Hardy | Wenn dich ein Traumprinz küsst | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Hardy Wenn dich ein Traumprinz küsst


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7515-0498-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-0498-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Vor sieben Jahren schenkte Marco ihr einen Sommer voller Sinnlichkeit. Aber erst jetzt erfährt Becca, dass er ein Prinz ist! Als er verletzt in ihre Klinik kommt, bebt die Therapeutin vor Wut - und vor Verlangen. Doch führt noch ein Weg zurück in seine Arme?



Kate Hardy wuchs in einem viktorianischen Haus in Norfolk, England, auf und ist bis heute fest davon überzeugt, dass es darin gespukt hat. Vielleicht ist das der Grund, dass sie am liebsten Liebesromane schreibt, in denen es vor Leidenschaft, Dramatik und Gefahr knistert? Bereits vor ihrem ersten Schultag konnte Kate Hardy fließend lesen. Mit blühender Fantasie dachte sie sich Geschichten aus und schrieb sie auf einer Schreibmaschine nieder, die sie zu ihrem sechsten Geburtstag bekommen hatte. Ihren ersten Liebesroman, der niemals veröffentlicht wurde, schrieb sie mit dreizehn Jahren. Kate Hardy studierte englische Literatur des Mittelalters, heiratete und bekam zwei Kinder. Sie arbeitete freiberuflich als Journalistin im Gesundheitsbereich, doch ihre wahre Berufung fand sie erst, als sie ihr Interesse für Medizin mit Romantik verband und ihren ersten Arztroman schrieb, der auf Anhieb das Lesepublikum begeisterte. Seitdem hat sie weitere 33 Arztromane, einige erotische Liebesromane und mehrere Sachbücher zum Thema Gesundheit geschrieben.
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1. KAPITEL

Eine ungewohnte Umgebung erwartete Marco, als er wieder erwachte. Er versuchte, sich aufzurichten, doch eine Hand hielt ihn zurück.

„Bleiben Sie liegen, Capitán.“

„Wo bin ich?“

„Im Krankenhaus.“

Marco kannte den Mediziner. „Dr. Herrera, wie geht es meinen Männern?“

„Wir müssen über Sie sprechen.“

„Nein, über meine Leute. Hat jemand aus dem ersten Jeep überlebt?“

„Leider nein, aber aus Ihrem Wagen sind alle noch am Leben. Einige durch den Aufprall verletzt, aber nichts Ernstes.“

„Okay. Ich muss …“

Weiter kam er nicht, der Arzt unterbrach ihn energisch. „Sie müssen mir jetzt zuhören. Es sei denn, Sie wollen Ihre Hand verlieren.“

„Sagen Sie mir, was los ist.“

„Beugesehnenverletzung.“

Als Marco ihn verständnislos anblickte, erklärte Dr. Herrera: „Die Beugesehnen verbinden Ihre Unterarmmuskeln mit Daumen- und Fingerknochen. Sie sorgen dafür, dass Sie Ihre Finger krümmen und wieder strecken können.“

Er erinnerte sich an den Moment im Jeep, als das unmöglich gewesen war. Marco versuchte, die Hand zur Faust zu schließen. Zeige- und Mittelfinger bewegten sich nicht, und die Hand tat höllisch weh.

„Sehen Sie? Ich vermute, die Windschutzscheibe ist gesplittert, und Sie haben die Hand hochgerissen, um Ihre Augen zu schützen?“

„Ja.“

„Anscheinend haben Glassplitter eine Sehne, vielleicht auch mehrere, durchtrennt. Da sie nicht von selbst heilen, müssen wir etwas unternehmen.“

„Eine Operation?“

„Mikrochirurgie, und zwar innerhalb der ersten zwölf, allerhöchstens vierundzwanzig Stunden. Je länger Sie warten, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass an den Enden der beschädigten Sehnen Narbenbildung einsetzt.“

