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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5, 320 Seiten

Reihe: Kings of Mafia

Heard God of Vengeance

Kings of Mafia
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-98718-596-0
Verlag: VAJONA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Kings of Mafia

E-Book, Deutsch, Band 5, 320 Seiten

Reihe: Kings of Mafia

ISBN: 978-3-98718-596-0
Verlag: VAJONA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ich wurde in die Cosa Nostra hineingeboren, daher war mir schon immer klar, dass in der Zukunft eine arrangierte Ehe auf mich wartet. Als der Capo dei Capi der Cosa Nostra nach Sizilien kommt, um seinem Cousin Stefano seinen Segen zu geben, mich zu seiner Frau zu machen, weiß ich, dass mein Schicksal besiegelt ist. Stefano zu heiraten, ist das Letzte, das ich will, doch als Frau habe ich in dieser Angelegenheit keinerlei Mitspracherecht. Damiano Falco ist gnadenlos und herrscht mit eiserner Faust über die Cosa Nostra. Jeder fürchtet ihn, und niemand würde es wagen, sich ihm zu widersetzen. Ich versuche noch, mich damit abzufinden, dass ich keine Wahl habe und Stefano heiraten muss, als Damiano das letzte Wort ausspricht, mit dem man hätte rechnen müssen. 'Nein.' Er gibt uns seinen Segen nicht, liefert aber auch keine Erklärung dazu. Doch als ich dachte, dass sein Widerspruch Freiheit für mich bedeuten würde, habe ich mich getäuscht. Stattdessen werden meine Sachen gepackt, und nur wenige Stunden später sitze ich neben dem Oberboss der Cosa Nostra in einem Privatjet. Der grausame Mann verrät seine Pläne mit keinem Wort, und ich habe keine Ahnung, was die Zukunft für mich bereithält. Zu behaupten, dass ich zu Tode erschrocken bin, wäre wohl die Untertreibung des Jahrhunderts.

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K a p i t e l 1


Gabriella

»Das hier ist eine große Ehre für die Familie«, sagt meine Mutter und lässt ihren Blick langsam über mich gleiten. »Enttäusch uns also nicht.«

Sie spricht von meiner bevorstehenden Hochzeit mit Stefano Ferraro. Vorausgesetzt, die Cosa Nostra stimmt der Verbindung zu.

Oder besser gesagt, Damiano Falco. Der , der Boss der Bosse der Cosa Nostra. Er ist der Einzige, der seine Zustimmung noch erteilen muss. Was er heute Abend bei dem Abendessen tun wird, das zu seinen Ehren ausgerichtet wird.

Die Geschichten, die ich über Damiano gehört habe, lassen mir das Blut in den Adern gefrieren, daher freue ich mich nicht gerade darauf, ihn kennenzulernen.

Aber zuerst muss ich einen ganzen Nachmittag lang lächeln und so tun, als würde ich nichts auf der Welt lieber tun, als Stefano Ferraros zu heiraten.

Ein Schauer läuft mir über den Rücken, denn Stefano zu heiraten, ist nun wirklich das Letzte, was ich will. Der Mann ist schon Ende vierzig, und ich habe ihn erst ein paar Mal gesehen. Aber jede einzelne Begegnung mit ihm war kein gutes Omen für meine Zukunft.

Kein einziges Mal hat er mir ein Lächeln oder auch nur ein freundliches Wort geschenkt. Stattdessen wurde ich behandelt, als wäre ich nichts weiter als eine Schachfigur in dem wichtigen Spiel namens Mafia. Seine Berührungen sind immer unangenehm aggressiv und seine Worte erniedrigend.

Der Blick meiner Mutter bleibt an meinen Haaren hängen, und sie seufzt unzufrieden. »Ich wünschte, du hättest dir die Haare nicht abschneiden und färben lassen. Das sieht wirklich furchtbar aus.«

Beinahe hätte ich gegrinst, aber ich schaffe es, mein Gesicht zu einem gehorsamen Ausdruck zu verziehen.

Früher waren meine Haare schwarz und reichten mir bis zum Po, aber ich habe sie hellbraun gefärbt, mit blonden Strähnchen, und zu einem stylischen Bob schneiden lassen. Das habe ich getan, weil Stefano mich seine Black Beauty genannt und an meinen Haaren gezogen hat, damit ich zu ihm aufschauen musste. Die neue Frisur ist meine Art, ihm den Stinkefinger zu zeigen.

