Harmon | Curses & Betrayal (Game of Covens 1) | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 412 Seiten

Reihe: Game of Covens

Harmon Curses & Betrayal (Game of Covens 1)

New Adult Hexen Fantasy um tödlichen Wettkampf
25001. Auflage 2025
ISBN: 978-3-646-61139-7
Verlag: Cove Story
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

New Adult Hexen Fantasy um tödlichen Wettkampf

E-Book, Deutsch, Band 1, 412 Seiten

Reihe: Game of Covens

ISBN: 978-3-646-61139-7
Verlag: Cove Story
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Bist du bereit für das tödliche Spiel der Hexenzirkel?**  Romina will Aydens Tod. Ihr Erzfeind, mit dem sie eine Nacht verbracht und dessen Familie ihren Zirkel fast ausgelöscht hat. Sie bekommt ihre Chance zur Rache, als sie zum traditionellen Hexenzirkel-Wettkampf nach Venedig reist. Dort gilt es, den Platz auf dem Thron aller Hexen für sich zu bestreiten: ein Titel, der ihren Zirkel retten würde. Doch zwischen den tödlichen Prüfungen muss sie bald entscheiden, wofür sie wirklich kämpft - und welchen Einfluss Ayden auf sie hat. Denn in diesem Spiel riskiert sie weitaus mehr als nur ihr Leben.   Fluchmagie trifft auf Zaubertränke, Rache und Hass treffen auf unerwartete Gefühle - für alle Fans von Enemies to Lovers, Forbidden Love und Touch Her And Die.  //»Curses & Betrayal« ist der erste Band der fesselnden Urban-Fantasy-Dilogie »Game of Covens«. Alle Titel der Reihe:  -- Band 1: Game of Covens. Curses & Betrayal  -- Band 2: Game of Covens. Revenge & Redemption (erscheint im November 2025)// 

Anne Harmon wurde als eines der letzten 90er Kinder im wunderschönen Süden Deutschlands geboren. Das Schreiben bietet ihr einen kreativen Ausgleich zu der Welt der Algorithmen, Logik und Software, in der sie sonst versinkt. Sie liebt Bratapfeltee, Friends und die Winterzeit, wenn die Eishallen öffnen. Falls keine eisigen Bühnen zur Verfügung stehen, tritt sie mit ihrer Vocal Group auf.
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Kapitel 1


Ein kreischendes Geräusch am Fenster ließ mich aus dem Schlaf schrecken. Hastig riss ich den Kopf herum und starrte angestrengt in die wolkenverhangene, jetzt wieder stille Nacht.

Nichts.

Trotzdem wandte ich den Blick vom Fenster nur langsam ab. Was war das gewesen? Die letzte Müdigkeit vertreibend, die der Schreck übriggelassen hatte, rieb ich mir die Augen und stierte dann in den gigantischen Kessel vor mir. Ich musste in dem Ohrensessel vor dem Feuer weggenickt sein. Die moosgrüne dicke Flüssigkeit blubberte zum Glück weiterhin beständig vor sich hin. Ein Blick auf die altmodische Uhr aus Metall über der Feuerstelle verriet mir, dass es Zeit war, erneut umzurühren. Ich achtete darauf, den Löffel ruhig zu führen und mich ganz auf den Zaubertrank zu konzentrieren.

Doch es gelang mir nicht. Immer wieder huschten meine Augen zurück zum Fenster.

Ich seufzte und fuhr mir über das Gesicht. Meine fehlende Konzentration würde noch dem Trank schaden. Jede Kleinigkeit nahm beim Brauen Einfluss darauf. Die Magie, die Qualität der Zutaten und die Persönlichkeit der Hexe selbst, aber auch ihre Stimmung, die Tageszeit oder die aktuelle Mondphase.

Den Löffel wieder gegen den Rand legend, lehnte ich mich in dem alten schäbigen Ohrensessel zurück, der direkt vor dem prasselnden Feuer positioniert war.

Ich ließ meinen Blick über die Küche schweifen, die nur von den zuckenden Flammen erhellt wurde. Auf der verkerbten und abgenutzten Arbeitsfläche lagen zerhackte Kräuter und Blüten, Schälchen mit Zutaten, wie Rattenhaare oder Schlangenhaut, und diverse kleine Fläschchen mit Flüssigkeiten und Gasen.

Neben mir kullerte ein verstopftes Reagenzglas aus eigener Kraft hin und her. Es war befüllt mit einem besonders giftgrünen Gas, das an den Glaswänden waberte und um Freilassung bat. Ich griff danach und lauschte noch einmal angespannt nach dem Geräusch am Fenster. Aber nichts außer dem Blubbern des Trankes und dem Zischen des Feuers.

