Hart | What Gives Us Hope (Glitter Love 3) | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 398 Seiten

Reihe: Glitter Love

Hart What Gives Us Hope (Glitter Love 3)

Aufregende High Society Romance über knisternde Gefühle und gefährliche Wahrheiten
22001. Auflage 2022
ISBN: 978-3-646-60892-2
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Aufregende High Society Romance über knisternde Gefühle und gefährliche Wahrheiten

E-Book, Deutsch, Band 3, 398 Seiten

Reihe: Glitter Love

ISBN: 978-3-646-60892-2
Verlag: Impress
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Trust in Paradise** Kendras unerwartete Rückkehr in die New Yorker Upper Class versetzt alle in Aufruhr. Doch ihre Willkommens-Feier im Glitter and Gold endet abrupt, als sie von einem Fremden bedrängt wird. Ausgerechnet der unverschämt attraktive Barbesitzer Rhett Whitaker geht dazwischen und schützt Kendra. Von der Situation überwältigt vertraut sie sich dem sonst so schweigsamen jungen Mann an. Unglücklicherweise kann sich Kendra am nächsten Tag nicht mehr erinnern, wie viel sie von sich preisgegeben hat. Denn den wahren Grund ihrer plötzlichen Rückkehr darf niemand erfahren ... Wagst du es, für die Liebe über deinen Schatten zu springen? //Dies ist der dritte Band der gefühlvollen New Adult Buchserie »Glitter Love«. Alle Romane der High-Society-Romance:   -- Band 1: What Keeps Us Apart -- Band 2: What Brings Us Together  -- Band 3: What Gives Us Hope//

Romy Hart, Millennial mit Leib und Seele, liebt Geschichten - egal in welchem Medium sie erzählt werden. Wenn sie nicht gerade Bücher schreibt, schlüpft sie bei Pen&Paper-Rollenspielrunden leidenschaftlich gern in andere Charaktere, trinkt literweise Kaffee und genießt dabei das Aroma ihrer heißgeliebten Duftkerzen.
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Kapitel 1


Als ich zum ersten Mal seit Jahren mein altes Zuhause betrat, hätte ich nie vermutet, dass dieser Abend für mich in einem fremden Bett enden würde. Und noch viel weniger, dass es Rhett Whitaker gehören würde.

Bis vor ein paar Stunden hätte ich nicht einmal selbst damit gerechnet, heute Abend hier zu sein. Aber nun war ich zurück. Ich hatte mich, ohne nachzudenken, in ein Flugzeug gesetzt und war von Großbritannien in einer Acht-Stunden-Tortur nach New York City geflogen. Alles war besser gewesen, als dort zu bleiben. Nach dem grauenhaften Ende dieser Party hätte ich es keine Sekunde länger in Oxford ausgehalten.

Vor der wuchtigen Eingangstür unseres New Yorker Stadthauses hielt ich zum ersten Mal inne, seit ich mich entschieden hatte, England zu verlassen. Das Gebäude ragte groß und irgendwie schöner vor mir auf, als ich es in Erinnerung hatte. Es war eines dieser schmalen fünfstöckigen und verdammt teuren Gebäude mit dunkler Steinfassade, bei denen man wenige Stufen bis zur Tür hochgehen musste. Die Treppen waren gesäumt von einem schmiedeeisernen Geländer, um das sich Blumen rankten, die dank der Sommersonne in bunten Farben blühten. Es wirkte wie das perfekte Zuhause einer angesehenen Upper-Class-Familie.

Ein mulmiges Gefühl zuckte durch meinen Bauch, so vertraut war der Anblick. Und gleichzeitig wirkte dieser Ort derart fremd, dass ich für einen Augenblick unsicher war, ob ich meinen Schlüssel benutzen sollte. Immerhin war ich ohne Ankündigung hergeflogen und würde meine Eltern ziemlich überrumpeln. Zu klingeln hätte sich aber noch seltsamer angefühlt. Zwar hatte ich die vergangenen drei Jahre zum Studieren bei meiner Großtante in Oxford gelebt und in der Zeit kaum ein Wort mit meiner Familie gesprochen, aber das hier war immer noch mein Elternhaus. Da klingelte man doch nicht, oder? Und vielleicht hatte ich ja Glück und meine Eltern waren gar nicht da. Im Sommer sonnte sich die Oberschicht New Yorks an den Wochenenden meistens auf hochkarätigen Strandbarbecues in den Hamptons. Aber es brannte Licht im Haus und das sprach nicht gerade dafür, dass meine Eltern unterwegs waren. Das wäre ja auch zu einfach gewesen.

