Harper / Washington / Battigelli | Romana Extra Band 98 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 98, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Harper / Washington / Battigelli Romana Extra Band 98


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-4800-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 98, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7337-4800-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



RÜCKKEHR AUF DIE INSEL DER TRÄUME von PENNY ROBERTS
Sofia braucht Hotelier Ioannis Papadakis als Verbündeten! Sie hat Pläne für die kleine griechische Insel Patroklos, die zu einem Drittel ihm gehört. Aber Ioannis gibt ihr Rätsel auf: Mal scheint er auf ihrer Seite zu sein und flirtet sogar heiß mit ihr. Dann wieder ist er eiskalt ...
KARIBISCHE NÄCHTE MIT DEM TYCOON von ROSANNA BATTIGELLI
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VENEDIG, DIE LIEBE UND DER BOSS von FIONA HARPER
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HAPPY END IM TROPENPARADIES? von ALTONYA WASHINGTON
Ich darf nicht zum zweiten Mal seinem verhängnisvollen Charme erliegen, schwört sich Paula. Aber wie soll das gehen, wenn sie mit Traummann Linus in ein Tropenparadies reist und sich Tag und Nacht daran erinnert, wie aufregend die Liebe mit ihm war?



Als Kind wurde Fiona dauernd dafür gehänselt, ihre Nase ständig in Bücher zu stecken und in einer Traumwelt zu leben. Dies hat sich seitdem kaum geändert, aber immerhin hat sie durch das Schreiben ein Ventil für ihre unbändige Vorstellungskraft gefunden. Fiona lebt in London, doch sie ist auch gern im schottischen Hochland oder genießt Sommernachmittage in der grünen englischen Landschaft. Sie tanzt gern und kocht mit Vorliebe Gerichte mit Zimtgeschmack. Natürlich kann sie sich immer noch nicht von einem guten Buch oder Film lösen, vor allem Liebesromanzen lassen sie nicht los. Allerdings muss sichergestellt sein, dass immer ausreichend Taschentücher vorrätig sind, denn sie weiß, sie wird sie brauchen, unabhängig davon, ob das Ende glücklich oder traurig ist.

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1. KAPITEL

Schroff ragten die Gipfel der Berge von Patroklos hinauf in den makellos blauen Sommerhimmel. Die kleine Sporaden-Insel war kaum mehr als ein großer Felsbrocken im Mittelmeer auf halber Strecke zwischen Kos und Rhodos. Ein schicksalhaftes Ereignis hatte einst dafür gesorgt, dass sie nicht wie so viele ihrer Schwesterninseln unbewohnt geblieben war.

In einer stürmischen Nacht Ende des neunzehnten Jahrhunderts war ein Handelsschiff vor der Küste von Patroklos gesunken. Die Mannschaft und ein Dutzend Passagiere hatten sich auf die Insel retten können. Als sie Monate später von einem Fischerboot entdeckt wurden, hatten sich einige der Schiffbrüchigen bereits eine kleine Existenz aufgebaut und beschlossen zu bleiben.

Unter ihnen befand sich ein junger Mann aus Athen, der auf dem Weg nach Rhodos gewesen war, um dort sein Glück zu suchen. Sein Name lautete Panaiotis Papadakis. Wie die Insel später in seinen Privatbesitz gelangte, war nicht überliefert worden. Doch sein Nachkomme Ioannis, der an Bord des kleinen Motorboots saß, das zweimal in der Woche die Post und wichtige Lieferungen von Santorini nach Patroklos brachte, hatte da so eine Ahnung. Die Papadakis-Männer besaßen den Ruf, rücksichtslose Geschäftsmänner zu sein.

Sein Vater, Grigorios, hatte definitiv dazugezählt, auch wenn Ioannis sich das lange Zeit nicht hatte eingestehen wollen. Viele Jahre war er blind gewesen für die Fehler seines Vaters. Doch diese Zeiten lagen hinter ihm – er war nicht mehr dieser Narr und Grigorios nicht mehr sein Held.

Er atmete tief durch und fuhr sich mit einer Hand durch sein dunkles, lockiges Haar. Die Reise nach Patroklos weckte in ihm viele unliebsame Erinnerungen, die er lieber für immer in den hintersten Winkel seines Unterbewusstseins verbannt hätte. Doch ihm blieb keine andere Wahl, als auf die Insel seiner Kindheit und Jugend zurückzukehren.

