Buch, Deutsch, 170 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Reihe: Collegium Metaphysicum
Hegels Berliner Religionsphilosophie
Buch, Deutsch, 170 Seiten, Leinen, Format (B × H): 155 mm x 232 mm
Reihe: Collegium Metaphysicum
ISBN: 978-3-16-200585-4
Verlag: Mohr Siebeck
Eine aussichtsreiche Religionsphilosophie sollte zwei Qualitäten vereinen: den Blick für die Vielheit und den spezifischen Charakter der religiösen Phänomene einerseits und die Kraft zu einer systematischen Gesamtdeutung andererseits. Eben diese Qualitäten aber besitzt die Religionsphilosophie, die Hegel in seiner Berliner Zeit entwickelt hat, in einem Maße, das in der Gegenwart seinesgleichen sucht. Es gibt deshalb Grund zu der Vermutung, dass von einem Rückgriff auf Hegel innovative Impulse für die gegenwärtige religionsphilosophische Debatte ausgehen können. Friedrich Hermanni verfolgt das Ziel, Hegels Berliner Religionsphilosophie präzise und verständlich zu rekonstruieren und damit einer Aneignung im Kontext gegenwärtiger Religionsphilosophie vorzuarbeiten. Der Autor befasst sich zunächst mit Hegels Begriff der Religion und den Konsequenzen, die sich daraus für das Verständnis der Religionen ergeben. Was den Begriff angeht, so ist Religion keine bloß subjektive Angelegenheit des Menschen, sondern das Bewusstsein, das der göttliche Geist durch Vermittlung des menschlichen Geistes von sich selbst hat. Daraus aber folgt, dass Religion nur in einer Vielheit von Religionen auftreten kann und dass in der Geschichte der Religionen dem religiösen Bewusstsein zunehmend deutlich wird, was es mit der Religion auf sich hat. Der zweite Teil rekonstruiert Hegels Theorie des Ursprungs und der Geltung religiösen Wissens. Was den Ursprung betrifft, so wurzelt Religion in einer gedanklichen Erhebung des Menschen von der Welt zu Gott, einer Erhebung, die im „natürlichen Denken" erfolgt. Gerechtfertigt ist religiöses Wissen allerdings erst, wenn sich die Formen der Erhebung im begreifenden Denken bewähren. Der dritte Teil zeigt, wie Hegel aus den drei Momenten des Religionsbegriffs, (a) der substantiellen Einheit zwischen dem absoluten und dem endlichen Geist, (b) dem Unterschied zwischen beiden und (c) der Aufhebung des Unterschieds, die drei allgemeinen Formen von Religion ableitet und wie er die geschichtlichen Religionen diesen Formen zuordnet. Thema des vierten Teils schließlich ist Hegels Philosophie der vollendeten Religion, die er mit der christlichen Religion gleichsetzt. Vollendet ist die christliche Religion nach Hegel deshalb, weil ihr im Unterschied zu den anderen Religionen nicht nur einzelnen Momente des Religionsbegriffs bewusst sind, sondern alle Momente.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Erster Teil: Der Begriff der Religion und die Religionen
Erstes Kapitel
: Der Begriff der Religion
1. Religionsphilosophie und philosophische Theologie
2. Zwei Wege zum Begriff der Religion
3. Der erste Weg zum Begriff der Religion
4. Die Stellung Gottes auf dem ersten Weg
5. Der zweite Weg zum Begriff der Religion
Zweites Kapitel
: Religion und Religionen
1. Die Vielheit der Religionen und das Verhältnis ihrer Wahrheitsansprüche
2. Die Ordnung der Religionsgeschichte
3. Die Übergänge zwischen den Religionen
4. Die Einheit der Religionsgeschichte
Zweiter Teil: Die Epistemologie der Religion
Drittes Kapitel
: Denken als Wurzel der Religion
1. Denken und Nachdenken
2. Das natürliche Denken als Wurzel der Religion
3. Kritik konkurrierender Annahmen
Viertes Kapitel
: Religion als vermitteltes Wissen
1. Religion als denkende Erhebung
2. Der epistemologische Charakter der Erhebung
3. Die geltungstheoretische Frage
Fünftes Kapitel:
Religion als unmittelbares Wissen