„Und das bedeutet?“

„Unterm Strich? Verminderte Beweglichkeit Ihrer Hand.“

Das genügte, um Marco zu überzeugen. „Okay. Tun Sie, was Sie tun müssen.“

Dr. Herrera schüttelte den Kopf. „Ich kann Sie nicht operieren. Außer dem Mikrochirurgen muss sich ein speziell ausgebildeter plastischer Chirurg Ihrer Hand annehmen, sobald die Sehnen genäht sind und die Wunde verheilt ist. Unser Zeitfenster liegt bei vierundzwanzig Stunden ab dem Zeitpunkt der Verletzung. Sagen wir, zwei Stunden hat es gedauert, Sie vom Explosionsort hierherzubringen. Sieben Stunden brauchen Sie mit dem Flugzeug nach London, eine für die Fahrt vom Flughafen zum Krankenhaus …“ Er verzog das Gesicht. „Ich muss Sie sofort in einen Flieger verfrachten.“

Marcos Chef Comandante Molina kam ins Zimmer und schien den letzten Satz gehört zu haben. „Du kennst die Regeln, Marco. Ärztliche Order steht höher als militärische. Ab ins Flugzeug mit dir.“

„Was ist mit meinen Leuten?“

„Um die Verwundeten kümmere ich mich, die sind hinterher so gut wie neu“, meldete sich Dr. Herrera zu Wort.

„Und ich spreche mit den Angehörigen“, fügte Comandante Molina hinzu.

„Ihr wollt ernsthaft, dass ich mich nach London absetze?“ Marco gefiel das gar nicht.

„Ja, und zwar in die Hunter Clinic. Zu Leo und Ethan Hunter. Die beiden haben einen exzellenten Ruf, was die Behandlung verletzter Soldaten angeht. Einer von ihnen war Militärarzt“, erklärte der Comandante.

Die Hunter Clinic. Marco hatte davon gehört. Marianna, die Verlobte seines älteren Bruders Ferdinand, war Anfang des Jahres wegen einer Lidstraffung dort gewesen. „Ich dachte, die machen nur Schönheitsoperationen.“

„Nein, Sie haben auch Spezialisten für rekonstruktive Chirurgie.“ Molina verschränkte die Arme vor der Brust. „Mikrochirurgie, Handchirurgie – genau, was du brauchst.“

Ihm schien keine Wahl zu bleiben. Trotzdem gab er noch nicht auf. „Warum kann ich nicht hier operiert werden? Für die Moral der Truppe ist es bestimmt besser. Ich möchte nicht, dass jemand denkt, ich bekomme wegen meiner Herkunft eine Sonderbehandlung.“

„Darum geht es nicht. Aber wir können nicht garantieren, dass die Medien sich nicht in die Sache reinhängen“, meinte der Comandante. „Und ich gebe zu, dass deine Mutter bereits interveniert hat.“

Seine Mutter machte sich ständig Sorgen um ihn. Sie sähe ihn lieber heute als morgen aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Wie oft hatten sie hitzige Diskussionen darüber geführt? Diese Verletzung war nur Wasser auf ihre Mühlen. Dass er sich in London behandeln ließ, würde vielleicht etwas Dampf aus dem Kessel nehmen.

„Sie will, dass ich von hier verschwinde, oder?“

Statt einer Antwort warf Comandante Molina ihm nur einen mitfühlenden Blick zu.

„Okay.“ Marco fügte sich resigniert. „Ich fliege nach London. Aber ich komme so schnell wie möglich zurück.“

„Marco, deine Loyalität steht außer Frage“, sagte Molina leise. „Und deine Männer wissen genau, dass du dich nicht für etwas Besseres hältst. Wäre Pedro hier an deiner Stelle, würdest du nicht auch darauf dringen, dass er die beste ärztliche Behandlung bekommt?“

„Stimmt.“

„Also hör auf Herrera und tu, was er dir sagt.“

Marco schwieg.

„Während Sie bewusstlos waren, habe ich Ihre Hand mit Kochsalzlösung gespült, um Schmutzpartikel zu lösen und eine Infektion zu verhindern. Ich werde Ihnen gleich noch eine Tetanusspritze geben. Über eine Antibiotikagabe kann man streiten, doch da Sie stundenlang unterwegs sein werden, halte ich es für besser, Ihnen hier noch welche zu verabreichen.“

„Tun Sie, was nötig ist.“

„Danke.“ Dr. Herrera lächelte. „Mit dem Londoner Chirurgen habe ich bereits gesprochen. In Anbetracht des Zustands Ihrer Handfläche soll ich nicht nähen, sondern nur einen Verband auflegen.“ Während er zur Tat schritt, erklärte er Marco die verschiedenen Lagen und wozu sie dienten. Zum Schluss legte er ihm einen Stützverband an, um die Wunde vor weiteren Verletzungen zu schützen.