Meine Eltern möchten auch immer, dass ich mich zurückhaltend kleide, kein Make-up trage und ständig den Blick senke, wenn wir Besuch haben. Und Stefano scheint aus dem gleichen Holz geschnitzt zu sein wie sie.

Aber so bin ich nicht. So war ich noch nie.

Ich liebe es, mit Make-up und verschiedenen Frisuren zu experimentieren.

Ihr Blick fällt auf mein enges Seidenkleid, das mir gerade bis zur Mitte der Oberschenkel reicht, und auf die schwarzen High Heels mit zwölf Zentimeter hohen Absätzen an meinen Füßen.

Mir ist bewusst, dass das Outfit gewagt und ein wenig zu freizügig ist, aber heute konnte ich meine Sturheit einfach nicht unterdrücken.

Meine Mutter schüttelt den Kopf und murmelt: »Wieso musstest du auch Kaffee über das Kleid verschütten, das ich für dich ausgesucht hatte?« Sie seufzt verärgert. »Jetzt muss es eben ausreichen. Wir dürfen die Männer nicht noch länger warten lassen.«

Ohne sich zu vergewissern, dass ich ihr tatsächlich aus dem Zimmer folge, fährt sie fort: »Denk dran, Stefano ist Mr. Falcos Cousin. Du heiratest also in die bedeutendste aller Familien ein, daher wirst du alles für Stefano tun. Alles, was der Mann will und was dafür sorgt, dass du ihn vor den Traualtar zerren kannst.«

Als ich schweige, bleibt meine Mutter mitten im Flur stehen und sieht mich fest an. »Hast du mich verstanden, Gabriella?«

Als ich meine Mutter ein paar Sekunden zu lange ansehe, ohne zu antworten, schwingt plötzlich ihr Arm durch die Luft und ihre Handfläche trifft mich an der Schläfe.

Eine Welle zerstörerischer Emotionen bricht in meiner Brust hervor, während ich meine Hände zu Fäusten balle. Der Schmerz nach der Ohrfeige lässt rasch nach, und ich schlucke den Drang, meiner Mutter zu sagen, dass sie zur Hölle fahren soll, mühsam hinunter.

Mit jeder Ohrfeige, jedem erniedrigenden Satz und jedem kontrollierenden Befehl werde ich nur noch trotziger. Ich kann es nicht aufhalten und weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis meine Sturheit mich in sehr große Schwierigkeiten bringen wird.

Sie wollten eine brave kleine Prinzessin haben, aber ich schenke ihnen eine sture, trotzige Königin.

Was mich eines Tages umbringen könnte.

Mit zusammengebissenen Zähnen faucht sie: »Du wirst dieses Abkommen deinem Vater und deinem Bruder zuliebe nicht ruinieren.«

Tapfer schlucke ich meinen Stolz und meine Wut hinunter und sage mit zittriger Stimme: »Ja, Mutter.«

Rosa di Bella war nie eine Mutter für mich. Seit ich mich erinnern kann, hat sie mein Leben kontrolliert und mir vorgeschrieben, was ich essen und wie viel ich wiegen darf, was ich anziehen soll und wie ich mich zu benehmen habe.

Ich bin nichts weiter als eine Verhandlungsmasse, während mein älterer Bruder der Kronprinz ist, der eines Tages die Nachfolge meines Vaters antreten wird. Santo kann tun und lassen, was er will, und kommt sogar mit Mord davon. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich hingegen war ein Unfall. Meine Eltern waren sehr glücklich mit Santo, doch dann kam ich und belastete ihr perfektes Familienleben mit meiner unerwünschten Anwesenheit.

Jetzt können sie es kaum erwarten, mich an Stefano Ferraro zu verscherbeln. Dann bekommen sie zumindest einen Schwiegersohn, der mit dem mächtigsten Mann unserer Mafia-Welt verwandt ist. Und werden mich gleichzeitig los.

Meine Mutter wirft mir noch einen bösen Blick zu, bevor sie die Treppe hinuntergeht. Als ich ihr widerwillig folge, höre ich meinen Bruder rufen: »Er ist da!«

Im Foyer sehe ich, wie Santo bereits die Haustür öffnet.

