Heinze | Aufschwung statt Milliardengrab | Buch | 978-3-00-053283-2 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 475 Seiten, GB, Format (B × H): 160 mm x 225 mm, Gewicht: 840 g

Heinze

Aufschwung statt Milliardengrab

Viel Neues von Rostock bis Suhl
Erscheinungsjahr 2016
ISBN: 978-3-00-053283-2
Verlag: Verlag Heinze

Viel Neues von Rostock bis Suhl

Buch, Deutsch, 475 Seiten, GB, Format (B × H): 160 mm x 225 mm, Gewicht: 840 g

ISBN: 978-3-00-053283-2
Verlag: Verlag Heinze


Der Blick auf die neuen Bundesländer ist nach 25 Jahren deutscher Einheit zwiespältig: Fast alle Bereiche haben positive Befunde - geglückte Re-Industrialisierung, wettbewerbsfähige Infrastruktur, sanierte Innenstädte, gestoppte Abwanderung, verbesserter Lebensstandard. Kritiker beklagen nach "vielen Finanzhilfen" für die Umgestaltung und den Aufholprozess ein "Milliardengrab im Osten". Manche vermissen die prophezeiten "blühenden Landschaften".

Der Autor sieht nach dem Glücksfall Einheit viel Neues zwischen Rostock und Suhl. Auch wenn nicht alles beim Vereinigungsprozess schnell, geradlinig und erfolgreich verlief. Mit Hilfe der alten Bundesländer begann der Aufschwung Ost: Privatisierte Betriebe, frei gewählte Volksvertretungen, Einkaufen ohne Schlange stehen, Reisen in alle Welt. Leider auch stillgelegte Unternehmen, Massenarbeitslosigkeit, stagnierende Wertschöpfung.

Zur Angleichung der Lebensverhältnisse West - Ost fand ein eindrucksvoller Aufholprozess statt, besonders bei der Demokratie. Dann ein Bauboom, die Ansiedlung kleiner Betriebe oder verlängerter Werkbänke, eine neue leistungsfähige Forschungslandschaft, umfassender Natur- und Umweltschutz. Aus Ex-Braunkohlengebieten wurden Seenlandschaften, attraktiv für Erholungssuchende. Noch fehlen aber Großbetriebe und Konzernzentralen. Im Mittelpunkt stehen nun Wachstumsregionen und eine selbsttragende Wirtschaftsentwicklung.

Obwohl im angestrebten Zeitraum nicht alles erreicht wurde, hat der Aufbau Ost mit harter Arbeit und hohen Transferleistungen viel bewirkt. Ja, es gab ein "Milliardengrab": Im Harz fanden 1990 über 100 Milliarden DDR-Mark unter der Erde ihre letzte Ruhe. Das weckte Begehrlichkeiten bei Kriminellen. Schließlich endeten die Scheine mit Marx- und Engels-Bildnissen - sie hatten sogar die D-Mark überlebt - vor einer neuen "Karriere" bei Händlern und Sammlern in der Müllverbrennung. Auch davon handelt das Buch mit Geschichten von der Angelfischerei über Chip-Systemlösungen bis zur Zukunftsenergie nach Sonnen-Vorbild.

Fest steht: Der Aufbau Ost ist kein "Fass ohne Boden". Trotz Flexibilität und Mobilität der Beteiligten bleibt er eine schwierige Aufgabe. Und die neuen Länder sind noch über Jahre auf Finanzhilfen und Solidarität angewiesen.

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Zielgruppe


Leser in ganz Deutschland, um den Aufschwung im Osten auf vielen Gebieten seit der Deutschen Einheit an konkreten Beispielen zu verstehen. Und hin und wieder daran erinnert zu werden, wie das auf vielen Gebieten (Wirtschaft, Landwirtschaft, Wissenschaft) im östlichen Teil Deutschlands so war.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Heinze, Peter
Peter Heinze, 1941 im thüringischen Arnstadt geboren, lernte Fleischer und erwarb 1961 an der Leipziger Sporthochschule DHfK das Abitur. Danach Volontariat in der Bezirksredaktion Leipzig der Nachrichtenagentur ADN und Journalistik-Studium an der Universität der Messestadt. Von 1966 bis 1992 arbeitete er als Redakteur in der Berliner ADN-Zentrale. Seine Fachgebiete: Sport, Politik, Militärpolitik.
Nach der Berichterstattung über die NVA widmete er sich seit dem Tag der Deutschen Einheit 1990 regelmäßig der Bundeswehr im Beitrittsgebiet. Außerdem berichtete der Zeitzeuge als Freier Journalist über den Aufbau Ost auf vielen Gebieten: Wirtschaft, Landwirtschaft, Ernährung, Wissenschaft, Wald & Holz, Jagd, Umwelt, Natur, Land & Leute, Hilfe für die Dritte Welt. Seine Beiträge zeigen, wie sich hier mit solidarischer Hilfe der alten Bundesländer eigentlich überall der Aufschwung vollzogen hat. Auch wenn nicht alles beim Vereinigungsprozeß erfolgreich verlief. Der Autor schlussfolgert: Im Osten viel Neues - dank Glücksfall Einheit.
Zum 20. Jahrestag der gesamtdeutschen Streitkräfte 2010 erschien sein Buch "Bundeswehr 'erobert' Deutschlands Osten - Ein ostdeutscher Reporter im Einsatz". 2013 veröffentlichte er das Buch "Berliner Militärgeschichten - Über Alliierte, NVA und Bundeswehr aus dem Kalten Krieg und danach". Beide Titel fanden bei Politikern, Militärs und in der Fachpresse ein positives Echo, auch international.



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