E-Book, Deutsch, Band 3, 236 Seiten
Reihe: Highland-Saga
Haug Highlanderinnen zum Verlieben
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7568-6483-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, Band 3, 236 Seiten
Reihe: Highland-Saga
ISBN: 978-3-7568-6483-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Ayden MacDeven traut seinen Ohren kaum, als er die Dorfkapelle betritt. Eine junge Frau ist dort den Zudringlichkeiten des Dorfpaters ausgesetzt. Er eilt ihr zur Hilfe. Als er von Davinas Schicksal und dem ihrer jüngeren Geschwister erfährt, kommt bei ihm der Wunsch auf, ihnen zu helfen. So steht seine Entscheidung fest, sie mit sich zu nehmen, denn er wird als Laird die Nachfolge seines verstorbenen Urgroßonkels Wallace übernehmen. Als Ayden mit seinen Begleitern das Castle erreicht, sieht seine Schwester Iona auch ihre Chance gekommen, zu ihrer Liebe zu einem englischen Adligen zu stehen. Während alle schon glauben, das Glück gefunden zu haben, ahnt keiner, welsche grausame Begegnung den beiden Frauen bevorstehen wird.
Gabi Haug, geboren am 23.12.1961. Die gelernte Floristin ist heute Hausfrau und lebt mit ihrem Ehemann in Frankfurt am Main. Unter dem Pseudonym "Nefhithiel" schrieb sie von 2004 bis 2008 FanFiction, und Gedichte im Bereich "Der Herr der Ringe". Danach erdachte sie Fantasy und Mittelaltergeschichten, die Dramen, Liebe, und erotische Elemente beinhalten, für die eigene Homepage und veröffentlichte diese dort. Im Jahr 2017 ging sie den Schritt der Veröffentlichung einer dieser Geschichten mit dem Fantasie-Roman Projekt Elf, 2018 mit dem Historischen-Roman Feuer der Herzen. Highland-Saga Träume des Highlanders - Teil 1 Herzens Dieb - Teil 2 Highlanderinnen zum Verlieben - Teil 3
Autoren/Hrsg.
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Bedrängnis einer Sünderin
Ayden öffnete das hölzerne Torgitter zum Vorgarten des schlichten Gotteshauses, betrat nach ein paar Schritten über den von farbenfrohen Herbstblumenbeeten gesäumten Weg den Kirchenbau, in der Hoffnung seinen Freund dort vorzufinden. Kaum war er durch die Bogenleibung der Tür getreten, hob er erstaunt die Brauen, da er fordernd gesprochene Worte aus dem abgetrennten Seitenraum vernahm, der für die Beichte angedacht war. So blieb er stehen, um eine eventuelle Beichte nicht zu stören, und kam nicht umhin, schon bei den nächsten Worten, die ihm sehr seltsam vorkamen, genauer hinzuhören, wenngleich sich dies nicht gehörte. »Du wirst tun, was ich sage, da dein Heil und das deiner Geschwister von deiner zu erbringenden Buße abhängt!« »Aber Vater Murdo ...« »Es gibt kein Aber für dich, elende Diebin!« Murdo rieb sich innerlich die Hände, bald würde der Körper der jungfräulichen Sünderin ihm gehören. Um seine Sexualität auszuleben, hatte er schon früher sündhaften Mädchen erklärt, dass Unzucht mit ihm nichts zu bedeuten habe, sie aber durch seine Handlung an ihnen von ihren Sünden befreit würden. Er dachte an die erste Jungfrau, die seiner Neugier und Lust zum Opfer gefallen war. Ehe das dumme Ding seine Absicht ahnen konnte, hatte er die Klostermagd zur Vergebung einer Sünde nach der Beichte zur Absolution gefickt, während diese, vor ihm über dem Büßerbänkchen gelegen war. »Ich werde dich jetzt segnen und von deinen Sünden befreien«, hatte er ihr gesagt, während er den Widerstand ihrer Jungfernschaft überwunden hatte und mit seinem Glied in sündiger Lust in sie hinein gefahren war. Sie hatte zu jammern begonnen, während er ausgerufen hatte: » Im Namen des Vaters, ...und des Sohnes... und des Heiligen Geistes, .... Amen.