E-Book, Deutsch, Band 36, 448 Seiten
Reihe: Romana Gold
Hart / Williams / Napier Romana Gold Band 36
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-4425-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 36, 448 Seiten
Reihe: Romana Gold
ISBN: 978-3-7337-4425-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
INSELFIEBER von NAPIER, SUSAN
Stürmisch erwidert die bekannte Schauspielerin Rosalind Marlow die Küsse des charmanten Luke, der wie sie Urlaub auf einer malaysischen Insel macht. Bis sie merkt, dass Luke jeden ihrer Schritte notiert. Hat sie sich in einen Skandalreporter verliebt, der sie nur benutzt?
LIEBESTRAUM AM WEIßEN STRAND von HART, JESSICA
Sonne auf der Haut, seine Lippen auf ihren - für Martha erfüllt sich mit dem reichen Lewis Mansfield ein Traum. Nur was wird sein, wenn ihre Zeit als Nanny seiner Nichte in der Südsee-Villa beendet ist? Wird der überzeugte Junggeselle schließlich doch zu seinen Gefühlen stehen?
DER PLAYBOY VON TOBAGO von WILLIAMS, CATHY
Emma ist wütend auf sich selbst: Obwohl sie genau weiß, dass Conrad DeVere seine Freundinnen auf der Karibikinsel Tobago wie Hemden wechselt, hat sie sich von ihm verführen lassen! Energisch geht sie auf Distanz - und fordert den Playboy damit erst recht heraus ...
Bisher hat die britische Autorin Jessica Hart insgesamt 60 Romances veröffentlicht. Mit ihren romantischen Romanen gewann sie bereits den US-amerikanischen RITA Award sowie in Großbritannien den RoNa Award. Ihren Abschluss in Französisch machte sie an der University of Edinburgh in Schottland. Seitdem reiste sie durch zahlreiche Länder, da sie sich beruflich nicht festlegen wollte. Mit vielen Jobs hielt sie sich in diesen Ländern unter anderem in Südafrika, Tanganyika, Australien, Oman, Pakistan, Algerien, Belize sowie den USA über Wasser. Jessica Hart war als Auslandskorrespondentin tätig, sie begleitete eine Expedition in Westafrika oder unterrichtete Englisch. Nebenbei hat sie als Kellnerin, Zimmermädchen, Tellerwäscherin, Sekretärin oder als Assistentin in einem Restaurantführer-Verlag gearbeitet. In ihren Büchern finden die Leser manche dieser Berufe wieder. Sie selbst sagt, dass in ihrer Brust zwei Seelen schlummern, einerseits träumt sie von einem gefährlichen Leben in fremden Ländern, sie reist gern. Andererseits fühlt sie sich mit ihrer Heimat England sowie mit ihrer Familie verbunden, sie liebt viele Dinge, die es nur in ihrem Heimatland gibt.
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1. KAPITEL
„Ich soll das Land verlassen?“
Rosalind Marlow, die in dem eleganten Wohnzimmer ihrer Eltern auf und ab gegangen war, blieb stehen und schaute ihre Mutter bestürzt an.
„Nur für kurze Zeit, Schatz.“ Nachdem Constance Marlow ihren Tee ausgetrunken hatte, lehnte sie sich auf der Couch zurück, ohne sich von dem wütenden Gesichtsausdruck ihrer Tochter aus der Ruhe bringen zu lassen. „Nur bis sich die Aufregung etwas gelegt hat.“
„Soll das heißen, dass ich weglaufen soll?“, entgegnete Rosalind ungläubig. Ihre Eltern hatten sie und ihre fünf Geschwister nach dem Grundsatz erzogen, dass man immer die Verantwortung auf sich nehmen musste, egal, wie schmerzhaft oder peinlich es auch sein mochte. Erwartete ihre Mutter jetzt etwa, dass sie dafür ihren guten Ruf aufs Spiel setzte?
Rosalind blickte Hilfe suchend zu ihrem Vater, doch er zuckte lediglich die Schultern, als wollte er damit sagen, er wäre ohnehin Wachs in den Händen ihrer Mutter. Das war er natürlich auch, aber nur, wenn es ihm gerade in den Kram passte. Als renommierter Theaterregisseur mit über dreißig Jahren Berufserfahrung verfügte Michael Marlow über die Fähigkeit, die zumeist egozentrischen Schauspielerinnen und Schauspieler zu beherrschen, mit denen er sowohl beruflich als auch privat zu tun hatte – seine berühmte Frau eingeschlossen.