Ich wappnete mich innerlich für das wohl unvermeidbare Aufeinandertreffen, dann steckte ich meinen Schlüssel ins Schloss. Erleichtert, weil er immer noch passte, öffnete ich langsam die schwere Eingangstür. Sofort schlug mir ein viel zu vertrauter Geruch entgegen und beinahe hätte das meine Fassade eingerissen. Alles in mir sehnte sich schmerzlich danach, mich in meinem alten Zimmer unter der Bettdecke zu verkriechen und erst wieder rauszukommen, wenn ich die vergangenen zwei Tage erfolgreich verdrängt hatte. Aber vorher würde ich die Begegnung mit meinen Eltern überstehen müssen.

Ich machte einen zögerlichen Schritt auf das geölte Parkett in den Eingangsbereich, nur um festzustellen, dass das Glück in letzter Zeit wirklich nicht auf meiner Seite war. Statt in ein leeres Haus zu kommen, platzte ich mitten in eine dieser hochkarätigen High-Society-Veranstaltungen – und meine Eltern waren die Gastgeber. Erst jetzt drangen die Stimmen, das Lachen und das Klirren der Gläser durch das Rauschen in meinen Ohren zu mir durch. Geräusche, die ich sicher auch draußen gehört hätte, wenn ich nur nicht so unaufmerksam gewesen wäre. Shit!

Auf diese Party war ich absolut nicht vorbereitet. Ich hatte ein anstrengendes Gespräch mit meinen Eltern befürchtet, aber nicht dieses Déjà-vu. Aus purem Instinkt drehte ich mich noch auf dem Absatz um und wollte wieder verschwinden, bevor mich jemand entdeckte, aber es war längst zu spät.

»Kendra?«, hörte ich die Stimme meiner Mutter. »Was machst du denn hier?«

Ich erstarrte und verfluchte das Schicksal oder was auch immer für solche Situationen zuständig war. Innerhalb einer Millisekunde war ich mir schmerzlich bewusst, wie ich aussah. Das Urteil meiner Eltern würde vernichtend ausfallen. Ich trug dank der fluchtartigen Abreise einen kurzen Minirock, dazu Overknees und ein bauchfreies Top. Garantiert hatte ich heftige Mascaraspuren unter den Augen. Ich sah ein bisschen aus wie Julia Roberts in  – in ihrem Straßenoutfit. Nur Modekenner würden sehen, dass jedes Kleidungsstück von einem angesehenen Designer war. Bloß half mir das grade nicht. Denn für eine lange Partynacht war ich zwar hammermäßig gekleidet – für eine gediegene Cocktailparty hingegen absolut nicht.

»Hi, Mom«, gab ich mit einem verlegenen Lächeln zurück und schloss beim Umdrehen meine Lederjacke, die hoffentlich das Schlimmste verdecken würde. Gegen meinen kurzen Rock konnte sie aber auch nichts ausrichten. Ich machte meinem Ruf als Problemkind der Familie Carnegie alle Ehre, kaum dass ich das Haus betreten hatte.

Meine Mutter überwand ihre Überraschung mit einem Lächeln und entschuldigte sich bei den Gästen, in die ich beim Reinkommen beinahe hineingestolpert wäre. Mom gab die perfekte High-Society-Lady, die ich niemals sein würde. Sie führte die Alcotts bis ins Wohnzimmer zu den anderen Gästen, dann stöckelte sie begleitet von lautem Klacken über das Nussbaumparkett zu mir.