„Am Flughafen wartet ein Hubschrauber, der dich zur Klinik bringt“, sagte Comandante Molina. „Wir bleiben in Kontakt.“

Damit verließ er den Raum.

„Alles klar“, meinte Marco trocken. Seine Mutter würde nun erst recht darauf dringen, dass er seine Militärlaufbahn beendete. Das konnte darauf hinauslaufen, dass sein Vater bei Comandante Molina auf einer ehrenwerten Entlassung aus dem Dienst bestand. Etwas, das Marco nur unter einer einzigen Voraussetzung akzeptieren würde.

„Kann ich meine Hand hinterher uneingeschränkt benutzen?“, wandte er sich an Dr. Herrera. Der Arzt verstand sicher, wie die Frage gemeint war. Marco brauchte im Einsatz an der Seite seiner Leute eine voll funktionsfähige Hand. Jede Schwäche konnte die Männer, für die er verantwortlich war, gefährden.

„Ich will nichts beschönigen. Es kann sein, dass sie nicht mehr so beweglich ist wie vorher und dass Ihr Griff an Kraft einbüßt.“

Marco hatte immer gewusst, dass er der Armee eines Tages den Rücken kehren musste, um mehr fürstliche Pflichten wahrzunehmen. Eine Welt, die nicht seine war. Leider drohte dieser Tag schneller näher zu rücken, als er gedacht hatte.

Und ob er jemals wieder auf seiner geliebten klassischen Gitarre spielen konnte, wenn seine Greifhand zu schwach war, das stand auch in den Sternen.

Trübe Aussichten.

Acht Stunden später saß Marco in einem Wartezimmer an der Harley Street. Erlesener Luxus, wohin er auch blickte. Glänzende Marmorfußböden, weiße Ledersofas, Kronleuchter und mildes Licht bestimmten das Interieur der Schönheitsklinik.

Was ihn nicht sonderlich beeindruckte. Der Laden hätte eine Wellblechhütte sein können, Marco wollte nur eins: dass jemand ihm seine Hand wieder in Ordnung brachte. Dass er sein normales Leben zurückbekam.

Und zwar eher gestern als heute.

Leider war der zuständige Chirurg zu einem Notfall gerufen worden. Natürlich hatte Marco dafür Verständnis. Schließlich war er in dieser Klinik nicht der einzige Patient und sicher auch nicht aus der reichsten oder berühmtesten Familie. Er hatte kurz im Internet recherchiert und begriffen, an was für einem exklusiven Ort er sich aufhielt.

Aber ihm lief die Zeit davon. Je länger er warten musste, umso geringer wurde die Chance, dass seine Hand die volle Beweglichkeit zurückerlangte.

Marco war nicht bereit, das hinzunehmen.

„Ethan, du bist Leos Bruder“, sagte Declan. „In seiner Abwesenheit solltest du die Hunter Clinic leiten.“

„Du bist sein Stellvertreter.“

„Aber du trägst den Namen Hunter.“

Ja, der Klotz an meinem Bein. „Declan, ich habe kein Problem damit, dass du hier das Sagen hast, solange Leo nicht da ist.“

Ethan merkte wohl, dass Declan ihn prüfend musterte. Wahrscheinlich fragte er sich, ob die Brüder sich wieder einmal gestritten hatten und Ethan auf seine Weise darauf reagierte. Doch der irische Arzt würde nie direkt fragen. Er war ein charmanter Kerl, hielt jedoch die Leute auf Armlänge und sich selbst aus den Angelegenheiten anderer tunlichst heraus.

„Und als Aushängeschild der Klinik machst du dich einfach besser“, fügte Ethan hinzu.

„Nicht dein Ding, was?“ Declan lächelte, wurde aber schnell wieder ernst. „Ethan, bist du sicher, dass ich die Leitung übernehmen soll?“

„Für die Hunter Clinic ist es das Beste. Und letztendlich zählt nur die Klinik, oder?“

Declan nickte. „Okay, danke. Ich mach’s...



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