Das hast du dir nur eingebildet. Niemand hat uns gefunden, sagte ich mir und öffnete über dem Trank das Reagenzglas mit dem Gas, das sich gierig auf die Flüssigkeit im Kessel stürzte. Es dauerte nur Sekunden, bis das Elixier sich tiefrot färbte. Zufrieden zog ich den Stift von meinem Hinterkopf, der bisher meine Haare zusammengehalten hatte. Orange-rote Strähnen, die die gleiche Farbe hatten wie das Feuer vor mir, fielen über meine Schultern. Ich notierte mir die korrekte Menge in dem Notizbuch auf meinem Schoß. Schon seit einer Woche experimentierte ich nachts an diesem Trank.

Als sich plötzlich schlurfende Schritte näherten, schreckte ich zum zweiten Mal auf. Der Boden knarrte bedrohlich, als jemand zur Tür der Küche kam.

Mit einem Satz sprang ich auf und schnappte mir den Besen, der neben der Feuerstelle an der Backsteinwand lehnte.

Knirschend öffnete sich die Tür. Ich hob den Besenstiel, bereit zum Angriff. Mein Magen machte einen Sprung und sackte mir in die Knie.

»Romina?«

Nur mit Mühe konnte ich verhindern, meiner Großmutter eins überzuziehen. Erleichtert aufatmend stellte ich den Besen wieder ab, ließ mich mit rasendem Herzen zurück in den Ohrensessel sinken.

Vor dem Fenster verzog sich eine Wolke vor dem Vollmond und fast schon taghelles Licht beleuchtete die bereits ausgeprägten Falten meiner Großmutter. In ihrer Mitte strahlten lebendige blaue Augen, die die Tiefe von mehr als einem gelebten Leben hatten.

»Moma«, entfuhr es mir und fuhr mir durch die Haare. »Das war knapp.«

»Weißt du, wie spät es ist?«, tadelte sie mich.

»Ich stehe kurz vor einem Durchbruch. Dieses Mal klappt es und es wird nicht nur die rechte Hälfte des Körpers unsichtbar«, erklärte ich, immer noch ein bisschen zu schnell atmend.

Alle zwölf Hexen und Hexer des Veneficiis-Zirkels, des Zirkels der Tränke, trugen etwas dazu bei, dass wir mit dem Verkauf der Zaubertränke überleben konnten. Tagsüber war unser ganzer Hexenzirkel damit beschäftigt, die eingehenden Bestellungen für andere Hexen abzuarbeiten. Doch in meiner freien Zeit war ich besonders fasziniert vom Erschaffen neuer Tränke und der Wiederentdeckung alter Rezepte. Aber da ich, als Enkelin der Ersten Hexe des Zirkels, tagsüber viele Verpflichtungen hatte, musste ich meinen Experimenten oft nachts nachgehen.

Moma seufzte schwer.

Ich wusste, was gleich folgen würde.

»Weißt du, du könntest deine Talente so viel besser nutzen, wenn du dich endlich auch der Giftmischerei zuwendest«, sagte Moma und legte mir sanft, aber bestimmt eine Hand auf die Schulter. Seit ich denken konnte, war Moma die Anführerin unseres Zirkels und das Oberhaupt unserer Familie. Als Erste Hexe war sie in der Lage, die Magie der anderen Zirkelmitglieder zu nutzen, um so ihre eigene Macht zu steigern und damit noch mächtigere Tränke herzustellen. Während ich mich lieber mit wilden Erfindungen beschäftigte, die oft genug schief gingen.

»Ich möchte nicht der Grund sein, dass anderen Schaden zugefügt wird«, erklärte ich ihr vorsichtig. Wir führten dieses Gespräch nicht zum ersten Mal. Moma erwartete schon seit Jahren von mir, dass ich mein besonderes Talent zum Mischen und Erfinden von Tränken ebenfalls dafür nutzen sollte, auch neue Gifte zu erschaffen. Es würde unser Geschäft deutlich ankurbeln und die Abhängigkeit der anderen zwölf Zirkel von uns massiv erhöhen. Und nach diesem grausamen Tag vor 20 Jahren, als fast alle unsere Rezeptbücher vernichtet wurden, konnten wir diese Macht dringend brauchen. Die Fluchsprecher der Maledictas-Hexen hatten auch kein Problem damit, schwere und tödliche Flüche zu verkaufen. Geschweige denn, das Geschäft der Totenbeschwörer oder Bluthexen. Aber ich hatte Bilder gesehen, von Hexen, aber auch von Menschen, die grausigen Flüchen und Zaubern ausgesetzt worden waren, bei denen mir ganz kalt wurde.