Am liebsten wäre ich sofort wieder abgehauen, aber ich hätte nicht gewusst wohin. Scham wegen meines Outfits brannte auf meinen Wangen und ich machte mich innerlich bereit für die Predigt. Ich konnte mir vorstellen, wie das auf Mom wirkte. Aber die Ansprache kam nicht. Stattdessen breitete meine Mutter die Arme aus und drückte mich an sich. So fest, dass sie mir mit ihrer Umarmung die Luft abschnürte. Nur das bewahrte mich letztlich davor, bei ihrer Berührung in Tränen auszubrechen. Ihr vertrautes Parfüm, das ich seit so langer Zeit nicht mehr gerochen hatte, stieg mir in die Nase. Mit einem Schlag traf mich die Erkenntnis, dass ich nach all dem Chaos der letzten Tage tatsächlich zu Hause war. Ich rang um Fassung.

»Wieso hast du denn nicht gesagt, dass du kommst?« Sie schob mich ein Stück von sich, um mich zu mustern.

»Ich habe euch vermisst«, gab ich gepresst zurück und wirkte dank meiner zitternden Stimme nicht besonders überzeugend. Ich konnte ihr auf keinen Fall sagen, warum ich tatsächlich zurückgekommen war. Denn dann müsste ich ihr auch beichten, dass ich Mist gebaut hatte, und das brachte ich nicht über mich. Nicht jetzt. Ich war hergekommen, um zu vergessen.

Ich sah an Moms Gesichtsausdruck, wie ihre Mutterinstinkte mit jeder weiteren Sekunde stärker ansprangen. Sie merkte viel zu schnell, dass das nicht die ganze Wahrheit war. Und ich war kurz davor, sie ihr zu erzählen, obwohl ich wusste, dass ich das nicht sollte. Ich hatte vollkommen unterschätzt, was es mit mir machen würde, sie zu sehen.

Ein Räuspern hinter ihr machte mir wieder bewusst, dass nicht nur sie anwesend war. Neugierige Augenpaare richteten sich aus dem offen gestalteten Wohnraum auf mich, aber nur eines davon ließ mich schlucken. Mein Vater ragte jetzt hoch über Mom auf und legte ihr eine Hand auf den Rücken, mit der anderen schirmte er mich von den Gästen ab. Ihm war nicht entgangen, wie ich aussah, und sein Gesichtsausdruck ließ mich das spüren.

Innerhalb von Sekunden fühlte ich mich wieder wie die Sechzehnjährige, die sich in unangemessenen Klamotten aus dem Haus geschlichen hatte, um auszugehen. Wenn ich mitten in der Nacht zurückgekommen war, hatte er mich oft genug mit genau dem gleichen Blick angesehen. Seiner Meinung nach legte ich gerade eine absolut grandiose Show hin und ich hatte sie im Gegensatz zu früher nicht einmal geplant.

»Wie … überraschend, dich hier zu sehen.«

»Es war eine spontane Idee.« Ich trat von einem Fuß auf den anderen und fühlte mich auf eine bekannte Art unerwünscht.

»Kommst du von einer Party oder gehst du auf eine?«

Sein strenger Tonfall ließ mich zusammenzucken und ich war meiner Mutter mehr als dankbar, dass sie sich einmischte. Selbst wenn es nur war, um den Schein zu wahren und der versammelten High Society nicht eine noch bessere Lästervorlage zu liefern, als ich das eh schon getan hatte. Hitze rauschte durch meinen Körper, weil ich es wieder geschafft hatte, dass morgen alle über mich reden würden. Früher hätte mich das vielleicht noch mit einem rebellischen Stolz erfüllt, aber ich hatte mich in den vergangenen drei Jahren geändert. Auch wenn es gerade für meine Eltern bestimmt absolut nicht so wirkte.

»Lasst uns bitte in die Küche gehen.«

Mom warf meinem Vater einen Blick zu und er nickte. Mit der Hand auf meinem Rücken schob er mich vor sich her.

Leider waren wir in der Küche auch nicht allein. Überall wuselten Angestellte umher und bereiteten Essen vor. Aber sie waren höflich oder ängstlich genug, um uns zu ignorieren. Kaum war die Tür hinter meiner Mutter zugefallen, ergriff Dad das...



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