« Mit einem schwachen Grinsen musste er daran denken, dass die rothaarige Schönheit in ihrer Naivität seine Missbrauchshandlung als sakramentalen Akt betrachtet hatte. Es war ihm nach diesem ersten Mal ordentlich beklommen zu Mute gewesen. Er hatte ihr ermahnende Worte über das Wesen des Teufels und der Sünde zu dem sie ihn verleitet habe, mit auf den Weg gegeben. Sie war gesenkten Hauptes ihres Weges gegangen, hatte aus Scham gegen über der hochwürdigen Mutter Grenouilles und auch ihren Mitschwestern Stillschweigen bewahrt. Die Klostermagd war auch nicht die Einzige geblieben, seit er sein 16. Lebensjahr vollendet hatte. Auch die junge Frau vor ihm war ein solch naives Geschöpf. Es würde nicht mehr vieler Worte bedürfen, ihre Schamhaftigkeit zu besiegen. Ein Jahr der Enthaltsamkeit seit Antritt seines Amtes in diesem Dorf würden bald schon unabdingbar für ihn ausgelöscht sein, da war er sich absolut sicher. »Entweder deine Demut als Buße oder - ich übergebe dich der Rechtsprechung des Lairds«, drohte er mit Nachdruck in der Stimme. »Also, überlege besser! Außerdem: Deine von mir dir auferlegte Buße ist der Wille unseres Herrn! So musst du dir auch keine Sorgen um dein Seelenheil machen, denn damit wird dir vergeben. Oder muss ich dir erst erklären, wie die Strafe für dein Vergehen vom Laird geahndet werden wird, wenn er von deiner schändlichen Tat erfährt?«, bekräftigte er seine Forderung erneut. Ohne noch ein Wort der angeblichen Sünderin abzuwarten, hielt der Priester der Person eine Bestrafung durch Ertränken, oder Versenken im Moor und somit einen erschreckenden Tod vor Augen. Ayden erkannte, dass diese grausamen Worte allein dem Priester dazu dienten, die sich mit ihm im Raum befindliche weibliche Person dazu zu bringen, sich ihm hinzugeben. Die junge Frau riss entsetzt die Augen auf und zitterte vor Angst, was Ayden natürlich nicht sehen konnte, aber ihr Gegenüber. »Gerechter Himmel!«, entfuhr es der erschrockenen weiblichen Stimme. »Wird ein Mensch denn zu einem so schrecklichen Verbrecher, nur weil er sich in seiner Not etwas von anderen nahm, um die, die man von Herzen liebt zu nähren, dass man ihn deswegen gleich so hart bestraft?« »Vielleicht ist der Laird bei dir auch gnädiger und entscheidet sich für ein Strafmaß wie des Ausstechens der Augen oder des Abhackens einer oder beider Hände«, erwiderte der Geistliche auf diese ihm gestellte Frage hin. Drohungen waren immer ein wirksames Mittel zur Abtötung der Scham. Der Priester erbebte in Erregung bei dem Gedanken, dass sie ihm bald willig sein würde. Er stellte sich vor, wie er sie hinter den Altar führte, ihr den Rock hochschob, wie er sich mit tiefen Stößen in dem hübschen jungen Körper der Sünderin Erleichterung verschaffen würde, denn noch nie hatte die junge Frau ihre Beine für einen Mann geöffnet. Er sah die Hingabe ihrer Jungfräulichkeit für sein Schweigen als ein heiliges Pfand der Sünderbuße. »Ich handle nach dem Willen des Herrn, denn er will, dass du Läuterung durch mich für dein Verbrechen erfährst«, beharrte er. Ein schweigendes Kopfnicken der Eingeschüchterten war in der Kammer die Antwort, auf die Murdo gewartet hatte. Auf Aydens Gesicht erschien ein Zug von Verachtung, denn seine Empörung, über das, was ihm da zu Ohren kam, war gerade unermesslich. Er, den so leicht nichts aus der Ruhe brachte, fühlte sich ernsthaft versucht, dem Priester den Garaus zu machen. Er durchquerte mit ausladenden Schritten das heilige Gebäude mit den Holzbänken und dem Altar. Trat ohne weiteres Zaudern in den Nebenraum ein und fuhr den Gottesmann, in einem höchst barschen, ungehaltenen Ton an: »Pater Murdo, was zur Hölle ist für eine Gottlosigkeit in Euch gefahren?