»Magie kann immer missbraucht werden.« Moma schnalzte abschätzig mit der Zunge.

Erschöpft von dem wiederkehrenden Streit starrte ich ins Feuer. Wenn Moma wüsste, was sich unter den Dielen in meinem Zimmer versteckte. Natürlich hatte die Neugier auf das Giftmischen schon vor Jahren überwogen. Erst hatte ich mir geschworen, nur ein, zwei kleinere Versuche durchzuführen, aber ich hatte schnell gemerkt, dass Moma recht hatte: ich war gut darin. Was das über mein Wesen aussagte, wollte ich nicht wissen. Dennoch befanden sich mittlerweile einige Gemische, teils mit grauenhaften Effekten, in meinem Schlafzimmer. Viele von ihnen hatte ich mich nicht einmal getraut, selbst auszuprobieren. Obwohl ich sie niemals verkaufen würde, konnte ich mich nicht von ihnen trennen. Manche hatten mich Monate, einige sogar Jahre, in der Herstellung gekostet.

»Na gut«, gab Moma nach und strich mir übers Haar. »Mach aber nicht mehr zu lange. Morgen ist der Geburtstag der Zwillinge. Das wird sicher anstrengend.«

Ich griff nach den länglichen Flaschen aus farbig schimmerndem Glas. Ein Glasstopfen verhinderte, dass der Eistee auslief, den ich den beiden zusammengestellt hatte. Auch, wenn der Herbst schon Einzug gehalten hatte, war für morgen ein heißer Tag angekündigt worden und die Zwillinge liebten meine selbst erfundenen Getränke.

»Schmeckt wie das reine Glück«, sagte Maria immer.

»Wie ein Stück des Himmels«, ergänzte Maira jedes Mal.

Ja, ihre Mutter Rissa hatte sich nicht davon abbringen lassen, ihre Töchter so zu taufen: Maria und Maira.

Dieses Mal hatte ich mir besonders viel Mühe gegeben und einen süßen Tee auf der Basis von Schwarztee mit Orangenöl und Pfirsichen zusammengebraut. Das Ganze hatte ich mit einem Schuss Limettensaft und einem kleinen bisschen Nelke abgerundet.

Moma nahm mir eine der Flaschen ab und betrachtete das handgezeichnete Etikett mit der feinen Schrift. Dann entkorkte sie die Flasche und hielt sie sich unter die Nase.

»Das riecht wundervoll«, sagte sie und stellte die wieder verschlossene Flasche auf das Tischchen neben mich.

»Danke«, antwortete ich und musste unwillkürlich lächeln.

»Ich werde mich jetzt wieder an den einzig vernünftigen Platz für diese Uhrzeit begeben«, erklärte sie und zog sich ihren langen Morgenmantel enger um den Körper.

»Gute Nacht, Moma«, verabschiedete ich mich, hob die Hand, als sie den Raum verließ.

Nachdem meine Großmutter gegangen war, kuschelte ich mich wieder in meinen Sessel und kontrollierte weiter, wie mein Trank sich verhielt. Doch nach kürzester Zeit spürte ich erneut, wie meine Lider schwerer wurden. Mit einem Gähnen erhob ich mich schwerfällig und öffnete die Hintertür, die zu unserem Garten voller Kräuter, Pflanzen und Blumen führte, dessen Ende ich von hier aus nicht einmal sehen konnte. Auf einem umzäunten Bereich lebten Schafe, bewacht von einem großen, aber sehr faulen Schäferhund. Sogar ein kleines, krummes Gewächshaus mit vernebelten Scheiben zierte das wilde Durcheinander. Das Hotel Hortus mit seinem weitläufigen Gelände war schon seit ich denken konnte mein Zuhause und ich liebte jeden krummen Backstein, jedes Tier in unserer Obhut und am meisten jeden Kessel, in dem wir die wildesten Tränke brauten.

Die kühle Nachtluft klärte meine Sinne und vertrieb die Müdigkeit aus meinen Augen. Ich sah mich immer noch besorgt nach der Quelle des seltsamen Geräuschs von vorhin um. Als ich nichts entdeckte, legte ich den Kopf in den Nacken, um den vollen Mond zu betrachten.

Auf einmal rieselte mir eine Erkenntnis eiskalt den Rücken hinunter: Es war weit und breit kein Geräusch zu hören. Kein Zirpen der Grillen. Kein Rascheln kleinerer Tiere, die sich durch das frisch gefallene Laub wühlten. Nicht einmal ein einziges Blatt bewegte sich im Wind. Die...



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