„Betrachte es einfach als Urlaub, Schatz“, erwiderte ihre Mutter leise. „Du musst zugeben, dass es eine Ewigkeit her ist, seit du das letzte Mal richtig Urlaub gemacht hast. Und nach deinem letzten Engagement hast du dir wirklich eine Erholungspause verdient.“
Rosalind schauderte bei der Erinnerung an ihren letzten Abstecher in die Filmbranche, der sie nur in der Annahme bestätigt hatte, dass sie wie ihre Mutter eher für die Bühne als für den Film geboren war. Obwohl sie sich für vielseitig genug hielt, um alles zu bewältigen, hatte es ihr im Grunde nie Spaß gemacht, vor der Kamera zu agieren, wo alles in kurzen Einstellungen festgehalten wurde und irgendein namenloser Cutter letztendlich darüber bestimmte, wie man eine Rolle interpretierte.
Es war ein Fehler gewesen, die weibliche Hauptrolle in dem ambitionierten Film anzunehmen. Doch die Regisseurin, eine alte Freundin von der Schauspielschule, hatte sie in einem schwachen Moment erwischt und sie davon überzeugt, dass es Spaß machen würde, wieder zusammenzuarbeiten.
Von wegen Spaß! Da sie alle gefährlichen Szenen ohne Double gedreht hatte, hatte sie sich das Handgelenk gebrochen und wäre beinahe von Haien gefressen worden!
„Es geht ums Prinzip.“ Rosalind fuhr sich durch das kurze rote Haar, das einen scharfen Kontrast zu ihrer hellen Haut und dem schwarzen Rollkragenpullover bildete. „Warum sollte ich die Flucht ergreifen? Schließlich habe ich nichts getan.“
„Natürlich hast du nichts getan“, beschwichtigte ihre Mutter sie.
Rosalind war völlig frustriert. Sie wusste, dass ihre Mutter ihre Schuldgefühle schamlos ausnutzte, aber sie hatte ein Versprechen gegeben, das sie auf keinen Fall brechen wollte. Allerdings konnte sie ihren Lieben keinen Vorwurf daraus machen, dass sie versuchten, die Wahrheit aus ihr herauszubekommen.
„Und selbst wenn es so wäre, weißt du, dass du auf uns zählen könntest“, bemerkte ihr Vater leise.
„Ich würde es euch ja erzählen, wenn ich könnte“, platzte Rosalind heraus. „Ihr müsst mir einfach glauben, dass ich nichts getan habe, dessen ich mich schämen müsste.“
Bewusst vermied sie es, zum Couchtisch zu schauen, auf dem diverse Revolverblätter lagen. In den Schlagzeilen wurde sie als Sexkätzchen bezeichnet, als Mannweib, als armes Kind, das sich nach Liebe sehnte, weil es von seiner Familie zu wenig bekommen hatte, und als hilfloses Werkzeug Außerirdischer, die die Herrschaft über die Erde anstrebten.
„Ich dachte, darüber wären wir uns schon einig“, ließ sich ihr ältester Bruder Hugh vernehmen, der auf der Fensterbank saß. Bisher hatte er seine Frau und seine drei kleinen Kinder im Garten beobachtet, aber nun betrachtete er nachdenklich seine Schwester. „Dadurch, dass du dich geweigert hast, irgendwelche Fragen zu beantworten, hast du der Presse Anlass zu den wildesten Spekulationen gegeben.“
„Ich habe eine Erklärung abgegeben, das hätte genügen müssen. Du bist doch Anwalt. Kann ich keine gerichtliche Verfügung erwirken, damit sie mich in Ruhe lassen?“
Sie ging zum Fenster und schaute hinaus. Sicher warteten die Reporter, die sie seit einer Woche verfolgten, immer noch vor dem Tor. Doch nachdem Hugh ihnen damit gedroht hatte, sie wegen unbefugten Betretens verhaften zu lassen, klopften sie wenigstens nicht mehr an die Tür. Im Gegensatz zu ihren anderen, leiblichen Geschwistern, die alle groß und schlank waren, wirkte er nämlich allein durch seine stämmige Statur Furcht einflößend.
Er zuckte die Schultern. „Vielleicht, aber das würde sie dir lediglich vom Leib halten, denn sie könnten weiterhin über dich berichten, und dich in der Öffentlichkeit fotografieren. Wahrscheinlich würdest du damit genau das Gegenteil erreichen. Sie könnten damit argumentieren, dass das öffentliche Interesse wegen der politischen Folgen Priorität vor deiner Privatsphäre hat …“
„Aber das Ganze hat überhaupt nichts mit Politik zu tun“, wandte Rosalind wütend ein.
„Oh doch, weil die Frau eines Politikers darin verwickelt ist“, widersprach Hugh. „Wegen der bevorstehenden Nachwahl werden alle Seiten versuchen, die Publicity zu ihren Gunsten auszuschlachten.“
„Mir ist allerdings nicht klar, was es nützen soll, wenn ich weglaufe.“ Ihre grünen Augen funkelten vor Zorn. „Sicher werden die Leute mich doch für schuldig halten.“
„Na und? Das tun sie sowieso“, ließ sich nun Richard vernehmen, der der Länge nach neben dem Sofa lag und gerade den Angriff seiner beiden Kinder abwehrte.
