Herzog | Bookish Fame | Buch | 978-3-69028-682-4 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, Band 2, 400 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm, Gewicht: 526 g

Reihe: Bookish

Herzog

Bookish Fame

Cancel mich, Darling I Mit wunderschönem Farbschnitt
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-69028-682-4
Verlag: NOVA MD

Cancel mich, Darling I Mit wunderschönem Farbschnitt

Buch, Deutsch, Band 2, 400 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 215 mm, Gewicht: 526 g

Reihe: Bookish

ISBN: 978-3-69028-682-4
Verlag: NOVA MD


+++ Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt +++

Du bist hier, weil du Skandale liebst, nicht wahr? Weil du sehen willst, wie tief ein Mensch fällt, bevor er wieder aufsteht. Und du nicht wegschauen kannst, wenn Wahrheit und Lüge sich so heftig ineinander verkeilen, dass niemand mehr erkennt, wo das eine endet und das andere beginnt. Also komm näher. Das hier wird dir gefallen.

Vivian feiert ihren großen Durchbruch und verliert im selben Atemzug etwas, das sie für unerschütterlich gehalten hat. Richard bekennt sich zu einer Wahrheit, die niemals ans Licht kommen sollte. Blair, die einmal glorreich fiel, erhebt sich zu einer Gegnerin, die keinen Krieg mehr scheut. Und Lio, der nach Liebe sucht, landet in der düstersten Version seiner selbst.

Du wirst wieder mitlesen. Du wirst urteilen. Du wirst Partei ergreifen, obwohl du weißt, wie gefährlich das ist. Und vielleicht wirst du irgendwann merken, dass du es genießt, Zeuge zu sein, während andere brennen. Bleib ruhig, Darling. Für diese Art von Spiel braucht es Zuschauer wie dich.

»Nach dieser Geschichte liest man Bestseller, Skandale und Karrieren mit anderen Augen … und versteht schmerzhaft klar, dass Bookish Game nur die Vorwarnung war. Dieses Buch fordert mehr als Empörung: Es fordert Haltung.«

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Schön, dass du wieder hier bist. In diesem Buch kommen sich Literatur und Realität so nah, dass beide Seiten nervös werden und Worte plötzlich zu viel Gewicht tragen, um harmlos zu bleiben. Bevor du weiterblätterst, möchte ich mich bedanken. Die wärmsten Grüße gehen an all jene, die nach Bookish Game zu ihrer eindrucksvollsten Form aufliefen: Autorinnen, die lautstark versicherten, an den Missständen völlig unbeteiligt zu sein, während ihre Kommentare und Nachrichten ein anderes Bild zeichneten. Branchenkenner, die in Gelassenheit performten und anschließend im kleinsten Kreis jeden Absatz auf mögliche Spiegelungen durchsuchten. Stimmen, die das Werk als überzogen und an den Haaren herbeigezogen bezeichneten und vor allem durch ihre Nervosität bewiesen, wie exakt die Mechanismen getroffen wurden.

Es gab Momente, in denen die Buchwelt bebte. Ein Zittern, das weniger vom Inhalt des Romans ausging als von der Erkenntnis, wie schmal die Grenze zwischen Fiktion und Wiedererkennung werden kann, sobald Geschichten unerwartet präzise wirken. Der Lack war dünner, als viele dachten. Ein einziges Buch reichte aus, um die feinen Risse sichtbar zu machen. Doch Risse schließen sich nicht von selbst.

Also gehen wir weiter zu den Seiten, die bislang im Schatten lagen.?In jene Korridore, in denen Karrieren geformt werden, während andere verschwinden. In die Bereiche, in denen Loyalität verhandelbar bleibt, Stimmen plötzlich verstummen und Lächeln grundsätzlich eine Funktion erfüllt. Die Buchbranche liebt Transparenz, solange sie kontrollierbar bleibt. Bookish Fame betritt Flächen, die sich jeder Kontrolle entziehen. Dieser zweite Band wendet sich den Seiten zu, die beim letzten Mal unangetastet blieben: den unausgesprochenen Allianzen, den Ritualen des Wegsehens, den Regeln, die jeder kennt und trotzdem niemand offen formuliert. Es geht um Karrieren, die nie allein auf Talent beruhen, und um Menschen, die ihr eigenes Schweigen für Teil des Spiels halten. Um Strukturen und Kritik, die im Scheinwerferlicht glänzen und im Halbdunkel ihre eigentliche Wirkung entfalten.

Und selbstverständlich bleibt auch dieses Buch vollständig erfunden. Die Figuren existieren ausschließlich auf Papier, die Ereignisse sind literarisch komponiert und jede Überschneidung mit realen Ereignissen wäre Zufall. Die Geschichten sind ausgedacht, doch die Dynamiken, die sie tragen, begegnen uns jeden Tag, ob wir hinschauen oder nicht. Falls du dich irgendwo wiedererkennst, Darling, stellt das weniger eine Frage an die Literatur als an die Welt, in der wir beide arbeiten. Es gibt noch viele Seiten, die im Verborgenen liegen. Zeit, sie aufzuschlagen, findest du nicht?


Isabelle Herzog bewegt sich literarisch dort, wo sich Ästhetik und Abgrund begegnen. Sie schreibt keine Wohlfühlgeschichten, sondern das, was wir denken, aber selten aussprechen: von Menschen, die zweifeln, sich verlieren, Grenzen überschreiten und in ihren eigenen Schatten stolpern. Oft unsympathisch ehrlich, aber immer verstörend nah. Mit Empathie, Stil und psychologischem Scharfsinn folgt sie jeder Geschichte in die Form, die sie verlangt. Genregrenzen empfindet sie dabei als Einladung, sie zu unterlaufen. Ihr Markenzeichen sind unbequeme Wahrheiten und moralisch-graue Figuren, die man nicht eindeutig einordnen kann. Ihre Literatur will nicht schockieren, sondern näher rücken – das Menschliche im Irrtum, die Schönheit im Riss, die Wahrheit im Zwielicht. Ein Leseerlebnis, das fordert. Etwas, das nachhallt, ohne laut zu werden und genau deshalb berührt.



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