Und vielleicht war es auch an der Zeit, sich den Geistern seiner Vergangenheit zu stellen. Vor denen war er schließlich lange genug davongelaufen.

Das Motorboot erreichte den Hafen von Patroklos, der in einer kleinen geschützten Bucht lag. Das Wasser hier war glatt wie ein Spiegel und so klar, dass man bis auf den Meeresgrund blicken konnte.

Auf der anderen Seite der Insel war die See um einiges rauer. Dort gab es nur wenige Buchten, und die Wellen warfen sich schäumend gegen die schroffen Felsen der Küste.

„Sind Sie hier, um Urlaub zu machen?“, fragte der Fahrer des Motorboots neugierig. Zu Beginn ihrer zweistündigen Fahrt hatte er noch versucht, eine Unterhaltung mit Ioannis zu führen. Doch als dieser eher wortkarg blieb, hatte er es bald wieder aufgegeben. Die Nähe zum Hafen hatte ihn anscheinend veranlasst, einen zweiten Versuch zu unternehmen.

Und dieses Mal war Ioannis sogar dankbar für die Ablenkung. „Familienbesuch“, entgegnete er vage.

Der Mann – er war Mitte bis Ende vierzig, hatte vom Wetter gegerbte Haut und schütteres schwarzes Haar – horchte auf. „Ach, wirklich? Ich kenne so gut wie jeden hier auf Patroklos und den Nachbarinseln. Wem werden Sie denn einen Besuch abstatten? Einem Onkel? Einer Tante? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor …“

„Ich treffe mich hier mit meinen Brüdern“, entgegnete Ioannis, ohne weitere Einzelheiten preiszugeben. Er wollte seine Rückkehr nicht an die große Glocke hängen. Je weniger Menschen wussten, dass er sich auf Patroklos aufhielt, umso besser. „Ich werde den Sommer hier verbringen.“

Und das würde dann auch hoffentlich das letzte Mal sein, dass er einen Fuß auf die Insel setzte. Eigentlich hatte er niemals wieder nach Patroklos zurückkehren wollen. Doch er schuldete seinen Brüdern etwas.

Wenn er den Sommer mit ihnen überstanden hatte, würde er Patroklos für immer hinter sich lassen und nie wieder zurückblicken. Der Gedanke daran, mehrere Wochen auf der Insel zu verbringen, bereitete ihm schon jetzt Magenschmerzen. Vielleicht konnte er während seiner Zeit hier wenigstens ein paar Dinge wieder in Ordnung bringen.

Soweit das überhaupt möglich war, nach allem, was vorgefallen war …

Wenn der Sommer vorüber war, würde er seinen Anteil an Patroklos entweder an Stefanos oder Nikos verkaufen. Der Erlös würde an eine seiner Stiftungen gehen.

Nachdem er seiner Familie den Rücken gekehrt hatte, hatte er sich unter dem Mädchennamen seiner Mutter nach Frankreich geflüchtet. Vollkommen mittellos war es ihm gelungen, sich zu einem der erfolgreichsten Unternehmer der gesamten Côte d’Azur hochzuarbeiten.

Fabrice Tullier, ein älterer Hotelier, hatte ihn unter seine Fittiche genommen und ihm von der Pike auf alles über die Branche beigebracht. Als er ein paar Jahre später starb, hatte Ioannis seinen Besitz geerbt.

Seitdem war viel Zeit ins Land gegangen. Zeit, die er genutzt hatte, um sein Wissen anzuwenden und darauf aufzubauen. Er hatte Fabrice’ kleines Hotel zum angesagten Geheimtipp der Pariser High Society gemacht und sich von da an, Schritt für Schritt, ein Hotelimperium aufgebaut.

Er konnte nicht leugnen, dass er der Sohn seines Vaters war. Was auch immer er in geschäftlicher Hinsicht anfasste, verwandelte sich in Gold. Doch im Gegensatz zu Grigorios war für ihn sein eigener Vorteil zweitrangig. Ein großer Teil der Einnahmen ging direkt an seine Stiftung, die zahlreiche wohltätige Organisationen unterstützte, von denen er einige selbst ins Leben gerufen hatte.

Ioannis lebte in einer luxuriösen Villa, weil seine Klientel es von ihm erwartete. Aber er war kein Freund davon, sein Geld unsinnig zum Fenster hinauszuwerfen. So stieg er, wenn er auf Reisen war, entweder in seinen eigenen Häusern oder in günstigen Pensionen ab. Wenn er auswärts aß, tat er es nur dann in hochpreisigen Etablissements, wenn er mit anderen unterwegs war. Ihm selbst schmeckte einfache Hausmannskost mindestens ebenso gut wie das, was ein Sternekoch für das Wochengehalt eines durchschnittlichen Arbeiters auf den Teller zauberte.

