Buch, Deutsch, Band 3, 400 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm, Gewicht: 526 g
Reihe: Bookish
Empörung steht dir gut, Darling I Mit wunderschönem Farbschnitt
Buch, Deutsch, Band 3, 400 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm, Gewicht: 526 g
Reihe: Bookish
ISBN: 978-3-69028-683-1
Verlag: NOVA MD
+++ Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt +++
Du bist wieder hier, weil Eskalation dich anzieht, nicht wahr? Weil du wissen willst, wie viel Aufruhr ein System aushält, bevor es Risse bekommt. Und weil du nicht wegsehen kannst, wenn ChapterCloud heftig tobt. Schon gut, bleib. Denn dieses Mal wird es persönlicher und das solltest du nicht verpassen.
Ein massiver Shitstorm trifft eine Autorin aus Blairs neuem Verlag und zwingt plötzlich alle, Stellung zu beziehen. Freundschaften, die stabil wirkten, geraten ins Wanken. Loyalitäten werden öffentlich geprüft. Was als Empörung beginnt, wird schnell zu einer Frage von Macht, Schutz und Berechnung. Blair muss entscheiden, wie viel Verantwortung sie trägt und Lio, wie belastbar seine Loyalität ist. Glaubt die Buchbranche wirklich an die Werte, die sie so gerne beschwört?
Währenddessen steht die Beziehung zwischen Vivian und Richard unter Druck. Du fragst dich, ob Gefühle Bestand haben können, wenn sie zum Beweisstück werden und ob Vertrauen überlebt, wenn jedes Zögern öffentlich verhandelt wird.
Du wirst wieder mitlesen. Du wirst urteilen. Und irgendwann wirst du merken, dass dieser Shitstorm nicht nur eine Autorin trifft, sondern das gesamte Konstrukt offenlegt, in dem alle existieren. Entspann dich, Darling. Dieses Spiel lebt davon, dass niemand glaubt, verantwortlich zu sein … bis es zu spät ist.
»Ein Roman über Ideale, die gefeiert werden, bis sie unbequem werden … und über eine Branche, die genau weiß, wann sie applaudieren und wann sie wegschauen muss.«
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Du hältst ein Buch in den Händen, dessen Inhalt fiktiv ist. Figuren wurden erfunden, Stimmen verdichtet und Abläufe verschoben. Alles, um etwas sichtbar zu machen, das im Alltag gern verschwindet. Ähnlichkeiten entstehen, weil Systeme sich ähneln, Dynamiken wiederkehren und Rollen sich verlässlich reproduzieren.
Dieses Buch sucht Reibung. Es legt den Finger in die Wunden und beobachtet eine Branche, die von Gemeinschaft spricht und Wettbewerb lebt, die Loyalität beschwört und Abhängigkeit kultiviert, die Nähe feiert und Druck normalisiert. Dieser Roman schaut auf Beziehungen, die unter Erwartungen stehen, auf Karrieren, die von Zustimmung abhängen und Erzählungen, die festlegen, wer entscheiden darf und wer im Hintergrund bleiben soll.
Vielleicht liest du diese Seiten mit dem Gefühl von Sicherheit. Vermutlich gehörst du zu denen, die überzeugt sind, auf der richtigen Seite zu stehen. Möglicherweise glaubst du, hier ginge es um konkrete Personen. Dieses Buch lässt dich eine Weile in diesem Glauben. Es hört zu, sammelt und stellt dann Fragen, die sich zwischen den Zeilen einnisten. Fragen, die bleiben, weil sie keine einfachen Antworten zulassen.
Wie viel Erfolg gönnst du den anderen wirklich, wenn es eng wird? Wem traust du den Aufstieg zu? Wer erhält ein Happy End und wer gilt als Kollateralschaden eines Systems, das Gewinner braucht? Wie tragfähig sind Bindungen, die dauerhaft unter Leistungsdruck stehen?
Bookish Shame verteilt keine Absolution und es findet auch keine Rechtfertigungen. Es erzählt von Strukturen, Mustern und Gewohnheiten. Und es glaubt an Verantwortung, die weit über gute Absichten hinausgeht. Es richtet den Blick auf jene, die übersehen wurden, weil ihr Schweigen bequemer war, und auf jene, deren Präsenz stört, weil sie Fragen stellen.
Du wirst hier keinen sicheren Platz finden. Dieses Buch bietet keine Anleitung und keinen Trost. Es hält dir den Spiegel hin und überlässt dir den Umgang damit. Du kannst ihn wegdrehen. Du kannst einen Moment verweilen. Du kannst weitergehen mit dem Wissen, dass Lesen auch Verantwortung trägt. Oder du siehst hin und verstehst, dass man nur etwas verändern kann, wenn man die Dynamiken offen anspricht.
Alles hier gehört zur Fiktion.
Die Fragen jedoch begleiten dich weiter.
Vielleicht beginnt genau an dieser Stelle das Aufräumen.