1. Der Glaube als Gefühl und Vorstellung
2. Kritik der exklusivistischen Unmittelbarkeitsthese
Sechstes Kapitel
: Denken als Entfaltung der Religion
1. Die Entfaltung im verständigen Denken (Gottesbeweise)
2. Die Entfaltung im begreifenden Denken
Dritter Teil: Die Evolution des religiösen Bewusstseins
Siebtes Kapitel
: Der Begriff der Religion und die bestimmten Religionen
1. Das Enthalten-Sein der Religionen im Begriff
2. Erinnerung an den Begriff der Religion
3. Die Ableitung der Religionen aus dem Begriff
4. Abgrenzungen
Achtes Kapitel
: Die Formen der bestimmten Religionen
1. Die erste Religionsform
2. Die zweite Religionsform
3. Die dritte Religionsform
4. Konzeptionelle Veränderungen und ihre Tragweite
Vierter Teil: Die vollendete Religion
Neuntes Kapitel
: Begriff und Struktur der vollendeten Religion
Zehntes Kapitel
: Der absolute Geist im ersten Element: Die Trinitätslehre
Elftes Kapitel
: Der absolute Geist im zweiten Element: Schöpfungslehre, Sündenlehre und Christologie
1. Der Fortgang vom ersten zum zweiten Element (Die Lehre von der freien Weltschöpfung)
2. Das Böse und das Bedürfnis nach Versöhnung (Sündenlehre)
3. Die objektive Versöhnung (Christologie)
Zwölftes Kapitel
: Der absolute Geist im dritten Element: Pneumatologie und Ekklesiologie
1. Das Entstehen und Bestehen der Gemeinde
2. Die Realisierung des Geistigen der Gemeinde
Erster Teil: Der Begriff der Religion und die Religionen
Erstes Kapitel
: Der Begriff der Religion
1. Religionsphilosophie und philosophische Theologie
2. Zwei Wege zum Begriff der Religion
3. Der erste Weg zum Begriff der Religion
4. Die Stellung Gottes auf dem ersten Weg
5. Der zweite Weg zum Begriff der Religion
Zweites Kapitel
: Religion und Religionen
1. Die Vielheit der Religionen und das Verhältnis ihrer Wahrheitsansprüche
2. Die Ordnung der Religionsgeschichte
3. Die Übergänge zwischen den Religionen
4. Die Einheit der Religionsgeschichte
Zweiter Teil: Die Epistemologie der Religion
Drittes Kapitel
: Denken als Wurzel der Religion
1. Denken und Nachdenken
2. Das natürliche Denken als Wurzel der Religion
3. Kritik konkurrierender Annahmen
Viertes Kapitel
: Religion als vermitteltes Wissen
1. Religion als denkende Erhebung
2. Der epistemologische Charakter der Erhebung
3. Die geltungstheoretische Frage
Fünftes Kapitel:
Religion als unmittelbares Wissen
1. Der Glaube als Gefühl und Vorstellung
2. Kritik der exklusivistischen Unmittelbarkeitsthese
Sechstes Kapitel
: Denken als Entfaltung der Religion
1. Die Entfaltung im verständigen Denken (Gottesbeweise)
2. Die Entfaltung im begreifenden Denken
Dritter Teil: Die Evolution des religiösen Bewusstseins
Siebtes Kapitel
: Der Begriff der Religion und die bestimmten Religionen
1. Das Enthalten-Sein der Religionen im Begriff
2. Erinnerung an den Begriff der Religion
3. Die Ableitung der Religionen aus dem Begriff
4. Abgrenzungen
Achtes Kapitel
: Die Formen der bestimmten Religionen
1. Die erste Religionsform
2. Die zweite Religionsform
3. Die dritte Religionsform
4. Konzeptionelle Veränderungen und ihre Tragweite
Vierter Teil: Die vollendete Religion
Neuntes Kapitel
: Begriff und Struktur der vollendeten Religion
Zehntes Kapitel
: Der absolute Geist im ersten Element: Die Trinitätslehre
Elftes Kapitel
: Der absolute Geist im zweiten Element: Schöpfungslehre, Sündenlehre und Christologie
1. Der Fortgang vom ersten zum zweiten Element (Die Lehre von der freien Weltschöpfung)
2. Das Böse und das Bedürfnis nach Versöhnung (Sündenlehre)
3. Die objektive Versöhnung (Christologie)
Zwölftes Kapitel
: Der absolute Geist im dritten Element: Pneumatologie und Ekklesiologie
1. Das Entstehen und Bestehen der Gemeinde
2. Die Realisierung des Geistigen der Gemeinde