„Lass es dir von jemandem sagen, der es weiß, Roz. Für die Regenbogenpresse bist du ein gefundenes Fressen: eine bekannte Schauspielerin mit einem traumhaften Körper, die für ihre Ausschweifungen bekannt ist. Wenn die Geschichte nicht mehr interessant ist, brauchen sie nur einen Schnappschuss von dir in irgendeinem Fummel, und schon bist du auf Seite drei …“
„Nicht vor den Kindern, Richard“, schalt seine Mutter und gab ihm dabei einen Klaps aufs Knie.
Richard lächelte jungenhaft, wodurch er viel jünger als dreißig wirkte, und setzte sich auf. „Solange du hier bist, werden sie dich nicht in Ruhe lassen, Roz. Es wird eher schlimmer, und wir müssen alle mit dir leiden.“ Er machte eine ausholende Geste.
Rosalind war in dem Glauben zu ihren Eltern gefahren, dass sie ruhig mit ihnen zusammensitzen und Tee trinken würde. Stattdessen hatte sie jedoch den ganzen Marlow-Clan angetroffen. Die einzigen, die fehlten, waren ihr Bruder Steve, der Komponist war und gerade in Hollywood an einer Filmmusik arbeitete, und ihr jüngster Bruder Charlie, der Automechaniker bei einem Rennwagenteam war, und gerade in Übersee weilte.
Normalerweise war Rosalind froh darüber, aus einer Familie zu kommen, in der ein so starker Zusammenhalt bestand. Momentan allerdings fühlte sie sich nur zusätzlich unter Druck gesetzt.
Leider hatte ihre Familie immer noch nicht gemerkt, dass sie, Rosalind, mit siebenundzwanzig Jahren längst erwachsen war. Sicher, sie war immer noch kontaktfreudig und gesellig und bei allem, was sie machte, mit ganzem Herzen bei der Sache. Manche Leute hielten ihre übersprudelnde Lebensfreude vielleicht für Leichtsinn, aber ihre Familie hätte es eigentlich besser wissen müssen.
In den letzten fünf Jahren hatte Rosalind ihre Energie hauptsächlich auf ihren Beruf verwandt. Sie hatte zwar immer noch einige ziemlich wilde Freunde, doch es war lange her, seit sie das letzte Mal eine Dummheit begangen hatte.
Nun blickte sie in die Ecke, wo Olivia mit ihrem Mann, Jordan Pendragon, saß.
Normalerweise war Olivia auf ihrer Seite, aber an diesem Tag wirkte sie seltsam reserviert. Wie Richard und Steve waren Olivia und Rosalind zweieiige Zwillinge und hatten sich immer sehr nahe gestanden, bis Olivia im Vorjahr geheiratet hatte.
Obwohl Olivia Künstlerin war und daher häufig in höheren Regionen schwebte, hatte Rosalind das Gefühl, dass ihre Schwester diesmal absichtlich so distanziert war, und das verletzte sie. Nichts war mehr so wie vorher. Kein Wunder, dass sie mit ihren Nerven am Ende war.
„Tut mir leid, ich hatte keine Ahnung, dass es so schlimm wird.“ Rosalind schob die Hände in die Taschen ihrer engen schwarzen Jeans. „Das Ganze hat ungeahnte Ausmaße angenommen … nur weil ein geldgieriger Hotelangestellter seine Version der Ereignisse an den Meistbietenden verkaufen musste. Warum können die Leute sich nicht um ihre Angelegenheiten kümmern?“
„Du bist eine Person des öffentlichen Interesses“, sagte Richard ungerührt. „In meinem Büro steht das Telefon nicht still, und ich bin es langsam leid, Interviews zu geben, die sich als reine Zeitverschwendung erweisen – ganz zu schweigen davon, dass ich Sicherheitsbeamte engagieren musste, die die Reporter von meinen Schauspielern und Mitarbeitern fern halten.“
„Ich dachte, du glaubst, dass Publicity immer gut ist.“ Rosalind blickte demonstrativ von ihm zu seiner Frau Joanna, um ihn daran zu erinnern, wie er diese mit Hilfe der Klatschspalten dazu gedrängt hatte, seinen Heiratsantrag anzunehmen.
„Wenn es um mich geht, ja“, bestätigte er trocken. „Aber es macht mich wahnsinnig, all die Fragen über dich zu beantworten. Ich hinke sowieso schon dem Terminplan hinterher und kann keine...




