zurück. Während Datenschutz an Hand dieses Aufsatzes von 1890 als Recht auf “Privatheit” (neben den Rechten auf Leben oder Besitz) interpretiert wird, hat in der deutschen Rechtsprechung das so genannte „Volkszählungsurteil“ diese Rechte direkt aus dem Grundgesetz (GG) abgeleitet.

Danach ist es mit der Würde des Menschen (Art. 1 GG) und dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 GG) unvereinbar, dass hinter seinem Rücken persönliche Daten erhoben, gesammelt und ausgewertet werden, ohne dass der Betroffene dem zugestimmt hat. Der Betroffene muss die gesammelten Daten prüfen können und darf gegebenenfalls ihre Korrektur oder Löschung verlangen.

Persönliche Daten sind demnach persönliches Eigentum, wobei nur wenige Ausnahmen staatliches Handeln (etwa im Melderecht) oder vertragliche Absprachen verlangen (etwa bei Kauf- oder Mietverträgen). Die Verarbeitung hinreichend anonymisierter Daten, die damit nicht personenbezogen sind, unterliegt diesem Schutzgedanken allerdings nicht. In fast allen Ländern sind die Grundzüge des Datenschutzes geregelt. In der EU gibt es seit 1995 eine Datenschutzrichtlinie (ergänzt 2002), die Mindeststandards für den Datenschutz natürlicher Personen setzt und die von den Mitgliedsländern in nationale Regelungen umgesetzt wurden.

Auch die USA haben inzwischen eine gefestigte Rechtsgebung und Rechtsprechung entwickelt, die allerdings deutlich vom First Amendment der US-Verfassung (freedom of speech, or of the press) begrenzt wird. Zum Abgleich der unterschiedlichen Standards gilt das Konzept des Safe Harbours, das die Datenübermittlung zwischen EU und USA unter bestimmten Regeln zulässt. Technisch bedingte Datenerfassung und -verarbeitung, wie sie mit RFID-Netzen typisch und gewollt ist, muss sich zwischen diesen Polen bewegen.

So wird eine automatische Torbeleuchtung meist unproblematisch sein, Videoaufnahmen von Passanten hingegen sind es nicht, insbesondere dann, wenn sie gespeichert werden. Nun sind technische Alternativen immer möglich. Also müssen schon beim Entwurf von Systemen die datenschutzrechtlichen Aspekte ebenso in ein P?ichtenheft eingebracht werden wie die ökonomischen oder technischen Randbedingungen. Die rechtlichen Grenzen sind ziemlich klar."



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.