Sein Job bereitete ihm Freude. Er war abwechslungsreich, und Ioannis begegnete dabei vielen interessanten Menschen. Doch wirklich wichtig waren ihm seine Charity-Projekte.

Er hatte in seinem Leben viel Glück gehabt, und er wollte etwas davon an die Menschen weitergeben, denen das Schicksal weniger wohlgesonnen gewesen war.

Und du willst dein schlechtes Gewissen beruhigen, mach dir doch nichts vor!

Seufzend fuhr er sich erneut durchs Haar. Nein, er konnte es nicht leugnen. Vor vielen Jahren hatte er eine große Schuld auf sich geladen. Und das wollte er auch gar nicht leugnen. Aber wenn er diese Angelegenheit hier hinter sich gebracht hatte, würde er dieses Kapitel seiner Vergangenheit vielleicht endgültig abschließen und nach vorne blicken können. Oder sich zumindest auf die Dinge konzentrieren können, die wirklich wichtig waren.

Das Boot legte in dem kleinen Hafen an, der kaum mehr als ein langer Steg war, an dem mehrere Boote im türkisblauen Wasser dümpelten.

„Vielen Dank“, wandte er sich an den Fischer, der ihn übergesetzt hatte. „Was bin ich Ihnen schuldig?“

Der Mann winkte ab. „Ich wollte ohnehin heute ein paar Dinge nach Patroklos bringen. Von daher war es kein zusätzlicher Aufwand. Sparen Sie sich also Ihr Geld.“

Ioannis nickte ihm zu. „Vielen Dank, das ist sehr freundlich von Ihnen.“

Er schulterte seinen Rucksack und ging den Steg hinunter zum Kai. Einige der älteren Fischer saßen an der Hafenmauer, ließen ihre Beine über die Kante baumeln und flickten ihre Netze. Andere waren dabei, den Fang vom Morgen in Kisten mit zerstoßenem Eis zu füllen. Die meisten Fische würden noch vor Sonnenuntergang in den Pfannen und auf den Grills der Feinschmeckerrestaurants der angrenzenden Inseln landen.

Der Geruch von Salz lag in der Luft, und wenn Ioannis sich über die Lippen leckte, konnte er es auch schmecken. Das waren der Duft und der Geschmack seiner Kindheit und Jugend. Die Sommer auf Patroklos waren für ihn stets der Höhepunkt des Jahres gewesen. Eine unbeschwerte Zeit voller Sonne, Sand und Meer, in der er mit seinen Freunden aus dem einzigen Ort der Insel gespielt und keine anderen Sorgen gehabt hatte als die Frage, was die Köchin wohl zum Dinner servieren würde.

Ihm war damals nicht aufgefallen, dass es seine beiden älteren Brüder längst nicht so gut gehabt hatten.

Nikos, der Älteste, hatte sogar in den Ferien die Tage mit der Nase in seinen Schulbüchern verbracht, und zwar keineswegs aus freien Stücken. Ihr Vater, Grigorios, war, was Nikos’ schulische Leistungen betraf, äußerst streng gewesen. Während Ioannis sich auch mal eine schlechte Note hatte erlauben dürfen und auch Stefanos’ schulische Leistungen keiner ständigen Kontrolle unterlagen, wurde von Nikos nichts anderes als Perfektion erwartet.

Wie unfair, das von einem Jungen im Teenageralter zu verlangen, dachte Ioannis rückblickend. Doch damals hatte er nie einen Gedanken daran verschwendet. Überhaupt hatte er nie etwas infrage gestellt, was sein Vater getan oder gesagt hatte.

Er konnte es heute selbst kaum nachvollziehen, doch als kleiner Junge war Grigorios für ihn das große Vorbild gewesen, dem er im Leben nacheifern wollte.

Seufzend fuhr er sich durchs Haar. Er konnte sich wirklich nur zugutehalten, dass er noch so jung gewesen war. Doch irgendwann, im Laufe der Jahre, hätte er begreifen müssen, was für ein Mann sein Vater wirklich war.

Ein Mann, dessen Skrupellosigkeit keine Grenzen kannte und der bereit war, für seinen eigenen Vorteil über Leichen zu gehen.

Ein bitteres...



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