« Der Geistliche, der geglaubt hatte, es würde ihm nichts mehr in die Quere kommen, sah erschrocken zu ihm hin, um im nächsten Moment einige Schritte von der jungen Frau zurückzuweichen. Mit nach vorne gestreckten Händen in abwehrender Geste und den Worten: »Ihr habt da gewiss etwas missverstanden!«, versuchte er sich herauszureden, nachdem er sich vom ersten Schreck ein wenig erholt hatte. Der Blick der jungen Frau irrte von dem Priester zu dem jungen Mann. »Gewiss nicht!«, fuhr Ayden Pater Murdo mit angewiderter Miene an. »Ich habe jedes Eurer abscheulichen Worte mit angehört, Murdo. »Ihr werdet Eure Finger von ihr lassen«, seine Hand glitt dabei zum Knauf seiner Waffe, »oder ich werde alle, die ihr besitzt ...« Ayden sah dabei auf den unteren Teil der Kutte des schlaksigen Kirchenmannes, bis er seine Rede mit den Worten drohend fortsetzte: »... persönlich mit meinem Schwert von Eurem Körper abtrennen!« Nach einem kurzen nervösen Zucken seiner Gesichtsmuskeln schnaubte der Priester, sich die Drohung nicht gefallen lassend, in verhohlener Empörung: »Junger Herr, Ihr behandelt mich, einen Mann der Kirche, höchst respektlos. Ihr wagt es Euch mir in meiner Kapelle zu drohen? Glaubt Ihr etwa, dass ich mir so etwas gefallen lasse? So lasst Euch gewarnt sein, ein solches Benehmen, kann Folgen für Euch hab ...« Die leicht gewölbte Decke gab seinen Worten einen Widerhall, als Ayden den Pater schroff unterbrach: »Eure Kapelle?«, dabei lachte er verhalten auf. »Da irrt ihr aber gewaltig, denn mein Vater hat sie erbauen lassen, als die Kapelle im Castle oben für unsere Clanleute zu klein geworden ist. Und Ihr verdient mir noch um einiges mehr als die Respektlosigkeit meiner Worte! Aber vielleicht sollte ich Euch zuerst selbst einmal über die Rechtsprechung unseres Lairds belehren, Priester! Als dessen Sohn kenne ich seine Entscheidungen im Falle eines Nötigungsversuches durch Erpressung wesentlich besser als Ihr. Ich denke vor allem, gerade Ihr solltet das Herz dieser Sünderin«, er sah die junge Frau kurz an und verbesserte sich, »so denn sie eine ist, nicht in Angst und Schrecken versetzen. Darüber hinaus Euer Amt nicht für Dinge missbrauchen, die Euch als Kirchenmann durch das Sakrament der Priesterweihe, nicht einmal mit willigen Huren gestattet ist. Ihr fordert unter dem Deckmantel der Frömmigkeit Abscheuliches! Benutzt Ihr doch, wie ich verstanden habe, die Buße als Werkzeug für Euer frevelhaftes Verlangen Unzucht zu treiben. Ihr seid hier der größte Sünder und ein ausgesprochener Widerling! Was glaubt Ihr eigentlich, was mein Herr Vater Euch für eine Bestrafung angedeihen lässt, wenn er von Eurer Gottlosigkeit und Verderbtheit erfährt? Und glaubt mir, er wird dies gewiss! Ich kann Euch versichern: In einem solchen Fall kennt er keine Gnade und ich auch nicht! Ihr sprecht angeblich von Gott. Ich jedoch bin mir sicher, dass es die Versuchungen dunkler Mächte sind, die Euch auf die Idee einer solchen perfiden Bußforderung brachte!« Das verschreckte Mädchen hatte sich ein wenig erholt, als es bemerkte, dass der Zorn des jungen Mannes nicht ihr, sondern allein dem Pater galt. Sie hatte ebenso bemerkt, dass der Gottesmann schlagartig erbleichte und mit allen möglichen Ausflüchten und Beteuerungen - der junge Herr habe da etwas missverstanden...




