Buch, Deutsch, Band 32, 394 Seiten, LEINEN, Format (B × H): 160 mm x 235 mm
Reihe: Thomas-Mann-Studien
Naturwissenschaft im Werk Thomas Manns. Zugl. Diss.
Buch, Deutsch, Band 32, 394 Seiten, LEINEN, Format (B × H): 160 mm x 235 mm
Reihe: Thomas-Mann-Studien
ISBN: 978-3-465-03352-3
Verlag: Vittorio Klostermann
Wissen ist Macht, das wußte schon der neunzehnjährige Thomas Mann: 'Zu der intellektuellsten der Künste, der Wortkunst, gehört nicht nur Gefühl und Technik, sondern auch Wissen, es sei denn, daß man unter die Lyriker gehen will und verhungern.' Der Wissenshunger hat sich ausgezahlt. Heute gilt Thomas Mann als der Repräsentant des deutschen Bildungsbürgertums, ein breites Lesepublikum schätzt ihn als universal gebildeten Humanisten und Schöpfer enzyklopädischer Romane. Aber was für ein 'Wissen' ist es eigentlich, um das es in seinem Werk geht?
In einer glänzenden Sprache, die sich trotz hohen theoretischen Niveaus frei von jedem Jargon hält, betritt der Autor einen neuen Bereich der Thomas Mann-Forschung, indem er die Rolle der Naturwissenschaften in den großen Romanen 'Der Zauberberg', 'Doktor Faustus' und 'Felix Krull' untersucht. Er zeigt, daß Wissen für Thomas Mann nicht Selbstzweck war, sondern erst durch sinnstiftende Vermittlung an Bedeutung gewann. Zum ersten Mal wird deutlich, wie fugenlos sich naturwissenschaftliche Motive in die Gesamtkonzeption des Mannschen Werks einfügen. Der Autor schaut Thomas Mann beim 'höheren Abschreiben' auf die Finger und weist durch eingehende Quellenstudien nach, wie Thomas Mann zwischen den 'zwei Kulturen' der Geistes- und Naturwissenschaft vermittelte. Die 'ausschweifende Wissbegier' seiner Protagonisten führt sie jenseits des traditionellen Bildungskanons über enge Fachgrenzen hinaus. Sie sind Bildungsbürger auf Abwegen.
Für diese Arbeit erhielt Malte Herwig den in diesem Jahr erstmals vergebenen Thomas-Mann-Förderpreis der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft.
Zielgruppe
Literaturwissenschaftler, Germanisten, Leser der Bücher von Thomas Mann