Ein Mann kommt die Stufen hinauf, mit gesenktem Kopf, und knöpft im Gehen sein Jackett auf. Er zieht das Sakko aus und reicht es, ohne dabei hoch zu sehen, einem Mann, der offenbar sein Leibwächter ist.

Als er schließlich den Kopf hebt, schnappe ich verzweifelt nach Luft. Mein Blick ist fest auf den der Cosa Nostra geheftet. Mit seinen gnadenlosen Gesichtszügen, die qualvollen Schmerz und Tod versprechen, sieht er tatsächlich aus wie ein Gott.

Die Dominanz und die Macht, die er ausstrahlt, fesseln sofort meine Aufmerksamkeit.

Ich kann meinen Blick einfach nicht von ihm abwenden. Selbst wenn ich gewollt hätte.

Er ist groß, dunkel und unglaublich attraktiv. Der Mann wirkt wie ein Gewitter, das abrupt über die gesamte Welt hinwegfegt und alles in Dunkelheit hüllt.

Während ich an seinen Namen denke, begegnen seine dunklen Augen meinen und ich könnte schwören, dass sie schwarz wie der Tod sind. Ein intensiver Schauer durchläuft meinen Körper, und ich trete unwillkürlich einen Schritt zurück.

Plötzlich packt mich meine Mutter am Handgelenk und reißt mich abrupt nach vorn. Meine Schuhe rutschen auf dem glatt polierten, spiegelnden Boden aus.

Noch bevor ich überhaupt versuchen kann, mein Gleichgewicht wiederzufinden, falle ich vornüber auf die Knie, während sich die Finger meiner Mutter fest um mein Handgelenk krallen und mir ein stechender Schmerz den Arm hinaufschießt. Meine freie Hand schlägt auf den Fliesen auf und hält mich davon ab, vor allen Leuten mit dem Gesicht auf den Boden zu fallen.

»Steh auf«, knurrt Stefano leise.

Heftige Scham durchfährt mich, und bevor ich mich wieder aufrappeln kann, geht Damiano an mir vorbei. Seine Schritte sind voller Selbstbewusstsein und gespickt mit Todesdrohungen.

Meine Mutter zerrt weiter an meinem Handgelenk, was erneut einen stechenden Schmerz in meinem Arm verursacht. »Du blamierst uns gerade total«, zischt sie mit zusammengebissenen Zähnen.

Ich rappele mich auf und sehe gerade noch, wie alle Männer Damiano hinterherstürmen. Obwohl er zum ersten Mal hier ist, geht er einfach direkt ins Wohnzimmer.

Stefano wirft mir einen finsteren Blick zu, der nichts Gutes verheißt, dann verschwindet auch er aus meinem Blickfeld.

Erneut reißt jemand an meinem Arm und ich habe kaum Zeit, mein Kleid wieder zu richten, da meine Mutter sich beeilt, um die Männer einzuholen.

»Hör auf, mich so zu ziehen«, fauche ich meine Mutter an und winde mich aus ihrem Klammergriff.

Sie wirft mir einen ihrer üblichen wütenden Blicke zu, denen normalerweise eine Ohrfeige folgt, aber wir betreten gerade das Wohnzimmer, und in Anwesenheit der anderen hält sie sich meist zurück.

Ich sehe, wie Damiano sich ein Glas mit dem besten Bourbon meines Vaters einschenkt, während alle Männer ihn erwartungsvoll ansehen.

Mein Blick huscht zu der Pistole, die in seinem Hosenbund steckt, dann richte ich ihn auf seine breiten Schultern. Er dreht sich um, trinkt einen Schluck von seinem Drink und lässt seinen Blick langsam über alle Anwesenden gleiten.

»Du musst ganz schön müde sein, Cousin«, sagt Stefano. »Ruh dich doch ein Stündchen aus, bevor wir mit der Besprechung anfangen?«

Damiano reagiert nicht einmal auf die Worte seines Cousins, und als sein Blick zum zweiten Mal auf mich fällt, überkommt mich ein noch stärkerer Schauer als zuvor.

Seine Lippen öffnen sich, und ich könnte schwören, alle halten den Atem an, um zu hören, was der zu sagen hat.

»Komm her«, befiehlt er dann. Seine dunkle, bedrohliche Stimme ist eiskalt und lässt mich erschauern.

Als ich mich nicht rühre, schubst meine Mutter mich in...



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